27.01.05

GIG IN SCHOTTLAND

Jojo und Nippel verreisen Ende Februar für ein paar Tage nach Schottland. Jojos Bruder Stefan, der in Edinburgh studiert, hat es tatsächlich geschafft, dort einen Coleslaw-Gig zu arrangieren: Nippel und Jojo werden am 28. Februar ein kleines Unplugged-Konzert im „The Canons‘ Gait“ spielen. Sédon kann leider nicht mit dabei sein. Herzlichen Dank an Stefan für seine Mühe!!

20.01.05

DOWNLOADS FÜR FANS

Die Rubrik DOWNLOADS war bisher ausschließlich für Veranstalter bestimmt. In Zunkunft wird es auch für Fans immer mal wieder was zum Herunterladen geben. Den Anfang macht ein Radio7 Interview vom November 2004: Im Rahmen unseres Video Release Festivals waren Jojo und Nippel im Ravensburger Radio7 Studio zu Gast. Wer das Interview verpasst hat, kann es sich jetzt unter DOWNLOADS anhören…

14.01.05

10.000 HOMEPAGE-BESUCHER

Unsere Homepage ist seit dem 7. August 2004 im Netz vertreten und wurde mittlerweile mehr als 10.000 mal aufgerufen! Das bedeutet, dass im Schnitt ca. 1.900 Besucher im Monat (–> 423 Besucher in der Woche, 60 Besucher am Tag…) auf www.coleslaw-music.de waren.

Wir werden uns weiterhin darum bemühen, unsere Internetpräsenz stets auf dem neuesten Stand zu halten. Bei dieser Gelegenheit geht ein Dankeschön an unseren Webmaster Holger (www.inbeat.de), der uns dabei hilft und der unsere Page programmiert hat!

10.01.05

TOUR DIARY – 08.01.05 | UNTERSULMETINGEN, Sporthalle, Budenfest

Zugegeben: Als wir vor einigen Wochen das Angebot bekamen, auf einem „Budenfest“ zu spielen, da haben wir schon erst mal gestutzt. Das hörte sich stark nach einer Party in irgendeinem Loch an, wo alle stockbesoffen durch die Gegend fliegen und kein Interesse an Musik besteht. Als wir dann genauer nachfragten, hieß es, dass bei diesem Budenfest mehrere Buden zusammen in einer großen Sporthalle feiern würden. Anlass des Festes sollte das alljährliche Fußballturnier sein. Na also! Das hörte sich doch schon viel besser an! Wir sagten also zu…

Spätestens als wir erfuhren, dass unser Tontechniker Jürgen Roos mit von der Partie sein würde, verflog unsere anfängliche Skepsis und wir hatten roosige Aussichten. Wir trafen uns also am Stinnes und luden unsere Backline (Verstärker, Schlagzeug etc.) ein. Außer uns drei lustigen Musikanten war Jonne am Start. Als alles eingeladen war, merkten wir, dass das gar nicht alles war: Nippel hatte seinen Bass (!) und Jojo sein Handy daheim vergessen. Man machte also zwei kleine Abstecher zu den Häusern Michelberger und Schneiderhan. Im Anschluss düsten wir nach Dürmentingen, um unseren Soundmenschen Jürgen Roos abzuholen, der dort residiert. Mal wieder staunten wir über die riesigen Monsterhunde, die in seinem Garten durch die Büsche streiften! Mit Jürgen an Bord ging es dann so richtig roos… 🙂

Während Genosse Schneidezahn am Steuer saß, legte Genosse Nippel vom Beifahrersitz aus fetzige Musik auf. Die wurde jedoch zunehmend leiser gedreht, da man auch in der ersten Reihe die aberwitzigen Anekdoten mitbekommen wollte, die aus dem Munde von Genosse Roos strömten. An alle kindsköpfigen Männer: Habt ihr jemals einer Frau mit einer Spritzpistole auf die Möpse gespritzt?? Okay, es ist zwar unwahrscheinlich, aber nehmen wir jetzt einfach mal an, dass ihr das irgendwann in eurem langen Leben schon mal gemacht habt! Vermutlich war die Frau dann sauer oder hat zumindest gemault. Nicht so bei Genosse Roos! Sein „Opfer“ hatte damals grinsend gemeint: „Hey, du kannst mir auch ins Gesicht spritzen!!“ 🙂 🙂 🙂 Um bei euch jetzt keine falschen Hoffnungen zu wecken: Dieser Annäherungsversuch klappt mit Sicherheit nur in Ausnahmefällen! Der klassische Weg (beispielsweise mit einer roten Roose) sollte nach wie vor der beste sein, aber das nur am Rande…

Nach kurzweiliger Fahrt kamen wir in Untersulmetingen an. Das liegt übrigens unterhalb von Obersulmetingen und das liegt wiederum bei Laupheim. Hab ich das noch gar nicht gesagt? Tja, dann wisst ihr es halt jetzt! Ist ja eigentlich auch egal. Wir schossen über den Highway von Untersulmetingen und hielten nach der Sporthalle Ausschau. Roos: „Schbordhalla send generell lenks donda!“ Wir bogen juxhalber links ab und das war tatsächlich goldrichtig! Dieser Roos ist manchmal echt unheimlich… 🙂

