14.12.06

ADVENT, ADVENT

Zur Weihnachtszeit haben wir die Preise im SHOP deutlich reduziert. Unser Debüt-Album „The Calming Influence“ ist ab sofort für unschlagbare acht Euro erhältlich. Auch T-Shirts, Poster und Aufkleber gibt’s künftig billiger und zwar nicht nur im SHOP, sondern auch bei unseren GIGS. Ihr habt noch kein Weihnachtsgeschenk für den besten Freund oder auch für die Großmutter? Eine CD von COLESLAW erfreut Jung und Alt gleichermaßen! 😉

Ebenfalls ein guter Geschenktipp sind Karten für das Slush Festival. Hier noch mal sämtliche Vorverkaufsstellen im Überblick:

– Tourist Information im Stadtforum Bad Saulgau
– Musik Markt Bad Saulgau
– Kreissparkasse Bad Saulgau
– Café Bar Forum Bad Saulgau
– Musikhaus Lange Ravensburg

Wir wünschen euch eine besinnliche Adventszeit mit schönen Weihnachtsliedern, romantischem Kerzenlicht und gutem Glühwein!

11.12.06

TOUR DIARY – 09.12.06 | KARLSRUHE, Substage, Emergenza Special Tour

Emergenza-Mann Magge Mehwald hatte das Substage in Karlsruhe angemietet, um dort die besten Emergenza-Bands Südwestdeutschlands gemeinsam auftreten zu lassen. [Für alle, die’s nicht wissen: Emergenza ist ein großer Newcomercontest für Bands aller Art.] Wir freuten uns sehr über die Einladung und sagten sofort zu.

In zwei Karossen düsten wir nach Karlsruhe. Jojo und Moni in der einen, Nippel, Sédon und Jürgen in der anderen. Sédon hatte sein Navigationssystem dabei. Jürgen versuchte über eine Stunde lang, das Gerät zu programmieren. Schließlich gab er resigniert auf. Irgendwas stimmte nicht mit dem Ding. Besitzer Sédon wusste auch nicht weiter. Außerdem konnte er bei den Programmierversuchen von Jürgen nur bedingt helfen, da sich Sédon so schlecht fühlte, dass er fast die ganze Fahrt über gegen Brechreiz ankämpfte. Nippels Fahrstil tat sein Übriges. Jürgen ließ mal wieder keine Gelegenheit aus, diesen Fahrstil mit verbalen Attacken zu kommentieren. Nippel nahm es gelassen. Der kreidebleiche Sédon meinte derweil: „Mach mol a Fenschdr auf, Nippel!“

Tja, auf die guten alten Landkarten war wenigstens noch Verlass! Von Sédons Navigationssystem konnte man selbiges nicht gerade behaupten. Für alle, die jetzt denken, wir wären blöd: Nach Karlsruhe zu finden war natürlich nicht das Problem. Einzig und allein die Lage des Substage bereitete uns Sorgen. Wir versuchten uns an den 8. Oktober 2004 zu erinnern, denn da hatten wir schon mal dort gespielt. Jojo fuhr voraus und führte uns souverän zum Substage. Der Rest der Truppe war sehr erstaunt. Ein Hoch auf Jojos Gedächtnis! Im Substage angekommen rannten fast alle aufs Klo. Irgendwie kommt uns das doch bekannt vor… 😉

Wir begrüßten Magge und viele befreundete Bands. Die Soundchecks klangen vorzüglich. Das Substage hat einfach eine fette Anlage, ein noch fetteres Mischpult und geile Monitorboxen. Ein toller Club! Da wir den Opener-Slot zugeteilt bekamen, hatten wir als letzte Band Soundcheck. Im Anschluss gab’s vorzügliche Maultaschen mit Salat. Magge schwang eine kleine Rede und erntete von sämtlichen Bands anerkennenden Applaus für seine Organisation. Jeder freute sich auf das Emergenza Best of Südwest Festival mit insgesamt acht Bands. Prallgefülltes Programm also. Witziger Nebeneffekt: Die Merchandise-Theke war an diesem Abend breiter als die Substage-Bühne, und das soll was heißen… 😀

Die Bands durchmischten sich mehr und mehr. Jeder unterhielt sich mit jedem. Keine Spur von Konkurrenz-Denken. So muss das sein! Magge freute sich sichtlich über das freundschaftliche Verhältnis der anwesenden Combos. Zu Recht – er hat schließlich seinen Teil dazu beigetragen!

Um 20.00 Uhr enterte Magge die Bühne und kündigte uns an. Wie immer schaffte er es mit seiner Ansage, einige Leute vor die Bühne zu holen. Unser Intro ertönte und wir legten vor ungefähr 80 Leuten mit „Me Again“ los. Dank vorzüglichem Monitorsound fühlten wir uns blendend und rockten souverän durch unser Set. Auch wenn die Stimmung im Publikum zu der frühen Stunde noch recht verhalten war, gab es nach unseren Songs ordentlichen Applaus. Besonders freute es uns, dass viele Mitglieder der anderen Combos vor der Bühne standen und unserem Sound lauschten. Annerkennendes Kopfnicken von Kollegen ist genau so schön, wie brachiale Pogotänze des „normalen“ Publikums. Zumindest für Ersteres hat es an diesem Abend gereicht. Mit „Here And Now“ brachten wir unsere Show zu Ende und räumten zufrieden die Bühne. Das musste an diesem Abend extrem schnell gehen. Jede Band hatte 25 Minuten Stagetime und ganze 3 Minuten für den Umbau. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Tja, der Magge kriegt das hin… 😉

Nach uns ging’s Schlag auf Schlag weiter. Folgende Combos standen auf der Bühne: JOY BECAME CLEAR, LAZURIGHT, NOCH NE BAND, PINK’S NOT RED, SLAVE, POCKET ROCKET und ONE SIDE SMILE. Allesamt (wirklich allesamt!) Bands, die wir euch nur ans Herz legen können! Emo, Indie, Punk, Brit-Rock, Alternative – von der Richtung her war so ziemlich für Jeden was dabei. Okay, es muss einem nicht jede Richtung zusagen, aber vom Songwriting und technisch gesehen, war wirklich jede Band erste Sahne. Überzeugt euch selbst!

