28.11.04

TOUR DIARY – 26.11.04 | BAD SAULGAU, Stadtforum, Video Release Festival

Eigentlich sollte dieser Gig Review ein einziger Dankesbrief werden. Wahrscheinlich wird es auch auf so etwas in der Art hinauslaufen. Aber alles der Reihe nach…

Wie ihr ja alle wisst, haben wir im September einen Videoclip zu unserem Song „Exhausted“ gedreht. Zu diesem Video kamen wir „wie die Jungfrau zum Kind“, wie Jojo einmal zutreffend formulierte: Nachwuchsregisseur Damir Skako, Schüler an der SAE Stuttgart, benötigte im Rahmen seiner Diplomarbeit einen Videoclip. Der geständige Rocker entschied sich für ein Musikvideo und wählte uns zwischen mehreren Bands aus. Das war ein enormer Glücksfall für uns!! Bei freier Kost und Logis erlebten wir einige unvergessliche Drehtage in Stuttgart. Als Damir uns das fertige Video im kleinen Rahmen vorführte, waren wir den Tränen nah. Keine Frage – dieses Video mussten wir unbedingt der Öffentlichkeit präsentieren!!

Damir packte das Video samt umfangreichem Bonus-Material auf eine DVD, welche wir im Rahmen eines kleinen Festivals im Bad Saulgauer Stadtforum präsentieren wollten. Hierzu luden wir mit ITCHY POOPZKID, GUNFIRE, TOS und SCANDALOUS vier befreundete Bands ein und machten uns zusammen mit Gaisi (Café Bar Forum) an die Organisation. Schon bald wurde klar, dass unser Festival so klein nicht werden würde. Wir legten uns wochenlang mächtig ins Zeug, machten kräftig Werbung und bereiteten alles vor. Vor allem Jojo opferte enorm viel Zeit für dieses Projekt. Der Aufwand sollte sich lohnen…

Ich bin mir nicht sicher, ob wir uns bis dato jemals so sehr auf einen Auftritt gefreut hatten, wie auf unser Video Release Festival. Ungeduldig fieberten wir dem Event entgegen, bis der Kalender (oder auch das Handy oder so) endlich den 26. November verkündete. Am Tag zuvor hatten wir mit einigen Helfern alles aufgebaut. Am Auftrittstag hatten wir schließlich nur noch ein Problem: Wir hatten keine Schlafplätze für die Jungs von ITCHY POOPZKID und deren Manager Mägges. Nippel und Jojo gingen am Morgen ins Büro der TBG, um sich nach einer preiswerten Ferienwohnung zu erkundigen. Zufällig war dort gerade ein hochrangiger Mitarbeiter (oder auch der Chef persönlich??) vom Bad Saulgauer Luxushotel „Kleber Post“ zu Gange. Mit ihm handelten die beiden sozusagen einen Special-Preis für arme Musiker aus. Das Angebot war so verlockend, dass man es schlichtweg nicht ablehnen konnte! So sollten die Itchys also im „Kleber“ übernachten! Außenstehende werden sich jetzt vielleicht fragen, warum das hier in den Gig Review muss. Jeder Bad Saulgauer wird hingegen Bauklötze stauen, denn dieses Hotel ist eigentlich nichts für Normalsterbliche! Unter anderem waren dort in der Vergangenheit schon Altbundeskanzler Helmut Kohl, Schauspielerin Inge Meisel oder auch Schriftsteller Günther Grass zu Gange!! Und nun also die Punkrock-Seckel von ITCHY POOPZKID. 🙂 Wenn das mal kein gutes Vorzeichen ist!! Da rühmen sie sich, sie hätten in ihrer Bandgeschichte schon Auftritte mit DIE HAPPY oder den H-BLOCKX gespielt – und auf einmal kommt das „Kleber“ und stellt alles bisher da gewesene in den Schatten!! Wie war das doch gleich??

“I know, one day
We will be rich punkrock stars
Bodyguards, expensive cars
Groupies all night long”

Am Nachmittag vor dem Video Release Festival checkte eine Band nach der anderen Sound. Am Mischpult standen Jürgen und Thimo. Am Lichtpult Olli und Geburtstagskind Ryan. Nachdem auch noch der Backstagebereich aufgebaut und die Sicherheitskräfte eingetroffen waren, konnte es losgehen: Als es 18.00 Uhr war, wurden die Pforten geöffnet und die Leute strömten ins Stadtforum. Fast sämtliche Bandmitglieder ließen es sich derweil im Backstageraum gut gehen und genossen das exzellente Catering von Manne und Claudi. Es gab Chili Con Carne sowie Gemüselasagne. Schmeckte einfach hammermäßig!

Um 19.00 Uhr rockte SCANDALOUS los. Bereits zu dieser frühen Stunde waren unerwartet viele Leute im Stadtforum und lauschten dem Gig von unseren Newcomer-Kollegen. Wenn man mal bedenkt, dass das für SCANDALOUS erst der zweite Auftritt war, dann war die Vorstellung mehr als ordentlich! Ab 20.00 Uhr gab’s eine gute Portion Highschool Rock von TOS auf die Ohren. Auch die Jungs um Bürgermeistersohn Chris Brauchle kamen gut an und machten schließlich um 21.00 Uhr Platz für den Crossover von GUNFIRE. Über unsere Kollegen aus Mengen brauch ich schätzungsweise nicht mehr viel zu sagen. Zum einen haben die schon mehrmals mit uns die Bühnenbretter geteilt, zum anderen eilt den Jungs um Gitarrist Piet (neuer Amp!!) ein guter Ruf voraus. Noch immer strömten Leute ins Stadtforum. Es sollten im Laufe des Abends über 500 Gäste werden!!

Nach GUNFIRE waren wir an der Reihe. Die Leute schlossen bis zur Bühnenkante auf und blickten mit Spannung auf die rechts von der Bühne aufgebaute Leinwand. Es wurde still im Saal, als das Bass-Intro von „Exhausted“ ertönte und unser Videoclip abgespielt wurde. Sédon lief es in diesem Moment nach eigenen Worten „eiskalt den Rücken runter“, aber auch die Anspannung von Jojo und Nippel wuchs. Als sich die Ruhe im Saal am Ende unseres Videoclips in einen tosenden Applaus verwandelte, fiel uns ein Stein vom Herzen. Wir betraten grinsend die Bühne und rockten mit „The Thing About You“ los. Mit „This Misery“ präsentierten wir gleich im Anschluss auch einen brandneuen Song. Die Stimmung im Stadtforum war vorzüglich: Vor der Bühne wurde Pogo bis zum Abwinken getanzt, aber auch in den hinteren Reihen bewegte man sich zum Sound und klatschte kräftig. Besonders geil fanden wir, dass brutal viele Leute unseren Songtexten mächtig waren und (speziell bei „Forward“) kräftig mitsangen! Wir waren vollkommen überwältigt und mussten nebenher auch noch spielen!! 🙂 Nee, ernsthaft: Wenn man so unterstützt wird, dann macht’s unendlich viel Spaß und der Auftritt geht leider wie im Flug vorbei. Unglaublich geil! Mischer Thimo meinte im Laufe des Abends: „Ich wusste nicht, dass Saulgau so rocken kann!“, und er hatte verdammt recht damit! Stimmungsmäßig war das mit Sicherheit einer unserer besten Auftritte. Eigentlich könnte ich gerade „der beste Auftritt überhaupt“ schreiben, wenn da nicht das Earworm Festival in Ravensburg gewesen wäre… 🙂

Nach unserer Zugabe „Exhausted“ (wer hätt’s gedacht??) enterten schließlich Sibbi Hafner, Dani Friedl und Tobi Danne – besser bekannt unter dem Namen ITCHY POOPZKID – die Bühne. Unglaublich aber war: Die Stimmung steigerte sich noch einmal! Die Proklamation vom Albmag, nämlich dass sich die „Konzertarena“ in einen „pogenden Hexenkessel“ verwandeln könnte, traf tatsächlich ein!! In gewohnter Klasse rockten die Itchys durch ihr Programm, während ihr Manager Magge derweil am Merch-Stand Sachen verkaufte – unter anderem unsere DVD „Exhausted“. Nach mehreren Zugaben war schließlich Schluss. Sichtlich zufrieden verließen die Itchys die Bühne.
Auch wir waren mehr als zufrieden – war unser selbst organisiertes Festival doch ein voller Erfolg geworden! Darüber hinaus gab’s überall Lob für unseren Auftritt und unser Video!! Wenn nach dem Konzert Leute herkommen, einem die Hand geben und sich für den geilen Abend bedanken, dann wird man schon mal verlegen… 🙂

Wir drehten unsere Runden durchs Stadtforum und waren einfach glücklich. Die Resonanz auf unseren Auftritt war bombastisch! Man möge uns an dieser Stelle verzeihen, dass die Konversation beim ein oder anderen nicht über ein einfaches „Hallo“ oder einen kurzen Handshake hinausging. Es waren so viele Bekannte da, dass man sich gar nicht mit allen unterhalten konnte und das soll was heißen! Dankeschön.

Und jetzt kommt das, was ich schon am Anfang dieses Gig Reviews erwähnt habe, nämlich eine Danksagung an so viele Leute, ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre. Angesichts der großen Menge hoffe ich, dass ich niemanden vergesse. Beschwerden bitte an coleslaw@web.de! Also:

Als erstes möchten wir unserem Video-Team von ganzem Herzen für unsere DVD sowie für die geniale Zeit bedanken: Das wären Nora, Damir, Rolando, Ernst, Jana, Bianca, Julian, Eva Marie und Uwe.

