18.07.05

TOUR DIARY – 16.07.05 | AULENDORF, Rock im Schulhof

Die Kollegen von THINKLESS hatten zusammen mit der SMV ein Open Air im Aulendorfer Schulzentrum auf die Beine gestellt. Neben THINKLESS, TOS und LASCIVIOUS sollten wir die vierte Combo im Bunde sein. So gegen 15.00 Uhr düsten wir nach Aulendorf und begrüßten erst mal sämtliche Bandmitglieder und einige Organisatoren. War ein nettes Plätzchen: Auf einem abgelegenen Schulhof hatten die Jungs einen LKW-Anhänger als Bühne aufgestellt. Licht- und Tonanlage waren mit PKWs (!) vom Musikmarkt Bad Saulgau hergekarrt worden, wie uns THINKLESS-Drummer Flori lachend erzählte. Respekt! 🙂

Nach einigem Smalltalk brachten wir unser Zeugs auf die Bühne und es wurde soundgecheckt. Gerade als Sédon seine Toms stimmte, wollte ein Lehrer der Schule eine kleine Rede vor den Bands halten. Das ging aber nicht, weil der Done wie blöd auf den Toms rumklopfte. 🙂 Seine Kollegen wiesen Sédon zurecht und so konnte der Pädagoge dann doch seines Amtes walten. Sein Hauptanliegen war, dass die Bands auf der Bühne keinen Alkohol trinken. Na wenn’s weiter nix ist! Wir fragen uns immer wieder, wo Rockbands eigentlich ihren schlechten Ruf her haben? Auf der Bühne keinen Alkohol trinken?? Das tun wir sowieso nicht! Das tun auch die meisten anderen Bands nicht – und wir kennen viele Bands! Naja, die Welt ist eben voller Vorurteile: Punkrock-Bands spielen nur drei Akkorde. Ausländer sind kriminell. Lehrer arbeiten nix. 🙂

Am frühen Abend – es war kurz nach 18.00 Uhr – betraten wir die Bühne. Viele haben uns gefragt, warum wir an diesem Abend unbedingt Opener sein wollten. Hand aufs Herz: Ja, es war wegen dem Bächtlefest! Wir mussten in den letzten Jahren so oft Abstriche machen, was das Bächtlefest angeht. Das ist für einen Bad Saulgauer echt hart! „Diesmal nicht!“, dachten wir uns und bestanden darauf, das Open Air eröffnen zu dürfen. Das hat doch sicher keinen gestört, oder?

Mit „Me Again“ rockten wir vor ca. 70 Zuschauern los. Im Publikum befanden sich eher jüngere Generationen, was uns sehr freute! Die hatten es in der Vergangenheit oftmals schwer gehabt, uns zu sehen. Diesmal dank der frühen Stunde nicht! Wir rockten durch unser Programm und freuten uns speziell über einige Besucher aus dem Ausland (Joe, Florian, Gerrit, Jan etc.), die wir noch aus Schottland kannten und die bei Jojos Bruder Stefan auf Besuch waren. Obligatorische Grüße gehen an Cris und Lange aus Nagold, die an diesem Wochenende mal wieder über 200 Kilometer in Kauf nahmen, um uns zu sehen!

Obwohl das Publikum sehr verhalten war und lieber in der Sonne saß, anstatt sich zu bewegen, hatten wir den Eindruck, dass unser Sound gefiel. Nach den Songs gab’s jedenfalls viel Applaus. Jürgens Delay kam an diesem Tag besonders gut. Ein Hoch auf unseren Mischer! Jojos und Nippels Ansagen kamen weniger gut. Ein Hoch auf unseren Schlagzeuger, der mal wieder nix geredet hat! 🙂

Als Jojo und Nippel die Instrumente wechselten, stieß Nippel versehentlich mit Jojos Klampfe an die Decke der Bühne und es gab eine kleine Macke in den schönen, schwarzen Gibson-Lack. Nippel sollte sich später auf dem Bächtlefest mit einem Maß Bier für sein Missgeschick revanchieren. Nach „This Misery“ bedankten wir uns beim Publikum und verließen zufrieden die Bühne. Hierbei geht ein Dankeschön an Bene, der sofort zur Stelle war und uns half, das Equipment in den Backstagebereich zu tragen.

Nach uns legten die Ravensburger Kollegen von LASCIVIOUS mit einem großteils neuen Programm und mit einem Mann weniger als sonst los: Paul hatte die Band verlassen, wie Gitarrist Andy uns vor dem Gig erklärt hatte. Dafür spielte Frontmann Schwede mittlerweile selbst Gitarre und machte seine Sache ganz gut. Es gab Off-Beat-lastigen Punkrock auf die Ohren. Wir hatten LASCIVIOUS seit längerem nicht mehr spielen hören. Klare Sache: bei den Jungs geht’s vorwärts!