Nach einem langen Rockabend standen wir vor dem Substage und unterhielten uns mit LAZURIGHT und mit verschiedenen Mitgliedern der anderen Bands. Kollektives Kopfzerbrechen, aber auch Gelächter hatten die Jungs von POCKET ROCKET zu verantworten: Sie hatten den Schlüssel in ihrem Bus gelassen und die Tür zugehauen. Jeder versuchte nun mit Schlüsseln, Taschenmessern und ähnlichen Utensilien, das Gefährt aufzubekommen – vergebens. Schließlich wurde der ADAC gerufen und der Käse war gegessen. 🙂

Zu später Stunde düsten wir nach Pforzheim, wo wir Einen trinken gingen. Mit am Start waren unter anderem Magge, Karle und Achim. Später kamen noch die Kollegen und Kolleginnen von NOCH NE BAND dazu. Wir hatten lustige Gespräche über alte Zeiten. Magge staunte Bauklötze und lachte Tränen, als Jojo ihm eine Anekdote nach der anderen erzählte. Vor allem diverse Geschichten über Thimo fand Magge witzig und unglaublich zugleich. Es war sehr lustig… 😀

Irgendwann strichen wir die Segel und machten uns auf den Heimweg. Magge hatte uns sogar Schlafplätze angeboten, aber wir lehnten dankend ab. Irgendwann in den frühen Morgenstunden lagen wir alle zufrieden in unseren Betten…

Ein herzlicher Händedruck geht an: Magge, JOY BECAME CLEAR, LAZURIGHT, NOCH NE BAND, PINK’S NOT RED, SLAVE, POCKET ROCKET, ONE SIDE SMILE, Moni, Karle, Achim und an dich für das Lesen dieses Gig Reviews!

27.11.06

TOUR DIARY – 25.11.06 | A – RAGGAL, Walserhalle

Die drei Punksbands 3 FEET SMALLER, VANILLA SKY und GUADALAJARA sind derzeit im Rahmen der Punk Is Dead Tour in verschiedenen Ländern Europas unterwegs. Bei jeder Show ist eine Vorband als Special Guest mit von der Partie. An diesem Samstag sollten wir im österreichischen Raggal die Ehre haben.

Nach einer unfreiwillig kurzen Bandprobe düsten Nippel und Jojo um 14.00 Uhr zum Musikmarkt, um Jürgen abzuholen. Sédon holte derweil Carina ab, mit der er am nächsten Tag zum Snowboarden wollte. Los ging die Fahrt! Ohne größere Probleme schafften wir es in weniger als zwei Stunden nach Raggal. Zu unserem Erstaunen hatte es dort ungefähr 20 Grad und somit überhaupt keinen Schnee. Die Skilifte standen still. Selbst auf den umliegenden Bergen gab es nur vereinzelt weiße Flecken. Und das Ende November!

Wir schafften unser Zeug in die Walserhalle, begrüßten Chefveranstalter Christian und stellten fest, dass die anderen Bands noch gar nicht da waren. Die Walserhalle ist eine ziemlich große Sporthalle mit einer Bühne auf der Längsseite. Die bereits aufgebaute PA-Anlage war enorm. Einige Techniker standen am FOH und nahmen diverse Einstellungen vor. Jürgen gesellte sich dazu und checkte die Lage.

Als nach einigen Minuten die anderen Bands eintrafen, halfen wir beim Ausladen. Im Anschluss gingen wir in den Backstagebereich. Der war an diesem Abend extrem komfortabel. Unter anderem zählte eine komplette Gaststätte dazu. Wir bestellten dort Kaffee und freuten uns darüber, dass es in der Gaststätte eine Glasfassade gab, welche einen optimalen Blick auf die Bühne gewährte.

Irgendwann machten die Ska-Punker von GUADALAJARA einen ausgiebigen Soundcheck. Die Jungs von 3 FEET SMALLER, VANILLA SKY und andere vertrieben sich die Zeit mit einem Fußball. Da Musiker erfahrungsgemäß nicht die besten Fußballer sind, flog das Leder immer mal wieder in ungewünschte Richtungen. Rechts in der Halle baute ein dunkelhaariger Kerl einen edlen Promotion-Stand auf. Dort gab es – man höre und staune – Cocktails in Dosen! Über 100 dieser Dosen hatte er bereits fein säuberlich aufgebaut, als einer der GUADALAJARA-Jungs den Fußball mit einem gewaltigen Schuss durch die Halle beförderte. Das Leder knallte mit voller Wucht auf eine über dem Cocktail-Stand hängende Werbetafel. Diese löste sich, fiel nach unter und räumte ein gutes Drittel der Cocktail-Dosen vom Tisch. Wir schmissen uns weg vor Lachen! 😀 Der Kerl vom Cocktail-Stand fand das Ganze weniger witzig, nahm aber die Entschuldigung des Schützen an.