Wir parkten unseren Bus und betraten die Sporthalle, wo uns schon die ersten Weizenbiermenschen entgegen schwankten. Wir sagten zu einigen Organisatoren „Hallo“ und schauten uns ausgiebig um. In der Halle fanden gerade die letzten Spiele des Fußballturniers statt. Dementsprechend war die Stimmung doba em Plus!! Sédon fühlte sich schon den ganzen Tag über nicht gut und ging deshalb an die frische Luft. Jojo mag keinen Fußball und hielt es daher auch nicht lange in der Halle aus. Selbst Jonne ging wieder. Einzig und allein Roos und Nippel schauten sich das Finale zwischen der Kerk-Bude und der Klotz-Bude an und wurden Augenzeugen von einem mitreißenden Kick. Schulz machte mit seinem 3:0 alles klar und sicherte der Klotz-Bude unter tosendem Applaus der Zuschauer den Pott!

Nach dem Turnier waren sofort einige Menschen am Start, die eine Bühne für uns in die Halle bauten. Und was für eine! Die hatte ca. 50 Quadrat-Meter!! Sogar mit Drum-Riser! Wenig später schleppten wir unsere Backline und Jürgen sein FOH an. Parallel dazu wurden eine PA-Analge und ein paar Scheinwerfer aufgebaut. Mittlerweile war auch Nippels Konstanzer Studienkollege Niklas am Start, der wie Jonne fleißig mit anpackte. Der Mensch, der hauptsächlich für den Aufbau der PA zuständig war, hieß übrigens Peter. Unser Roos schaute sich den Knaben an und verglich ihn optisch mit Andi Beierle – einem Volleyballer aus Bad Saulgau. Mit dem hatte Peter in der Tat frappierende Ähnlichkeit! Und wie hieß der Peter zum Nachnahmen?? Beuerle!! 🙂 Unglaublich, dieser Roos! Erst das mit der Sporthalle und jetzt auch noch das!!

Nachdem wir sorgfältig aufgebaut hatten, ging’s an den Soundcheck. Vor allem die Drums kamen richtig fett über die PA-Analge! Aber auch der Rest war dank Roos nicht von schlechten Eltern. Niklas zeigte sich sehr interessiert, was die Technik anbelangt und beäugte alles kritisch. Als der Sound passte, wurde noch unser Merch-Stand aufgebaut. Sogar unser neuer Banner prangte mittlerweile an der Hallenwand! Wir waren also besten gerüstet!!

Die Halle füllte sich nach und nach mit über 300 Leuten. Auf einer Leinwand wurde ein Video gezeigt, dass die Jungs von der Glauz-Bude gedreht hatten. Die Stimmung stieg, denn das Video war wirklich nicht zu verachten: Die Vertreter der Glauz-Bude schanzten in bester Jackass-Manier mit dem Snowboard über Bierbänke, flogen auf die Fresse, ließen sich von Autos über die Landstraßen ziehen und öffneten Bierflaschen mit Wecken! 🙂 War echt unterhaltsam! Es steckte auf jeden Fall viel „Arbeit“ hinter dem Video.

Im Anschluss fand die Siegerehrung vom Fußballturnier statt. Eine Bude nach der anderen schickte einen ihrer Vertreter nach vorne, der sich dort vom Moderator einen Pokal und eine Urkunde abholte. Als es an die vorderen Plätze ging, schnappten sich die Buden-Vertreter stets das Mikro, um einige Worte los zu werden. Dank dem guten Alkoholpegel einiger Redner, war das sehr unterhaltsam! Wir lachten uns mehrmals kaputt… 🙂

Gegen 22.30 war es dann für uns so weit: Die Halle wurde verdunkelt. Wir betraten die Bühne, holten uns das „Okay“ von Mischer Jürgen und rockten roos! Nach und nach kamen einige Leute vor die Bühne. Obwohl bereits vereinzelt das Tanzbein geschwungen wurde, war das Publikum während unserem ersten Set eher verhalten. Wie nicht anders erwartet, bestand an unseren eigenen Songs zunächst wenig Interesse. Eine Ausnahme bildeten natürlich die Nagolder, die mal wieder 2 Stunden gefahren waren, nur um uns zu sehen und zu hören! Ihr seid so unglaublich!! Gegen Ende des ersten Sets spielten wir einige bekannte Coversongs, was die Stimmung bei den Budenmanschen steigen lies…

Nach einer Pause von gut 20 Minuten, ging’s weiter. Jojo spielte bei einigen Songs seine Akustik-Klampfe, was ziemlich gut kam. Danach wurden wieder die schweren Geschütze aufgefahren und es ging härter weiter. Einmal flogen wir dermaßen aus einem Song raus, wie es uns seit unseren Anfangstagen nicht mehr passiert ist. Das war wirklich brachial! Jeder schaute den anderen an – und keiner wusste wie’s weitergeht! Naja, zum Glück ist das „nur“ hier passiert, denn die gut angetrunkenen Leute schienen kaum etwas bemerkt zu haben. Im Laufe des Gigs steigerte sich der Pegel und damit die Stimmung. Wir brachten wieder ein paar eigene Songs und auch die wurden jetzt angenommen.