Besonderer Dank geht auch an Jürgen und Thimo sowie an Olli und Geburtstagskind Ryan für die professionelle Ton- und Lichtperformance.

Spezielle Erwähnung verdienen Manne und Claudi für das von allen Seiten gelobte Catering.

Dank geht zudem an Stefan und Jonne (Kasse) sowie an Mark und seine Kollegin (Sicherheit), die absolut verlässliche Arbeit geleistet haben.

Wir danken Gaisi, der mit uns zusammen dieses Festival auf die Beine gestellt hat, sowie seinem Team (Tobi, Onkel Aumi usw.) für die freundliche Bewirtung.

Vielen lieben Dank an die Bands ITCHY POOPZKID, GUNFIRE, TOS und SCANDALOUS, die der Einladung zu unserem Video Release Festival sofort gefolgt sind. War geil mit euch zu rocken!!

Wir verbeugen uns vor Magge, der fast den kompletten Abend am Merchandise-Stand gearbeitet hat.

Herzlichen Dank an Raidi und Bauser fürs Fotografieren, an Ernst fürs Filmen sowie an St. Anger fürs Bedienen des DVD-Players.

Dank gilt auch Miche Hepp (Schwäbische Zeitung), dem Albmag, Kathano (www.kathano.com) sowie Radio 7 für die Promotion in Presse, Internet und Rundfunk.

Besondere Erwähnung verdienen unsere Sponsoren: Afri Cola, Fotostudio Rack, Schussenrieder, Südwestbank und Burkhardt Fruchtsäfte.

Wir danken Herr Barth, Vanessa und Andrea von der TBG sowie dem Hotel „Kleber Post“.

Ein weiteres Dankeschön geht an Carina für die Amerikaner und an Änsge.

Dank sagen wollen wir auch dem Musikmarkt Bad Saulgau für die PA-Anlage und Holger für sein stets ehrliches Ur… ähm, ich meine für seine Person! 🙂

Schließlich wollen wir uns bei den über 500 Besuchern bedanken, die diesen Abend so unvergesslich gemacht haben. Besonders erwähnen möchten wir hierbei die Jungs von AVERAGE (bei der nächsten Gelegenheit seid ihr mal dran mit rocken!), Max, Felix und Co. sowie die Nagolder. Hierbei sei noch gesagt, dass es uns leid tut, dass es für unter 16-jährige so schwer war, ins Stadtforum zu kommen. Das ist selbstverständlich nicht auf unserem Mist gewachsen. Ihr wisst alle, was im Gesetz steht. Ein Haus wie das Stadtforum muss da konsequent sein, sonst kann es bald dicht machen. Wir hoffen, ihr habt dafür Verständnis! Danke an die vielen Eltern, die für ihre Sprösslinge unterschrieben haben bzw. sogar mitgekommen sind!

Zu guter Letzt danken wir DIR für das Lesen dieses Gig Reviews!

Amen.

21.11.04

INTERVIEW AUF RADIO 7

Wir fahren am kommenden Dienstag (23.11.04) zu einem Interview ins Radio 7 Studio nach Ravensburg. Thema des Gesprächs wird wohl in erster Linie unser Video Release Festival sein. Genaueres wissen wir selbst nicht – wir fahren einfach hin und lassen uns überraschen. Any promotion is good promotion!! Wann das Interview ausgestrahlt wird, steht noch nicht fest. Entweder gleich am Dienstag oder an einem der darauf folgenden Tage…

15.11.04

TOUR DIARY – 13.11.04 | WEINGARTEN, Weißbierkeller

Wir hatten an diesem kalten Herbstsamstag mehrere Gründe dankbar zu sein: Zunächst einmal waren wir dankbar, dass unserem Sédon in der Nacht nix passiert war und dass er am Nachmittag wieder aufgewacht ist. Außerdem waren wir dankbar, dass ein Gig im Weingartener Weißbierkeller anstand. Und zu guter Letzt waren wir Bene und Jan von [INSERT COOL NAME] dankbar, die einen geräumigen Bus an den Stinnes manövrierten und dort unsere Anlage abholten.

Gegen 17.00 Uhr düste Nippel nach Marbach und holte einen völlig entkräfteten Sédon ab. Anschließend ging’s zu Jojo und letzten Endes nach Weingarten. Im Weißbierkeller angekommen, machten wir Bekanntschaft mit den netten Jungs von RIDICULOUS. Unsere Kollegen von [INSERT COOL NAME] wurden ebenfalls freudig begrüßt.

Der Weißbierkeller bestand aus zwei Teilen. Der vordere Bereich war eine Wirtschaft, die in beeindruckender Halloween-Deko erstrahlte: Der komplette Raum war mit schwarzen Tüchern ausgekleidet, überall hingen Spinnweben, Gespenster, Kürbisse, Hexen und au dr Boinr-Karle war mit seinen Mannen am Start. Kurzum – es sah aus wie in einer Geisterbahn! Der hintere Bereich des Weißbierkellers war eigentlich eine Kegelbahn. Eigentlich. An diesem Abend allerdings nicht, denn da stand eine Bühne! Und darauf sollte an diesem Abend kräftig gerockt werden!! 🙂

Man baute auf, checkte Sound und unterhielt sich schließlich über die Running-Order. Hmm… also unter einer „Running-Order“ versteht man die Reihenfolge, in der die Bands aufzutreten haben. Scheiß Amerikanisierung! Angesichts des desaströsen Wahlergebnisses entschuldige ich mich hiermit für diesen ekelhaften Begriff aus Übersee! Naja, jedenfalls meinte Bene von [INSERT COOL NAME], dass er krank sei und dass sie deshalb gerne anfangen würden. Witzigerweise argumentierte einer der fünf RIDICULOUS-Jungs wenige Minuten später genau gleich. Und da unser Schlagzeuger auch so etwas ähnliches wie krank war, entschied man sich für das Losverfahren. Nippel zog eine Drei. Somit waren wir ganz am Schluss an der Reihe…

Mittlerweile waren wir alle ziemlich hungrig. Wir setzten und also in die Geisterbahn-Wirtschaft, wo wir von Claudi und ihrer Belegschaft freundlich versorgt wurden. Man aß Wurstsalat und sauren Käse. Natürlich mit viel Zwiebeln und so! Schmeckte gigantisch!! Lediglich Sédon musste nach wenigen Bissen passen…

Nach und nach kamen Leute in den Weißbierkeller. Die andern Bands und wir wechselten uns an der Kasse ab. Schließlich legten die Jungs von [INSERT COOL NAME] los. Mal wieder zeigten sich unsere Kollegen sehr kreativ was ihre Bühnenshow anbelangt: Bassist Tim betätigte mit seinem Fuß regelmäßig die „Schwanzrakete“ an der vorderen Bühnenkante. Die Rakete flog daraufhin zur Decke. Wer sie gesehen hat, weiß, woher der Name kommt… 🙂

Noch viel witziger war jedoch folgendes: Frontmann Bene Luka ließ sich während des kompletten Auftritts nicht auf der Bühne blicken! An seiner Stelle stand ein Stuhl auf welchem wiederum ein Plastikfrosch saß. 🙂 Aus den Lautsprechern ertönte jedoch Benes Stimme: „Hallo, ich bin’s, der Bene. Ich bin leider krank. Natürlich will ich trotzdem, dass meine Jungs auftreten können. Deshalb hab ich daheim den kompletten Gig mit meinem Kassettenrekorder aufgenommen und deshalb könnt ihr mich jetzt hören.“ Wir fanden’s bombastisch! Auf so eine Idee kommen nur die Inserts!! 🙂 Vor allem Ansagen wie: „Ich hoffe mal, dass ihr gerade klatscht. Danke für den Applaus!“ oder auch: „Okay, ich schätze mal, dass der Jan jetzt seine Gitarre stimmen muss. Jetzt müsste er soweit sein!“ sorgten für Gelächter. 🙂 Natürlich war Bene in Wirklichkeit schon anwesend: Er saß von einem Vorhang verdeckt hinter der Bühne und intonierte sämtliche Songs von dort aus.

Die Inserts überzeugten uns auf der ganzen Linie. Vor allem die neuen Songs waren klasse! Jojo und Nippel hatten vor der Bühne einen Heidenspaß und lachten an den entsprechenden Stellen Tränen. 🙂 Sédon saß derweil in der Geisterbahn, wo er (zumindest was sein bleiches Gesicht anbelangte) an diesem Abend auch hingehörte…

Während die Jungs von RIDICULOUS rockten, saßen Jojo und Nippel an der Kasse. Nach einer guten Stunde wurden sie abgelöst, gabelten Sédon in der Geisterbahn auf und es konnte losgehen: Vor knapp 50 Leuten rockten wir durch unser Programm. War ein sehr dankbares Publikum, dass sich zum Sound bewegte und kräftig applaudierte! Bei „The Thing About You“ holten wir TOS-Basser Joe auf die Bühne, wo er seinen fast schon legendären Bärentanz zelebrierte!! 🙂 Nach zwei Zugaben war Schluss.

Nach dem Gig freuten wir uns über viel Lob und checkten bei der Gelegenheit gleich zwei Gigs für 2005 ab! Ganz gemächlich bauten wir ab. Sédon saß wie ein Häufchen Elend da und wurde von Jojo und Nippel liebevoll von jeglicher Arbeit verschont. Schließlich verabschiedeten wir uns von Claudi & Co. und karrten mit Jan und Bene unsere Anlage zurück in den Stinnes. Erstmals in diesem Jahr musste man beim Fahren aufpassen, denn die Temperatur ging unterwegs stellenweise na en da Minus nEi! (Zufrieden, lieber Holger??) Zu guter Letzt gab’s im Mc Donald’s in Saulgau noch was zu essen.

