14.05.06

TOUR DIARY – 12.05.06 | RENGETSWEILER, Zelt, Waldfest

Ungefähr 25 Bands hatten sich für das Waldfest beworben. Letzten Endes wurden acht Bands ausgelost, die spielen durften. Wir zählten zu den Glücklichen…

Die Auftrittsreihenfolge dieser acht Bands wurde ebenfalls ausgelost. Wir zählten zu den weniger Glücklichen und erwischten die zweitletzte Spielzeit…

Am Auftrittstag speisten wir in unserer Bad Saulgauer Stammdönerbude zu Abend. Mit dabei waren neben den drei Bärtigen und dem Langhaarigen die holden Maiden Alexandra und Monika. Im Anschluss an den Döner gab’s noch ein Eis und los ging’s! Nach knapp 40-minütiger Fahrt bogen wir mit unseren drei Karossen in einen Feldweg ein. Dort stand nämlich ein Pfeil mit der Aufschrift „Rengetsweiler“. Hinter dem Schild tuckerte ein Traktor über ein Feld. Warum erwähne ich den? Nun ja, wie soll ich sagen? Er passt einfach zum Abend…

In Rengetsweiler angekommen betraten wir das riesige Bierzelt. Die erste Band des Abends war XQS aus Herdwangen. Die vier Jungs boten herzhaften Rock mit ausdrucksstarkem Gesang von Frontmann Gabriel. Im Anschluss enterten TOS die Bühne. Das Trio, das seit einiger Zeit als Quartett durch die Lande tourt, lieferte eine hörens- und sehenswerte Show ab. Neben brandneuen Stücken gab es auch alte Songs auf die Ohren, die jedoch in neuem Gewand präsentiert wurden. Danach spielte TIMMY GOES NORWAY. Die Jungs machen sich! Ex-THINKLESS-Drummer Flori Reisch scheint eine klare Bereicherung für die Band zu sein!

Es folgten noch weitere Combos, von denen wir uns nicht alle anschauten. Leider kam es immer wieder zu Zeitverzögerungen, so dass es bereits nach halb zwei war, als unser Intro erklang und wir voller Freude die Bühne enterten. Zack, bumm, losgerockt! Tja, was soll man sagen? Wir hatten mit keinem großen Publikumsinteresse gerechnet, aber letzten Endes konnten wir uns nicht beklagen. Die wenigen Musikfans, die auf dem Waldfest waren, standen fast allesamt vor der Bühne, schwangen das Tanzbein und freuten sich! Wir freuten uns auch! Zu so später Stunde ist so eine Resonanz eine tolle Sache! Wir präsentierten einige Album-Songs oder und wiesen ein paar Mal auf selbiges hin. Prompt gingen am Merch-Stand ein paar Exemplare über die Ladentheke. Roos quälte die Anlage bis zum Geht-nicht-mehr. Fast alle Lichter am Mischpult leuchteten rot auf. Obwohl die Leute gut in Stimmung waren, präsentierten wir ein relativ kurzes Set. Schließlich mussten nach uns noch die Jungs von RUNLET ran.

Die legten nach längerem Umbau in gewohnter Qualität los. Lieder wurden sie vom Veranstalter dazu gedrängt, bereits nach dem dritten Song aufzuhören. Frontmann Thomas und seine Kollegen waren zu recht stocksauer. Die Jungs hatten sich kurzfristig dazu bereit erklärt, für eine andere Band einzuspringen. Dann hatten sie das Pech gehabt, bei der Verlosung die letzte Spielzeit zu ergattern und dann konnten sie nach der langen Wartezeit gerade mal gute zehn Minuten spielen. Verdammt schade…

Tja, an der Organisation dieses Festivalabends ist so Einiges schief gelaufen. Schon das Bewerbungsprozedere im Vorfeld hatte für jede Menge Verwirrung und Missverständnisse gesorgt. Naja, das hier ist mit Sicherheit nicht der richtige Ort, um die Organisation des Walfestes zu kritisieren. Es sei lediglich gesagt, dass wir uns mit dem Chef-Organisator über verschiedene Dinge unterhalten haben. Er war sehr freundlich und einsichtig und versprach Besserung, was das nächste Jahr anbetrifft…

Wir danken: XQS (danke für die Backline – ihr habt was gut bei uns!), manchen (aber nicht allen) Organisatoren, Moni & Alex, TOS, RUNLET, TIMMY GOES NORWAY und natürlich dem netten Kerl vom DRK, der uns geholfen hat, unseren Merch-Stand aufzubauen.

12.05.06

TOUR DIARY – 10.05.06 | MANNHEIM, Capitol

Es war einer der ganz normaler Wochentage, die es wie Sand am Meer gibt: Schreinergeselle Sédon klebte Haustüren zusammen. Student Nippel saß am Schreibtisch und las hochtheoretische Texte. Betriebswirtanwärter Jojo sortierte Konzertkarten. Plötzlich schellte bei den Dreien nacheinander das Handy. Es war Simon von Alena4: „Ihr könnt kommenden Mittwoch SILBERMOND im ausverkauften Capitol in Mannheim supporten!!!“

Haustüre durchgesägt…

Textinhalt vergessen…

Konzertkarten durcheinander gebracht…

YIIIIIIIIIIIAAAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHH!!!!!!!!!! 😀

Unsere Freude kannte keine Grenzen! Wir nahmen uns den Tag frei und standen eine Woche lang unter Strom, bis es endlich so weit war…

Am frühen Morgen des 10. Mai fuhr unser Webmaster und Producer Holger zu unserem Mischer Jürgen. Gemeinsam fuhren die beiden weiter zur Autovermietung Heinzelmann, wo ein Sprinter ausgeliehen wurde. Dann ging’s zu Sédon, dann zu Nippel und schließlich zum Stinnes, wo Jojo und Simon bereits warteten. Der Sprinter wurde mit Equipment vollgeladen und schon waren wir unterwegs…

Die Stimmung im Bus war vorzüglich und das Wetter ebenfalls! Holger bugsierte unser Gefährt zielsicher gen Mannheim und meinte unterwegs: „Mann, ich hab eigentlich gedacht, ich hätte das mit dem Rock’n’Roll ein für alle mal hinter mir. Und was tu ich gerade? Ich sitz mal wieder mit kaputten Typen in einem Bus und fahre auf ein Konzert…“ – Nippel: „Kein Mensch hat gesagt, dass du mit musst!“ – Holger: „Ne, passt schon, ich mach das gerne!“ 🙂

Dank Navigationssystem fanden wir schnell zum Capitol. Dort stand auch schon ein netter Kerl namens Nico vor der Tür: „Hi! Ihr seid die Support-Band nehm ich an?“ Wir bejahten freudig. Praktischerweise bekamen wir für unseren Bus einen Stellplatz direkt vor der Location. Wir stiegen aus und ließen uns von Nico ins Innere führen. Wow, was für ein toller Laden! Große, ausgesprochen hohe Bühne, breite Tanzfläche, Galerie mit Sitzplätzen – einfach traumhaft! Die SILBERMOND-Crew (auf ihren T-Shirts prangten Aufdrucke wie „Mondschaft“ oder „Anlageberater“) war bereits mit dem Aufbau beschäftigt. Da es 13.00 Uhr war, wir aber erst um 15.00 Uhr hätten da sein müssen, hatten wir alle Zeit der Welt, uns das Capitol und das ganze Drumherum ausgiebig anzuschauen. Wir hatten sogar einen eigenen Backstageraum. Direkt unter dem von SILBERMOND.