Im Anschluss passierte ein weniger lustiges Missgeschick. Wir kamen in die Halle und sahen den Bassisten von 3 FEET SMALLER mit hochgelegtem Bein und schmerzverzerrtem Gesicht auf einem Tisch liegen. Einige Zeit später wurde er zum Arzt gefahren. Diagnose: Bänderriss. Und das während der Punk Is Dead Tour. Als der Unglücksrabe nach seinem Arztbesuch mit Krücken in den Backstage-Bereich humpelte, wurde er mit einem aufmunterndem Applaus empfangen.

Nach unserem Soundcheck aßen wir in der Gaststätte des Backstagebereichs Geschnetzeltes mit Nudeln. Wow, das schmeckte ausgezeichnet. Großes Lob an die Küche! Unsere Gesprächsthemen waren weniger appetitlich, aber he – man kann nicht alles haben! 😉

Um 21.00 Uhr betraten wir die Bühne und rockten vor ungefähr 500 Leuten los. Von der ersten Sekunde an hatten wir vorzüglichen Monitorsound. Das Raggaler Publikum war im Großen und Ganzen ziemlich aufgeschlossen. Auch wenn sich manche Leute lieber in der Bar aufhielten, stand der überwiegende Teil der Besucher vor der Bühne und lauschte unserem Sound. Wir sorgten dafür, dass einige Leute Stück für Stück weiter nach vorne kamen und sogar vereinzelt das Tanzbein schwangen. Relativ spielsicher rockten wir durch unser Set und hatten großen Spaß. Daran konnten auch technische Probleme mit Jojos Gitarre nix ändern. Sédon schaffte es mal wieder, einen seiner Carbon-Sticks zu zerstören. Schreiner sollten einfach nicht Schlagzeug spielen. 😉 Gegen Ende präsentierten wir die Punkrock-Nummer „Like A Rockstar“, welche erwartungsgemäß gut ankam. Nach „Closer Tonight“ verließen wir zufrieden die Bühne. Im Anschluss hab’s viel Lob, was uns natürlich freute.

Nachdem wir unser Zeug weggeräumt und einige Minuten über unsere Show gesprochen hatten, begaben wir uns in den Backstagbereich und schauten uns den Gig von VANILLA SKA durch die Glasfassade in Zimmerlautstärke an. Sédon und Carina bevorzugten die volle Dröhnung (der Sound war an diesem Abend wirklich extrem laut!) und standen vor der Bühne. Es folgten die Shows von 3 FEET SMALLER und GUADALAJA. Gegen Ende standen die drei Punkbands gemeinsam auf der Bühne und präsentierten eine Live-Karaoke-Show. Freiwillige wurden zum Singen auf die Bühne geholt und versuchten sich dort an bekannten Klassikern von BLINK 182, GREEN DAY und Konsorten. Die Stimmung im Publikum war sehr ausgelassen. Die Tatsache, dass einige der Karaoke-Sänger sehr betrunken waren, sorgte für so manchen Lacher… 🙂

Wir drehten unsere Runden und ließen es uns gut gehen. Am Tresen im Backstagebereich sitzend frischten wir in lustigen Gesprächen mit den Italienern von VANILLA SKY unser Englisch auf. Sédon chillte mit Carina auf der Eckbank und hielt sich beim Trinken zurück. Er wollte schließlich am nächsten Morgen zum Snowboarden. Jojo, Nippel und Jürgen retteten das Rock’n’Roll-Klischee und langten kräftig zu… 🙂

Als die Walserhalle irgendwann ihre Pforten schloss, machten die drei einen ausgiebigen Spaziergang durch Raggal, während Sédon und Carina ins nahegelegene Gasthaus zum Schlafen gingen. Das behaupteten sie zumindest… 😉

Nach längerer Suche fanden Jürgen, Nippel und Jojo schließlich eine Bar, in der noch ziemlich viel los war. Dort lief gute Musik. Es wurde gefeiert bis die Lichter ausgingen. Bei manchen Lichtern musste ein wenig nachgeholfen werden… ;-D

Gegen 5.00 Uhr in der Früh lagen wir schließlich alle in unseren Betten im Gasthaus Battlogg und schliefen. Um kurz vor zehn quälten wir uns aus den Betten, da wir das Frühstück nicht verpassen wollten. Die freundliche Hausherrin Brigitte hatte zünftig für uns aufgetischt. Wir speisten ausgiebig. Sédon und Carina setzten sich bald zu ihren Snowboards ins Auto, um nach Schnee zu suchen. Es sollte eine lange Suche werden.

Nippel, Jojo und Jürgen machten noch einen Eintrag im Gästebuch des Hauses. Danach ging’s zurück in Richtung Deutschland. Jürgen zwang mit seinen Ausdünstungen im Auto zu einer Fahrt mit offenen Fenstern. 🙂 Bald wurde Jürgen sehr müde und meinte gähnend: „Jetzt hab ich nen Hänger.“ Jojo entgegnete: „Super, dann brauchen wir bei zukünftigen Auftritten nicht mehr so viele Autos!“ Mit diesem Schneiderhanschen Schenkelklopfer hat dieser Gig Review ein gebührendes Ende gefunden! 😉

Dank und Grüße gehen an: Christian und seine Kollegen, die Belegschaft des Backstagebereichs, die Einschenker, Carina, die angereisten Ravensburger, d’Moosamr, die Leuten am Merchandise-Stand, 3 FEET SMALLER, VANILLA SKY, GUADALAJARA und natürlich Brigitte vom Gasthaus Battlogg.

