12.06.06

TOUR DIARY – 10.06.06 | MOOSHEIM, Zelt, Sommerfest

Gerade eben noch im Bahnhof Fischbach auf der Bühne gestanden, saßen wir ein paar Minuten später schon wieder in unseren Autos und düsten nach Moosheim, wo der nächste Auftritt des Abends anstand. Wir wollten die Leute dort nicht länger warten lassen, als unbedingt nötig! Daher beeilten wir uns so gut es ging und schafften es, um kurz nach 23.00 Uhr im Moosheimer Festzelt auf der Bühne zu stehen.

Jürgen lies unser Intro laufen und wir rockten los. Nippel spielte übrigens wieder seinen neuen Bass, der in Friedrichshafen Probleme gemacht hatte. Aus unerfindlichen Gründen funktionierte dieser plötzlich wieder – weiß der Teufel (oder auch die Eminenz) warum! Bereits nach wenigen Minuten kamen mehr und mehr Leute vor die Bühne, um unserem Sound zu lauschen. So voll wie in den letzten beiden Jahren wurde es (vermutlich wegen der Fußball-WM) zwar nicht, aber es waren trotzdem mehrere hundert Leute im Zelt. Knapp die Hälfte davon schien sich für unsere Musik zu interessieren, was für ein Zeltfest sicher nicht schlecht ist.

Die Stimmung blieb während unserer gesamten Show eher verhalten, was wohl daran lag, dass wir (im Gegensatz zu den vergangenen beiden Jahren) keine Coversongs mehr spielten. Wir freuten uns aber über viele bekannte Gesichter im Publikum. Sehr sogar! Teilweise standen die gleichen Menschen vor der Bühne, wie schon zwei Stunden zuvor in Friedrichshafen, zum Beispiel St. Anger, Marco, Steffen und Tobi. Wow, vielen Dank für diese Unterstützung! 😀

Wir rockten mit Hingabe durch unser Set und zeigten uns von unserer spielfreudigen Seite. Jürgen sorgte für vorzüglichen Sound. Am Lichtpult war Getsch am Werk, der sein Handwerk ebenfalls sehr gut versteht und trotz Landwirtschaft noch kurzfristig eingesprungen war. Alfons „Fone“ Müller stand zwischen den beiden und verfolgte unseren Gig mit fachmännischem Blick.

Während wir spielten, maulte ein Frau unseren Jürgen an, er solle nicht so laut machen. Tja, was soll man dazu sagen? Noch dazu, wenn dieselbe Frau eine gute Stunde später stockbesoffen zur nicht weniger lauten DJ-Musik tanzt?? Entweder Ohrstöpsel kaufen, mehr trinken oder heimgehen! 😉

Wir präsentierten fast alle Stücke unseres neuen Albums „The Calming Influence“, aber auch ältere Songs. In der ersten Reihe stand Eva (die kleine Schwester von Paddi, der unser umwerfendes Album-Artwork erarbeitet hat) und sang jeden (jeden!) Text mit! Wow!! Wenn man mal nicht weiter gewusst hätte (was bei COLESLAW natürlich nie vorkommt), hätte man die Lyrics problemlos von ihren Lippen ablesen können! 😉

Gegen Ende unseres Sets präsentierte Sédon ein Drum-Solo, was in Moosheim traditionell gut ankommt. Nach „This Misery“ verließen wir die Bühne. „Zugabe!!!“ schrie das Zelt. Also natürlich schrie nicht das Zelt, sondern halt die Leute, die sich darin aufhielten. Wir freuten uns und präsentierten noch die Punknummer „Like A Rockstar“, sowie die Ballade „Closer Tonight“. Wir bedankten uns fürs Zuhören und sagten „Tschüss!“.

Manche der Festbesucher haben sich vielleicht gefragt, warum wir in diesem Jahr „nur“ ca. 75 Minuten gespielt haben und in den letzten beiden Jahren deutlich länger. Das liegt nicht etwa daran, dass wir keine Lust mehr hatten, sondern daran, dass wir (wie weiter oben schon mal erwähnt) keine Coversongs mehr spielen. Dafür war der MM DEJAY zuständig, der im Anschluss an unsere Show fetzige Partymusik auflegte…

Jojo kratze relativ bald nach unserem Gig die Kurve. Sédon, Jürgen und Nippel blieben noch eine ganze Weile und freuten sich einmal mehr über die fantastische Versorgung an der Moosheimer Bar. Michi, Christine, Pudel und Co. stellten einen Wodka nach dem anderen auf den Tresen, so dass es schnell lustig wurde. Lustig waren vor allem einige Festbesucher, die stockbesoffen durch die Gegend flogen, ONKELZ-Songs mitgrölten und nicht mehr wussten, wo oben und unten ist. 😀 Mit Verlaub – dagegen waren wir stocknüchtern! Ehrlich!! Das glaubt uns jetzt zwar keiner, aber das war so!

Irgendwann nach drei bauten wir Teile von der PA-Anlage ab. Sédon wollte noch auf die Leiter klettern und unseren Banner (ähm, Verzeihung, Holger!) unser Backdrop abhängen. Carina hielt ihn aber dankenswerterweise davon ab. Naja, ein Schreiner könnte das bestimmt auch mit 2 Promille, aber man muss seinen Alkohol-Schutzengel ja nicht unnötig in Anspruch nehmen – noch dazu, wenn man ihn schon des öfteren gebraucht hat… ;-b

Irgendwann kratzten auch Jürgen, Nippel und Anhang die Kurve. Sédon blieb noch bis es hell war – Ehrensache! 🙂 Wir hatten einen ausgesprochen netten und lustigen Abend in Moosa! Mal wieder…

Dank und Grüße gehen an: Herr Wetzel und alle anderen Festorganisatoren, die Leute hinter der Bar (Michi, Christine, Pudel und Co.), Lichttechniker Getsch (der sich mal wieder mit Händen und Füßen dagegen wehrte, auch nur eine kleine Aufwandsentschädigung entgegen zu nehmen), Müller-Fone, AlCaMo, Manne, Jonne, Stefan W., Getsch, Zimmi, MM DEJAY, Getsch, St. Anger, Marco, Getsch, Steffen, Getsch, Tobi Fink, Getsch, Gaisi & Oli (die in Moosheim jedes Jahr am gleichen Fleck stehen), Getsch, Muckel und Anhang, Getsch, Claudi, Stiehle, Matze & Chris vo Hirbrdenga, Tobi Weiß (danke für die ehrliche und konstruktive Kritik!), die Jungs von PAINRISE (Newcomerband, von der es bestimmt bald mehr zu hören gibt), Getsch, Nadja, Getsch, Bude Großtissen (Katomb, Mesmer, Lexe und wia dia älle hoißat), alle die vergessen wurden, Getsch und natürlich Getsch, um nicht zu vergessen: Getsch.