We’d like to thank the following: Sédons Schutzengel, Bene, Jan, Dominik, Tim, RIDICULOUS, Caudi & Belegschaft, Carina, Joe, Tamara und Thimo.

„Ich bin heut morgen
Im Rinnstein aufgewacht
Splitternackt mit schwerem Schädel
Was für eine Nacht!
Keinen Pfennig in der Tasche
Und kein Geld mehr auf der Bank
Hallo Leute, ich bin pleite
Ich bin total blank!“

(DIE ÄRZTE)

08.11.04

TOUR DIARY – 06.11.04 | ESSLINGEN, Schmiede, Kneipennacht

Habt ihr euch jemals gefragt, ob es schwer ist, einen Gig Review zu schreiben? Ja, habt ihr?? Gut, dass ist nämlich eine durchaus berechtigte Frage! Manchmal sitzt man tatsächlich vor einem weißen Blatt und weiß nicht wie anfangen. Tja und dann fängt man halt an, indem man sagt, dass man nicht weiß, wie man anfangen soll – und schon hat man nen Anfang… 🙂

Für die Kneipennacht in Esslingen liehen wir uns wieder nen Sprinter mit neun Sitzplätzen aus. Als klar war, dass Jojo und Änsge nicht im Bus mitfahren, weil sie vorhatten direkt von Laupheim nach Esslingen zu kommen, ging die Mitfahrerzahl glei mol nauf en da Plus nai: Neben Nippel und Sédon waren Manne, Raidi, Bauser, Claudi, Bine und Thimo am Start! Somit ging das Einladen ziemlich flott und wir konnten losdüsen. Da Jojo wie gesagt in Laupheim war, übernahm Nippel diesmal das Steuer.

Dank der vielen Mitfahrer verlief die Fahrt sehr kurzweilig. Man sülzte über dies und das und das und jenes und freute sich, als irgendwo unterwegs ein kleiner Junge in einem Garten mit seinem Fußball dribbelte und genau im Moment unserer Vorbeifahrt kräftig auf die Fresse flog. 🙂

In Esslingen angekommen tuckerten wir durch Schmale Gässchen bis wir schließlich in der Milchstraße (die hieß wirklich so) angekommen waren. Da keiner von uns ortskundig war, ging die Orientierung glei mol na en da Minus nai und wir mussten uns den Weg erfragen. Nippel fragte eine junge Frau nach der „Schmiede“. Sie hatte keine Ahnung. Auch nicht, als er nach dem Saturn fragte. Sind schon komische Leute, diese Außerirdischen. Durch die Milchstraße laufen, aber keine Ahnung vom Saturn haben! Nach kurzem Irrflug bogen wir beim Planeten Melmak rechts ab und parkten unser Ufo vor der Schmiede.

War eine nette Kneipe! Obwohl sie recht klein war, hatte sie eine Live-Bühne und eine Tanzfläche und irgendwie fast schon Club-Charakter. Unter galaktischem Nieselregen schleppten wir unser Equipment aus dem Bus und beamten es auf die Bühne. Inzwischen waren auch Jojo und Änsge eingetroffen. Während unsere Mitfahrer sich langweilten, checkten wir in aller Ruhe Sound und ließen uns von Thimo beratschlagen. Da der Hunger mit der Zeit nauf ging en da Plus nei, suchten wir anschließen ein zünftiges Restaurant auf und aßen dort zu Abend. Schmeckte hervorragend! Als Bauser entdeckte, dass bei den Kässpätzle ein Bier inbegriffen war, kam Stimmung auf… 🙂

Zurück in der Schmiede begrüßten wir zunächst mal Nora und Eva – ihres Zeichens Maskenbildnerin bzw. Friseuse bei unserem Videodreh. Cool, dass ihr extra wegen uns hergefahren seid! Wir ließen uns von Chef Mike an der Bar mit Getränken umsorgen und freuten uns jedes Mal, wenn er ein Bier öffnete: Er warf die Bierdeckel einfach in die Luft. Von einem überdimensionalem Magneten wurden diese dann an die Decke gesaugt! Wir waren restlos begeistert und tranken das ein oder andere Bier allein dieses Magneten wegen… 🙂

Um halb neun ging’s schließlich los: Wir intonierten vor vollem Haus unser Unplugged-Programm. Unser Sound gefiel. Nach einer guten Stunde fuhren wir die schweren Geschütze auf und rockten durch die Songs unserer CD. Susi verkaufte unsere Scheiben derweil fleißig an der Kasse. Dank dem sehr aufmerksam zuhörenden Publikum (was bei einer Kneipennacht nicht selbstverständlich ist) machte es irrsinnig Spaß! In den Spielpausen unterhielten wir uns mit zig Leuten (zum Beispiel mit Steffi und Judith) und freuten uns über das rege Interesse an unserer CD. Obwohl die Stimmung durchweg ordentlich war, ging die Zuhörerzahl gegen Ende unseres Gigs na en da Minus nai. Okay, das war gelogen. Das ginge ja gar nicht! Ähm… es wurden etwas weniger Leute und wir kamen etwas früher als sonst zum Schluss. So versteht’s jeder!! Auch die Esslinger, die sich beim Lesen dieses Gig Reviews wahrscheinlich fragen: Haben die ein Rad ab?? 🙂

Wir drehten eine Runde (schon komisch, dass die das immer mit sich machen lassen…) durch die Schmiede und bauten anschließend ab. Während Jojo und Änsge gleich losdüsten, begaben sich die anderen noch zu Chef Mike an die Bar. Dieser war über den großen Besucheransturm während des Abends sehr zufrieden und schenkte fleißig Spirituosen aus (nur am Rande: es erübrigt sich wohl zu sagen, was ein großer Besucheransturm rückwirkend für den Lohn bedeutet). Da alle außer Nippel fleißig kippten, ging die Fahrtüchtigkeit na en da Minus nai…

Thimo hatte währenddessen mit Raidis Plastikhund einen Heidenspaß: Ständig war er irgendwo unterwegs und hielt das offene Maul des Hundes jedem Passanten vor die Nase. Alle musste einen Zahn drücken. Wer den falschen erwischte, wurde von dem Plastikhund gebissen. Ein unglaublicher Spaß für Jung und Alt! Kann man nur weiterempfehlen!! 🙂

Gegen halb drei düsten wir schließlich los. Dank dem strömenden Regen ging die Sicht na en da Minus nai. DJ Done legte im Bus fetzige Rockmusik auf und hielt tapfer Busfahrer Nippel wach. Doch irgendwann wurde auch Zitrone vom Schlaf übermannt und so fuhr Nippel einen Bus voll betrunkene Schläfer durch die regnerische Nacht. Gegen halb fünf kamen wir am Stinnes an und schleppten die Anlage zurück in unseren Proberaum. Raidi, der noch beim Abendessen im Restaurant über die Höhe unserer Gage erstaunt gewesen war, packte kräftig mit an und kommentierte schließlich: „Nippel, du hattest recht! Eigentlich ist das echt nicht viel Geld!“ 🙂

Naja, jedenfalls ist es genug, dass wir drei Idioten Wochenende für Wochenende durch die Lande fahren und uns die Nächte um die Ohren hauen – nur um die Leute mit unserer Musik zu erfreuen! Was wäre die Musik ohne Idealismus?? Vermutlich würde sie nicht über Holzmichel-Niveau hinauskommen…

Nun ja, genug des Eigenlobs! Jedenfalls macht uns jeder Auftritt und das ganze drum herum tierisch Spaß! Wenn man dann noch so eine schlagkräftige Truppe wie in Esslingen dabei hat, um so mehr…

Dank euch ging unser 66. Auftritt nauf en da Plus nai: Manne, Thimo, Raidi, Bauser, Bine, Claudi, Änsge, Chef Mike & Belegschaft, CD-Verkäuferin Susi, Nora, Eva und Herr Heinzelmann.