Wenn wir gerade von SILBERMOND reden: Als wir draußen an unserem Bus standen und die Sonne genossen, kamen die drei Jungs und ihr Mädel locker dahergelaufen, reichten uns die Hand und sagten: „Hallo“. Dass die Sängerin Stefanie heißt, dürften die meisten von euch wissen. Wisst ihr auch, wie die drei Jungs heißen? Andreas, Johannes und Thomas. Na, fällt euch was auf? Wahrscheinlich nicht. Was sollte euch denn auffallen?? Nun ja, wir drei heißen auch Andreas, Johannes und Thomas. 🙂 Schätzungsweise wissen das viele von euch nicht, weil ihr uns nur unter Nippel, Jojo und Sédon kennt. Tja, das war doch jetzt mal ein toller, zufälliger Anlass, um euch unsere richtigen Namen zu nennen, oder? 😉

Ja, ähm, weiter im Text. Die drei Jungs und ihr Mädel waren ausgesprochen sympathisch und man konnte ganz normal mit ihnen plaudern. Übrigens: Unseren Jojo kannten sie schon, weil SILBERMOND zwei Tage vorher in Stuttgart gespielt und unser Jojo dort gearbeitet hatte.

Wir lehnten vergnügt an unserem Bus und hatten unsere helle Freude daran, die SILBERMOND-Fans (großteils junge Mädels) zu beobachten, die sich bereits vor dem Haupteingang ansammelten. Jedes Mal wenn ein Bandmitglied von SILBERMOND den Nightliner verließ und in Richtung Capitol spazierte, fingen die Mädels wild an zu kreischen, sprangen auf, holten Autogramme, machten Fotos – ihr kennt das ja…

Irgendwann durften wir unser Equipment ins Capitol tragen. Normalerweise ist das eine blöde Arbeit, aber hey – an so einem Tag macht alles Spaß! 🙂 Nachdem alles in der Halle war, schauten wir beim Soundcheck von Silbermond zu. Analog-Fan Jürgen stand währenddessen am Digital-Mischpult und lies sich selbiges vom SILBERMOND-Mischer erklären. Dieser mischt übrigens nicht nur SILBERMOND, sondern auch RAMMSTEIN. Das volle Programm also… 😉

Als SILBERMOND fertig war, hatten auch wir noch viel Zeit für einen ausgiebigen Soundcheck. Die brauchten wir auch, da sich unser Jürgen am Digital-Pult auf für ihn gänzlich neuem Terrain bewegte. Aus diesem Grund brauchten wir für unseren Soundcheck etwas länger als sonst. Aber Respekt an unseren Jürgen! Der hatte sich bereits einige Tage vor dem Gig eine Anleitung zu diesem Mischpult aus dem Internet gezogen und durchgelesen. So schaffte er es binnen einer knappen halben Stunde, sich in die Handhabung des Digitalpults einzuarbeiten und guten Sound rauszuholen. Learning by doing. Ein Hoch auf unseren Mischer!

Nach dem Soundcheck wurde es so langsam ernst. Der Abend kam näher und mir nix dir nix stand unser Auftritt bevor. Wir waren zwar sehr nervös, aber Alt-Rockstar Holger schaffte es mal wieder, uns zumindest halbwegs zu beruhigen. Plötzlich stand Stefanie von SILBERMOND in unserem Backstageraum und meinte: „Hi Jungs, ich wollte euch mal besuchen.“ Wir hatten ein nettes Gespräch, so dass wir schon fast nicht mehr an unseren Auftritt dachten. Das änderte sich schlagartig, als Holger kurz auf die Bühne ging, um Getränke für uns bereitzustellen. Die Meute im bumsvollen Capitol fing sofort an zu schreien.

Dann war es endlich 20.00 Uhr. SILBERMOND-Drummer Andreas betrat die Bühne und das Publikum schrie und klatschte was das Zeug hielt. Da wurde uns zugegebenermaßen schon ein bisschen mulmig. Andreas: „Guten Abend Mannheim! Viel Spaß mit unserer heutigen Vorband. Die Jungs heißen Coleslaw, haben ein neues Album am Start, usw…“ Wir betraten die Bühne und blickten in eine riesige Masse von Menschen! Wie viele es waren, wissen wir gar nicht genau. Im Internet stand 1200, ein Techniker sprach von 1400 und im Backstagebereich hing ein Zettel, auf dem stand 1600 stand. Sucht euch was aus! 🙂 Jedenfalls war es total überwältigend, vor so einem großen Publikum zu stehen!

Wir besannen uns einen Augenblick und rockten dann mit „Me Again“ los. Wow, die Masse ging von Anfang an sehr gut mit! Egal wo wir hinschauten – überall blickten wir in freudige Gesichter, die sichtlich Gefallen an unserem Sound fanden. Ohne dass wir die Leute dazu aufgefordert hatten, klatschten bei „Just Asking“ ca. 2000 Hände über 1000 Köpfen! Sédon ließ mal wieder die Drum-Sticks bersten – zur Freude einiger Mädels, die die Teile auffingen und sich regelrecht darum stritten. Mann, wir waren echt von den Socken! 😀 Zwischen den Songs gab es tosenden Applaus. Wir wiesen einige Male auf unser Album hin, denn draußen am Merch-Stand war bereits Stefan zu Gange. Simon machte fleißig Bilder von uns. Jürgen drehte am Digital-Pult, sorgte für Delays, Roosophon-Effekte und fetten Sound. Es war einfach herrlich! Der Gig ging (wie sollte es auch anders sein?) wie im Fluge vorbei. Wir bedankten uns bei dem tollen (!) Publikum und bei SILBERMOND und verließen nach einem fettem Finish die Bühne. Wir ruhten uns erst mal aus und versuchten das zu fassen, was da gerade geschehen war. Auch Jürgen war überwältigt. Holger blieb wie immer relativ cool. Aber nur relativ… 😉