08.06.06

SOUTHSIDE OPENER WETTBEWERB

Es ist so weit! Am kommenden Samstag, 10. Juni, findet in Friedrichshafen im Bahnhof Fischbach der Southside Opener Wettbewerb statt. Da neben einer Jury auch das Publikum ein Mitspracherecht hat, welche der sechs Bands beim diesjährigen Southside Festival auf der Bühne stehen darf, hoffen wir auf eure Unterstützung! Einlass ist um 19.00 Uhr, Beginn um 20.00 Uhr. Der Eintritt ist frei und das Line-Up absolut hörens- und sehenswert! Weitere Informationen findet ihr unter GIGS.

Dort werdet ihr feststellen, dass wir am 10. Juni auch noch auf dem Moosheimer Sommerfest spielen. Um eventuellen Gerüchten vorzubeugen, sei an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich gesagt, dass auf jeden Fall beide Gigs stattfinden! Aufgrund unserer Teilnahme am Southside Opener Wettbewerb werden wir in Moosheim etwas später (nicht vor 23.00 Uhr) auf der Bühne stehen.

27.05.06

EURE MEINUNG LIEGT UNS AM HERZEN

Unser Debüt-Album „The Calming Influence“ ist mittlerweile seit einem knappen Monat erhältlich und verkauft sich gut. Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz, die wir bisher bekommen haben und legen großen Wert auf eure Meinung! Tut euch also keinen Zwang an und lasst uns wissen, was euch an unserem Album (nicht) gefällt! Wir nehmen jeden Gästebucheintrag zur Kenntnis und freuen uns über jedes ehrliche Wort! Wer Zeit und Lust hat, kann uns auch gerne (wie vereinzelt schon geschehen) eine ausführliche Album-Kritik zukommen lassen (band@coleslaw-music.de). Ganz egal ob positiv oder negativ – wir lesen so was mit brennendem Interesse!!

Du würdest gerne deine Meinung zu unserem Album sagen, hast aber noch keins? Kein Problem! Unter der Rubrik MUSIC kannst du dir zwei Songs umsonst downloaden und im SHOP sowie bei unseren GIGS ist unser neues Werk für 10 Euro erhältlich!

22.05.06

TOUR DIARY – 20.05.06 | RIEDLINGEN, Donauinsel, Flohmarktfestival

Und da simmer schon wieder! Bei Roos aufgestanden, ausgiebig (!) gefrühstückt, Eisbären gestreichelt und losgefahren nach Riedlingen. Neben Johannes Tailorcock, Andreas Michaelmountainer, Thomas Littlejacket und Jürgen Rose waren weiterhin Carina Blower und Moni Anger (keine Übersetzung von Nöten!) an Bord. Alex war nicht mehr dabei, weil sie zum Geburtstag von ihrer Mami musste.

Nach kurzer Fahrt kamen wir in Riedlingen an. Dort war dank Flohmarkt natürlich die Hölle los. Jürgen hatte Mühe, unseren langen Sprinter durch die belebten Straßen zu bugsieren. Immer wieder stiegen wir aus und räumten Absperrungen aus dem Weg, bis wir schließlich in einem Hinterhof parken konnten.

Nach ein paar Metern Fußweg waren wir auf der Donauinsel angekommen und standen vor der Bühne. Dort präsentierten bereits die Jungs von DIZZY BEE ihre funkigen Eigenkompositionen. Wow, das groovte ohne Ende! Vor allem der Bassist sorgte für druckvollen Sound. Leider regnete es, so dass nicht all zu viele Leute vor der Bühne standen. Normalerweise ist das Flohmarktfestival in Riedlingen ein Garant für gutes Wetter. Das stand sogar in der Zeitung! Tja, leider traf diese Regel für das Jahr 2006 nicht zu. Jojo beschuldigte die Eminenz des Schreckens, die mit einem Bier in der Hand übers Gelände geisterte. Jojo: „He, was soll das mit dem Wetter??“ – Eminenz: „Ich kann nix dafür! Ich hab keine Wolken mitgebracht, ehrlich!“ 🙂

Wir hörten DIZZY BEE eine Weile zu und schleppten dann unser Equipment zur Bühne. Tja, dieser Satz kommt auch in jedem Gig Review vor, was? Aber das ist auch gut so! Ihr sollt schließlich sehen, dass eine Band auf Tour nicht nur Spaß, sondern auch jede Menge Arbeit hat! Doch wenn man gut miteinander auskommt, dann kann selbst die Arbeit Spaß machen… 🙂

Nach dem Gig von DIZZY BEE schafften wir unser Zeug auf die Bühne und machten uns bereit. Blöderweise machte der vorhandene Bass-Amp Probleme, so dass wir noch mal zu unserem Bus mussten, um unsere eigene Bass-Backline zu holen. An dieser Stelle ein Dankeschön an Robin, der beim Tragen geholfen hat!