25.10.04

TOUR DIARY – 23.10.04 | A – WIEN, Szene, Emergenza Special Tour

Obwohl wir natürlich noch immer müde waren, als um 7.00 Uhr morgens der Wecker klingelte, freuten wir uns tierisch auf einen weiteren Tag mit ITCHY POOPZKID, Magge und Thimo! Einige von uns schafften es sogar zu duschen – andere beschlossen einfach zu stinken. Ich denke mal, dass es im Sinne von jedem ist, wenn ich das nicht näher ausführe… 🙂

Um 9.00 Uhr düsten wir los. Mit der Strecke von Bern nach Wien hatten wir uns einiges vorgenommen: Da der direkte Weg über die Alpen praktisch nicht fahrbar ist, beschlossen wir über Memmingen zu fahren. Das hört sich jetzt vielleicht komisch an, aber viel schneller ging es nicht. Wirklich nicht!! Nehmt eine Landkarte her und überzeugt euch selbst…

Wir frühstückten im Bus und hatten auf der Fahrt sehr viel Spaß. Am Steuer wechselten sich Thimo, Magge, Jojo und Dani ab. Von Zeit zu Zeit wurde geschlafen. Einzig und allein Jojo blieb während der gesamten Fahrt wach. War aus seiner Sicht auch gut so, denn die Schlafenden wurden mit Edding voll gemalt. Wir redeten über Gott und die Welt, freuten uns über den wunderschönen Herbsttag und wurden in erster Linie von Dani in regelmäßigen Abständen mit verschiedenen Liedern besungen. „N’oubliez jamais“, „Schischbrung-Schanzen“, „Wer ein Arschloch ist, der klatsche in die Hand“, „Wind Of Change“ – um euch nur einen kleinen Einblick in sein vielfältiges Repertoire zu gewähren… 🙂

So richtig witzig wurde es dann, als wir uns der schweizer Grenze näherten: Vielleicht kennt ihr ja diese schwarzen Gitterteile, die in Bussen mittels Saugnapf an den Scheiben kleben, damit die Sonne nicht so blendet. Die gibt’s auch als Bären oder so. Ihr wisst was doch sicher, was ich mein, oder?? Ich geh jetzt mal davon aus. Besser kann ich die Dinger nicht beschreiben! Jedenfalls klebte auch in unserem Sprinter so ein Teil an der Scheibe. Kein Bär. Eine ganz normale, rechteckige Sonnenblende. Nachdem Jojo damit angefangen hatte, klebte sich Sibbi das Teil an die Stirn und schubste es an, so dass es sich im Kreis drehte. Das sah so was von verstrahlt aus – ich kann’s gar nicht beschreiben!! 🙂 Der Sibbi hörte nicht mehr auf! Nachdem wir uns halbwegs an seine neue Optik gewöhnt hatten, schaute Sibbi ständig mit seinem „Propeller-Teil“ aus dem Fenster, um die Reaktionen der vorbei fahrenden Leute zu beobachten. Manche lachten. Die meisten trauten sich allerdings nicht, denn das Teil erschien in Sibbis Gesicht ziemlich undefinierbar und war nicht ohne weiteres als Sonnenblende auszumachen. Daher bestand die Reaktion der meisten Leute aus einem flüchtigen Blick und sofortigem Wegschauen. Ganz im Sinne von: „Der ist behindert. Der kann nix dafür!“ Man sah auch manche, die ihre Kinder zurecht wiesen: „Nicht lachen, der Mann hat eine Krankheit“ So, oder so ähnlich dürfte die spontane Definition der meisten Leute ausgefallen sein. 🙂

An der schweizer Grenze hatten wir dann genug Zeit, Sibbi der Öffentlichkeit zu präsentieren: Während Magge von den Zollbeamten sein am Vortag ausgelegtes Geld zurück bekam (sogar in Euro!!), trieb Sibbi sein Unwesen. Er lies sich von Jojo auf die Toilette führen. Jojo hatte witzigerweise sein T-Shirt vom KBZO (Körperbehindertenzentrum Oberschwaben) aus seiner Zivi-Zeit an. Die Leute schauten wie Autos und selbst die Zollbeamten wussten mit Sibbis undefinierbarem Gesichtsschmuck nichts anzufangen. Obwohl sich Sédon, Nippel, Thimo, Dani und Tobi vor Lachen bepissten, traute sich kaum einer von den Passanten, sich dem Gelächter anzuschließen. Sibbi schaute dermaßen ernst, dass man ihm seine Rolle irgendwie abnahm. Als er sich schließlich auf eine Autobahnbrücke stellte und mit rotierendem „Propeller“ in die unter ihm vorbeifahrenden Autos starrte, da konnten wir dann nicht mehr! Jedem schmerzte der Bauch vor Lachen. Als die Zollbeamten immer noch blöder herschauten, kratzen wir irgendwann die Kurve. Unglaublich, was man mit einer einfachen Sonnblende für einen Spaß haben kann… 🙂 🙂 🙂

Der Rest der Fahrt verlief recht kurzweilig. Man schlief, man unterhielt sich und obwohl alles wunderbar lief, tat einem irgendwann massiv der Arsch weh. Gegen 19.00 Uhr kamen wir nach zehnstündiger Fahrt endlich in der österreichischen Landeshauptstadt Wien an. Mit Applaus wurde unser Bus vor der „Szene“ begrüßt. Tja, den Itchys eilt halt ein guter Ruf voraus! Außerdem hatten sie schon mehrfach in Österreich gespielt. Die „Szene“ war wiederum eine superschöner Club! Zwar weniger extravagant als am Vortag der „Gaskessel“, aber mindestens genau so gut. Wir wurden vom österreichischen Emergenza-Team um deren Boss Xian sehr liebvoll empfangen. Sédon glänzte mal wieder mit seiner Verplantheit: Xian: „Hi, ich bin der Xian. Wer bist du??“ Sédon: „Hi.“ 🙂

Diesmal mussten wir nix aufbauen, sondern lediglich unsere Instrumente in die „Stargarderobe“ (so hieß die wirklich!) verfrachten und den Merchandise-Stand aufbauen. Wir sagten „Hallo“ zu allen möglichen Leuten und stellten fest, dass man die Österreicher bedeutend besser verstehen konnte, als am Vortag die Schweizer. Nach einer Weile bekamen wir wiederum ein exzellentes Essen. Am Merch-Stand versorgte uns Magge anschließend mit Getränken: Magge: „Nippel??“ – Nippel: „Sprite!“ – Magge: „Done??“ – Sédon: „Normal!“ – Magge: „Wie normal?? Das ist keine Aussage, Done!!“ 🙂

Um 20.00 legte mit WRODDS die erste Band los, die den österreichischen Contest durch die meisten Publikumsstimmen am Ende gewinnen sollte. Die moralischen Sieger das Abends waren aber ganz klar die fünf Jungs von ETHOS, die ihm Anschluss ihren Nu-Metal-artigen Sound präsentierten: Das Durchschnittsalter dieser Band lag bei ca. 14 Jahren! Als die Jungs die Bühne betraten, mag vielleicht der ein oder andere Zuschauer noch gegrinst haben, denn einer der beiden Gitarristen sah wirklich extrem jung aus. Doch als ETHOS loslegte, folgte nur noch ungläubiges Staunen: Die Jungs rockten dermaßen und spielten ihre ausgereiften Eigenkompositionen absolut präzise! Mit Verlaub – so etwas haben wir noch nie gesehen!! Eine unglaublich geile Band!!! Wenn aus denen mal nix wird, dann fressen wir alle nen Besen!

Im Anschluss überzeugten TILT X, PRETTY OVERDOSED und NO MORE ENCORE das Publikum. Obwohl das Niveau der Bands deutlich höher war, als am Vortag, hatte Magge diesmal Probleme, die Leute bei Laune zu halten. Viele standen draußen, was angesichts der Leistung der Bands (speziell ETHOS) äußerst schade und absolut unverständlich war. Im Endeffekt schafften es Magge und Xian durch motivierende Ansagen und durch Verschenken von Emergenza-CDs dann aber doch, eine Gruppe von circa hundert Leuten durchgehend im Saal zu halten. Das war zwar immer noch nicht das gelbe vom Ei, denn eigentlich waren über 200 zahlende Gäste da, aber immerhin war die Stimmung im Saal ziemlich gut und wurde zunehmend besser.

Nach NO MORE ENCORE wurden schließlich wir von Xian als Gewinner von Karlsruhe und als erfolgreiche deutsche Band angekündigt. Wir fühlten und geehrt und rockten los. Die Leute bewegten sich zum Sound und obwohl weniger Leute als am Vortag im Raum waren, war die Stimmung deutlich besser. Zumindest über weite Strecken. Erfreut nahmen wir zur Kenntnis, dass eine Mitglieder der anderen Bands (zum Beispiel von ETHOS oder von TILT X) in den ersten Reihen tanzten und sichtlich Gefallen an unserem Sound fanden! Spielerisch waren wir stärker als am Vortag. Thimo zauberte uns einen bomben Sound, was angesichts der komplexen Technik im Saal kein leichtes Unterfangen war. Es ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl, mehrere hundert Kilometer von zu Hause entfernt auf einer Bühne zu stehen und die Leute zum Tanzen zu bringen! Das hätten wir noch vor ein paar Monaten nicht einmal zu Träumen gewagt!! Am Ende unseres Gigs kündigten wir die Itchys an und verließen hochzufrieden die Bühne.

Während Jojo den Merch-Stand übernahm, pogten Sédon und Nippel fleißig durch die Gegend. Die Itchys präsentierten sich mal wieder in Bestform und intonierten an diesem Abend auch ihren Publikums-Kracher „One Day“. Zudem kam es bei „21 Years“ zu einem kleinen Gastauftritt vom 3 FEET SMALLER-Frontmann. 3 FEET SMALLER ist Österreichs erfolgreichste Band! Am Ende des ITCHY POOPZKID-Gigs verabschiedete sich Tobis Double-Bass. Er musste also den Rest des Gigs mit einem Fußpedal zu Ende bringen, was für einen routinierten Rockstar seiner Klasse natürlich ein Kinderspiel ist. Oder hat etwa jemand was bemerkt?? Okay, außer natürlich DU, Sédon! 🙂

Nach dem Gig leerte sich die Szene ziemlich schnell. Der große Saal wurde geschlossen und wir nahmen mit dem Backstage-Bereich vorlieb. Dort unterhielten wir uns mit verschiedenen Mitgliedern der anderen Bands. Nippel schäkerte mit dem Bassisten von TILT X und Jojo unterhielt sich mit den Wunderkindern von ETHOS: Jojo: „Hey, wie lang spielst du schon Gitarre??“ – Basti (13) von ETHOS: „Seit ich fünf bin. Damals war halt die Frage, ob ich lieber ein Pony, ein Spielzeugauto […] oder eine E-Gitarre haben will. Ich hab mich für die E-Gitarre entschieden!!“ Goldrichtige Entscheidung, lieber Basti! Goldrichtig!! 🙂