Während wir rockten saßen Jonne und Niklas am Merch-Stand. Roos steuerte unseren Songs vom Mischpult aus geile Delay-Effekte bei. Es ist einfach ne tolle Sache, wenn man nen Mischer hat, der die Songs kennt und genau weiß, wann was gut kommt! Gegen Ende unsere Gigs gab es nach den Songs sogar massig Applaus, was ansonsten den ganzen Abend über Mangelware gewesen war. Jetzt, wo sie merkten, dass wir so langsam zum Schluss kamen, da klatschten sie auf einmal, diese Banausen! 🙂 Naja besser am Schluss, als gar nie. Wir sagten „Tschüss“ und verließen die Bühne. „Zugabe!“ rief das Publikum. Sédon spielte also ein Drum-Solo. Die Leute klatschten kräftig mit. Im Anschluss spielten wir noch zwei Zugaben. Danach war endgültig Schluss.

Wir spazierten durch die Halle und freuten uns über viel Lob von allen Seiten. Man unterhielt sich mit den Nagoldern, mit den Organisatoren, aber auch mit einigen anderen, die uns einfach so ansprachen. Ganz gemächlich wurde schließlich abgebaut. Als alles im Bus war, verabschiedeten wir uns von zig Leuten und fuhren los. Mit im Bus waren bei der Heimfahrt auch Nippels Studienkollege Niklas und seine Freundin Andrea. Nachdem wir noch im Mc Donald’s gegessen hatten, brachten wir die beiden nach Hause und hatten anschließend keine Ahnung, wo wir hinfahren mussten. Nippel fragte zwei Menschen, die zweisam in einer Bushaltestelle saßen. Die wollten nach Friedrichshafen! Und das mitten in der Nacht!! Wir nahmen sie mit nach Bad Saulgau. Die Fahrt war sehr ermüdend – jeder hatte mit dem Schlaf zu kämpfen.

In Bad Saulgau angekommen steuerte Jojo unseren Sprinter sicher zum Musikmarkt. Anschließend ging’s in den Stinnes, wo ausgeladen wurde. Wir trauten unseren Augen kaum, als plötzlich Thimo auf den Stinneshof fuhr! Wir hatten mittlerweile 4.30 Uhr!! Thimo kam aus Mengen, wo er im Club „Extreme“ am Mischpult gestanden war. Als alles im Bandraum war, verhockte man dort noch fast eine dreiviertel Stunde! Mal wieder war zu sehen, dass extreme Müdigkeit ähnliche Auswirkungen wie Alkohol hat: Wir unterhielten uns über dermaßen krankes Zeug, dass es schon fast nicht mehr normal war. Es ging ums lebendig Begraben und um König Mau Pings okkulten Zauberstab und so. Das muss jetzt keiner verstehen! Aber es ist ein guter Anlass, diesen Gig Review zu beenden! Also: Jonne und Thimo fuhren selber heim. Sédon brachte Jürgen zurück nach Dürmentingen. Jojo und Nippel brachten den Sprinter-Bus zurück zu den (an diesem Tag oft zitierten) Gebrüdern Heinzelmann. Um 6.00 Uhr waren dann so ungefähr alle im Bett.

Mir sagat Dankschee: An d’Glauza-Bude für’s Engagiera, an da Roos für’s Mischa, an da Jonne & da Niklas für’s Mercha, an da Peter & sein Kolleg für’s Aufbaua von da Technik, an d’Cris & da Lange & Co. für’s Komma, an dia nedde Kerle, dia d’Bühne aufgschdelld hond ond an älle Leid, die an eisra Musik indressierd warat!

Es ist ein Roos’ entsprungen
Aus einer Wurzel zart
Als uns die Alten sungen
Von Jürgen kam die Art

(Text: Mainz 1587/88 & Bad Saulgau 2005 / Melodie: Köln 1599)

09.01.05

TOUR DIARY – 07.01.05 | WEINGARTEN, Weißbierkeller

Zurück im neuen Jahr!! Was gibt es Schöneres, als nach den vielen Feiertagen nen Auftritt zu spielen?? Aus unserer Sicht jedenfalls nichts! Wir freuten uns also sehr auf den anstehenden Gig im Weingartenen Weißbierkeller, wo wir gemeinsam mit den Jungs von FATAL ATMOSPHERE und den Knaben von TOS rocken sollten.

Am frühen Abend düsten wir mit Sédons und Nippels Karossen los. Mit dabei wir nach langer Abstinenz endlich mal wieder unser Strauss. In Altshausen trafen wir uns am Friedhof mit unseren Kollegen von TOS. Nippel holte vorbildlich aus, um rückwärts in eine Parklücke zu fahren. Kollege Sédon kam ihm jedoch zuvor und bugsierte sein Gefährt einfach vorwärts auf den Parkplatz. Unerhört!! Strauss, der bei Nippel auf dem Beifahrersitz saß, lachte: „Dr Done halt!!“ Nippel peilte also den Parkplatz neben Sédon an und fuhr mit den Worten: „Jetzt macht er wahrscheinlich auch noch die Tür auf!“ los. Prompt öffnete Sédon unachtsam die Tür, welche dann Nippels Corsa streifte. In der Fahrschule wohl nicht aufgepasst, was?? Immer nen Schulterblick machen, bevor man die Tür öffnet!! Naja, immerhin gab es keinen bleibenden Kratzer. Eine Entschuldigung von Sédon gab es natürlich auch nicht, sondern nur ein: „Bei meinem Auto wär’s ja egal!“ 🙂