Nachdem alles bereitgestellt war, ertönte gegen 15.30 Uhr unser Intro und wir rockten los! Übrigens: wer’s immer noch nicht weiß; unser Intro entstammt dem Film „Ronja Räubertochter“. Tja, aber das tut eigentlich nix zur Sache. Trotzdem sei es an dieser Stelle mal gesagt. Wir rockten mit Freude durch unser Set und unsere Freude steigerte sich, als der Regen aufhörte und sogar die Sonne durch die Wolken blitzte. Von der Eminenz war hingegen keine Spur mehr. Tja, wir haben schon immer gewusst, dass da irgendwas nicht stimmt… 🙂

Es war toll, in der chilligen Atmosphäre des Flohmarktfestivals die Songs von unserem neuen Album vorzustellen. Ungefähr 200 Leute waren da und lauschten unserem Set. Die Stimmung war eher verhalten, aber das ist um diese Zeit ja auch nicht weiter verwunderlich. Vereinzelt wurde das Tanzbein geschwungen. Wenn man beim Spielen den Blickkontakt zum Publikum suchte, erntete man meist anerkennende Blicke, was sehr schön war. Gegen Mitte unseres Sets standen auf einmal unsere Nagolder Cris und Lange vor der Bühne. Mann, ihr seid so was von verrückt – im positiven Sinne! Wenn wir am selben Abend in Nagold spielen, dann ist es doch eigentlich überflüssig, am Nachmittag von Nagold nach Riedlingen zu fahren, um uns zu sehen, oder? Tja, euch kann man einfach nicht mehr helfen… 😉

Besonders freuten wir uns über Yannis und Emmanuel, die zusammen mit ihrer Mami Bea vor der Bühne standen und sich über unseren Sound freuten. Nippel hatte die drei während seiner Zeit als Zivildienstleistender im Kindergarten kennen gelernt. Ebenfalls am Start waren Manne und Stefan Welzel. Die Jungs von KOT waren auch vertreten. Und der Thimo. Und der Ingo Gessler mit Familie. Und noch viele andere…

Mit „This Misery“ brachten wir unser Set zu Ende und verkauften gleich im Anschluss ein paar CDs. Leider hatten wir keine Zeit mehr, uns die nächsten Bands anzuhören. Wir mussten gleich wieder unser Zeug in den Bus laden und nach Nagold weiterfahren…

Dank und Grüße gehen an: Robin & Tonikum Stuttgart, Thimo, Manne & Stefan, Yannis, Emmanuel & Bea, Cris & Lange, KOT, Ingo Gessler und Familie, Moni & Carina und allen, denen unser Sound gefallen hat!

22.05.06

TOUR DIARY – 20.05.06 | NAGOLD, Alte Seminarturnhalle, Rocknacht

Willkommen zum ersten Live-Gig Review unserer bisherigen Bandgeschichte! Wir sitzen grad im Bus und fahren nach Nagold. Jürgen sitzt am Steuer. Jojo telefoniert mit Dr. Modula. Jetzt hat er gerade „Tschüss“ gesagt. Moni sitzt neben ihm. Sédon (l’homme de trottoire) sitzt auf der Rückbank neben Carina und meint: „I hau dr da Schlappa nei!“ Nippel sitzt ganz allein auf der mittleren Bank und tippt auf seinem Notebook die Zeilen, die ihr gerade lest. Im Bus läuft „Show Me How To Live“ von AUDIOSLAVE. Jojo lobt den Gesang von Chris Cornell. Jürgen kämpft am Steuer vehement gegen Luftturbulenzen, weil es draußen fenat ohne Ende. Er muss ständig gegenlenken und gibt Kommentare wie „Bruuuuudal!“ von sich. Unser Tacho zeigt 410 km, aber das werden noch einige mehr, das kann ich euch sagen… 🙂

Okay, jetzt ist der Gig Review schon nicht mehr live, soll es heißen, es geht jetzt im Präteritum und nicht mehr im Präsens weiter. Ja, ähm, dank Cris und Lange, die mit ihrer A-Klasse vor uns herfuhren, fanden wir problemlos nach Nagold und dort zur Alten Seminarturnhalle. Letztere befindet sich in einer Straße, die nach Lange benannt ist. Die Straße heißt folglich Lange Straße. 🙂

In der Seminarturnhalle fegte bereits ein Gewittersturm von der Bühne; soll heißen, dass die Jungs von UNBOUND Soundcheck hatten. Die Belegschaft von der Rocknacht war sehr nett und äußerst zuvorkommend. Ein blondes Mädel namens Kati empfing uns, übergab uns unsere Backstageausweise und umsorgte uns sofort mit gekühlten Getränken. Wunderbar…

Wir vertrieben uns die Zeit in der Halle und bauten irgendwann unseren Merch-Stand auf. Die Jungs von I TRIP hatten ihren Merch-Stand direkt neben uns. Mit denen (sowie mit ihren Mädels) kamen wir sofort ins Gespräch und verstanden uns blendend. Tja, was soll man sagen? Sechsköpfige Combo. Drei von den Jungs sind bereits Vater. Alle unabsichtlich. Igel in der Kondomfabrik, oder was?? Angesichts der viel zu niedrigen Geburtenrate in Deutschland ein wahrer Segen für die Rentenkasse! 🙂

Die Seminarturnhalle war sehr schön hergerichtet. Es waren Bars aufgebaut, die PA-Anlage war fett und auch die Lichtanlage brauchte sich nicht zu verstecken. Im hinteren Teil der Halle hing eine große Leinwand, auf der ständig Rock-DVDs liefen. Zum Beispiel „Some Kind Of Monster“ von METALLICA oder diverse Konzerte von GODSMACK, MUDVAYNE und Konsorten. Irgendwann kamen einige Folgen der MTV-Kultserie „Happy Tree Friends“. Wir saßen am Merch-Stand und lachten Tränen. So was Geiles! Jürgen mochte vor allem die Ameisenbär-Folge. Auch die Kollegen von I TRIP hatten ihre helle Freude… 🙂

Kurz vor 21.00 Uhr legte mit CAVE CANEM die erste Band los. Die drei Jungs waren zwar aus Frankreich, sangen aber englische Texte. Nach ihrem einstündigen Set machten wir uns bereit.