Egal wo man im Capitol stand – als SILBERMOND eine gute halbe Stunde nach uns die Bühne betraten, schrie das Publikum dermaßen laut, dass man es überall deutlich gehört haben dürfte! Während das Mädel und die drei Jungs rockten, nutzen wir die Gunst der Stunde, um in aller Ruhe unser Equipment in den Sprinter zu laden. Als wir fertig waren, wurde erst mal ein Bier aufgemacht. Für jeden eins versteht sich! Jürgen hatte an diesem Abend einen guten Zug drauf. Jeder hatte gerade erst genippt – Jürgens Flasche war hingegen schon so gut wie leer. 🙂 Bittel kamen vorbei. Wir standen in der lauen Abendluft und waren glücklich. Sehr glücklich…

Nachdem wir wieder halbwegs zurück auf dem Boden waren, gingen wir ins Capitol und mischten uns unters Publikum. SILBERMOND rockten was das Zeug hielt! Die klingen live deutlich rockiger und härter als im Radio oder auf Platte! Natürlich gab’s auch die ein oder andere Schmachtballade auf die Ohren, aber meistens fegte ein äußerst rotziger Sound von der Bühne. Dass Stefanie eine ausdrucksstarke und schöne Stimme hat, hört man auch auf Platte. Dass ihre drei Jungs ausgesprochen gute Instrumentalisten sind, hingegen weniger. Wow, vor allem das Bass-Solo von Johannes konnte sich hören lassen! Respekt!! Richtig gute Musiker, die Vier! Und das, obwohl sie noch ausgesprochen jung sind. Stefanie ist gerade mal 21; ihr Kollegen nur unwesentlich älter. Geile Combo!! Und dass sagen wir jetzt nicht, weil wir mit ihnen spielen durften – die sind wirklich stark! Schätzungsweise könnten sie sogar einer Kritik von Thomas Friedrich standhalten! 😉 Unbedingt mal live anschauen!

Während SILBERMOND noch spielten, begaben wir uns zu Simon und Stefan an unseren Merch-Stand. Wir wollten da eigentlich nur kurz vorbei schauen, doch wir sollten über eineinhalb Stunden nicht mehr weg kommen! Die Leute rannten uns die Bude ein und kauften unseren halben Merch-Stand leer! Das hätten wir nie und nimmer erwartet! Wir konnten 44 (!!!) Exemplare unseres neuen Albums „The Calming Influence“ verkaufen. Zudem schrieben wir weit über 200 Autogramme. Das ist unglaublich und eigentlich auch total schön – blöd war nur, dass Sédon und Nippel zum Pissen mussten und nicht gehen konnten, weil sie schreiben mussten. Naja, aber in so einem Fall reißt man sich gerne mal zusammen… 😉

Irgendwann war die beeindruckende Show von SILBERMOND zu Ende. Die Vier setzen sich ganz in unsere Nähe und keine Sau wollte was von ihnen wissen. 🙂 Quatsch, natürlich rannten die Fans denen noch viel mehr die Bude ein! Es wollten unglaublich viele Menschen ein Autogramm von ihnen haben. Es bildete sich eine ellenlange Schlange mit deftiger Wartezeit. Die vier Silbermönder schrieben jedoch so lange, bis auch der letzte Fan sein Autogramm hatte. Liebe Fans, da könnt ihr echt dankbar sein, denn das würde mit Sicherheit nicht jede Band tun. Übrigens: Die Herren von der Sicherheit hatten ihre helle Freude an dem wilden Treiben. 🙂 Irgendwann waren dann alle Fans aus dem Capitol draußen und es wurde bedeutend ruhiger.

Wir begaben uns in den Backstagebereich und setzten uns an einen Tisch. Stefanie und Thomas von SILBERMOND setzten sich zu uns und wir unterhielten uns ausgiebig mit ihnen. Stefanie erzähle lustige Geschichten. Beispielsweise von der Flughafensicherheit, die SILBERMOND nicht durch lassen wollte, weil der Echo im Gepäck war. Amüsant war auch die Story mit dem Polizisten: „Was, ihr seid ne Band?“ – „Ja, wir heißen SILBERMOND!“ – Polizist: „Kenn ich nicht!“ – „Ähm, das was Sie da gerade im Radio hören, das sind wir!“ Polizist: „Oh, ähm, klar, das kenn ich!“ 🙂

Thomas erzählte zur Freude von Nippel von DIE ÄRZTE, Stefanie lachte über unseren Dialekt, wir über ihren und es war einfach richtig nett und lustig. Irgendwann erzählte Stefanie von DIE HAPPY. Stefanie: „Mit denen sind wir befreundet. Die trinken ganz schön!“ – Holger: „Das wäre mir neu!“ Wir lachten laut los. 😀 Naja, damit hatte sich Holger selbst geoutet, denn normalerweise erzählt er nicht so ohne weiteres von seiner Zeit als DIE HAPPY-Drummer…

Während wir uns unterhielten, wurde das ein oder andere Bier getrunken und gegessen, bis irgendwann alle sehr müde waren. Wir verabschiedeten uns von SILBERMOND und bedankten uns für den großartigen, für den UNGLAUBLICHEN Abend. Im Anschluss setzten wir uns in den Sprinter und los ging die lange Heimfahrt. Holger drückte gut auf die Tube. Jürgen und Sédon versuchten so gut es ging zu schlafen, da die Ärmsten am nächsten Morgen um sieben bzw. um halb acht zum Arbeiten mussten. Jojo, Nippel und Simon bleiben wach und träumten trotzdem… 🙂

Gegen 5.00 Uhr in der früh erreichten wir heimische Gefilde. Jeder wurde zu Hause abgeliefert. Außer Simon. Der musste selber nach Ravensburg fahren. Im Anschluss brachten Holger und Jürgen den Bus zurück zur Autovermietung Heinzelmann. Dort wurden traditionell die Bustüren laut zugehauen… 😉

Für einen UNGLAUBLICHEN & ÜBERWÄLTIGENDEN Abend bedanken sich Andreas, Johannes und Thomas bei: Andreas, Johannes, Thomas und Stefanie von SILBERMOND, der kompletten SILBERMOND-Crew (Timo, 2x Ulf, Lutz usw.), Nico, den Stagehands, Simon & Stefan, dem SILBERMOND-Fanclub für das Interview mit uns, Raidi & Anhang und ganz besonders bei dem tollen Publikum! So eine Resonanz bekommen wir nicht alle Tage. Um genau zu sein: NIE! Vielen herzlichen Dank!!!

06.05.06

WEITERE ALBUM VERKAUFSSTELLEN

Hier sind noch weitere Verkaufsstellen, wo unser Debüt-Album „The Calming Influence“ für 10 Euro erhältlich ist: In der Café Bar Forum (Bad Saulgau, Lindenstraße 7) und bei Magge Music (Pforzheim, Schwarzwaldstraße 3).