Wir stiegen aus, begrüßten die Jungs von TOS und umarmten Dani, weil sie so lieb schaute. Nach kurzer Lagebesprechung ging’s weiter in Richtung Weingarten. Wir kamen erstaunlich flott vorwärts: Die ansonsten für diese Strecke typischen Sonntagsfahrer schienen an diesem Tag zu Hause geblieben zu sein. Es war ja auch Freitag. Obwohl Nippel mit 110 Sachen über die Landstraße fuhr, preschte irgendwann Sédon an ihm vorbei. Kollege Jojo poste während diesem Überholvorgang mit nacktem Oberkörper aus dem Schiebdach und winkte wia it ganz bacha!! 🙂 Haha, es gibt also auch „it ganz bacha“! Es gibt sogar „altbacha“. Außerdem gibt es „Bachl“. Und es gibt natürlich den Klassiker „obacha“, aber das nur am Rande… 🙂

Im Weißbierkeller angekommen begrüßten wir Chefin Claudi und einige Jungs von FATAL ATMOSPHERE. Leider haben wir auch im Jahr 2005 noch keine Angestellten, die unser Zeug durch die Gegend tragen. So mussten wir das also selber machen. Sogar den Soundcheck mussten wir persönlich durchführen, was total indiskutabel ist. Naja, zumindest fast. 🙂

Im Anschluss speisten wir hervorragend zu Abend (Chili Con Carne), bauten unseren Merch-Stand auf und freuten uns, weil… egal. Gegen 20.30 Uhr legten die Jungs von FATAL ATMOSPHERE los. Mal war’s rockig, mal war’s bluesig, mal dachte man an Fasnet.

Im Anschluss waren wir dran. Mittlerweile waren ca. 80 Leute am Start, was echt okay war. Wir rockten los und freuten uns, dass einige mitsangen, wenngleich die Stimmung insgesamt sehr verhalten blieb. Mit „Thoughts Of An Idiot“ präsentierten wir an diesem Abend einen brandneuen Song. Während wir unserem Handwerk nachgingen, saß Strauss am Merch-Stand und hatte dort beträchtlichen Umsatz. Deswegen (aber wirklich nur deswegen!) verzeihen wir ihm, dass er eine Flasche Bier in unsere T-Shirt-Box geschüttet hat! 🙂

Nach uns bereiteten sich die Kollegen von TOS für ihren Auftritt vor. Wenige Minuten später rockten sie los. Und wie! So haben wir die Highschool-Rocker noch nie gesehen!! Absolut geile Vorstellung!!! Bürgermeistersohn Chris, Tanzbär Joe und Trommler Jürgen rockten was das Zeug hielt! Die hüpften durch die Gegend (Jürgen aus naheliegenden Gründen nicht), rannten gegen die Wand, fielen auf die Fresse und präsentierten ganz nebenbei auch noch ein paar neue Songs! Witzig war auch ihre Cover-Version von „Exhausted“! Respekt vor diesem Auftritt!!

Gegen ca. Geisterstunde war Schluss. Wir unterhielten uns mit einigen Leuten (Flo, Bene, Claudi, Bine…) und über einige Leute (egal). Ganz gemütlich wurde abgebaut. Wir sagten „Tschüss“ und ließen den Abend gemütlich im Burger King ausklingen. TOS-Basser Joe machte einen Kopfstand-Überschlag auf einer Bank und erntete dafür fragende Blicke von den übergewichtigen Burger-King-Mitarbeiterinnen. Im Anschluss zog er mit seiner besseren Hälfte von Dannen und machte das, was man dann halt so macht…

Kurze Zeit später kratzen auch wir die Kurve. Während Jojo nach ins Forum ging, düsten Sédon, Nippel und Strauß noch nach Völkhofen ins Gaudimax, um bei der CD-Release von CHAVENGER vorbeizuschauen. Naja, Live-Musik gab’s dort leider keine mehr. Dafür die neue CD…

Ihr ward klasse: Strauss, Claudi & Belegschaft (vor allem das bezaubernde Mädchen hinterm Tresen), FATAL ATMOSPHERE, TOS (Jürgen, Joe, Chris), Flo, Bine, Claudi, Dani und alle anderen, die unserer Musik Ohren gespendet haben.

14.12.04

COLESLAW IM PROBERAUM

Die Kneipennacht in Nagold war unser letzter Auftritt des Jahres 2004. Live sind wir in den vergangenen zwölf Monaten sehr fleißig gewesen: Wir haben sage und schreibe 40 Auftritte gespielt und sind dabei insgesamt über 60 Stunden auf der Bühne gestanden. Bei diesen Shows haben wir es tatsächlich geschafft, stolze 500 Exemplare von unserer Debüt-CD „Strawberry Week“ unter die Leute zu bringen. Damit hatten wir bei Weitem nicht gerechnet!