Gegen 22.15 rockten wir los. Zu diesem Zeitpunkt waren gut 200 Leute in der Seminarturnhalle. Damit war sie zwar bei weitem nicht voll, aber doch ganz ordentlich gefüllt. Wir freuten uns über die gute Stimmung in den ersten Reihen und rockten mit viel Hingabe durch unser Set. Direkt vor der Bühne standen drei Jungs im COLESLAW-T-Shirt. Diese hatten die Jungs direkt vor unserem Gig gekauft, ohne uns jemals gesehen zu haben! Tja, in Nagold wirkt halt die Mundpropaganda von Cris, Lange und Co! 🙂 Nippel meinte von der Bühne aus: „Wir hoffen, ihr bereut euren Kauf nicht?!“ Als Antwort folgte ein gebrülltes „Nöööööööööööööö!!“ Das hört man gerne! 🙂

Neben unseren neuen Songs präsentierten wir auch ein paar ältere Stücke. Bei „Just Asking“ lachten sich Jojo und Nippel halb tot, weil Sédon zum falschen Zeitpunkt einsetzte. Das war vor allem deshalb witzig, weil er das gar nicht bemerkte. 🙂 Naja, Nippel und Jojo improvisierten kurz und schon passte wieder alles. Jürgen drehte wie immer am Pult rum. Mittlerweile hat er trotz seines fortgeschrittenen Alters alle Roosophon-Passagen (auch die von unserem neuen Album) drauf. 🙂 Sédon hatte während dem Gig mit der Bass-Drum zu kämpfen, die Stück für Stück wegrutschte. Auch mit Nippels Mikro gab es technische Probleme. Trotz allem machten wir das Beste draus und präsentierten insgesamt gesehen einen unserer besseren Gigs.

Nach unserer Show machten sich die Franzosen von VECCHI ET BRUTTI bereit und breit. Jaja, allez les bleues! Wohl eher: fumez, les bleues! 🙂 Mann, das waren vielleicht mal lustige Typen! Vor allem der Sänger war Mr. Cool in Person. Auf der Bühne überzeugten die Mittvierziger (vielleicht waren sie sogar noch älter) mit groovigem Bluesrock. Mr. Cool hatte eine sehr rauchige Stimme und erinnerte ein wenig an JOE COCKER. Tja, Bands aus dem Land der Weine klingen halt doch anders, als solche aus dem Land der Biere!

Im Anschluss an VECCHI ET BRUTTI wurden zum Ausklang der Rocknacht die härteren Geschütze aufgefahren. I TRIP präsentierten heftigen New-Metal. UNBOUND gingen eher klassisch (also „Old-Metal“) zu Werke. Bei beiden Formationen gab es brachiale Shouts auf die Ohren. Die Seminarturnhalle leerte sich zwar nach und nach, aber vor der Bühne standen eigentlich bis zum Schluss einige moshende Leute.

Wir machten kräftig Gebrauch von unseren Freigetränke-Gutscheinen und hatten unseren Spaß mit Dr. Modula, Christian Fiedler und vielen anderen. Krankenwagenfahrer Fiedler erklärte sich dankenswerterweise dazu bereit, für uns den Busfahrer zu spielen, so dass wir dieses anstrengende COLESLAW-Wochenende gebührend ausklingen lassen konnten. Wir soffen het… 😀

Die Franzosen von VECCHI ET BRUTTI sorgten irgendwann mit einer Polonaise für Gelächter. War ein tollen Abend! Werden wir garantiert nicht so schnell vergessen…

Irgendwann verabschiedeten wir uns und machten noch einen Abstecher ins Mc Donald’s. Im Anschluss transportierte uns Busfahrer Christian Fiedler ins DRK-Heim, wo wir unser Nachtquartier aufschlagen durften. Danke! Es ist einfach toll, wenn man nach so einem anstrengenden Wochenende nicht noch stundenlang heimfahren muss! Im DRK-Heim lief traditionell SYSTEM OF A DOWN. Dr Boinrkarle war au do.

Wir schliefen zufrieden ein, um am nächsten Morgen von Jürgens blöder Klappe wieder aufgeweckt zu werden. 🙂 Wir packten unsere Sachen und fuhren zu Cris und Lange, die uns zum Frühstücken eingeladen hatten. Wow, da war alles aufgetischt, was das Herz begehrt! Wir blieben dort eine ganze Weile, weil es so nett und so lustig war. Auch die Eltern von Cris saßen mit uns am Tisch. Total coole Leute, die die COLESLAW-Ausflüge ihrer Tochter voll unterstützen… 🙂

Auf der Heimfahrt nach Bad Saulgau wurden wir in einer 50er-Zone mit gut 70 Sachen geblitzt. Busfahrer Jürgen ärgerte sich grün und blau. Naja, so was zahlt bei uns die Bandkasse! Lediglich eventuelle Punkte würden auf das Konto von Jürgen gehen und da stehen blöderweise schon welche…

Merci beaucoup: Cris & ihren Eltern für das Frühstück und einfach für alles, Dr. Modula & Christian Fiedler für unser Nachtquartier, Sebastian & People Sound, Chris & Kati & den anderen Organisatoren von der Rocknacht, den anderen Bands (vor allem den Franzosen und I TRIP) und natürlich Carina und Moni. Dem Vereinsvorstand, der wild mit seinem Dezibel-Messgerät rumfuchtelte, danken wir nicht! 😉

21.05.06

TOUR DIARY – 19.05.06 | BÖBLINGEN, Diabolino

War von euch schon jemand in Mission Impossible 3? Jürgen war noch nicht. Hat er auch gar nicht nötig, denn für ihn hieß es an diesem Freitag bereits Mischen Impossible 39, was im Klartext bedeutet, dass Jürgen zum 39. Mal für uns am Mischpult stehen sollte. Das behauptet er zumindest. Ob’s genau stimmt, weiß ich nicht. Ich könnte das jetzt nachzählen, aber dafür bin ich zu faul. Sei’s wie’s will – wir sind froh, dass wir dich haben, Herr Jirgen! 🙂

Wir trafen uns um 17.00 Uhr am Stinnes und luden alles ein. Aaaaallös. Auch unsere drei Mädels. Jürgen hatte einen Bus bei der Autovermietung Heinzelmann ausgeliehen, denn neben dem Gig in Böblingen standen am nächsten Tag noch zwei weitere an. Naja, aber dass soll nicht das Thema dieses Gig Reviews sein; da kommen noch zwei weitere…

Wir düsten mit Roos am Steuer gen Böblingen. Nach kurzer Suche fanden wir den Jugendclub Diabolino. Leider verpassten wir die Einfahrt. Im Hof der Polizei wendeten wir. Blöderweise stellten wir fest, dass wir nicht einfach zurückfahren und in den Hof vom Diabolino einbiegen konnten, wegen Verkehrsinsel und so. Kein Problem für Roos. Er fuhr einfach einige Meter auf der Gegenfahrbahn und bog dann in den richtigen Parkplatz ein. Scheiß auf die Polizei… 🙂