Natürlich gibt’s unser Werk auch im SHOP sowie bei unseren GIGS.

03.05.06

ALBUM VERKAUFSSTELLEN

Ihr habt unsere Album Release verpasst und wollt trotzdem ein Exemplar von unserer neuen CD „The Calming Influence“ haben? Kein Problem! Unser Debüt-Album ist ab sofort im Musikmarkt in Bad Saulgau sowie bei Werbetechnik Gessler in Marbach (jeweils in der Moosheimerstraße) für 10 Euro erhältlich. In den nächsten Tagen und Wochen werden noch andere Verkaufsstellen hinzu kommen.

Darüber hinaus besteht natürlich jederzeit die Möglichkeit, unser Album im SHOP oder bei einem unserer GIGS zu erwerben!

02.05.06

TOUR DIARY – 30.04.06 | ULM, Roxy, Emergenza Special Tour

Im Jahr 2004 haben wir bei Emergenza, Europas größtem Newcomercontest, teilgenommen. Obwohl wir nur mittelmäßigen Erfolg hatten, konnten wir damals gute Kontakte knüpfen. Seither bekommen wir immer mal wieder einen Gig als „Special Guest“ angeboten, wenn bei einer Emergenza-Runde eine Band abspringt – so auch an diesem Sonntag im Ulmer Roxy.

Wir düsten in zwei Autos nach Ulm. Blöderweise ohne Thimo. Den hätten wir eigentlich mitnehmen sollen, aber zum Zeitpunkt der Abfahrt war er unauffindbar. Jojo hatte ihn überall gesucht – vergebens! Als wir gerade die Residenz von unserem Mischer Jürgen Roos in Dürmentingen verließen, rief Thimo an: „Sorry, ich war in Fulgenstadt auf dem Bolzplatz!“ Tja, zu spät! Auf Fußballer wird nicht gewartet! So musste Thimo halt ins eigene Auto sitzen und losfahren… 🙂

Im Roxy angekommen begrüßten wir einige Emergenza-Menschen wie Magge (ITCHY POOPZKID-Manager) und Jan. Außerdem begrüßten wir unseren Album-Masterer Micha Mutschler, der am Tresen saß und auf seinem Notebook rumtippte. Da wir die Opener-Band des Abends sein sollten, hatten wir sogar die Möglichkeit zu einem Soundcheck. Im Anschluss bauten wir unseren Merch-Stand auf.

Für Gelächter sorgte der Bassist einer anderen Combo. Obwohl der Kerl (wie die meisten Menschen) nur zwei Beine hatte, schaffte er es binnen weniger Sekunden in dermaßen viele Fettnäpfchen zu treten, dass es selbst dem wortgewandten Magge die Sprache verschlug. Der Jojo musste laut loslachen. Der Magge brachte nach kurzer Besinnungszeit einen Konter über die Lippen… 😀

Wir machten einen kurzen Abstecher in eine nahegelegene Döner-Bude, wo wir gut speisten. Sehr gut sogar! Ja, richtig ausgezeichnet! Selten so einen guten Döner gegessen!

Zurück im Roxy freuten wir uns, dass schon einige Besucher da waren. Als wir gegen halb neun loslegten, dürften so ca. 300 Leute im Roxy gewesen sein. Emergenza-Jan begab sich auf die Bühne und schaffte es mit seiner Ansage, fast alle Leute in den Saal vor die Bühne zu schaffen. Die Leute kamen langsam, aber sie kamen. Nach unserem Intro legten wir los. Wow, vorzüglicher Monitor-Sound! Auch vor der Bühne hat es laut einigen Zuhörern ordentlich gekracht! Wir rockten an diesem Abend sehr spielsicher durch unser Set. Das Publikum kam trotzdem nicht so wirklich in Fahrt. Naja, immerhin hörten die Leute zu und applaudierten nach unseren Songs. Dafür, dass wir an diesem Abend lediglich die Gastband waren, die beim Contest nicht teilnahm, war’s allemal okay. Nach unserem Set bedankten wir uns und räumten die Bühne für die erste Band. Der Contest war also eröffnet!

Wir saßen noch eine ganze Weile an unserem Merch-Stand, wenngleich der Umsatz an diesem Abend recht dürftig war. Naja, der ein oder andere Artikel ging dennoch über die „Merch-Stand-Theke“. Irgendwann packten wir unsere Sachen in die Autos. Nicht etwa, um schon heim zu fahren, sondern um unseren Kollegen von [INSERT COOL NAME] noch einen Besuch abzustatten. Die Jungs um „Quoten-Phillipino“ Jan spielten nämlich direkt neben dem Roxy im „Club Schilli“. Zu unserer Überraschung kam unsere komplette Truppe in die Location rein, ohne Eintritt zu zahlen! Naja, normalerweise sind wir ja nicht so, aber wenn keiner nach einem Stempel fragt, dann läuft man halt durch, oder? Wir haben’s jedenfalls getan. Knallhart… 🙂

Im Schilli war gut was los! Die Jungs von [INSERT COOL NAME] rockten schon auf der Bühne, als wir reinkamen. Wir zwängten uns in die Menge und schauten mal wieder fasziniert zu, wie Bene Luka und seine Mannen ihre Instrumente malträtierten. Die Jungs schaffen es einfach jedes Mal, noch einen oben drauf zu setzen! Das Highlight dieses Gigs war definitiv die Zugabe. Bene holte zwei weitere Shouter auf die Bühne und erklärte: „Okay, das Ziel besteht darin, während dem kompletten Song einen Schrei zu fabrizieren!“ Tja, und dann ging’s auch schon los. „Hoooooooooooooäääääääääääääääähhhhh!“ schrie der erste Shouter und dann der zweite und dann der Bene und dann wieder der erste Shouter und so weiter… Herrlich! Das Publikum (uns eingeschlossen) hatte eine Heidenspaß! Im Moshpit wurde brachialster Pogo getanzt! 😀 Übrigens: [INSERT COOL NAME]-Drummer Dominik Schuh steigt demnächst aus. Falls also jemand Schlagzeug spielen kann und Lust hat – einfach mal bewerben: www.insertcoolname.de

Nach unserem Ausflug gingen wir noch mal ins Roxy zurück, um uns von einigen Leuten zu verabschieden. Und natürlich, um dem Magge ein paar Alben für seinen Laden mit zu geben. Im Anschluss fuhren wir nach Hause.

Herzlichen Dank: Magge, Jan und den anderen Leuten vom Emergenza-Team, Thimo, Stefan, Moni, TOS und natürlich [INSERT COOL NAME].

„Hoooooooooooooäääääääääääääääähhhhh!“

01.05.06

TOUR DIARY – 29.04.06 | BAD SAULGAU, Stadtforum, Album Release

FEUER FREI!