Was wir in den letzten Monaten allerdings ziemlich vernachlässigt haben, ist Songwriting. In der nächsten Zeit werden wir uns daher verstärkt in unserem Proberaum verschanzen, um dort an neuen Songs zu arbeiten…

13.12.04

TOUR DIARY – 11.12.04 | NAGOLD, Zwickel, Kneipennacht

Hättet ihr gedacht, dass irgendjemand unsere Gig Reviews liest? Nein?? Wir auch nicht. Und so sind wir doch immer wieder erstaunt, wer uns alles darauf anspricht!

Unser letzter Gig des (für uns sehr erfolgreichen) Jahres 2004 sollte in Nagold bei Stuttgart stattfinden. Wir hatten uns sehr auf diesen Tag gefreut, denn Nagold ist sozusagen unsere zweite Heimat! Naja, wir wollen mal nicht übertreiben, aber immerhin war unser Gig im März sehr erfolgreich gewesen. Außerdem gibt’s einige Nagolder, die extra wegen uns nach Bad Saulgau fahren! Das freut einen natürlich schon!

Wir trafen uns also am Stinnes. Wieder mal. Am Start waren außer uns drei lustigen Musikanten Jonne, Raidi und Bauser (alternativ auch „Bowser“ für alle Fans von Super Mario Kart). Wir düsten mit Sédon am Steuer fröhlich gen Nagold. Wir kamen unter anderem an der Stelle vorbei, wo wir vor einigen Wochen den Mercedes gerammt hatten. Wir kamen auch an einem Supermarkt vorbei, wo Raidi und Bauser sich mit Bier eindeckten. Und wir kamen an einer Döner-Bude vorbei, wo man ausgiebig zu Abend speiste. Da Nippel als einziger Pommes aß, übernahm er das Steuer. Als er jedoch während der Fahrt auf den Beifahrersitz griff, verabschiedete sich das kleine Schälchen mit den Pommes in den Fußraum… 🙂

In Nagold machten uns unsere Nagolder-Freunde Cris und Co. auf den „Zwickel“ aufmerksam. Nippel zauberte den Bus trotz Steilhang astrein rückwärts in eine Parklücke. Wir begrüßten Zwickel-Chef Dirk sowie den zweiten Chef Eddie und luden aus. Auf einmal stank es zum Himmel! Zunächst dachten wir, es handle sich um Döner-Gestank aus dem Bus. Dann dachten wir, es wäre die Kupplung oder auch die Bremse. War dann aber alles Unfug: Neben dem Bus stand eine riesige Mülltonne mit Speiseresten und so. Obacha!!

Der Zickel war relativ klein – bot aber ein nettes Ambiente: Alles war schön mit Holz ausgekleidet. Und da Schreinergeselle Sédon nix kritisierte, war das Ganze wohl auch ziemlich gut verarbeitet! 🙂 Wir bauten in Ruhe auf. Jonne, Raidi und Bowser packten mit an. Nach dem Soundcheck war noch reichlich Zeit sich auszuruhen. Das hatten wir auch nötig, denn am Vorabend war’s mal wieder spät geworden…

Wir freuten uns, unsere Nagolder-Freunde wieder zu sehen und starteten gegen 20.30 in unser Unplugged-Programm. Wir freuten uns noch mehr, als wir sahen, dass unsere Nagolder-Freunde Verstärkung mitgebracht hatten. Der Zwickel war binnen kurzer Zeit voll mit Leuten, die aufmerksam unserer Kapelle lauschten. Obacha war, dass Nippels Akustik-Klampfe Rückkopplungen erzeugte. Kollege Jojo musste ständig nachregeln.

Nach einer kurzen Pause präsentierten wir unsere eigenen Stücke, die diesmal (im Gegensatz zur Vorwoche) gut ankamen. Richtig gut! Überwältigend!! Die Nagolder konnten teilweise sogar den Text! A pos pros Text: Cris aus Nagold hatte ein T-Shirt mit Textauszügen von unserem Song „Exhausted“ an. Hammer!

Es machte unglaublich Spaß, den übervollen Zwickel zu rocken! Alex, der an der Kasse unsere CDs und DVDs verscherbelte, musste viele Leute abweisen, da einfach kein Platz mehr für sie war. Schade für die Betreffenden, aber natürlich eine tolle Sache für uns, wenn der Laden so brechend voll ist!

Nippel trank in den Spielpausen fleißig Tee, um seine angeschlagene Stimme zu balsamieren. Kollege Jojo stand derweil vor dem Zwickel, trällerte Chorknaben-Weisen in den Nagolder Nachthimmel und brachte damit den ein oder anderen Passanten zu Staunen. 🙂

Gegen Ende unseres Gigs bekamen wir mal wieder Verstärkung von Elen, die das Gesangsmikro übernahm. Das ist sozusagen Pflicht in Nagold! Rockröhre Elen gab ihr Bestes und beeindruckte mit ihrer Einlage nicht nur uns! Dankeschön!! Nach einer weiteren Zugabe legten wir schließlich die Waffen nieder. Das war mehr als ein würdiges Jahresabschlusskonzert!! Wir unterhielten uns mit verschiedenen Nagoldern und lachten über unsere Fotografen Raidi und Bauser, die ziemlich besoffen von ihrer Kneipentour zurückkamen. Jojo unterhielt sich mit ein paar netten Mädels und Nippel wurde von Nagolderin Cris optisch mit Layne Staley (Frontmann von ALICE IN CHAINS) verglichen. Naja, immerhin ist Nippel auch blond! Aber er nimmt keine Drogen. Außerdem lebt er noch! 🙂 Nach zig Gesprächen wurde schließlich abgebaut. Torkelnd trugen auch Raidi und Bauser ein paar Boxen durch die Gegend… 🙂