Im weiteren Verlauf des Abends bemerkten Thimo und die Itchys auf einmal, dass Jojos Schweiß nach Döner roch. Naja, so sind sie halt, die Punkrock-Seckel! Keine Niveau ist ihnen zu niedrig und kein Gag zu flach!! Lediglich wenn es um Radler geht, kriegt einer von ihnen die Kretze… 🙂

Nachdem wir unsere Instrumente und die Merch-Kartons wieder im Bus verstaut hatten, wurden wir von Xian noch in die Stadt zu einem Imbiss-Stand geführt. Dort gab’s leckere Hotdogs, von denen „ein Bissen nach Kotze“ geschmeckt hat, wie Sibbi behauptete. „Wobei – vielleicht ist auch einfach grad der Dani vorbei gelaufen“, versuchte er dieses seltsame Phänomen zu erklären. Wie auch immer. Jedenfalls wurden wir vor dem Imbiss-Stand von einem Penner zugelabert. Der behauptete steif und fest, er sei „aus der Steiermark“ und er wäre im Zug eingeschlafen. „Und jetzt bin ich hier in Wien und komm nicht mehr heim! Aber wenn ihr vielleicht zusammenlegt…“ Alles klar! 🙂

Wir verabschiedeten uns von Xian (der übrigens erstaunliche Ähnlichkeit mit dem österreichischen Fernsehmoderator von „Konfetti-TV“ hat) und suchten unsere Jugendheerberge auf. Dort bezogen wir wieder zwei Vierer-Zimmer und fielen wie die Steine ins Bett.

Am nächsten Tag hieß es wieder in aller Früh aufstehen. Wir frühstückten noch in der Heerberge und fuhren anschließend los. Wieder strahlte die Sonne und wieder war es schade, dass wir nicht noch länger in der Stadt bleiben konnten, denn auch Wien war ziemlich schön! Wir fuhren, schliefen und unterhielten uns über alles mögliche. Auf Thimos Fehltritte bei Frauen will ich jetzt aber nicht näher eingehen… 🙂

Gegen Abend trennten sich unsere Wege. Nachdem wir Thimo in München abgesetzt hatten, fielen wir in Günzburg schließlich noch den Itchys und dem Mägges um den Hals. Was war das für ein geiles Wochenende gewesen! Trotz 24 Stunden Fahrt und über 2000 Kilometern Wegstrecke hatten wir noch nicht genug! So könnt’s doch eigentlich grad weitergehen…

Wir verbeugen uns tief vor: Magge, Emergenza, Thimo, Sibbi, Dani, Tobi, Xian, Fritz & dem Rest der Belegschaft, vor den anderen Bands sowie vor allen Zuhörern!

24.10.04

TOUR DIARY – 22.10.04 | CH – BERN, Gaskessel, Emergenza Special Tour

Wenn uns vor zwei Jahren jemand gesagt hätte, dass wir mal in der Schweiz und in Österreich spielen würden, dann hätten wir ihn wahrscheinlich für verrückt erklärt. Entsprechend groß war unsere Vorfreude, als wir am frühen Morgen des 22. Oktober in Sédons Karre nach Günzburg fuhren. Neben uns drei war auch Mischer Thimo am Start. In Günzburg trafen wir uns mit Magge („Black Forest Mägges“) vor einer Autovermietung, wo wir uns einen großen, grünen Sprinter ausliehen. Magge (seines Zeichens Manager bei ITCHY POOPZKID sowie Mitarbeiter von Emergenza) düste mit uns nach Eislingen an der Fils, wo auch schon seine dreiköpfige Gurkentruppe namens ITCHY POOPZKID auf uns wartete. Die drei Punkrock-Seckel Sebastian Hafner („Sibbi“), Daniel Friedl („Dani“) und Tobias Danne („Tobi“) erfreuten uns bereits bei der Ankunft durch ihre freundlich dreinblickenden Visagen. Wir begrüßten uns herzlich und begannen unsere Reise…

Die Fahrt verlief äußerst kurzweilig und problemlos. Erst an der Schweizer Grenze musste Magge seine akribisch genaue Zeitplanung über den Haufen werfen: Die Schweizer Zollbeamten hatten ein Problem mit CDs und Merchandise-Artikeln, die wir beim Gig in Bern verkaufen wollten. Außerdem waren sie sehr vorurteilsbefangen, was Rockmusiker angeht: Obwohl Magge ihnen in aller Vernünftigkeit erklärt hatte, was wir in der Schweiz machen wollten, meinte einer von ihnen, als wir eine Toilette aufsuchten: „Zuviel Bier, was??“ Unerhört! Wer sagt denn, dass Musiker am hellen Tag Bier trinken?? Das ist mindestens genauso bescheuert, wie die Behauptung, alle Ausländer wären kriminell! Oder alle Schweizer würden kiffen!! Oder alle Punkrocker würden nur drei Akkorde spielen!!! 🙂 Naja, wie auch immer. Jedenfalls musste Magge eine ordentliche Stange Geld hinlegen, dass wir endlich weiterfahren konnten. „Bei der Ausreise gibt’s das Geld zurück!“ Wir waren gespannt…

Am frühen Abend kamen wir schließlich in Bern an und bauten in aller Ruhe die Emergenza-Backline auf. Unter einer „Backline“ versteht man… ähm, ach egal – wir bauten halt auf! Außerdem freuten wir uns tierisch über den „Gaskessel“. Das war ein absolut außergewöhnlicher Club: Unter einer großen Kuppel (wahrscheinlich war diese Kuppel die Hälfte eines alten Gaskessels – daher wohl der Name des Clubs) befand sich eine geräumige Bühne. Davor war keine normale Tanzfläche, sondern es erhoben sich stufenförmige Ränge in alle Richtungen. Sah aus wie ein kleines Kolosseum oder so. Das Mischpult befand sich am oberen Ende der Ränge. Man hatte von jeder x-beliebigen Position optimale Sicht auf die Bühne.

Nach und nach trafen auch die anderen Bands ein. Das waren RAINHEAD, SPOOKY EVOLUTION , PRIVACY SLIGHT (alle drei aus Bern) sowie VIBES GARDEN aus Zürich. Wir machten Soundcheck, bauten den Merchandise-Stand auf und vertrieben uns die Zeit im Backstage-Raum. Irgendwann gab es für die Mitarbeiter von Emergenza sowie für uns deutschen Gastbands was zu essen: Wir wurden in einen großen Raum geführt, wo zwei große, gedeckte Tische auf uns warteten. Unter jedem Teller befand sich eine Unterlage, auf der folgendes stand: „Emergenza und Gaskessel wünscht COLESLAW, ITCHY POOPZKID und dem EMERGENZA-Team einen guten Appetit“ – unglaublich!! Von einem Schweizer Koch mit langen Haaren und vielen Piercings wurden wir freundlichst bedient. Schmeckte einfach geil! Sogar mit Vorspeise und Nachtisch!! Wir genossen es sehr, dass wir so verwöhnt wurden. Dankeschön!

Gegen 20.00 Uhr legte die erste Band los. Immer mehr Leute kamen in den Gaskessel. Es sollten im Laufe des Festivals über 250 zahlende Gäste werden. Magge schaffte es mal wieder, die Stimmung im Saal durch gekonnte Ansagen zwischen den einzelnen Gigs anzuheizen. Wir lauschten den Schweizer Bands, saßen am Merch-Stand oder schauten Thimo zu, der im Backstage-Raum einen Flyer für unser Video Release Festival (26.11.04 im Bad Saulgauer Stadtforum – unbedingt kommen!!) designte. Alle Schweizer Bands dieses Abends hatten englische Songtexte. Bei den Ansagen zwischen den Songs verstand man herzlich wenig. Da ist die schwäbische Sprache echt mal ein Scheiß dagegen!! Im Backstage-Raum hatte vor allem Sibbi seine Freude daran, sich im schweizer Dialekt zu üben. 🙂

Wir waren die dritte Band des Abends und hatten somit eine ziemlich gute Spielzeit erwischt: Gegen halb zehn enterten wir die Bühne und gaben bei unserem ersten Auslands-Gig unser Bestes. War einfach geil, in einem anderen Land vor über 250 Leuten zu rocken. Direkt vor der Bühne wurde kräftig getanzt. Weiter hinten luden die zahlreichen Stufen des Gaskessels allerdings sehr zum Hinsitzen ein. Wir forderten das Publikum mehrmals auf, sich zu erheben. Dem kamen einige nach, so dass die Stimmung immer besser wurde. Am Ende des Gigs verspielte Nippel allerdings seinen Publikums-Kredit: Seine Frage: „Versteht ihr mich, wenn ich hochdeutsch rede??“ war ja noch in Ordnung. Als er jedoch auf die Coleslaw-Homepage hinweisen wollte und dabei fragte: „Habt ihr hier überhaupt schon Internet??“, da fanden es die Schweizer dann weniger witzig und maulten empört in Richtung Bühne. Jojo wies seinen Kollegen zu Recht und es konnte weiter gehen. Dank Thimo am Mischpult hatten wir ordentlichen (Monitor-)Sound und brachten mit „Just Asking“ schließlich unser Set zu Ende.