Wir parkten und stellten fest, dass direkt neben dem Diabolino eine Bundesagentur für Arbeit ist. Done: „Das ist der größte Arbeitgeber Deutschlands!“ – Nippel: „Stimmt, die stellen zur Zeit Leute ein ohne Ende!“ Nicht witzig?? Stimmt, eigentlich nicht…

Am Diabolino führte eine enge, metallische Wendeltreppe nach oben. Wir gingen lieber durch den Haupteingang und scherzten über die Wendeltreppe: „Da müssen wir bestimmt nachher das Equipment hochtragen!“ 🙂 Man sollte keine Witze über so was machen. Knapp 20 Minuten später schleppten wir unser Zeug tatsächlich die enge Wendeltreppe hoch… 🙂

Im Diabolino war’s ganz nett. Vor allem die Belegschaft! Nachdem unser Zeug im Club war, speisten wir erst mal zu Abend. Im Backstageraum gab’s nämlich Lasagne. Sehr lecker! Wir freuten uns über einen Flyer, auf dem stand: „Coleslaw aus Bad Saulgau / Bayern“. 🙂 Gegen 20.30 Uhr legte mit BLINDFOLD die erste Combo los. Wir standen vor der Bühne und hörten zu. Die Jungs gingen musikalisch in Richtung P.O.D. oder auch BOYSETSFIRE. Vor allem Gitarrenmann Timo wusste mit ausgefeiltem Riffing zu begeistern. Sédon und Nippel kauften sich im Anschluss an den Gig gleich mal eine EP von BLINDFOLD. Auch die nächste Band des Abends, CHANGIN ATTITUDE, hörten wir uns an. Die Jungs überzeugten vor allem durch ihren dreistimmigen Gesang und kreatives Songwriting.

Ja, eigentlich war alles gut! Der Club, die Belegschaft, die anderen Bands. Dennoch hatte dieser Abend ein entscheidendes Manko: es waren kaum Leute da. Gerade mal elf zahlende Gäste waren ins Diabolino gekommen. Wenn man noch diverse Mitglieder der anderen Bands sowie die Belegschaft dazu zählt, standen also nur ca. 20 Leute (inklusive Cris und Lange!) vor der Bühne, als wir im Anschluss an CHANGIN ATTITUDE loslegten. Naja, wir spielen lieber vor 20 Interessierten, als vor 200 Besoffenen, die sich auf „Summer Of 69“ freuen. Dass ein paar Interessierte unter den Gästen waren, merkten wir spätestens nach unserem Gig. Am Merch-Stand gingen nämlich vier Exemplare unseres neuen Albums „The Calming Influence“ über die Theke. Prozentual gesehen also keine schlechte Ausbeute! Erst recht nicht, wenn man bedenkt, dass CHANGIN ATTITUDE für ihre CDs gerade mal einen Euro (!) verlangten. Dagegen waren unsere Preise echt Wucher…

Als die wenigen Gäste gegangen waren, machte das Diabolino relativ schnell dicht. Wir verluden unser Zeug in den Bus. Einige Leute aus dem Diabolino halfen uns dankenswerterweise dabei. Danke! Nach dem Einladen drehten wir eine Abschiedsrunde und los ging die Fahrt! Jürgen saß am Steuer. Unterwegs wurde er müde und Jojo übernahm. Kaum saß Jojo am Steuer, telefonierte er erst mal durch die Gegend. Er rief bei den Jungs von TOS an, um nach dem Ergebnis des südwestdeutschen Emergenza Finales zu fragen. TOS belegte den undankbaren zweiten Platz. Schade! Trotzdem ist dieses knappe Scheitern mit Sicherheit als Erfolg zu werten. Respekt!

Gegen 3.00 Uhr in der Nacht waren wir in Dürmentingen angekommen. Dort wohnt unser Roos und dort schlugen wir unser Nachtquartier auf, weil schon am nächsten Tag ein Gig in Riedlingen anstand. Nadja empfing uns freundlich und umsorgte uns wie immer mütterlich. Kindergärtnerinnen haben das einfach drauf! Da fühlt man sich einfach pudelwohl und geborgen…

Thank you very much: Nadja, Diabolino-Belegschaft, AlCaMo, BLINDFOLD & CHANGIN ATTITUDE, dem Lichttechniker, den Trägern und den wenigen Besuchern.

18.05.06

COLESLAW BEI SOUTHSIDE OPENER WETTBEWERB

Zur Zeit können wir uns wahrlich nicht über einen Mangel an erfreulichen Nachrichten beklagen! Wir wurden zwischen 40 Bewerbern ausgewählt und dürfen am 10. Juni 2006 im Bahnhof Fischbach in Friedrichshafen am Southside Opener Wettbewerb teilnehmen! Neben uns treten dort fünf weitere Bands an. Der Siegerband winkt ein Auftritt beim Southside Festival.

Aufgrund unserer Teilnahme am Southside Opener Wettbewerb werden wir beim Moosheimer Sommerfest, wo wir am 10. Juni ebenfalls spielen, etwas später (nicht vor 23.00 Uhr) auf der Bühne stehen.

14.05.06

TOUR DIARY – 12.05.06 | RENGETSWEILER, Zelt, Waldfest

Ungefähr 25 Bands hatten sich für das Waldfest beworben. Letzten Endes wurden acht Bands ausgelost, die spielen durften. Wir zählten zu den Glücklichen…

Die Auftrittsreihenfolge dieser acht Bands wurde ebenfalls ausgelost. Wir zählten zu den weniger Glücklichen und erwischten die zweitletzte Spielzeit…

Am Auftrittstag speisten wir in unserer Bad Saulgauer Stammdönerbude zu Abend. Mit dabei waren neben den drei Bärtigen und dem Langhaarigen die holden Maiden Alexandra und Monika. Im Anschluss an den Döner gab’s noch ein Eis und los ging’s! Nach knapp 40-minütiger Fahrt bogen wir mit unseren drei Karossen in einen Feldweg ein. Dort stand nämlich ein Pfeil mit der Aufschrift „Rengetsweiler“. Hinter dem Schild tuckerte ein Traktor über ein Feld. Warum erwähne ich den? Nun ja, wie soll ich sagen? Er passt einfach zum Abend…

In Rengetsweiler angekommen betraten wir das riesige Bierzelt. Die erste Band des Abends war XQS aus Herdwangen. Die vier Jungs boten herzhaften Rock mit ausdrucksstarkem Gesang von Frontmann Gabriel. Im Anschluss enterten TOS die Bühne. Das Trio, das seit einiger Zeit als Quartett durch die Lande tourt, lieferte eine hörens- und sehenswerte Show ab. Neben brandneuen Stücken gab es auch alte Songs auf die Ohren, die jedoch in neuem Gewand präsentiert wurden. Danach spielte TIMMY GOES NORWAY. Die Jungs machen sich! Ex-THINKLESS-Drummer Flori Reisch scheint eine klare Bereicherung für die Band zu sein!