Endlich war er in greifbarer Nähe, der großartige Tag, an dem unser Debüt-Album „The Calming Influence“ veröffentlicht werden sollte! Seit Wochen, seit Monaten, ja seit fast einem Jahr hatten wir uns auf diesen Tag gefreut. Und nun war es endlich so weit! Allerdings fing das Ganze alles andere als gut an, doch alles der Reihe nach…

Schauplatz unserer Album Release sollte der kleine Saal des Stadtforums Bad Saulgau sein. Jürgen und Sédon nahmen bereits am Freitag Urlaub, um mit dem Aufbau zu beginnen. Zunächst ging es daran, eine PA-Anlage vom Musikmarkt ins Stadtforum zu schaffen. Da Sédon am Freitagmorgen noch zum Friseur musste, legte Jürgen schon mal allein los und lud im Musikmarkt Teile der Anlage in den Bus. Der Laderaum war fast voll, als Jürgen feststellte, dass er das Multicore vergessen hatte. Quietschfidel hüfte er aus dem Laderaum. Dabei knallte sein Kopf mit voller Wucht gegen die Aufhängung der Bustür. Jürgen ging vor Schmerz zu Boden. Mit seiner Hand ertastete er auf seinem Kopf einen tiefen Cut, aus dem bereits nach wenigen Sekunden Unmengen von Blut strömten. Jürgen lud trotz allem den Bus voll und ließ sich im Anschluss vom gerade eingetroffenen Musikmarkt-Chef Alfons in Augenschein nehmen. Dieser schickte ihn sofort ins Krankenhaus. Jürgen ging nur widerwillig, aber er ging. Im Krankenhaus musste Jürgen erst mal ziemlich lange warten. Als er an der Reihe war, wurde ihm zunächst ein kleiner Teil seiner Haarpracht entfernt und dann die klaffende Wunde mit sechs Stichen genäht. Derweil traf Sédon im Musikmarkt ein und fühlte sich von Alfons auf den Arm genommen. Sédon: „Krankenhaus? Alles klar, verarsch mich nicht!“ – Alfons: „Doch, das ist mein Ernst!“…

Tja, wie ihr seht ist dieser Gig Review von der ersten Minute an ausgesprochen actiongeladen! Seid froh, dass es sich „nur“ um einen Gig Review handelt, denn bei „Alarm für Cobra 11“ würde an dieser Stelle jetzt Werbung kommen…

Nix mit Werbung – bei uns geht’s gleich weiter! Kaum war Jürgen aus dem Krankenhaus draußen, ging es zurück an die Arbeit. Im Stadtforum hatte Haustechniker Oli Schäfer bereits die Bühne mitsamt Traversen-System aufgebaut. Jürgen und Sédon fügten in stundenlanger Arbeit noch die PA-Anlage und die Beleuchtung hinzu und kleideten die Bühne mit schwarzen Vorhängen aus. Außerdem hängten die beiden unseren neuen COLESLAW-Banner auf. Übrigens: allen die denken, wir hätten einen Geldscheißer, sei gesagt, dass Sédon diesen Banner von Hand gemalt hat. Nix mit Druckerei und so. Alles Sédonsche Handarbeit! Naja, nicht ganz. Als nämlich gegen Ende der Woche die Zeit knapp wurde, hat Sédons Mami noch geholfen und das L, das A und das W gemalt. An dieser Stelle ein herzliches „Vergelt’s Gott“ an Frau Jäggle!

Gegen Abend erstrahlte unser Bühnenaufbau in voller Pracht! Sah richtig professionell und edel aus! Auch Nippel und Jojo, die mittlerweile eingetroffen waren, zeigten sich begeistert! In der Café Bar Forum wurde noch kurz ein Gseff getrunken und dann ging’s nach Hause.

Am nächsten Morgen trafen wir uns bereits um 8.00 Uhr in der Früh, um Backline, Merch-Stand und Fotowand aufzubauen. Im Anschluss hatten wir Zeit für einen ausgiebigen Soundcheck. Als wir grade einen Song spielten, ging plötzlich die Tür auf und der Jens Halder (Ex-CHAINDOGS) stapfte herein: „I be heit Obad it do. Ka i trotzdem scho mol a CD hau? I her se au bloß em Audo!“ Wir fühlten uns geschmeichelt und verkauften also unser erstes Album. „Brian“ ging zufrieden und mit einem breiten Grinsen im Gesicht wieder nach draußen. 🙂

Während unserem Soundcheck trafen auch Thimo und Holger ein. Thimo sollte an diesem Tag als Lichttechniker und Holger als Backliner fungieren. Die beiden sind bei COLESLAW in der letzten Zeit Mädchen für alles. Das soll jetzt keinesfalls abwertend klingen. Ganz im Gegenteil: Mädchen sind auf dieser Welt unersetzlich! 😉

Als am Abend auch unsere Vorband LAZURIGHT da war und ihren Soundcheck hinter sich brachte, wurde es langsam ernst. Unsere Nervosität stieg, so dass wir uns zum Abendessen geradezu zwingen mussten. Es gab Pizza vom Pronto, der an diesem Abend seinem Namen alle Ehre machte und drei Familienpizzen in Rekordzeit ablieferte. Wir aßen und unterhielten uns nebenher mit den Jungs von LAZURIGHT. Ausgesprochen nette Kollegen, mit denen wir mit Sicherheit nicht zum letzten Mal gespielt haben!

Das Stadtforum füllte sich ab 19.30 Uhr zunehmend mit Leuten. Gegen 20.45 Uhr legten die Jungs von LAZURIGHT los und präsentierten ihren eigenwilligen Alternative-Rock, der vielleicht noch am ehesten mit QUEENS OF THE STONE AGE vergleichbar ist. Gefiel uns sehr gut! Zumindest das, was wir mitbekamen, denn wir waren mit den Gedanken bereits bei unserem eigenen Gig. LAZURIGHT kam beim Publikum gut an. Wir hatten das Gefühl, mit dieser Vorband eine sehr gute Wahl getroffen zu haben. Das ist eine sympathische Combo, die nicht nur solide Songs spielt, sondern auch vom Sound her optimal zu uns passt.

Als sich der LAZURIGHT-Gig dem Ende neigte, machten wir uns für unsere Show bereit. Wir waren nervös wie noch nie, aber zugleich auch ausgesprochen heiß darauf, endlich unsere neuen Songs vor heimischer Kulisse zu präsentieren. Holger schaffte es, uns ein wenig zu beruhigen. Nach einer Zugabe verließen die Jungs von LAZURIGHT die Bühne. Wir stellten alles bereit.