13.11.06

ME AGAIN – STRÖBEL REMIX

Unser Freund, Produzent und Ex-Hip-Hopper Thimo Strobel hat den Song „Me Again“ geremixt. Das Ergebnis ist eine groovende Elektropop-Nummer, welche wir sehr geil finden und euch natürlich nicht vorenthalten wollen! Ihr findet „Me Again – Ströbel Remix“ unter der Rubrik DOWNLOADS. Viel Spaß damit! Es bleibt zu hoffen, dass wir Thimo irgendwann auch noch zu einer Beatbox-Version überreden können… 😉

13.11.06

SLUSH FESTIVAL FACTS

Da wir bezüglich des Slush Festivals immer wieder dieselben Fragen erhalten, haben wir jetzt die wichtigsten Facts zusammengetragen. Diese Facts, sowie sämtliche Vorverkaufsstellen findet ihr hier. Der Erwerb von Vorverkaufskarten ist doppelt zu empfehlen: Erstens sind sie billiger und zweitens werden beim Slush Festival einige Specials unter ihren Besitzern verlost. Zugreifen!

06.11.06

TOUR DIARY – 04.11.06 | AUGSBURG / NEUSÄSS, Stereoton, Live-Day

Ohne unseren liebgewonnen FOH-Mann Jürgen düsten wir in Richtung Neusäß los. Der musste nämlich an diesem Abend das Erbe klarm… ähm, zu einer sehr wichtigen Geburtstagsfeier! 😉 Dafür waren unsere Mädels sowie Jojos Bruderherz Stefan mit von der Partie. Letzterer chauffierte uns sogar. Im zweiten Auto saß Sédon hinter dem Lenkrad. Er wollte nämlich unbedingt sein brandneues Navigationssystem ausprobieren. Auf dem kleinen Gerät rumtippend meinte er kurz vor der Abfahrt: „Voll geil, des Ding! Wia goht des nommol??“… 😉

Vom ortskundigen Stefan – Verzeihung, Sédon – natürlich vom Navigationssystem wurden wir zielsicher nach Neusäß bei Augsburg geführt. Ein recht verschlafenes Städtchen. Jojos Schwager St. Anger hatte vor unserer Ankunft verzweifelt ein Café gesucht, war aber nur auf unzählige Wohnblocks gestoßen. So freute er sich sehr, als wir gegen 15.30 Uhr auf dem Parkplatz des Stereoton vorfuhren.

Im Stereoton fand an diesem Tag der „Live-Day“ statt, was nichts anderes hieß, als einen ganzen Tag lang Live-Mucke. Von 10.00 Uhr morgens bis 0.00 Uhr in der Nacht sollten fast durchgehend Live-Bands auf der Bühne stehen. Unsere Spielzeit war für 17.00 Uhr vorgesehen. Somit hatten wir noch etwas Zeit. Der lässige Stereoton-Chef Markus begrüßte uns freundlich und zeigte uns, wo’s was zum Beißen gab. Jojo fragte ihn, warum wir als eine der wenigen Bands nicht auf dem Live-Day-Sampler vertreten waren. Markus erklärte, dies hinge mit unsere GEMA-Registrierung zusammen. Tja, Eigentor! :-/ Und dann fing Markus an, auf die GEMA zu schimpfen und diverse Mitarbeiter der „Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte“ nachzuahmen. Ein herrliches Schauspiel! Wir jedenfalls brachen in kollektives Gelächter aus, als Markus unter anderem die Servive-Hotline der GEMA durch den Kakao zog… 😀

Wir begaben uns in Stereoton. Ein nettes Jugendkulturhaus, das ziemlich neu ist. Auf der Bühne machten sich gerade DIE RÖMER bereit. Wir schafften derweil unsere Instrumente in dem Backstageraum und lauschten im Anschluss dem deutschen Hau-Drauf-Punk der Kollegen aus Augsburg. Einer der Jungs trug ein T-Shirt der TERRORGRUPPE. Musikalisch und textlich gingen DIE RÖMER ähnlich rabiat zu Werke.

Im Anschluss machten wir einen kurzen Line-Check und rockten nach einer kleinen Pause los. Hinterm FOH stand ein netter Kerl namens Nils, der eine blitzsaubere Arbeit ablieferte. Wir hatten guten Monitorsound und auch vor der Bühne konnte sich der Sound nach Aussage unserer Mitgereisten mehr als hören lassen. Wir präsentierten einen guten, spielsicheren Gig und brachten die knapp 50 Zuhörer zunehmend in Fahrt. In der ersten Reihe zeigten einige langhaarige Headbanger großen Einsatz. Etwas weiter hinten präsentierte eine Dame einen total abgefahren Tanz, der die Blicke magisch anzog. Das sah aus wie eine Mischung aus Kampfsport und Eiskunstlauf! Aber im positiven Sinne! Wir – und scheinbar auch die anderen Besucher – hatten noch nie so einen verspulten Tanz gesehen! 🙂 Wir freuten uns über das aufgeschlossene und mitgehende Publikum, brachten nach knapp 40 Minuten unseren Gig zu Ende und ernteten viel Applaus. Danke, Neusäß! Wir kommen jederzeit gerne wieder! 🙂

Nach unserem Gig räumten wir unser Zeug in die Autos und gingen im Café des Stereoton einen Kaffee trinken. Der kostete nur 50 Cent! Unglaublich, findet ihr nicht? Tja, das Stereoton ist eben ein unkommerzielles Jugendhaus, das am Jahresende mit einer schwarzen Null zufrieden ist. Sehr geile Einrichtung, wie wir finden! Chef Markus hat das Jugendkulturhaus in Eigenregie umgebaut und renoviert und ist nun völlig zu Recht stolz drauf!