Es folgten noch weitere Combos, von denen wir uns nicht alle anschauten. Leider kam es immer wieder zu Zeitverzögerungen, so dass es bereits nach halb zwei war, als unser Intro erklang und wir voller Freude die Bühne enterten. Zack, bumm, losgerockt! Tja, was soll man sagen? Wir hatten mit keinem großen Publikumsinteresse gerechnet, aber letzten Endes konnten wir uns nicht beklagen. Die wenigen Musikfans, die auf dem Waldfest waren, standen fast allesamt vor der Bühne, schwangen das Tanzbein und freuten sich! Wir freuten uns auch! Zu so später Stunde ist so eine Resonanz eine tolle Sache! Wir präsentierten einige Album-Songs oder und wiesen ein paar Mal auf selbiges hin. Prompt gingen am Merch-Stand ein paar Exemplare über die Ladentheke. Roos quälte die Anlage bis zum Geht-nicht-mehr. Fast alle Lichter am Mischpult leuchteten rot auf. Obwohl die Leute gut in Stimmung waren, präsentierten wir ein relativ kurzes Set. Schließlich mussten nach uns noch die Jungs von RUNLET ran.

Die legten nach längerem Umbau in gewohnter Qualität los. Lieder wurden sie vom Veranstalter dazu gedrängt, bereits nach dem dritten Song aufzuhören. Frontmann Thomas und seine Kollegen waren zu recht stocksauer. Die Jungs hatten sich kurzfristig dazu bereit erklärt, für eine andere Band einzuspringen. Dann hatten sie das Pech gehabt, bei der Verlosung die letzte Spielzeit zu ergattern und dann konnten sie nach der langen Wartezeit gerade mal gute zehn Minuten spielen. Verdammt schade…

Tja, an der Organisation dieses Festivalabends ist so Einiges schief gelaufen. Schon das Bewerbungsprozedere im Vorfeld hatte für jede Menge Verwirrung und Missverständnisse gesorgt. Naja, das hier ist mit Sicherheit nicht der richtige Ort, um die Organisation des Walfestes zu kritisieren. Es sei lediglich gesagt, dass wir uns mit dem Chef-Organisator über verschiedene Dinge unterhalten haben. Er war sehr freundlich und einsichtig und versprach Besserung, was das nächste Jahr anbetrifft…

Wir danken: XQS (danke für die Backline – ihr habt was gut bei uns!), manchen (aber nicht allen) Organisatoren, Moni & Alex, TOS, RUNLET, TIMMY GOES NORWAY und natürlich dem netten Kerl vom DRK, der uns geholfen hat, unseren Merch-Stand aufzubauen.

12.05.06

TOUR DIARY – 10.05.06 | MANNHEIM, Capitol

Es war einer der ganz normaler Wochentage, die es wie Sand am Meer gibt: Schreinergeselle Sédon klebte Haustüren zusammen. Student Nippel saß am Schreibtisch und las hochtheoretische Texte. Betriebswirtanwärter Jojo sortierte Konzertkarten. Plötzlich schellte bei den Dreien nacheinander das Handy. Es war Simon von Alena4: „Ihr könnt kommenden Mittwoch SILBERMOND im ausverkauften Capitol in Mannheim supporten!!!“

Haustüre durchgesägt…

Textinhalt vergessen…

Konzertkarten durcheinander gebracht…

YIIIIIIIIIIIAAAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHH!!!!!!!!!! 😀

Unsere Freude kannte keine Grenzen! Wir nahmen uns den Tag frei und standen eine Woche lang unter Strom, bis es endlich so weit war…

Am frühen Morgen des 10. Mai fuhr unser Webmaster und Producer Holger zu unserem Mischer Jürgen. Gemeinsam fuhren die beiden weiter zur Autovermietung Heinzelmann, wo ein Sprinter ausgeliehen wurde. Dann ging’s zu Sédon, dann zu Nippel und schließlich zum Stinnes, wo Jojo und Simon bereits warteten. Der Sprinter wurde mit Equipment vollgeladen und schon waren wir unterwegs…

Die Stimmung im Bus war vorzüglich und das Wetter ebenfalls! Holger bugsierte unser Gefährt zielsicher gen Mannheim und meinte unterwegs: „Mann, ich hab eigentlich gedacht, ich hätte das mit dem Rock’n’Roll ein für alle mal hinter mir. Und was tu ich gerade? Ich sitz mal wieder mit kaputten Typen in einem Bus und fahre auf ein Konzert…“ – Nippel: „Kein Mensch hat gesagt, dass du mit musst!“ – Holger: „Ne, passt schon, ich mach das gerne!“ 🙂

Dank Navigationssystem fanden wir schnell zum Capitol. Dort stand auch schon ein netter Kerl namens Nico vor der Tür: „Hi! Ihr seid die Support-Band nehm ich an?“ Wir bejahten freudig. Praktischerweise bekamen wir für unseren Bus einen Stellplatz direkt vor der Location. Wir stiegen aus und ließen uns von Nico ins Innere führen. Wow, was für ein toller Laden! Große, ausgesprochen hohe Bühne, breite Tanzfläche, Galerie mit Sitzplätzen – einfach traumhaft! Die SILBERMOND-Crew (auf ihren T-Shirts prangten Aufdrucke wie „Mondschaft“ oder „Anlageberater“) war bereits mit dem Aufbau beschäftigt. Da es 13.00 Uhr war, wir aber erst um 15.00 Uhr hätten da sein müssen, hatten wir alle Zeit der Welt, uns das Capitol und das ganze Drumherum ausgiebig anzuschauen. Wir hatten sogar einen eigenen Backstageraum. Direkt unter dem von SILBERMOND.