Im Anschluss rockten die Itchys was das Zeug hielt. Der kranke Sibbi (an diesem Tag war er nicht nur im Kopf, sondern auch körperlich krank) hatte mit seiner heiseren Stimme zu kämpfen. Er umspielte seine Gesangsprobleme allerdings äußerst professionell, so dass es kaum auffiel. Während die Itchys ihr 200stes Konzert spielten, standen Jojo und Done beeindruckt vor der Bühne. Nippel saß draußen am Merch-Stand. Dort bekam er prompt eine Quittung für seine blöde Internet-Ansage: Eine hübsche schweizer Blondine kam an den Stand und wollte unsere COLESLAW-CD haben, die an diesem Abend nicht 6 Euro sondern 8 Franken kostete. Das nette Mädel gab Nippel eine handvoll Kleingeld und meinte mit ehrlichem Blick: „Das sind genau 8 Franken!“ Nippel, der mit dem fremden Geld sichtlich überfordert war, erwiderte: „Ähm…, ich glaub dir das jetzt einfach mal!“ und gab dem Mädel eine CD. Als er anschließend das Geld nachzählte, stellte er fest, dass er lediglich 7,20 Franken bekommen hatte. Nun gut – wir wollen mal nicht kleinlich sein. Es war schließlich raffiniert gemacht!! 🙂

Nach einer Weile übernahm Jojo den Merch-Stand, der beim Verkaufen deutlich mehr Routine hatte, als Kollege Nippel. Die Itchys brachten einige Minuten später mit „As Long As I Feel Fine“ erfolgreich ihren Gig zu Ende. Im Anschluss spielten nochmals zwei schweizer Bands. Wir hörten jede mal an, saßen aber großteils am Merch-Stand, wo ständig schöne Mädels vorbei liefen. Eine meinte in Bezug auf ITCHY POOPZKID-Basser Dani: „Wo ist denn der Rothaarige hin? Meine Freundin findet den urherzig!!“ Während Dani sich also mit der besagten Freundin unterhielt, freuten wir uns über die Formulierung „urherzig“… 🙂

Als das Festival zu Ende war, bauten wir wieder ab. Black Forest Mägges musste an der Kasse um sein Geld kämpfen: Der Kassierer hatte von jedem Gast nur 10 anstatt den vereinbarten 15 Franken kassiert. Naja, soll vorkommen. Wie schon am Morgen mussten wir nach dem Gig unseren grünen Sprinter bis aufs Letzte voll laden, um alles unter zu bringen. Magge koordinierte die Ladearbeiten gekonnt und beschwerte sich gelegentlich über mangelnde Arbeitsmoral. Ohne den Mägges hätten wir nie im Leben alles in den Bus bekommen!

Nachdem wir uns von den anderen Bands sowie von der netten Belegschaft des Gaskessels verabschiedet hatten, düsten wir gegen 2.00 Uhr in die Berner Innenstadt in ein „Backpackers“-Hotel. Bern ist eine wunderschöne Stadt! Wirklich schade, dass wir keine Zeit hatten, uns Bern genauer zu Gemüte zu führen. Im Hotel angekommen bezogen wir unsere beiden Vierer-Zimmer. Ist schon ein geiles Gefühl, wenn man nach einem Gig ins Hotel geht und genau weiß, dass man am nächsten Morgen in eine andere Stadt fahren und dort wieder einen Gig spielen darf! Zumindest für uns war das absolut außergewöhnlich!! Für die Itchys hingegen fast schon Routine. Hundemüde schliefen wir gegen 3.00 Uhr ein.

Für einen wunderschönen Tag bedanken wir uns bei: Black Forest Mägges, Emergenza, Thimo, Tobi, Dani, Sibbi, dem freundlichen Koch, der Belegschaft vom Gaskessel und bei den Schweizern, die mit uns gerockt haben!

18.10.04

TOUR DIARY – 16.10.04 | ÜBERLINGEN, Westbahnhof, Kneipennacht

Mal wieder war ne Kneipennacht angesagt. Im schönen Überlingen am Bodensee. Diesmal besorgten wir uns einen großen Mercedes Sprinter mit neun Sitzplätzen. Neben der Band waren Manne, General Jonne, Änsge und St. Anger mit von der Partie. Somit ging das Einladen ziemlich schnell und wir konnten los düsen. Aufgrund einer Straßensperrung fuhren wir großteils auf irgendwelchen Feldwegen. War allerdings kein Problem, denn Änsge kannte sich in der Gegend bestens aus: „Da hab ich früher immer Eis gekauft! Und da war ich auf der Grundschule!! Und da hinten…“ Die verbleibenden Businsassen gaben stets kräftig Applaus. 🙂

In Überlingen angekommen fragte Sédon nach dem Weg. Im Gegensatz zu Laupheim schaffte es eisan Done sogar, einen kompletten Satz zu bilden. 🙂 Nach kurzer Weiterfahrt fanden wir den „Westbahnhof“, eine mittelgroße Bahnhofskneipe. Wir machten Bekanntschaft mit dem coolen Chef Markus und seiner freundlichen Crew. Nachdem Busfahrer Jojo unseren Sprinter haargenau auf einen Parkplatz gezaubert hatte, verlud unsere siebenköpfige Terroreinheit das Equipment in den Westbahnhof. Chef Markus hatte am hinteren Ende seiner Kneipe sogar eine Bühne aufgebaut. Okay, die Bezeichnung „Bühne“ ist etwas hoch gegriffen. „Drum-Riser“ traf schon eher zu – soll heißen: es ging ziemlich eng zu!!

Während wir aufbauten, unterhielten wir uns mit dem charmanten Markus, der optimistisch meinte: „Jungs, heut Abend haben wir die meisten Leute!“ – Nippel: „Wieso??“ – Markus: „Weil ich gesehen hab, welche Kneipen sonst noch so mit machen!“ So weit so gut. Irgendwann meinte Markus dann: „Letzte Nacht ist hier in Überlingen übrigens eine Kneipe abgebrannt.“ Das fanden wir ja noch ganz witzig! Als er jedoch trocken fort fuhr: „Der Wirt ist mit abgebrannt“, da fanden wir’s dann weniger amüsant. Markus warf einen kurzen Blick ins Programmheft der Kneipennacht und meinte schließlich: „Die Kneipe wär eh nicht dabei gewesen.“

Wir checkten Sound und waren über den Hall im Westbahnhof erstaunt. Klang fast wie in einer Kirche. Nach einem kurzen Spaziergang durch die Überlinger Nacht begaben wir uns zurück in den Westbahnhof und begannen pünktlich um halb neun mit unserem Unplugged-Set. Bereits nach wenigen Minuten füllte sich die Kneipe. Und zwar überwiegend mit Frauen! Speziell in den ersten Reihen standen fast ausschließlich Triangeln. Also Frauen halt. Mädels. Bei den Kneipennächten immer wieder nett zu beobachten ist folgendes: Ein Mädel betritt die Kneipe, stellt sich in eine der ersten Reihen und blättert entzückt im Programmheft. Und irgendwann stößt sie ihre Freundin mit dem Arm, zeigt erst ins Programmheft und dann auf uns!! Um was es dabei geht, ist uns natürlich ein Rätsel. Von „Wow, da sind sie!!!!!!“ bis hin zu „Schau mal, der spielt ein Tama Star Classic!“ ist alles möglich… 🙂

Unplugged kamen wir sehr gut an. Und das obwohl Jojo eine Saite riss und wir massiv mit dem Sound zu kämpfen hatten. In der Pause nach unserem ersten Set gab’s viel Lob und einige Extra-Wünsche: Ein paar Mädels (eine davon war angeblich Prinzessin!) vom Internat in Salem wollten unbedingt, dass wir nach unserem Gig noch in eine Disse kommen. „Broadway“ oder so ähnlich hieß der Laden. Als jedoch bekannt wurde, dass dort in erster Line Black und Hip Hop läuft, zog Manne ein schnelles, aber absolut korrektes Fazit: Desch obacha!!! Do gemmr it na! 🙂

Als wir nach der Pause unsere eigenen Songs zum besten gaben, ging das Publikumsinteresse wieder deutlich zurück. Musikbanausen!! Aber uns war’s egal und wir spielen trotzdem alle Songs. Bei den Covers wurde die Stimmung dann wieder besser. Und irgendwann kam eine riesige Menschenmasse in den Westbahnhof und krempelte von einer Sekunde auf die andere den halben Laden um: Vor der Bühne wurde plötzlich brachialer Pogo getanzt. So brachial, dass Chef Markus Angst um die Sicherheit seiner Gäste hatte und mehrmals versuchte, die Masse zu beruhigen. Nippel fing zweimal seinen umstürzenden Mikro-Ständer auf. Nicht nur Markus, sondern auch Jojo versuchte durch entsprechende Ansagen wieder ein wenig Ruhe in den Laden zu bringen. Als das endlich gelungen war, zeigte der äußerst gut gelaunte Markus, dass auch er es mit der Sicherheit nicht so genau nimmt: Mittels Spiritus setzte er mehrmals seinen meterlangen Tresen in Brand! Das sah absolut geil aus und beeindruckte mit Sicherheit nicht nur uns!!