Nachdem wir uns auch noch im Catering-Zelt mit Gulaschsuppe gestärkte hatten, drehten wir eine Abschiedsrunde. Im Anschluss ging’s weiter nach Augsburg. Nein, doch nicht! Unser Held Nippel hatte nämlich seine Jacke im Backstageraum liegen gelassen. Daher mussten wir noch mal umdrehen. Danach ging’s aber nach Augsburg, wo wir uns bei Jojos Bruder Stefan und bei seiner Freundin (keine Liebes-Freundin, sondern eine ganz normale!) Ina einquartierten. Später lernten wir das Augsburger Nachtleben ein wenig kennen…

Am nächsten Tag stellten wir in geselliger Runde Karten fürs Slush Festival her. Vor allem Carina zeichnete sich durch präzises Arbeiten mit der Schere aus! 🙂 Als Nippel einen politisch unkorrekten Witz erzählte, bekam Sédon einen dermaßen langen Lachflash, was wiederum zur Folge hatte, dass nun alle anderen über Sédon lachen mussten. Mann, Mann, was sind wir doch manchmal kaputt… 😉

Nach weiteren Lachorgien führte uns Organisationstalent Stefan (du solltest Reiseleiter werden!) in die Augsburger Puppenkiste. Dort wurde „Frau Holle“ gespielt. Wir saßen in der besten Kategorie und freuten uns mit zahlreichen Kindern, als die fleißige Liese mit Gold und ihre blöde Stiefschwester mit Pech überschüttet wurden. Sédon freute sich besonders über den Gockel, der immer wieder seinen Senf zu dem Ganzen gab. Wer sich näher dafür interessiert, sollte sich Grimms Märchenbuch zulegen! 🙂

Wenn’s nach uns geht, kommt ihr in den Himmel: Stefan (!!!), Ina, Stereoton-Chef Markus & sein Team, FOH-Mann Nils & Kollegen, die Leute vom CD-Stand, unsere Mädels (wobei…) und natürlich St. Anger ’round my neck, who never gets respect…

29.10.06

TOUR DIARY – 27.10.06 | VOGT, Flammenhof

Ein Gig im Vogter Gemeindehaus „Flammenhof“ stand an. Neben uns sollten dort LAZURIGHT und ONESIDESMILE auf der Bühne stehen. Die Hinfahrt gestaltete sich etwas konfus. Thimo stellte uns sein Auto zur Verfügung, da wir am nächsten morgen zu ihm nach München mussten, um für sein SAE-Studium einen Song aufzunehmen. Thimos Freundin Sigi wollte um 16.00 Uhr mit Thimos Karre in Saulgau sein, doch sie steckte im Stau fest. Als sie mit einer Stunde Verspätung in Saulgau ankam, schnappte sich Nippel sofort Thimos Karosse und belud diese mit Equipment. Der an Grippe erkrankte Jojo sammelte derweil Sédon und Jürgen ein. Kurz nach 18.00 Uhr konnten wir endlich losfahren.

Wir beeilten uns so gut es ging – schließlich sollte in Vogt um 19.00 Uhr Einlass sein. Um 19.15 Uhr kamen wir dort an und waren erstaunlicherweise die erste Band! 🙂 Wenig später trafen auch die Kollegen von LAZURIGHT ein. Die Veranstalter waren sofort zur Stelle und halfen uns, das Equipment in den Flammenhof zu tragen. Das ging wie der Blitz! In Rekordzeit hatten wir aufgebaut und die Jungs von LAZURIGHT konnten mit dem Soundcheck beginnen.

Wenig später rockte die Kollegen um Frontmann Gerhard vor einem sehr jungen Publikum los und präsentierten die Songs ihrer aktuellen EP „Silver Side Alien Zoo“. All zu viele Leute waren leider nicht in den Flammenhof gekommen. Der Termin war etwas ungünstig gewählt, da am selben Abend im knapp zehn Kilometer entfernten Kißlegg das Spatz Festival mit JULIA und ITCHY POOPZKID über die Bühne ging. Schätzungsweise hat dies dem Flammenhof einige Zuhörer gekostet. Trotzdem waren ungefähr 70 Leute da, als die Jungs von LAZURIGHT durch ihr Set rockten. Bei ONESIDESMILE waren es im Anschluss schon deutlich weniger.

Wir hatten als letzte Band des Abends ein wenig die Arschkarte gezogen, da der überwiegende Teil des jungen Publikums recht früh nach Hause musste. So spielten wir vor nur 20 Leuten. Sozusagen eine Bandprobe unter Live-Bedingungen. Dennoch gaben wir alles! Jojos spielte sich seine Grippe aus dem Körper. Jürgens Mischpult stand an diesem Abend direkt neben der Bühne (!), so dass er eine kleine Showeinlage zum Besten geben konnte. 🙂 Obwohl nur wenige Leute im Saal waren, gab es nach unseren Songs üppigen Applaus. Zudem wurde von einzelnen Konzertbesuchern vor der Bühne fleißig rumgeknutscht. Wie soll man sich da bitte auf’s Spielen konzentrieren?? 😉 Nach zwei Zugaben war Schluss. LAZURIGHT-Drummer Tommy kam grinsend auf die Bühne und meinte schulterklopfend: „Tapfer, Jungs, tapfer!“ 🙂

Beim Abbauen freuten wir uns über diverse Dance-Floor-Klassiker aus den 90ern. „Mr. Vain“ von CULTURE BEAT zum Beispiel. Profi-Belader Jürgen schaffte es mal wieder, unsere Gefährte platzsparend mit Equipment voll zu laden. Das war auch nötig, denn nachdem wir uns verabschiedet hatten, fuhren wir nach Kißlegg, wo Thimo bereits mit weiterem Equipment wartete. Noch in der Nacht fuhren wir nach München in Thimos Wohnung. Thimo zeigte sich als vorbildlicher Gastgeber und bot uns sofort was zu trinken an. 🙂 Wir durchstöberten Thimos CD-Schrank und stießen auf alte COLESLAW-Live-Aufnahmen aus dem Jahr 2002. Die wurde natürlich sofort angehört. Kein Kommentar… ;-b

Ein dankender Handshake geht an: die fleißigen Equipment-Träger, die Leute aus dem Imbiss (die Qualität der Pommes machte die lange Wartezeit wett!), Gerhard, Pablo, Tommy, Hanni, Anne (fürs Merchen), Thimo, Sigi und Bene.