Wenn wir gerade von SILBERMOND reden: Als wir draußen an unserem Bus standen und die Sonne genossen, kamen die drei Jungs und ihr Mädel locker dahergelaufen, reichten uns die Hand und sagten: „Hallo“. Dass die Sängerin Stefanie heißt, dürften die meisten von euch wissen. Wisst ihr auch, wie die drei Jungs heißen? Andreas, Johannes und Thomas. Na, fällt euch was auf? Wahrscheinlich nicht. Was sollte euch denn auffallen?? Nun ja, wir drei heißen auch Andreas, Johannes und Thomas. 🙂 Schätzungsweise wissen das viele von euch nicht, weil ihr uns nur unter Nippel, Jojo und Sédon kennt. Tja, das war doch jetzt mal ein toller, zufälliger Anlass, um euch unsere richtigen Namen zu nennen, oder? 😉

Ja, ähm, weiter im Text. Die drei Jungs und ihr Mädel waren ausgesprochen sympathisch und man konnte ganz normal mit ihnen plaudern. Übrigens: Unseren Jojo kannten sie schon, weil SILBERMOND zwei Tage vorher in Stuttgart gespielt und unser Jojo dort gearbeitet hatte.

Wir lehnten vergnügt an unserem Bus und hatten unsere helle Freude daran, die SILBERMOND-Fans (großteils junge Mädels) zu beobachten, die sich bereits vor dem Haupteingang ansammelten. Jedes Mal wenn ein Bandmitglied von SILBERMOND den Nightliner verließ und in Richtung Capitol spazierte, fingen die Mädels wild an zu kreischen, sprangen auf, holten Autogramme, machten Fotos – ihr kennt das ja…

Irgendwann durften wir unser Equipment ins Capitol tragen. Normalerweise ist das eine blöde Arbeit, aber hey – an so einem Tag macht alles Spaß! 🙂 Nachdem alles in der Halle war, schauten wir beim Soundcheck von Silbermond zu. Analog-Fan Jürgen stand währenddessen am Digital-Mischpult und lies sich selbiges vom SILBERMOND-Mischer erklären. Dieser mischt übrigens nicht nur SILBERMOND, sondern auch RAMMSTEIN. Das volle Programm also… 😉

Als SILBERMOND fertig war, hatten auch wir noch viel Zeit für einen ausgiebigen Soundcheck. Die brauchten wir auch, da sich unser Jürgen am Digital-Pult auf für ihn gänzlich neuem Terrain bewegte. Aus diesem Grund brauchten wir für unseren Soundcheck etwas länger als sonst. Aber Respekt an unseren Jürgen! Der hatte sich bereits einige Tage vor dem Gig eine Anleitung zu diesem Mischpult aus dem Internet gezogen und durchgelesen. So schaffte er es binnen einer knappen halben Stunde, sich in die Handhabung des Digitalpults einzuarbeiten und guten Sound rauszuholen. Learning by doing. Ein Hoch auf unseren Mischer!

Nach dem Soundcheck wurde es so langsam ernst. Der Abend kam näher und mir nix dir nix stand unser Auftritt bevor. Wir waren zwar sehr nervös, aber Alt-Rockstar Holger schaffte es mal wieder, uns zumindest halbwegs zu beruhigen. Plötzlich stand Stefanie von SILBERMOND in unserem Backstageraum und meinte: „Hi Jungs, ich wollte euch mal besuchen.“ Wir hatten ein nettes Gespräch, so dass wir schon fast nicht mehr an unseren Auftritt dachten. Das änderte sich schlagartig, als Holger kurz auf die Bühne ging, um Getränke für uns bereitzustellen. Die Meute im bumsvollen Capitol fing sofort an zu schreien.

Dann war es endlich 20.00 Uhr. SILBERMOND-Drummer Andreas betrat die Bühne und das Publikum schrie und klatschte was das Zeug hielt. Da wurde uns zugegebenermaßen schon ein bisschen mulmig. Andreas: „Guten Abend Mannheim! Viel Spaß mit unserer heutigen Vorband. Die Jungs heißen Coleslaw, haben ein neues Album am Start, usw…“ Wir betraten die Bühne und blickten in eine riesige Masse von Menschen! Wie viele es waren, wissen wir gar nicht genau. Im Internet stand 1200, ein Techniker sprach von 1400 und im Backstagebereich hing ein Zettel, auf dem stand 1600 stand. Sucht euch was aus! 🙂 Jedenfalls war es total überwältigend, vor so einem großen Publikum zu stehen!

Wir besannen uns einen Augenblick und rockten dann mit „Me Again“ los. Wow, die Masse ging von Anfang an sehr gut mit! Egal wo wir hinschauten – überall blickten wir in freudige Gesichter, die sichtlich Gefallen an unserem Sound fanden. Ohne dass wir die Leute dazu aufgefordert hatten, klatschten bei „Just Asking“ ca. 2000 Hände über 1000 Köpfen! Sédon ließ mal wieder die Drum-Sticks bersten – zur Freude einiger Mädels, die die Teile auffingen und sich regelrecht darum stritten. Mann, wir waren echt von den Socken! 😀 Zwischen den Songs gab es tosenden Applaus. Wir wiesen einige Male auf unser Album hin, denn draußen am Merch-Stand war bereits Stefan zu Gange. Simon machte fleißig Bilder von uns. Jürgen drehte am Digital-Pult, sorgte für Delays, Roosophon-Effekte und fetten Sound. Es war einfach herrlich! Der Gig ging (wie sollte es auch anders sein?) wie im Fluge vorbei. Wir bedankten uns bei dem tollen (!) Publikum und bei SILBERMOND und verließen nach einem fettem Finish die Bühne. Wir ruhten uns erst mal aus und versuchten das zu fassen, was da gerade geschehen war. Auch Jürgen war überwältigt. Holger blieb wie immer relativ cool. Aber nur relativ… 😉