Nachdem wir uns verabschiedet hatten, schauten wir noch auf der After-Show-Party vorbei, welche sich allerdings als obacha erwies. Wir sagten also „Tschüss!“ und fuhren los. Bei der Heimfahrt saß mal wieder Jojo am Steuer. Nippel saß auf dem Beifahrersitz und legte fetzigen Sound auf. Sédon schlief. Bauser auch. Jonne nicht. Raidi manchmal. Auf ausdrücklichen Wunsch von Raidi hielten wir in Balingen nach einem Mc Donald’s Ausschau. Wir kurvten also durchs Balinger Industriegebiet – fanden allerdings dank einer blöden Straßensperre das Mc Donald’s nicht. Dafür fanden wir ein Polizeiauto. Und das verfolgte uns! Auf einmal leuchtete hinter uns ein Schild mit der Aufschrift „STOPP – POLIZEI!“. Wir fuhren also rechts ran. Jojo und Nippel baten ihre Mitfahrer (insofern sie wach waren) darum, dass Maul zu halten. Einer der beiden Beamten fragte Busfahrer Jojo: „Haben sie was getrunken?“ – Jojo: „Keinen Tropfen!“ Bauser, der bisher nahezu die ganze Fahrt über geschlafen hatte, war plötzlich hellwach und proletete mit erhobenem Zeigefinger „Aber ich!!“ aus dem Bus. Glücklicherweise fanden das nicht nur wir, sondern auch die Polizisten witzig! 🙂 Nippel ging schließlich noch mit einem Beamten nach hinten, öffnete den Laderaum und präsentierte das Equipment. Nippel: „Wir sind ne Rockband und fahren grade von nem Auftritt heim!“ Polizist: „Klingt glaubhaft!“ Haha, wir haben’s doch schon immer gewusst, dass wir wie echte Rocker aussehen!! *stolzgrins* 🙂

Wir fuhren weiter, speisten noch im Burger King in Albstadt und kamen irgendwann endlich am Stinnes an. Man lud aus und hüpfte in die Federn. Sédon brachte noch den Bus zurück zur Autovermietung Heinzelmann, wo er natürlich kräftig die Bustür zuschlug… 🙂

Im Rahmen unseres 40sten (unglaublich!) und letzten Gigs 2004 möchten wir folgende Leute besonders erwähnen: Bowser, Raidi, Jonne, Cris, Elen, Freddi & die anderen Nagolder, Chef Dirk & Belegschaft, Alex an der Kasse, Elmar & Gerold Heinzelmann sowie die netten Polizisten.

06.12.04

TOUR DIARY – 04.12.04 | SIGMARINGEN, SIG-Café, Kneipennacht

Hättet ihr gedacht, dass wir jemals mit einem Fahrzeug zu einer Kneipennacht fahren würden, das größer ist als die Kneipe? Nein?? Wir auch nicht. Aber an diesem Samstag wär’s fast soweit gewesen: Die Autovermietung Heinzelmann hatte uns eigentlich einen kleinen, kompakten Vito versprochen. Nur war der leider in der Werkstatt. Und da auch alle Sprinter weg waren, blieb lediglich noch ein Lkw übrig. Naja, zwar „nur“ ein Dreieinhalb-Tonner, aber immerhin ein Lkw! Der Laderaum war so enorm groß, dass unsere Anlage locker fünf oder sechs Mal reingepasst hätte. Locker! Sah richtig putzig aus, wie sie da so in der Ecke des Laderaums stand. 🙂 Wir versicherten uns mehrmals, dass wir nix vergessen hatten und düsten schließlich los. Da unser Lkw nur drei Sitzplätze hatte, musste Sédon mit Carina extra fahren. Echt scheiße, so ein Lkw! Riesiger Laderaum, aber nicht mal genügend Sitzplätze! Und das Kassettendeck ging auch nicht!! Heiland zack!!! Naja, nach Sigmaringen war’s Gott sei Dank nicht all zu weit…

In Sigmaringen angekommen suchten wir das „SIG-Café“ auf und machten dort sogleich Bekanntschaft mit Chef Marco und seiner Belegschaft – bestehend aus Christian sowie zwei hübschen Bedienungen. Das SIG-Café war zwar ziemlich klein – hatte aber eine Live-Bühne. Wir bauten auf und checkten Sound. Im Anschluss unterhielten wir uns ausgiebig mit Chef Marco. War ein ausgesprochen netter Kerl, was wir aufgrund seiner optischen Erscheinung nicht unbedingt erwartet hatten: Marco hatte ein Glatze und zudem recht eindeutige Tätowierungen (es stand zum Beispiel „SKIN“ auf seinen Handknöcheln). Das Gespräch mit ihm klärte jedoch auf: Er war früher mal in der rechten Szene zu Gange gewesen – allerdings nie gewalttätig. Wir glaubten ihm aufs Wort, denn Marco machte einen äußerst friedlichen Eindruck. Er erzählte uns allerlei Geschichten und brachte uns ein ums andere Mal zum Lachen: „Ich hab diese Kneipe jetzt seit zwei Jahren. Vorher war’s hier wirklich schlimm: Da bist du reingekommen, nikotingelbe Decke, orangene Wände und am Tresen saßen 500 Jahre Knast!“ 🙂 Nebenher versorgte uns Christian mit Jägermeister. Da konnten selbst Jojo und Sédon, die beide gefahren waren, nicht „Nein“ sagen. Sédon hätte besser nix getrunken: Wenige Minuten nach dem ersten Jägermeister, wurde sein Gesicht rot! Knallrot!! Feuerrot!!! Scheinbar eine allergische Reaktion oder so. So unglaublich das klingen mag – unser Sédon scheint keinen Jägermeister zu vertragen! 🙂 Nach einigen Minuten Entzug nahm sein Gesicht zum Glück wieder eine normale Farbe an…