24.10.06

TOUR DIARY – 22.10.06 | STUTTGART, Schocken

Unser Jojo arbeitet im Rahmen seines BA-Studiums beim Musiccircus. Das ist ein Konzertunternehmen, welches im Raum Stuttgart Shows aller Art veranstaltet. Manchmal sind richtig große Acts am Start. Wenn irgendwo mal eine Vorband fehlt (was eher bei den kleineren Acts vorkommt), ist unser Jojo natürlich sofort zur Stelle, um COLESLAW anzupreisen. Tja, und bei VOLTAIRE, die im Schocken auftreten sollten, hat es eben geklappt, uns als Support einzuschleusen. Eine tolle Sache!

Aufgrund der durchzechten Nacht in Hardt, fühlten wir uns wie gerädert, als wir an diesem Nachmittag in drei Autos nach Stuttgart fuhren. Zumindest Sédon und Nippel fühlten sich gerädert. Jürgen fühlte sich ebenfalls gerädert, wenn auch auf eine etwas andere Art und Weise. Er hatte am selben Morgen an einem Radrennen teilgenommen. Obwohl er seine Vorjahresleistung deutlich getoppt hatte, war er ungefähr 50 Plätze weiter hinten gelandet. Tja, was soll man dazu sagen? Die Konkurrenz schläft nicht… 😉

Alle gerädert. Lediglich Jojo war relativ fit. Das war erstaunlich, denn in Hardt hatte er zu den letzten Bettgängern und zu den ersten Aufstehern gezählt. Die Fahrt nach Stuttgart verlief reibungslos. Keine Lkws waren auf den Straßen. Nur ein paar Sonntagsfahrer und wir. Dank Jojos Ortskenntnis fanden wir auf Anhieb zum Schocken.

Wir betraten den Club und schüttelten einige Hände. Dann luden wir aus und parkten unsere Autos in ein nahegelegenes Parkhaus. Zurück im Schocken schauten wir VOLTAIRE beim Soundcheck zu. Die Jungs um Frontmann Roland ließen sich dabei viel Zeit. Alles wurde bis in kleinste Detail aufeinander abgestimmt. Wir haben noch nie einen so ausführlichen Soundcheck gesehen! Allerdings nahm man VOLTAIRE ihre Feinfühligkeit und Detailverliebtheit voll ab. Sympathische Jungs und zugleich ausgesprochen eigenwillig. Allein die Tatsache, dass sie Großteile ihres aktuellen Albums „Heute Ist Jeder Tag“ ohne Klick (!) eingespielt haben, spricht Bände! Die Verbannung des Klicks ermöglicht ständige Tempo-Wechsel. Dem Produzenten muss so was schätzungsweise ein Dorn im Auge sein. Zumindest bei den Produzenten, die wir kennen, wäre das der Fall! 🙂 Davon abgesehen erfordert das Recording ohne Klick hohes musikalisches Können uns davon hatten die Jungs von VOLTAIRE ohne Zweifel einiges vorzuweisen…

Wir kamen uns etwas seltsam vor, als wir im Anschluss unseren Soundcheck vollzogen. Jürgen: „Bass-Drum!“ – Bumm, bumm, bumm – „Passt. Snare!“ – Zack, Zack, Zack – „Passt. Toms!“ – Ding, Dang, Dong – „Passt. Becken!“ ZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZ!!! – „Done, das muss heute deutlich leiser gehen!!“ 🙂 Wir versuchten unseren Sound etwas softer als sonst einzustellen, um vor VOLTAIRE nicht unangenehm aufzufallen. Naja, jedenfalls waren wir nach ein paar Minuten fertig und machten einen kleinen Spaziergang. Dabei wurden Falaffeln gegessen. Die hatten’s in sich! Schon nach dem ersten Bissen hatten sie’s jedoch nicht mehr in sich. Da hatte man dann alles im Gesicht! 😉

Gegen 21.00 Uhr machten wir uns bereit und rockten los. Erfreulicherweise war eine Handvoll bekannter Gesichter im Publikum, da Jojo beim Musiccircus einige Freikarten abgestaubt hatte. Wir präsentierten unsere Album-Songs in entspannter Atmosphäre vor ungefähr 40 Leuten. Irgendwie kamen wir nicht richtig in Fahrt. Im Nachhinein betrachtet hätten wir vielleicht doch nicht mit „angezogener Handbremse“ spielen sollen. Die Nachwirkungen von Hardt taten ihr Übriges, um diesen Gig bestenfalls durchschnittlich zu machen. Naja, sei’s drum. In Ordnung war’s allemal. Und Spaß machen tut’s sowieso immer…

VOLTAIRE präsentierten im Anschluss sehr ausgefallenen Sound. Wir haben noch nie eine Band gehört, die so klingt. Am ehesten erinnern manche Songs vielleicht an die älteren Platten von RADIOHEAD – allerdings mit deutschen Texten. Viel mehr Leute als bei unserem Gig kamen leider nicht mehr in den Club Schocken. Den wenigen Anwesenden wurde jedoch ein qualitativ hochwertiges Konzert der etwas anderen Art geboten. Gitarrenmann Marian steuerte den „Deutsch-Brit-Pop-Songs“ abgefahrene Effekte bei. Drummer David sorgte mit einer Ansage über UFOS für Gelächter. Zu guter Letzt präsentierten die Jungs von VOLTAIRE ihre Single „Kaputt“. Das Publikum war begeistert! Auch uns gefiel’s, wenngleich der Sound überhaupt nicht in unsere Hörsparte passte.