Egal wo man im Capitol stand – als SILBERMOND eine gute halbe Stunde nach uns die Bühne betraten, schrie das Publikum dermaßen laut, dass man es überall deutlich gehört haben dürfte! Während das Mädel und die drei Jungs rockten, nutzen wir die Gunst der Stunde, um in aller Ruhe unser Equipment in den Sprinter zu laden. Als wir fertig waren, wurde erst mal ein Bier aufgemacht. Für jeden eins versteht sich! Jürgen hatte an diesem Abend einen guten Zug drauf. Jeder hatte gerade erst genippt – Jürgens Flasche war hingegen schon so gut wie leer. 🙂 Bittel kamen vorbei. Wir standen in der lauen Abendluft und waren glücklich. Sehr glücklich…

Nachdem wir wieder halbwegs zurück auf dem Boden waren, gingen wir ins Capitol und mischten uns unters Publikum. SILBERMOND rockten was das Zeug hielt! Die klingen live deutlich rockiger und härter als im Radio oder auf Platte! Natürlich gab’s auch die ein oder andere Schmachtballade auf die Ohren, aber meistens fegte ein äußerst rotziger Sound von der Bühne. Dass Stefanie eine ausdrucksstarke und schöne Stimme hat, hört man auch auf Platte. Dass ihre drei Jungs ausgesprochen gute Instrumentalisten sind, hingegen weniger. Wow, vor allem das Bass-Solo von Johannes konnte sich hören lassen! Respekt!! Richtig gute Musiker, die Vier! Und das, obwohl sie noch ausgesprochen jung sind. Stefanie ist gerade mal 21; ihr Kollegen nur unwesentlich älter. Geile Combo!! Und dass sagen wir jetzt nicht, weil wir mit ihnen spielen durften – die sind wirklich stark! Schätzungsweise könnten sie sogar einer Kritik von Thomas Friedrich standhalten! 😉 Unbedingt mal live anschauen!

Während SILBERMOND noch spielten, begaben wir uns zu Simon und Stefan an unseren Merch-Stand. Wir wollten da eigentlich nur kurz vorbei schauen, doch wir sollten über eineinhalb Stunden nicht mehr weg kommen! Die Leute rannten uns die Bude ein und kauften unseren halben Merch-Stand leer! Das hätten wir nie und nimmer erwartet! Wir konnten 44 (!!!) Exemplare unseres neuen Albums „The Calming Influence“ verkaufen. Zudem schrieben wir weit über 200 Autogramme. Das ist unglaublich und eigentlich auch total schön – blöd war nur, dass Sédon und Nippel zum Pissen mussten und nicht gehen konnten, weil sie schreiben mussten. Naja, aber in so einem Fall reißt man sich gerne mal zusammen… 😉

Irgendwann war die beeindruckende Show von SILBERMOND zu Ende. Die Vier setzen sich ganz in unsere Nähe und keine Sau wollte was von ihnen wissen. 🙂 Quatsch, natürlich rannten die Fans denen noch viel mehr die Bude ein! Es wollten unglaublich viele Menschen ein Autogramm von ihnen haben. Es bildete sich eine ellenlange Schlange mit deftiger Wartezeit. Die vier Silbermönder schrieben jedoch so lange, bis auch der letzte Fan sein Autogramm hatte. Liebe Fans, da könnt ihr echt dankbar sein, denn das würde mit Sicherheit nicht jede Band tun. Übrigens: Die Herren von der Sicherheit hatten ihre helle Freude an dem wilden Treiben. 🙂 Irgendwann waren dann alle Fans aus dem Capitol draußen und es wurde bedeutend ruhiger.

Wir begaben uns in den Backstagebereich und setzten uns an einen Tisch. Stefanie und Thomas von SILBERMOND setzten sich zu uns und wir unterhielten uns ausgiebig mit ihnen. Stefanie erzähle lustige Geschichten. Beispielsweise von der Flughafensicherheit, die SILBERMOND nicht durch lassen wollte, weil der Echo im Gepäck war. Amüsant war auch die Story mit dem Polizisten: „Was, ihr seid ne Band?“ – „Ja, wir heißen SILBERMOND!“ – Polizist: „Kenn ich nicht!“ – „Ähm, das was Sie da gerade im Radio hören, das sind wir!“ Polizist: „Oh, ähm, klar, das kenn ich!“ 🙂

Thomas erzählte zur Freude von Nippel von DIE ÄRZTE, Stefanie lachte über unseren Dialekt, wir über ihren und es war einfach richtig nett und lustig. Irgendwann erzählte Stefanie von DIE HAPPY. Stefanie: „Mit denen sind wir befreundet. Die trinken ganz schön!“ – Holger: „Das wäre mir neu!“ Wir lachten laut los. 😀 Naja, damit hatte sich Holger selbst geoutet, denn normalerweise erzählt er nicht so ohne weiteres von seiner Zeit als DIE HAPPY-Drummer…

Während wir uns unterhielten, wurde das ein oder andere Bier getrunken und gegessen, bis irgendwann alle sehr müde waren. Wir verabschiedeten uns von SILBERMOND und bedankten uns für den großartigen, für den UNGLAUBLICHEN Abend. Im Anschluss setzten wir uns in den Sprinter und los ging die lange Heimfahrt. Holger drückte gut auf die Tube. Jürgen und Sédon versuchten so gut es ging zu schlafen, da die Ärmsten am nächsten Morgen um sieben bzw. um halb acht zum Arbeiten mussten. Jojo, Nippel und Simon bleiben wach und träumten trotzdem… 🙂

Gegen 5.00 Uhr in der früh erreichten wir heimische Gefilde. Jeder wurde zu Hause abgeliefert. Außer Simon. Der musste selber nach Ravensburg fahren. Im Anschluss brachten Holger und Jürgen den Bus zurück zur Autovermietung Heinzelmann. Dort wurden traditionell die Bustüren laut zugehauen… 😉

Für einen UNGLAUBLICHEN & ÜBERWÄLTIGENDEN Abend bedanken sich Andreas, Johannes und Thomas bei: Andreas, Johannes, Thomas und Stefanie von SILBERMOND, der kompletten SILBERMOND-Crew (Timo, 2x Ulf, Lutz usw.), Nico, den Stagehands, Simon & Stefan, dem SILBERMOND-Fanclub für das Interview mit uns, Raidi & Anhang und ganz besonders bei dem tollen Publikum! So eine Resonanz bekommen wir nicht alle Tage. Um genau zu sein: NIE! Vielen herzlichen Dank!!!