Als wir am Schluss nochmals die Songs unserer CD vorstellten, blieb die Stimmung gut. Die Leute gingen ab wie Sau bis wir schließlich nach mehreren Zugaben zum Ende kamen. Chris an der Kasse verkaufte fleißig unsere CDs. Wir erfrischten uns draußen und bauten schließlich ab. Mal wieder dachten die meisten Leute gar nicht daran, endlich heim zu gehen und so war das Abbauen ziemlich mühsam. Immerhin hatten wir einige Helfer dabei, die trotz Promille tatkräftig mit an packten… 🙂

Zu guter Letzt verabschiedeten wir uns von der mal wieder sehr freundlichen Belegschaft und traten die Heimreise an. Erst im Bus wurde uns klar, wie besoffen unser Manne eigentlich war: Normalerweise lässt er die Tür beim Fahren zu. Und normalerweise wirft er nicht mit Weizengläsern. Obwohl alle müde waren, trug sein Verhalten zur allgemeinen Belustigung bei. Speziell sein Gelaber an Passanten war äußerst amüsant: „Wo geht’s zum Bodensee??“ 🙂

Euch gebührt Anerkennung: Jonne, Manne, St. Anger, Änsge, Feuerteufel Markus & seiner Belegschaft, CD-Verkäufer Chris, der Autovermietung Heinzelmann sowie dem KonzertX-Team.

17.10.04

TOUR DIARY – 15.10.04 | RAVENSBURG, Gemeindesaal Dreifaltigkeit, Earworm Festival

Lasst euch von dem Namen der Location („Gemeindesaal Dreifaltigkeit“) bloß nicht täuschen: Das zweite Earworm Festival war alles andere als eine kirchliche Veranstaltung und sollte trotzdem himmlisch werden! Doch alles der Reihe nach…

Etwas verspätet trafen Jojo, Nippel und Mischer Jürgen in Ravensburg ein und nahmen dort erleichtert zur Kenntnis, dass die für 16.00 Uhr anberaumte Bandbesprechung ohnehin flach fiel. Wir betraten gespannt den Gemeindesaal Dreifaltigkeit und waren sofort erstaunt: Der Saal war spitzenmäßig hergerichtet, alles war ausgeschildert, es gab eine große Bar, einen Merchandise-Stand im Eingangsbereich, Backstage-Räume mit Tischkicker, eine geile Musik- und Lichtanlage, Backstage-Pässe für Bandmitglieder und andere VIPS, Eintrittsbändel wie bei Rock am Ring und vieles, vieles mehr. Kurz gesagt: Das Festival hatte absolut professionellen Anspruch!

Wir begrüßten einige Leute und vertrieben uns die Zeit mit mal mehr und mal weniger geistreichen Gesprächen. Gegen halb sieben fing mit LASCIVIOUS die erste Band an. Trotz der frühen Stunde waren schon einige Leute da und machten Stimmung. Am Anschluss gab’s Hip Hop von SECONDARY RAPSCHOOL um die Ohren, was uns weniger zusagte. Wir spielten also Kicker im Backstage-Raum und begaben uns zu dem Punkrock von CABBAGE AND TURNIP wieder nach unten in den Saal. Mittlerweile war auch eisan Done eingetroffen. Die Stimmung vor der Bühne war überwältigend: Es wurde kräftig Pogo getanzt und jede Ansage von Bassist Michi Ehm und seinen Mannen wurde mit frenetischem Applaus quittiert.

Wir freuten uns tierisch, als wir um viertel nach neun dran waren. Das war mit Sicherheit eine ideale Spielzeit! Wir betraten die Bühne und Jürgen begab sich hinters Keyboa…ähm Mischpult. Nach einem kurzen Line-Check rockten wir mit „Show For Me“ los. Mensch, war das geil! Im proppevollen Gemeindesaal Dreifaltigkeit ging’s binnen weniger Minuten zu wie in einem Hexenkessel!! Fast bis in die Mitte des Saals wurde Pogo getanzt, dass es eine wahre Freude war! Die Leute gingen ab wie’s Messer!! Wir spielten Song für Song und egal was wir taten – dem Publikum gefiel es. Nippel: „Schreit mal alle HEY!“ – Publikum: „HEY!!!“ – Jojo: „Schreit mal alle HO!“ – Publikum: „HO!!!“ So ging’s weiter mit „HEY-HO!!!“, „FICK DICH, NIPPEL!!!“, „FICK DICH SELBER, JOJO!!!“ – unglaublich!!! 🙂 Von der Stimmung her gesehen war das bis dato unser mit Abstand erfolgreichster Gig. Pogo-Tanz, Stage-Diving, tosender Applaus – hammer! Das kann man eigentlich gar nicht beschreiben! Wer nicht da war ist selber schuld! Gegen Ende unseres Auftritts brachten wir mit „This Misery“ ein brandneues Stück. Nach unserem Video-Clip-Song „Exhausted“ war Schluss und wir verließen rundum zufrieden und unter frenetischem Beifall die Bühne. Als erstes bedankten wir uns bei Mischer Jürgen, der mal wieder aus Silber Gold gemacht hatte und überreichten ihm ein kleines Präsent in Form eines T-Hemds (scheiß Amerikanisierung!!). „Schoo, Schoo und nomml Schoo. Gugg dr Feiss a!!“

Nach uns enterten die fünf Jungs von FATAL ATMOSPHERE die Bühne. Ihr Bandname war allerdings ganz und gar nicht Programm, denn die bombastische Stimmung im Gemeindesaal Dreifaltigkeit sollte kein Ende nehmen! Auch nicht, als die Headliner-Band JACKIE COLA im Anschluss ihren Deutschrock zum besten gab. Die Freiburger Jungs, die sich musikalisch eher in Hamburg wohl fühlen, überzeugten auf der ganzen Linie. Der oft gefalle Vergleich zu SPORTFREUNDE STILLER ist in diesem Fall als Kompliment auf zu fassen, denn die Jungs von JACKIE COLA standen ihren Vorbildern (?) in Wortwitz und Songwriting in nichts nach. Für uns die beste Band des Abends!! Vor allem Nippel und Jürgen waren beeindruckt.

Während Sédon und Jürgen irgendwann nach Hause fuhren, ließen Jojo und Co. diesen schönen Abend im „Ermlers“ in Aulendorf ausklingen. Nippel blieb als einziger bis in die frühen Morgenstunden in Ravensburg.

Auf dem Heimweg nach Bad Saulgau sollte jedem – unabhängig vom Zeitpunkt der Heimfahrt – ein auf mehrere Quadratmeter verteilter Fuchs begegnen. Kein schöner Anblick und in diesem Ausmaß mit Sicherheit einzigartig!! Unser Manne fand einen passenden Vergleich: „Wenn ma an Döner aufd Schdroß na wirft, dann sieht’s au so aus!“

Für einen unserer geilsten Auftritte bedanken wir uns bei Simon & Gar…ähm Stefan, beim gesamten Earworm-Team, bei Mischer Jürgen, bei den anderen Bands und bei allen Besuchern, die diesen Abend so unvergesslich gemacht haben. Danke!!

12.10.04

VIDEO RELEASE FESTIVAL

Am Freitag den 26. November werden wir unseren Video-Clip zu „Exhausted“ erstmals der Öffentlichkeit präsentieren. Hierzu veranstalten wir im Bad Saulgauer Stadtforum unser Video Release Festival mit vier befreundeten Bands. Einlass ist um 18.00 Uhr, Konzertbeginn um 19.00 Uhr.

Hier das komplette Line-Up:
ITCHY POOPZKID
COLESLAW
GUNFIRE
TOS
SCANDALOUS

Alle, die unseren Video-Clip auch zu Hause genießen wollen, haben während dem Festival die Möglichkeit unsere DVD „Exhausted“ zu erwerben. Neben dem eigentlichen Video-Clip befindet sich auf der DVD umfangreiches Bonus-Material (Making Of, Bandinterview, Gallerie…) – ihr dürft gespannt sein!!

Um einen kleinen Vorgeschmack zu bekommen, könnt ihr euch unter der Rubrik PICS (–> Other) Bilder rund um den Video-Dreh anschauen.

10.10.04

TOUR DIARY – 08.10.04 | KARLSRUHE, Substage, Emergenza Special Tour

Zur Emergenza Special Tour waren ausschließlich Bands geladen, die Anfang des Jahres bereits (relativ) erfolgreich bei Emergenza mitgemacht hatten. Glücklicherweise waren wir eine der Auserwählten und sagten natürlich sofort zu!

Das Konzept der Emergenza Special Tour ist etwas anders, als beim „normalen“ Emergenza Contest: Zunächst spielen weniger Bands an einem Abend – in unserem Fall sollten es fünf sein. Nicht nur die Publikumsstimmen, sondern auch eine Fachjury entscheiden über das Weiterkommen der jeweiligen Bands. „Weiterkommen“ heißt bei der Emergenza Special Tour, das man sich einen weiteren Gig in einer anderen Stadt erspielt, wo man dann erneut an dem Contest teilnimmt. Theoretisch kann man sich also ein kleine Tour erspielen…

Da sich in unserer Region leider nicht genug Bands für die Emergenza Special Tour meldeten, wurden wir von Organisator Magge kurzerhand in den badischen Raum verfrachtet: Unser Gig sollte im Karlsruher Vorzeige-Club „Substage“ stattfinden, was natürlich ziemlich geil war! Allerdings war es für uns schwierig, Fans für den Gig zu mobilisieren, denn Karlsruhe ist halt doch ein ganzes Stück weiter weg als Biberach oder Ulm. Wir freuten uns trotzdem tierisch auf unseren Auftritt im Substage!!