Nach dem Gig holten wir unsere drei Autos aus dem Parkhaus. Uns fielen schier die Augen aus, als wir die Parkgebühren von 10,50 Euro erblickten. Pro Auto, versteht sich! Tja, wir sind halt doch Landeier, die so was nicht gewohnt sind… 😉

Dank und Grüße gehen an: den Musiccircus, die Belegschaft vom Schocken, VOLTAIRE, unsere Mädels, Öre, Stefan, Cris & Lange (you’re great!), Bianca & Anhang.

23.10.06

TOUR DIARY – 21.10.06 | HARDT, Arthur-Bantle-Halle, FC-Rocknacht

Unsere 120. Show stand an. Der Fußballclub Hardt hatte für seine Rocknacht eine große Halle angemietet und mit RUNLET und BACKUP 7 zwei weitere Bands engagiert. Bereits im Vorfeld war mit vielen Leuten zu rechnen. Wir hatten große Erwartungen an diesen Gig. Nicht nur an den Gig, sondern auch an die Party danach. Der Veranstalter hatte uns und den anderen Bands nämlich Hotelzimmer gebucht. So was kommt bei uns eher selten vor und von daher muss man das auch ausnutzen, wenn ihr versteht – doch alles der Reihe nach…

Wir fuhren zu viert nach Hardt. Am Steuer saßen Jürgen und Jojo und auf den Beifahrersitzen Sédon und Nippel. Hochinteressant, nicht? Auf Umwegen fanden wir nach Hardt in die Arthur-Bantle-Halle. Die Kollegen von RUNLET waren bereits am Start. Wir begrüßten sie herzlich und unterhielten uns ausgiebig, da man sich lange nicht gesehen hatte. Einige Zeit später trafen auch die Jungs von BACKUP 7 ein, die wir noch nicht kannten. Normalerweise kucken die anderen Bands blöd, wenn wir uns beim Handshake mit unseren Spitznamen vorstellen, doch dieses Mal mussten wir lachen, da sich BACKUP 7-Frontmann Rainer mit „Bonsai“ vorstellte. 🙂

Es folgten lustige Gespräche und Soundchecks. Gott ließ Abend werden und die ersten Menschen strömten in die Halle. Wow, das waren ganz schön viele! Die meisten gingen gleich mal in die Bar und legten los. BACKUP 7 legten gegen 21.00 Uhr ebenfalls los. Allerdings legten die anders los, als die Leute in der Bar. Ihr versteht schon…

Wir saßen an unserem Merchandise-Stand und verfolgten die Show von Bonsai, Rolf und Jörg. Satter, klassischer Rock, mit viel Drive und hörenswerten Gitarrensoli. Gefiel uns gut! Obwohl sich die meisten Leute in der hinteren Hallenhälfte aufhielten, schien auch ihnen der Sound von BACKUP 7 zuzusagen. Jedenfalls gab’s nach den einzelnen Songs ordentlichen Applaus.

Im Anschluss machten wir uns bereit. Wir waren sehr heiß auf diese Show! Adrenalin schoss durch unsere Körper und dann kam endich HEEEEEJJJEEEEIIIIIIEEEEE, JJEEEEIIIIJEEEEEEIIIIIIIEEEEEEIIIIIIIEEEEEEEE. Dann kam ein Intro, das eigentlich gar keine richtige Taktart hat und deshalb bei GUITAR PRO die Zeilen rot werden lässt und dann kam ein fettes 4/4 Takt-Riff mit sattem Beat und dann kam „Fighting for some joy for my broken heart…“ und dann brach auch schon Sédons erster Drumstick. Wie immer halt! 🙂 Und es macht jedes Mal so viel Spaß, als sei es das erste Mal! Wenn man das von anderen schönen Dingen des Lebens doch auch behaupten könnte, aber wir schweifen ab… 😉

Wir bemühten uns mit aufmunternden Ansagen, die Leute vor die Bühne zu locken, und hatten dabei zumindest teilweise Erfolg. Fast alle Songs unseres aktuellen Albums „The Calming Influence“ wurden mit arschtretender Hingabe präsentiert und es machte Spaß wie schon lange nicht mehr! Insgesamt spielten wir einen unserer besten Gigs in diesem Jahr. Große Freude bereitete uns ein Kerl in der ersten Reihe, der am 30. April 2006 in Ulm unsere Scheibe gekauft hatte, und nun in Hardt sämtliche Texte lautstark mitsang. Für uns war das eine große Ehre und zugleich besser als jeder Teleprompter! 😉 Auch Cris und Lange aus Nagold strapazierten vor der Bühne ihre Stimmbänder. In der ersten Reihe standen zudem Inge und Steffi, nur dass wir während unserem Gig deren Namen noch nicht kannten. Davon abgesehen waren über 600 weitere Leute in der Arthur-Bantle-Halle. Alles in allem ein sehr schöner Gig, den wir mit zwei Zugaben gebührend zu Ende brachten.

Im Anschluss musste unser Jürgen leider heimfahren, weil am nächsten Tag der „Engel-Cup“, anstand. Das ist ein Mountainbike-Rennen, bei dem unser Roos traditionell für das „Team Coleslaw“ an den Start geht. So also auch 2006. Ist natürlich blöd, dass Jürgen ausgerechnet an diesem Abend heimfahren musste, weil wir ja wie gesagt Hotelzimmer zur Verfügung hatten. Schade! Während Jürgen heimdüste, wurde kräftig umgebaut. RUNLET haben nämlich Keyboards und so. Wenn wir’s grad von Keyboards haben: Kennt ihr den Keyboarder-Witz?