Gegen 22.00 Uhr war es so weit. Jürgen lies unser Intro laufen, während wir zur Beruhigung einen Schnaps tranken. Gespannt betraten wir die Bühne und wurden vom Bad Saulgauer Publikum (ca. 300 Leute) sofort mit einem tosenden Applaus begrüßt. Wow, was für ein toller Empfang! Das gab eine richtige Gänsehaut, das können wir euch sagen! Wir winkten kurz von der Bühne und rockten wenige Sekunden später mit unserem Album-Opener „Me Again“ los. Gleich im Anschluss gab’s den brandneuen Song „Never Ending Chain“ auf die Ohren. Das Publikum kam schnell in Fahrt und unser Lampenfieber wich zunehmend ausgesprochener Spielfreude. In den ersten Reihen waren vornehmlich unsere jüngeren Fans zu Gange und tanzten fleißig Pogo. Weiter hinten ging’s etwas ruhiger zu. Dennoch waren – und das ist das Schöne – so gut wie alle Blicke zur Bühne gerichtet. Wir hatten den Eindruck, vor einem äußerst interessierten und aufmerksamen Publikum zu spielen und das bedeutet uns sehr viel! Das war nicht etwa eine Zeltfest-Party-Stimmung, sondern richtiges Rockkonzert-Feeling!

Wir rockten mit großer Hingabe durch unser Set und präsentierten sowohl neue Songs wie „Here And Now“ oder „Daydream Diary“ als auch alte Klassiker wie „Exhausted“ oder „Forward“. Wir freuten uns über Miche Hepp von der Zeitung, der direkt am Bühnenrand stand, fleißig fotografierte und mit unserem Sound mitwippte. In den ersten Reihen wurde Stagediving betrieben. [Für die Eltern, die dankenswerterweise zusammen mit ihren Kindern da waren: wurde Ihr Sohn/Ihre Tochter von den anderen Konzertbesuchern auf Händen getragen? Das nennt man im Fachjargon „Stagediving“!] Zudem gab es bei den härteren Songs immer mal wieder Pogo-Tanz. [Für die Eltern: ist Ihr Sohn/Ihre Tochter wie von Sinnen in andere Konzertbesucher reingesprungen? Das nennt man im Fachjargon „Pogo-Tanz“. Tja, so ändern sich die Zeiten. Früher war man in der Disko beim „Schwof“ und hat im Anschluss „bussiert“ und heute wird eben „gepogt“ und „stagegedivet“! Uns als Rockband ist letzteres bedeutend lieber! Wobei…] ;-D

Zurück zu der Generation, die PAUL SIMON nicht kennt, aber dafür sämtliche Bandmitglieder von SLIPKNOT allein anhand ihrer Masken mit Namen benennen kann. 🙂 Wohin wir im Publikum auch schauten – fast überall waren wir mit aufmerksamen Blicken konfrontiert, die gespannt unserer Musik lauschten. In den ersten Reihen wurde weniger aufmerksam zugehört, dafür aber umso mehr gehüpft, getanzt und geschrieen. Jojo auf der Bühne: „Bad Saulgau ist definitiv rockbar!“ Wisst ihr eigentlich, dass wir den Begriff „rockbar“ Farin Urlaub zu verdanken haben? Schätzungsweise weiß das die SLIPKNOT-Generation. Die PAUL SIMON-Generation wohl weniger… 😉

Bei einem der letzten Songs („Show For Me“) hörte auf einmal die Gitarre auf zu spielen. Nein, der Jürgen hatte am Mischpult nicht etwa leiser gedreht oder sonst was vrdriecht – der Jojo spielte tatsächlich nicht mehr! Stattdessen griff er sich mit schmerzverzerrtem Gesicht ans Bein. Nippel und Sédon schauten ihren Kollegen besorgt an. Der Song wurde noch zu Ende gespielt. Gott sei Dank entpuppte sich Jojos vermeintliche Verletzung „nur“ als Krampf und es konnte nach einer etwas längeren Ansage von Nippel weitergespielt werden. Nach „This Misery“ verlangte das Publikum nach einer Zugabe.

Um ehrlich zu sein: das hatten wir so eingeplant. 🙂 Unser Backliner Holger brachte für Jojo und Nippel zwei Barhocker und maulte die beiden nebenher zu Recht an, weil sie für ihre Akustik-Gitarren keine Kabel bereitgelegt hatten. So dauerte die Umbaupause eben etwas länger. Im Anschluss wurde die Unplugged-Version von „All Your Fault“ präsentiert. Beim zweiten Refrain konnten wir uns das Singen sparen – das Publikum übernahm dies mit Bravour! Wir waren sehr gerührt. Es ist ein tolles Gefühl, wenn so viele Leute einen selbst geschrieben Text singen. Dankeschön! Nach „All Your Fault“ wurde mit „Away“ noch ein brandneuer Unplugged-Song von unserem Album präsentiert.

Danach schrie das Publikum: „Done, Done, Done!“ und wechselte sofort zu „Holger, Holger, Holger!“, als unser Backliner über die Bühne huschte, um die Barhocker zu entfernen. Sédon setzte sich ans Schlagzeug und legte noch mal los. Wir präsentierten „Like A Rockstar“ – zugegeben mit einigen Patzern. Sédon wollte in einem Break einen Kick machen und kickte dabei aus Versehen sein Hi-Hat um. Das war zwar witzig, aber nicht unbedingt songdienlich. 🙂 Zu guter Letzt präsentierten wir noch den Album-Song „Closer Tonight“ und verließen unter Applaus die Bühne. Vielen, vielen Dank für dieses unglaublich schöne Konzert! Das werden wir nie vergessen…

Im Anschluss begaben wir uns an den Merch-Stand. Dort unterschrieben wir viele CDs, Plakate und Flyer. Wir bedankten uns bei einzelnen Konzertbesuchern für die unglaubliche Resonanz und freuten uns über viel Lob! Als sich der Saal langsam leerte, begaben wir uns rüber in die Café Bar Forum. Dort hatten wir nämlich Forum-Stammgast Thomas Friedrich für die After-Show-Party als DJ engagiert. Der wohl größte Musikkenner Ostrachs legte einen tollen Rock-Mix mit Songs aus den letzten Jahrzehnten auf. Es gab Stücke wie beispielsweise „(Don’t Fear) The Reaper“ von BLUE ÖYSTER CULT auf die Ohren. DJ Friedrich schaffte es mit seinem Sound, den Abend gebührend ausklingen zu lassen. Am Ende seines DJ-Sets erntete er verdientermaßen einen zünftigen Applaus, den er nicht ohne Stolz entgegennahm. Definitiv ein DJ mit Style! So was ist heutzutage leider Mangelware. Zumindest in unserer Gegend. [Lieber Thomas, wenn mal wieder was ansteht, dann greifen wir gerne auf dich zurück! War sehr geil! Respekt!!]