Wir unterhielten uns noch mit einigen Leuten (zum Beispiel mit den netten Mädels von der Newcomerband THE RECKLESS GNOMES oder mit Bene und Jan von [INSERT COOL NAME]), aßen leckere Amerikaner im Backstagebereich und kratzen kurz vor dem Gig von THINKLESS die Kurve in Richtung Bad Saulgau – man möge uns verzeihen!

Wir bedanken uns für einen netten (Vor-)Abend in Aulendorf bei: THINKLESS, der SMV & den Organisatoren, dem vorbildlichen Lehrer, TOS, LASCIVIOUS, einigen Leuten aus Saulgau (Michael!, Jonne, Claudi, Bine und Co. – ihr wisst selber, wer ihr seid!), Stefan und seiner Gang from Scotland, Jan & Bene, Cris & Lange, Alex & Markus, Ocarina und allen anderen Zuhörern.

Auf dem Bächtlefest gab’s schließlich eine ordentliche Sause, deren Ausmaß den Umfang dieses Gig Reviews sprengen würde. Unter anderem sorgte die Eminenz mit ihrem Schwert für Angst und Schrecken… 🙂

11.07.05

TOUR DIARY – 09.07.05 | KRAUCHENWIES, Mobilum, Rockstrings

Fest entschlossen, den Vortag deutlich in den Schatten zu stellen, traf man sich am frühen Abend den 9. Juli erneut im Mobilum. Die Atmosphäre war im Vergleich zum Vortag sichtlich aufgelockert. Jeder freute sich auf das bevorstehende Konzert. Band- und Orchestermitglieder kannten sich mittlerweile recht gut und man kam immer mehr ins Gespräch. Einige Songs wurden vor dem Konzert noch kurz angespielt, um ein Gefühl dafür zu bekommen – richtig geprobt wurde aber nicht mehr.

Als es 19.00 Uhr war wurden die Eingangstüren geöffnet und es strömten die ersten Leute ins Mobilum. Band und Orchester vertrieben sich die Zeit im Backstageraum. Man lachte und scherzte – von Nervosität war kaum etwas zu spüren. Nippel schaute fasziniert zu, wie Cellistin Sabine APOCALYPTICA-Songs intonierte. Irgendwann fragte er: „Darf ich auch mal Cello spielen“? – Sabine: „Klar!“ – Nippel: „Kann ich da irgendwas kaputt machen??“ – Sabine: „Nö.“ Nippel legte also los. Die meisten lachten zwar, weil Nippel Cello und Stab ziemlich unkonventionell hielt – er lies sich jedoch nicht aus dem Konzept bringen. Bereits nach wenigen Minuten hatte er den Dreh zumindest ansatzweise raus und versuchte METALLICA-Songs zu spielen. Als Bassist Ryan vorbei lief und fragte: „Enter Sandman?“ freute sich Nippel wie ein Schneekönig! 🙂 Ryan schnappte sich sofort eine Geige und versuchte ebenfalls sein Glück. Die Zeit bis zum Auftritt verging also wie im Fluge…

Als wir kurz nach 20.00 Uhr die Bühne enterten, nahm dann aber doch jeder das Instrument zur Hand, das er erlernt hatte. Mit „Back To You“ legten wir los. Die Video-Menschen hatten an diesem Abend sogar noch eine zweite Leinwand aufgebaut, auf der das Konzert live übertragen wurde. Diese Leinwand konnte man von der Bühne aus sehr gut sehen. Das war schon ein komisches Gefühl, wenn man so vor sich hin spielte und plötzlich die eigene, überdimensionale Visage vor sich hatte!“ 🙂

Nach dem Opener folgte „In My Place“ von COLDPLAY, wo Violinist Thomas zum Gesangsmikro wechselte. Bei „Take A Look At My Heart“ kündigten wir wieder das KIERAN GOSS-Konzert in Saulgau an. Weiter ging’s mit „Drive“ von Incubus, wo Nippel den Leadgesang übernahm. Sängerin Alex machte bei „It’s My Life“ ihren Schnitzer vom Vortag wieder wett und sang den Song exzellent. Beim anschließenden „Politik“ brillierte mal wieder Thomas Sali mit seiner beindruckenden Kopfstimme. „Attrappe“ von MC SANTA FLOWS klappte ähnlich gut wie am Vortag. Nach „Yesterday“, „Hero“ und „A Whiter Shade Of Pale“ (wo leider der Bass von Jeremias versagte) war erst mal Pause angesagt.