Nein??

Also, was haben ein Kondom und ein Keyboarder gemeinsam?

Ohne ist’s besser!

HAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHA!!!! 😀

Gut, ich will jetzt gar nicht wissen, wie oft RUNLET-Keyboarder Michael den schon hören musste, aber sei’s drum. Jedenfalls bauten RUNLET um machten sich für ihre Show bereit.

Nach einer etwas längeren Pause legte der Rock-Fünfer aus Herdwangen mit „Welcome Home“ los. Wir standen meist vor der Bühne und ließen uns einmal mehr von RUNLET-Frontmann Thomas’ enorm guter Stimme verzaubern. Auch der Rest der Band überzeugte mal wieder auf ganzer Linie.

Während RUNLET durch ihr über anderthalbstündiges Programm rockten, führten unsere Wege regelmäßig in die Bar. Die Leute hinterm Tresen wussten nicht, dass wir eine der Bands waren und wollten ständig abkassieren. Nach mal mehr und mal weniger langen Diskussionen und nach Vorzeigen unseres Bandinfo-Flyers kamen wir letzten Endes aber doch umsonst an Jackie Cola (Jojo & Sédon) beziehungsweise Wodka Orange (Nippel). Der Sound von RUNLET klang immer noch geiler, was aber weniger an unseren Barausflügen als vielmehr an der Tatsache lag, dass der RUNLET-Mischer die anfänglichen Probleme mit dem PA-Limiter zunehmend in den Griff bekam. Ehrlich!

In der zweiten Hälfe des RUNLET-Gigs nahm sich Michi Schäuble den Keyboarder-Witz zu Herzen und wechselte für längere Zeit an die Gitarre. 🙂 Auch das konnte sich hören lassen! Das Publikum ging ziemlich gut mit, was Frontmann Thomas ein anerkennendes „Ihr seid har(d)t!“ entlockte. Nach mehreren Zugaben, die zum Teil unplugged präsentiert wurden, war Schluss.

Bald waren auch die RUNLET-Jungs zunehmend in der Bar anzutreffen und es wurde sehr lustig. Auch die total sympathischen Kollegen von BACKUP 7 hatten großen Durst. Die beiden Konzertbesucherinnen Steffi und Inge verwickelten uns in aberwitzige Gespräche über Gott und die Welt. RUNLET-Frontmann Thomas wollte in die Vollen langen und ließ es letzten Endes doch bleiben. Jojo rannte irgendwann mit einem kleinen Müllkübel durch den Backstage-Bereich: „Eine Spende bitte!“ Daraufhin warf jeder irgendwelche Sachen in den Müllkübel. Nippel steuerte sein Handy bei, was kollektives Gelächter zur Folge hatte. Blöderweise hatte Nippel nicht gesehen, dass kurz vorher einer der RUNLET-Jungs eine Flasche Bier in den Müllkübel geschüttet hatte. Das Handy hauchte sofort seinen Lebensgeist aus… 🙂

Kurzum: es war lustig wie selten zuvor! Die Nacht ging wie im Fluge vorbei und es würde den Rahmen dieses Gig Reviews sprengen, alle Details aufzuzählen. Mal ganz davon abgesehen, sind bei keinem von uns mehr alle Details präsent… 😉

Irgendwann in den frühen Morgenstunden wurden RUNLET und wir von einem Taxi ins Hotel, konkret: in die Pension Waldhof, gefahren. Dort ging die Party weiter. Wir machten unzählige Fotos in teuflischen Posen, schauten das Nachtprogramm von DSF, weckten mit unserem Krach wahrscheinlich die anderen Hotelgäste auf, spielten mit Porzellan-Schildkröten und so weiter und so fort. Es war eine wunderschöne Nacht, die in einen wunderschönen Morgen mündete.

Irgendwann machten sich unser Sédon und RUNLET-Frontmann Thomas Liebesgeständnisse und beschlossen dabei, die Bandkollegen in den Wind zu schießen und zusammen eine neue Band zu gründen. Diese Band muss natürlich auf Tour gehen, keine Frage! Und wie soll die Tour heißen? Ganz klar: ENTZIEHUNGS TOUR! Hahaha, lustig, findet ihr nicht? 🙂 Hmm, okay, irgendwann muss Schluss sein! Zumindest mit diesem Gig Review…

Gegen 7.00 Uhr in der Früh waren auch die Letzten im Bett. Schon um 10.00 Uhr gab’s Frühstück und es waren – man höre und staune – fast alle anwesend! Lediglich RUNLET-Keyboarder Michi sowie seine bessere Hälfte fehlten. Tja, dem Herrn Schäuble scheint der Keyboarder-Witz echt nachgegangen zu sein… 😉

Für einen tollen Gig und eine außergewöhnliche Sause bedanken wir uns herzlich bei den Leuten vom FC Hardt fürs Engagieren und die tolle Organisation (es sind keine, aber wirklich gar keine Wünsche offen geblieben!), bei Thomas, Michi, Martin, Fabio und Stefan von RUNLET sowie bei Bonsai, Rolf und Jörg von BACKUP 7 (Lasst uns so ein Festival unbedingt wiederholen – es war herrlich!), bei den Leuten von der Bar, den Technikern, Cris & Lange, Inge & Steffi, Jojos BA-Kollege Andy samt Anhang und natürlich der Pension Waldhof!