Da wir vor unserem Auftritt noch reichlich Zeit hatten, beschlossen wir, unseren Kollegen von TWO SMOKE AND THE OTHER ONE einen kurzen Besuch abzustatten. Die Jungs aus der Göge sollten in einer Kneipe spielen, die nur wenige Meter vom SIG-Café entfernt war. Das ist immer so ein Dilemma bei den Kneipennächten: Man liest wieder und wieder dieselben Bandnamen in den Programmheften und würde sich furchtbar gerne mal die ein oder andere Combo anhören – hat aber leider keine Zeit, weil man selber spielen muss. Naja, dann muss halt ein kurzer Plausch vor dem Auftritt genügen: Die drei Jungs von TWO SMOKE AND THE OTHER ONE waren sehr sympathisch und freuten sich über unseren Besuch. Man unterhielt sich über Musik, über obachane Zeitgenossen, über vierjährige Schlagzeuger und übers Rauchen (siehe Bandname!)… 🙂

Zurück im SIG-Café freuten wir uns, dass St. Anger angereist war. Ansonsten lies die Besucherzahl noch stark zu wünschen übrig. Aber weil der St. Anger schon da war, begannen wir (und nur deswegen!) um viertel vor neun trotzdem mit unserem Unplugged-Set und schon füllte sich der Laden! Nach einer knappen Stunde war die Kneipe voll. Wir kamen bis zur ersten Pause ganz ordentlich an.

Als wir danach unsere eigenen Songs zum Besten gaben, war seitens des Publikums weniger Interesse da. Musikbanausen! Kommerzer!! 🙂 Naja, wir spielten trotzdem alle. Mittlerweile hatten wir auf der Bühne Gesellschaft bekommen: Ein ziemlich fertig aussehender Mann (vermutlich ein Obdachloser oder so) hatte an der Bühnenkante Platz genommen. Er holte eine Flasche Wodka und einen Tetrapack Orangensaft aus seinem Rucksack und fing an, sich in aller Seelenruhe zu betrinken. Wenig später mampfte er sogar Cocktail-Tomaten! 🙂 Immer wieder trommelte er kräftig mit. Er machte überhaupt keine Anstalten zu gehen. Einmal stand er kurz auf, torkelte durch die Gegend und setzte sich dann wieder hin. Und zwar direkt auf seinen frisch gefüllten Plastikbecher! 🙂 Naja, wir hatten echt nix gegen den Kerl, aber angesichts der Tatsache, dass Wodka-Orange unserem Equipment nicht gut tut, bat Nippel ihn, sich woanders hinzusetzen. Das tat er anstandslos.

Als wir gegen Schluss zunehmend Gassenhauer zum Besten gaben, stieg die Stimmung. Und wie!! Die Leute gingen plötzlich ab wie Sau! Wir spielten Zugabe um Zugabe und die Leute wollten uns nicht aufhören lassen. Irgendwann war dann aber trotzdem Schluss. Chef Marco meinte: „Jungs, jetzt spielt halt noch ein paar Songs! Ich zahl euch für jeden zehn Euro!“ Naja, das war ja nett gemeint, aber zum einen hatten wir keine Songs mehr und zum anderen mussten wir so langsam mal nach unserem Equipment schauen: Es war zwar ziemlich geil, aber die Leute waren teilweise enorm besoffen. Einige spazierten wie selbstverständlich über unsere Bühne und stellten überall ihre Getränke ab. Ein blonder Kerl, der uns sehr lobte, lehnte sich irgendwann gegen die Gitarren-Box. Jojos teures Marshall-Topteil kippte nach hinten, wo Gott sei Dank eine Fenstersims war! Das hätte teuer werden können! Mal wieder Glück gehabt! Nix passiert.

Wir verluden unsere Anlage und unser Equipment zurück in den Lkw und unterhielten uns anschließend mit allen möglichen Leuten. Einige Mädels überredeten uns schließlich, noch mit ins „Relativ“ zu kommen. In diesem Sigmaringer Club sollte die After-Show-Party dieser Kneipennacht stattfinden. Wir verabschiedeten uns von Chef Marco und seiner Belegschaft, die uns gleich wieder buchen wollten…

Während Sédon und Carina direkt nach Hause fuhren, machten Jojo, Nippel und St. Anger also einen Abstecher ins Relativ. Obwohl (unserer Meinung nach) großteils scheiß Musik lief, war’s noch richtig nett. Man blieb ne ganze Weile.