Irgendwann in den frühen Morgenstunden endete einer der schönsten Tage unserer bisherigen Bandgeschichte. Vor allem die Tatsache, dass so viele Freunde und Bekannte da waren, hat diesen Abend zu einem ganz besonderen gemacht!

Zu guter Letzt möchten wir uns von Herzen bei einigen Leuten bedanken: Allen voran bei Jürgen, Holger und Thimo. Die drei haben sich zuletzt monatelang für uns den Arsch aufgerissen. Wir können euch gar nicht sagen, wie froh wir sind, dass es euch gibt und dass wir euch haben! Außerdem danken wir Paddi Schuler für das mehr als außergewöhnliche Album-Artwork. Dann danken wir Ingo Gessler für das Bereitstellen der Stellwände und für den tollen Aufdruck auf Sédons Bass-Drum. Dann danken wir dem Schellinger, dem Filmer und unseren Alena-Jungs fürs Kassieren. Dank geht auch an die Jungs von LAZURIGHT sowie an Stefan, Moni, Nadja und Alex fürs Merchen. Außerdem danken wir DJ Friedrich und… ach, wisst ihr was? Alle, die unser Album „The Calming Influence“ ihr Eigen nennen, können sich selbst durchlesen, wem wir alles danken! Falls jemand unser Album (noch) nicht oder auch gebrannt haben sollte (ihr Schweine!), gibt’s hier die komplette COLESLAW-Dankesliste aus unserem Album:

First of all we want to thank our incredible FOH engineer Jürgen Roos, our producer and webmaster Holger Fiesel and our producer Thimo Strobel for their excellent work, friendship and for sharing this great experience with us. Without the help of you guys we would be nothing (ein Nix)!
Also we want to say “Thank You” to the following people: Manne, Jonne, Strauss, 2x Stefan, Raidi, Bauser and Nadja for friendship and things like merchandising, taking photographs, organising the Altstadt Festival or just for being at our concerts; Miche Hepp and “SZene regional” for promoting us from our very beginning (you are a real godsend for every musician in our region!); Alfons “Fone” Müller and Musik Markt Bad Saulgau for support, low prices and a lot of laughs; the Drescher family for our wonderful rehearsal room at Stinnes; Simon, Stefan, Flo and Christian of Alena4 for choosing us; our former singer Judith for being a part of Coleslaw for about two years; our biggest fans Cris and Lange for joining us almost everywhere; Paddi Schuler for the outstanding album artwork; Sibbi Poopzkid, Frede Ferber, Philip Conley and Ahmet Kaya for advice; Flo Digel for being our mechanic No.1; Friedbert Reuter, Dr. Volker Rabe and Herbert Wachter for teaching us how to play; Nora and Damir; Dr. Modula and Christian Fiedler; Ingo Rack; Magge Mehwald; Gaisi; Alban Beikircher; Heinz Wellmann; Didi Laaser; Thomas Friedrich and TBG Bad Saulgau.

Unseren Bandfreunden (ihr wisst, wer ihr seid!) möchten wir besonders danken. Ihr habt in den letzten Monaten nur sehr wenig von uns gehabt, weil wir so lange im Studio waren. Es sei hier noch mal klargestellt, dass ihr IMMER und ÜBERALL willkommen seid. Vielen Dank für Freundschaft und Support – einfach für alles…

Schließlich möchten wir allen Besuchern unserer Album Release für die tolle Unterstützung danken! Es ist wunderschön, in der Heimatstadt so ein Feedback zu bekommen! Danke…

30.04.06

DEBÜT-ALBUM „THE CALMING INFLUENCE“ OUT NOW!

Endlich ist es da, unser langerwartetes Debüt-Album „The Calming Influence“! Unter der Rubrik MUSIC gibt es weitere Informationen. Zudem könnt ihr dort in unser neues Werk reinhören. Wenn ihr ein Exemplar haben wollt, dann schaut einfach mal in unserem SHOP vorbei!

27.04.06

WARTUNGSARBEITEN AM SERVER

Hier meldet sich mal wieder der Webmaster: wie uns unser Provider mitteilte, wird unsere Page im Zeitraum von 27.04. bis 28.04. für ein paar Stunden wegen Wartungsarbeiten nicht erreichbar sein. Danke für Euer Verständnis!

24.04.06

TOUR DIARY – 22.04.06 | MEERSBURG, Sommertalhalle, Mesmerize Festival

Habt ihr jemals beim Copy-Shop Bad Saulgau DIN A1-Kopien machen lassen? Nein? Solltet ihr auch nicht tun. Die kosten nämlich 5,20 Euro pro Stück. Und wenn man das nicht weiß und einige davon machen lässt, dann kann das ganz schön ins Geld gehen…

Naja, wer will denn vom Geld reden, wenn ein vielversprechender Auftritt ansteht? Wir jedenfalls nicht und darum sei gesagt, dass wir uns riesig auf den Gig beim MeersburgerMesmerize Festival gefreut hatten! Das Ganze wurde von Backline Markdorf e.V. organisiert – einer Gruppierung engagierter Menschen rund um die Band SLIENT SCREAM. Voller Vorfreude dürsten wir also nach Meersburg. Hmm, „voller Vorfreude“ steht fast in jedem Gig Review. Tja, aber was soll ich machen, wenn’s einfach jedes Mal so ist? 😉

In Meersburg angekommen folgten wir der guten Ausschilderung und fanden so auf an Anhieb die Sommertalhalle. Drinnen begrüßten wir einige alte Bekannte sowie ein paar neue Gesichter. Der Soundcheck war bereits im vollen Gange und auch die Mädels und Jungs hinter der Bar werkelten fleißig rum. Hatte alles Hand und Fuß! Wir beließen es bei einem kurzen Roosophon-Check und vertrieben uns die Zeit bis zur ersten Band vorwiegend im Backstageraum. Überall spazierten lustige Leute rum, so dass unser Roos schon fast nicht mehr auffiel. Allerdings nur fast. Mit aberwitzigen Anekdoten schaffte er es trotzdem, Leute um sich zu scharen. 🙂 Lustig war auch der Bassist von THE MELLERS – ein riesengroßer, breiter Typ. Geradezu ein Baum, aber die Ruhe in Person. Im Laufe des Abends sollte er sich irgendwann aufregen, dass auf einem Tisch im Backstageraum Essenreste rumliegen: „Ich ess zwar auch gerne, aber bei mir trifft alles in den Mund, wie unschwer zu erkennen ist!“ 😀