Gegen 14.00 Uhr düsten wir also am 8. Oktober mit zwei Fahrzeugen los. Jojo und Sédon saßen am Steuer. Mit von der Partie waren außer Nippel auch noch Mischer Jürgen sowie Änsge, Carina und St. Anger. Unser Soundcheck war für 17.00 Uhr geplant. Durch den enormen Wochenendverkehr und mehreren Unfällen (von anderen versteht sich) kam es auf der Strecke allerdings zu erheblichen Stauungen. Irgendwann war klar, dass wir es keinesfalls bis 17.00 Uhr nach Karlsruhe schaffen würden. Jojo rief also den Emergenza-Magge (auch als „Schwarzwald-Mägges“ bekannt) an und nahm erleichtert zur Kenntnis, dass auch dieser ziemlich spät dran war. So wurden also alle Soundchecks nach hinten verschoben…

Die Fahrt war trotz den vielen Staus und dem schlechten Wetter recht kurzweilig. Der Fairness halber führe ich das jetzt nicht weiter aus, denn alle die nicht dabei waren, würden sich nur langweilen. Trotzdem für alle Beteiligten ein paar Insider: Landsknecht-Fahne, VW-Bus, T-Hemden,… 🙂

Als wir endlich durch die Karlsruher Innenstadt kurvten, mussten Nippel und Mischer Jürgen mal für kleine Jungs. Und wie!! Fahrer Sédon machte am Steuer so lange Faxen, bis Mischer Jürgen schließlich an einer roten Ampel ausstieg, über die Straße spurtete und sich in einem Gebüsch erleichterte. Er brauchte so lange, dass wir sogar eine komplette Grünphase lang auf ihn warten mussten! Nippel rettete sich wenige Minuten später in einen wunderschön angelegten Stadtpark mit Springbrunnen und Blumenbeeten uns so. Soll ja angeblich verboten sein, aber was soll man machen? Jedenfalls quittierte Änsge im anderen Auto jede Pinkel-Pause mit Mittelfingern, denn als Mädchen hat man’s bei so was halt doch ein bisschen schwerer. Als wir schließlich über diverse Gehwege und Parkanlagen (Zitat Jojo: „So sind mir SELIGS MOL mit de Itchys auch gfahra!!!) zum Backstage-Eingang vom Substage vorgedrungen waren, führten Änsges Wege sofort in die legendären Substage-Klos. „Legendär“ deshalb, weil dort vor geraumer Zeit die Bilder für die ITCHY POOPZKID-CD “…having a time!“ gemacht worden sind. Und zwar im Frauen-Klo!! 🙂

Wir begrüßten Magge und hatten bereits nach wenigen Minuten Soundcheck. Klang richtig geil!! Allgemein ist’s im Substage super: Die ehemalige Fußgängerunterführung ist in einen wunderschönen Live-Club umgewandelt worden. An den Wänden des Backstage-Eingangs prangen überall Plakate von Bands, die bereits im Substage gerockt haben: Zum Beispiel BEATSTEAKS, DIE HAPPY, THERAPY?, ANTHRAX – um nur ein paar interessante Combos beim Namen zu nennen.

Nach unserem Soundcheck unterhielten wir uns mit verschiedenen Mitgliedern der anderen Bands, die allesamt voll in Ordnung waren. Keine Spur von Arroganz! Alles nette Jungs. Logisch – sonst hätte der Magge sie schließlich nicht für die Emergenza Special Tour ausgesucht!! 😉

Die Reihenfolge, in der die Bands auf zu treten hatten, wurde übrigens ausgelost. Jojo hatte mal wieder ein glückliches Händchen: 22.00 Uhr ist mit Sicherheit eine gute Spielzeit!

Nachdem wir uns in einer Döner-Bude gestärkt hatten, ging’s kurz nach 20.00 Uhr mit der ersten Band los. Nach und nach fanden sich über 120 Leute im Substage ein. Unter anderem waren einige Leute von unserer Film-Crew (Damir, Nora, Bianca, Julian) mit von der Partie.

SLAVE überzeugten uns mit ihren grungigen Songs auf der ganzen Linie! Ist nie ziemlich geile Band, mit denen wir vor ein paar Monaten bereits in Pforzheim gespielt hatten. Im Anschluss folgten HIDDEN TRAILS, die erstaunlicherweise manche Songs komplett ohne Bass spielten. FROG FARM entpuppten sich als die absoluten Publikums-Lieblinge: In seltsamen Kostümen auf der Bühne rumhampelnd präsentierten sie ihre spaßigen Ska-Rock-Songs. Ihr gute Laune auf der Bühne riss mit: Bei keiner anderen Band des Abends sollten so viele Leute vor der Bühne das Tanzbein schwingen! Auch bei der Publikumsabstimmung wurde ihre Beliebtheit deutlich: Magge sprach vom „absoluten Rekord“, was die bisherigen Konzerte der Emergenza Special Tour anbetraf. Nach FROG FARM folgte HIROSHIMA SUNSET. Die Jungs hatten am Vortag des Festival in Erlangen gewonnen und sich so einen weiteren Gig erspielt. Ihre Off-Beat-lastigen Songs bewegten sich zwischen Emo-Core und Punk. Auch HIROSHIMA SUNSET fanden wir ziemlich geil, wenngleich wir uns nebenher bereits auf unseren eigenen Gig vorbereiten mussten.

Nach der Abstimmung für HIROSHIMA SUNSET enterten wir die Bühne. Obwohl einzelne Leute bereits gegangen waren, standen immer noch ca. 100 Leute vor der Bühne. War absolut geil, im Substage zu rocken! Vor allem weil einige (speziell Bianca) lautstark mitsangen. Durch die vielen Gigs in der letzten Zeit spielten wir recht souverän. Naja, zumindest über weite Strecken. Sédon hatte bereits nach unserem Opener „Show For Me“ mit einem Krampf im Arm zu kämpfen. Er hielt jedoch durch und wurde die Verspannung im Laufe des Gigs wieder los.

Als im Anschluss an unseren Auftritt Magge die Bühne betrat und um Handzeichen bat, gingen relativ viele Hände nach oben. Allerdings waren es deutlich weniger als zuvor bei FROG FARM. Trotzdem waren wir zufrieden, denn wir hatten wie gesagt nur wenige Leute (ca. zwölf) dabei und bekamen ziemlich viele Fremdstimmen!

Nach der Abstimmung betrat LEXXI aus Großbritannien die Bühne. Die Schotten waren die Headliner des Abends und nahmen daher nicht am Contest teil. Wieso auch?? Sie hatten sich beim diesjährigen Emergenza Contest nach MR. BROWN weltweit den zweiten Platz erspielt! Und das völlig zu Recht: Die vierköpfige Band überzeugte vor allem durch die Ausnahmestimme ihrer Frontfrau und durch schlichtes, aber geniales Songwriting! Als Zugabe präsentierte LEXXI eine verrockte Coverversion von BRITNEY SPEARS’ „Toxic“. Absolut geil!!

Zu guter Letzt betrat „Black-Forest-Mägges“ (Zitat LEXXI) die Bühne und verkündete das Endergebnis: FROG FARM hatte mit Abstand die meisten Publikumsstimmen erreicht und sich somit einen Gig in Basel erspielt. Die Fachjury (bestehend aus den vier Bandmitgliedern von LEXXI, Magge sowie dem Haustechniker vom Substage) hatte sich dafür entschieden, dass COLESLAW in Bern spielen darf! Unglaublich! Das sind wir!! Wir waren komplett von den Socken!!! Damit hatten wir überhaupt nicht gerechnet, denn eigentlich war ursprünglich nur von EINER Siegerband die Rede gewesen! Geil!!! 🙂 🙂 🙂

Jojo, Nippel und Sédon standen einzeln irgendwo im Substage herum, als das Ergebnis verkündet wurde. Als man sich gefunden hatte, fiel man sich überglücklich um den Hals! Jeder, der grad irgendwo in der Nähe stand, wurde umarmt. Wir und einige Bandmitglieder von FROG FARM beglückwünschten uns gegenseitig.

Wir drehten unsere Runden durch das leerer werdende Substage. Am Merch-Stand unterhielten wir uns mit einzelnen Bandmitgliedern von LEXXI. Selbst Jürgen versuchte sich fleißig an seinen Englisch-Kenntnissen. Nippel wurde von LEXXI-Gitarrenmann Andy (Happy Birthday!!) nach dem Preis für den Sieg gefragt. Geografie-Ass Nippel antwortete: „We will play a gig in Bern. That’s in Austria!“… 🙂

In Magges Büro erfuhren wir später, dass wir neben Bern auch noch in Wien spielen sollten („Austria“ war also doch nicht sooo falsch gewesen)! Und da ITCHY POOPZKID beides Mal Headliner sein sollten, wurden wir sogar eingeladen, in ihrem Bandbus mit zu fahren. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen!! 🙂

Irgendwann sank das Niveau unserer Unterhaltungen wieder in ungeahnte Tiefen. Nachdem Nippel von Jürgen angeschubst sein obachanes Gsöff auf den Boden fallen ließ, isch dr Loh na ganga en dr Minus nei und wir beschlossen zu gehen. Wir verabschiedeten uns von Magge und von LEXXI und düsten los. Obwohl Sédon am nächsten morgen arbeiten musste, saß er während der ganzen Fahrt am Steuer. Jojo im anderen Wagen konnte (wie alle anderen) am nächsten Morgen immerhin ausschlafen. Das war auch nötig, denn s’war mal wieder vier Uhr irgendwas…

Wir danken: Jürgen, Magge & Emergenza, LEXXI, dem Haustechniker vom Substage, den anderen Bands, Carina, Änsge, St. Anger, Raidi, Bauser, Nora, Damir, Julian, Bianca & Anhang sowie allen, die uns zugehört und vielleicht sogar für uns gestimmt haben.

Spezieller Dank geht an Figel für… ähm, du weißt für was!! 😉