Gegen 3.00 Uhr gab’s ein Erdbeben! Jetzt ohne Scheiß!! Während Nippel sich zu der Zeit gerade auf der Tanzfläche oder auch an der Bar aufhielt, waren Jojo und St. Anger draußen. St. Anger war sofort klar, dass es sich bei der Eruption um ein Erdbeben handelte. Jojo nicht. Er war der festen Ansicht, sein Kreislauf hätte für einen Moment verrückt gespielt… 🙂

Irgendwann folgte das Übliche: Heimfahren, Scheiße labern, Ausladen, Bus zurückbringen, Schlafen, Träumen…

Dank euch war’s ein toller Abend: St. Anger, Carina, Chef Marco, Christian & Belegschaft, Eddie (der hat CDs und DVDs verkauft), Zwoi rauchat ond dr oine it, Jägermeister, Claudia und Anika.

06.12.04

DVD "EXHAUSTED" AB SOFORT ERHÄLTLICH

Nach unserem erfolgreichem Video Release Festival ist unsere brandneue DVD „EXHAUSTED“ ab sofort unter der Rubrik SHOP erhältlich. Nähere Informationen gibt’s unter MEDIA.

29.11.04

TOUR DIARY – 27.11.04 | SINGEN, Mini Max Funbar, Kneipennacht

Habt ihr jemals einen so beschissenen Namen für eine Kneipe gehört? Nein?? Wir auch nicht. Eigentlich trug sie diesen Namen völlig zu unrecht, denn die „Mini Max Funbar“ war eine schöne Kneipe in amerikanischem Stil! Angereist waren wir diesmal mit unseren Kollegen von SCANDALOUS, die für uns eröffnen sollten. Nachdem wir alles aufgebaut, soundgecheckt und gegessen hatten, taten sie das auch. Allerdings hatten sie eine ungünstige Kneipennacht erwischt, denn die Leute waren ausnahmsweise eher desinteressiert. Auch als wir im Anschluss spielten, hielt sich das Interesse stark in Grenzen. Nachdem man am Abend zuvor bei unserem Video Release Festival fast schon größenwahnsinnig hätte werden können, war in der Mini Max Funbar gähnende Langeweile angesagt.

Dabei hatte unser Gig gut angefangen: Unser Unplugged-Programm schien zu gefallen. Als wir mit E-Gitarre und E-Bass loslegten, war’s dann irgendwie nicht mehr ganz so cool. Naja, so viel Selbstvertrauen haben wir mittlerweile, dass wir uns von so was nicht beeindrucken lassen. Wir rockten so gut wir konnten und siehe da: Zwischen all dem „Ich-sitz-lieber-am-Tresen-und-trink-ein-Bier-Publikum“ fanden sich dann doch noch einige Rocker, die sich zum Sound bewegten und kräftig headbangten. Ein paar Jungs von den „Hells Angels“ wollten uns außerdem für einen Gig engagieren. Da sind wir ja mal gespannt… 🙂

Chef Bino (Bella Italia!!) war trotz der eher verhaltenen Stimmung sehr mit uns zufrieden. Wie es sich für eine Kneipennacht gehört, wurden wir während des gesamten Abends freundlich bedient. Während wir spielten, saß St. Anger über weite Strecken am Merch-Stand. Kurz vor eins brachten wir unseren Gig zu Ende und waren über das verhältnismäßig gute Geschäft am Merch-Stand erstaunt. Ein netter Kerl namens David kaufte uns den halben Laden lehr. Als Nippel ihm erklären wollte, wie man den Autoaufkleber anbringt, winkte er gelassen ab: „Bin Kfz-Mechaniker!“ 🙂

Irgendwann bauten wir ab, während Bino unsere CD laufen ließ. Auf einmal gingen die Leute ab. Naja, wahrscheinlich war ihnen nicht klar, dass wir das sind, sonst hätten sie weiter ihr Bier getrunken… 🙂

Als wir in Zweiergruppen die EV-Boxen die Treppe hinunter schleppten, stellten wir fest, dass unten tragen besser ist als oben. Nach kurzer Diskussion kamen wir zu dem Konsens, dass UNTEN allgemein besser ist als OBEN! 🙂 Was meint ihr dazu?? Tut euch keinen Zwang an und schreibt uns eure ehrliche Meinung an coleslaw@web.de!!

Beim Heimfahren ging die Sicht dank Nebel massiv na en da Minus nai. Durch Gesang von Simon, Garfunkel, Nippel und St. Anger wurde Busfahrer Jojo trotzdem problemlos wach gehalten. Am Stinnes lud man aus und alle gingen nach Hause. Nein, doch nicht alle: Jojo und Nippel brachten noch den Bus zurück nach Herbertingen zur Autovermietung Heinzelmann. Danach surften sie noch ein wenig im Internet und gingen um 5.00 Uhr in der Früh ebenfalls schlafen…

Dank St. Anger, Felix, Marco, Caro (alle von SCANDALOUS) und Frank (Heinzelmann, aber nicht von der Autovermietung) ging der Spaß trotz dem seltsamen Abend nauf en da Plus nai!