Mit MULTIPLE NOISE legte irgendwann die erste Band los. „Früh kommen lohnt sich auf alle Fälle“ war schon im Vorfeld auf der Homepage des Mesmerize Festivals zu lesen. Das können wir im Nachhinein nur bestätigen! MULTIPLE NOISE entpuppte sich beim ersten (!) Auftritt als die Überraschung des Abends! An der Gitarre war SLIENT SCREAM-Frontmann Freddy zu Gange, am Gesang überzeugte Elen (fleißige Gig Review-Leser dürften sie bereits kennen – beispielsweise vom 27.03.04 in Nagold), am Bass war ein flinker Asiate am Werk und die Drums konnten sich ebenfalls hören lassen. Der Sound groovte wie die Sau, hatte Ohrwurm-Charakter und war technisch erste Sahne! Wirklich sehr geil! Wir standen fast während dem kompletten Gig auf der Galerie der Halle, wo man das Geschehen auf der Bühne in aller Ruhe verfolgen konnte. Jojo stürmte auf einmal wie von der Tarantel gestochen nach unten, da er seinen alten Kumpel Flo im Publikum gesichtet hatte… 🙂

Nach MULTIPLE NOISE betraten die Christen-Rocker von DIME TO DESTINY die Bühne. „Why should the devil have all the good music?“ fragen die drei Jungs auf ihrer Homepage. Folglich fielen auf der Bühne keine bösen Worte, sondern es gab Songs wie “Psalm 21” auf die Ohren – mal was ganz anderes!

Danach präsentierten sich die Festival-Organisatoren von SLIENT SCREAM in gewohnter Klasse. Frontmann Freddy ging nach der Show von die Bühne und verließ sofort die Halle. Nein, ihm war nicht etwa schlecht geworden, sondern eine gute halbe Stunde später musste er bereits bei der Cover-Combo PULL auf der nächsten Bühne stehen. Zuerst MULTIPLE NOISE, im Anschluss SLIENT SCREAM und dann PULL. Und das alles an einem Abend! Ein gefragter Mann, der Freddy. Angesichts seiner spielerischen Fähigkeiten durchaus nachvollziehbar…

Während Freddy davon eilte, machten wir uns für unsere Show bereit. An dieser Stelle ein Dankeschön an einzelne Jungs von SLIENT SCREAM und THE MELLERS, die uns Großteile der Backline zur Verfügung stellten! Als alles hergerichtet war, ließ der Roos unser Intro laufen und wir rockten los. Bei manchen Gigs muss man nur einen einzigen Ton spielen, um zu wissen, dass es geil wird. Der Gig in Meersburg war definitiv einer von der Sorte! Die Leute (es waren über 400) zeigten sich sehr tanzfreudig und gingen ordentlich ab. Jojo auf der Bühne: „Egal wo wir spielen, der Bodensee rockt einfach!“ Nippel freute sich über ein Mädel, dass ein Farin Urlaub T-Shirt trug, Sédon freute sich über guten Monitorsund und hüpfende Menschen und überhaupt und sowieso – es war großartig, auf dem Mesmerize Festival zu spielen. Dabei störte es auch nicht großartig, dass ein Mädel dem Nippel während dem Spielen den Schuhbändel aufmachte (!) und dass der Roos ab und an vergaß, dass Roosophon einzuschalten. So ist das halt, wenn man einen etwas älteren Mischer (unser Roos ist 34) an Bord hat. Er verfügt über enorm viel Live-Erfahrung, aber das Hirn macht halt nicht mehr so ganz mit. Scheiß Drogen… 😉

Vor allem Jojo nutze die Gunst der Stunde, um kräftig Werbung für unser Debüt-Album „The Calming Influence“ zu machen. Unser Gig ging mal wieder wie im Flug vorbei. Mir nix dir nix war die Zugabe gespielt und wir standen schon wieder auf der Galerie und lauschten dem Ska von THE MELLERS. Manchmal kommt einem so ein Gig wie ein Traum vor. Oder wie ein Rausch. So ne Mischung aus allem halt. Wunderschön jedenfalls… 🙂

Wir spazierten durch die Halle und ernteten viel Lob. Übrigens: wir haben noch gar nicht erwähnt, dass Cris, Lange, Simon, Schellinger, Alexandra und Moni auch da waren. Also halt irgendwo in der Halle verstreut. Während die Ska-Fans tanzten und Jojo und Nippel auf der Galerie standen, schäkerte Sédon im Backstageraum mit dem Drummer von NME.MINE. Die Jungs waren gerade von Hamburg aus angereist. Der Gig beim Mesmerize Festival sollte ihr Tourabschluss sein.

Tourabschluss hin oder her – die Jungs fuhren nach THE MELLERS die harten Geschütze auf. Heieiei, da fegte ein gewaltiger Gewittersturm von der Bühne und dazu noch extrem laut! Dass die pogenden Leute in den ersten Reihen bei dem Druck nicht weggeflogen sind, war echt alles!

Während dem Gig hatte Nippel seinen 22. Geburtstag und nahm die Glückwünsche seiner Kollegen und einigen anderen entgegen. Was gibt es schöneres, als an seinem Geburtstag auf einem coolen Festival zu sein, wo man kurz vorher einen erfolgreichen Gig gespielt hat? Nicht viel. Hmm, direkt in einen Geburtstag reinzuspielen, wäre natürlich noch besser! Das kriegen wir irgendwann auch noch hin…

Nach einer langen Abschiedsrunde setzten wir uns in unsere Karossen und fuhren los. Weit kamen wir nicht. Bereits nach wenigen Metern winkte uns die Polizei raus. Polizist: „Alkohol getrunken?“ – Nippel: „Nö, Musik gemacht. Ich hab bei einer der Bands gespielt.“ – Polizist: „Aber da trink man doch was, oder?“ – Nippel: „Nein!“ – Polizist: „Aber man wirft was ein!“ – Nippel: „Nö, ich hab nicht mal nen Sekt getrunken, obwohl ich Geburtstag hab!“ – Polizist: „Au, alles Gute, fahren sie weiter!“ Na also, man muss nur mit den Leuten reden! 🙂

Bei unserem zweiten Gefährt saß Roos am Steuer. Auch er wurde Gott sei Dank nicht lange aufgehalten und wir konnten endlich zurück in die Heimat fahren. Übrigens fuhren wir mal wieder die Strecke, die der Roos wie seine Westentasche kennt, weil er da in jedem zweiten Kaff schon mal liiert war. Jaja, unser Roos… 😉

Vielen Dank: Backline Markdorf e.V. (vor allem Martin), Freddy & Elen, Maggie, Cris & Lange, den anderen Bands, Flo, Moni, Alex, Simon und Schellinger.

So, das wär’s mal wieder! Es gibt nix mehr zu sagen, außer dass am 29.04.06 endlich unser Debüt-Album „The Calming Influence“ veröffentlicht wird! Wenn ihr Lust habt, dann kommt doch an diesem Abend ins Bad Saulgauer Stadtforum und feiert mit uns! Wir werden da nämlich ganz viele neue Songs spielen…