Dirigent Alban Beikircher lobte uns sehr. In der Tat spielten wir um Klassen besser als am Vortag! Nach der Pause ging’s mit „Toss The Feathers“ von THE CORRS weiter – einem rein instrumentalen Stück, bei dem vor allem Jeremias am Bass überzeugte. Auch die Jungs und Mädels vom Orchester hatten bei diesem Song schwere Passagen zu meistern, was sie (im Vergleich zu manchen Proben) sehr souverän taten. „I Still Remember“ (BLACKMORE’S NIGHT) wurde von Alexandra gesungen, während Caro dem atmosphärischen „Uninvited“ (ALANIS MORISETTE) ihre Stimme beisteuerte. Nach „Feeling Good“ (MUSE), „Exhausted“ und „Imagine“ (JOHN LENNON) folgte mit „Everbody’s Fool“ von EVANESCENCE einer der Konzerthöhepunkte. Während wir von COLESLAW die Instrumentalarbeit erledigten, übernahm Caro den Leadgesang und auch Pianist Christoph wechselte zum Gesangsmikro. Die beiden überzeugten durch ihren zweistimmigen Gesang mit Sicherheit nicht nur uns! Das war mehr als beeindruckend, wenn man mal bedenkt, dass Christoph seinen Gesangspart erst in einer der letzten Proben zugewiesen bekommen hatte! Bei den beiden METALLICA-Songs „Nothing Else Matters“ und „No Leaf Clover“ übernahmen Jojo und Nippel den Leadgesang. Der geständige METALLICA-Fan Ryan hatte am Bass sichtlich Spaß daran, Songs seiner Vorbilder zu intonieren. Allgemein lieferten die Bassisten an diesem Wochenende recht solide Arbeit, was kein leichtes Unterfangen war. Sie hatten schließlich keinen geringeren als Corny Reinhardt zu ersetzen, der in der Vergangenheit bei ROCKSTRINGS-Projekten den Bass gespielt hatte.

Nach „No Leaf Clover“ war das Publikum total begeistert! Die Stimmung war zwar bereits am Vortag gut gewesen – diesmal gab’s noch mehr Applaus! Ungefähr 700 Hände klatschten, klatschen und klatschten und holten uns mehrmals zurück auf die Bühne! Unsere treuen COLESLAW-Fans Cris und Lange saßen mit Tränen im Gesicht in der ersten Reihe!! Es gab sogar Standingovations!!! Nach drei Zugaben war endgültig Schluss. Wir bedankten uns beim Publikum, holten wie schon am Vortag unseren Fribbe auf die Bühne und verabschiedeten uns. Das war wirklich ein sehr gelungenes Konzert!

Im Backstagebereich war die Freude groß. Man beglückwünschte sich gegenseitig. Auch Dirgent Alban Beikircher und Arrangeur Fribbe Reuter waren total ausgelassen. Herr Beikircher: „Wer hat mir ne Zigarette??“ Sédon gab ihm eine uns meinte grinsend: „Jetzt zündet der sich schon wieder ne Flinte an!“ – ein Satz, der in den Tagen vor dem Konzert mehrmals von Herr Beikircher zu hören gewesen war. 🙂 Beide lachten ausgelassen und fachsimpelten im Anschluss über Schlagzeuge, Geigen und andere Instrumente…

Man begab sich unters Publikum und erntete überall Lob und Anerkennung. Ein total begeisterter Familienvater kaufte seinen beiden kleinen Töchtern am Merch-Stand zwei ROCKSTRINGS-T-Shirts. Während sich die Mädels sofort auf Autogrammjagd begaben, unterhielten wir uns mit dem sehr netten Papa. Er bot uns für zukünftige Auftritte seine Dienste als Busfahrer an. Auf dieses Angebot kommen wir bestimmt mal zurück…

Bei unseren anschließenden Rundgängen durch das immer leerer werdende Mobilum hatten wir viel Spaß und freuten uns über zig bekannte Gesichter. Jetzt bleibt zu hoffen, dass das nicht das letzte Konzert von ROCKSTRINGS war und dass wir in Zukunft mehr eigene Songs ins Programm integrieren können. Lieber Fribbe – wir zählen auf dich!! 🙂

Die ROCKSTRINGS bedanken sich bei: Friedbert „Fribbe“ Reuter für seine Arrangements sowie bei Alban Beikircher für die Leitung (ohne euch wäre das nie im Leben möglich gewesen!), Martin Weber, Tom Nickel, allen anderen Technikern, Herrn Ruprecht und seinen Mitarbeitern, dem Kamera-Team, der Pizzeria, der Belegschaft vom Mobilum sowie bei allen Besuchern.

Natürlich freuen wir uns über jeden Einzelnen, der im Mobilum war! Wir von COLESLAW möchten trotzdem einige Gäste beim Namen nennen: Jürgen, Holger, Manne, 2x Stefan, Dr. Modula, Cris, Lange, Franzi, Melle, Niklas, St. Anger, Gaisi, Moni, Carina und alle, die wir bei dieser spontanen Aufzählung vergessen haben. Danke fürs Kommen!!

Spezieller Dank geht an Miche Hepp. Auf dich kann man einfach immer zählen!

10.07.05

TOUR DIARY – 08.07.05 | KRAUCHENWIES, Mobilum, Rockstrings

Für alle, die nicht wissen, um was es bei ROCKSTRINGS geht, sei es hier nochmals kurz erklärt (alle anderen können gleich bei Abschnitt vier weiterlesen): Zu besonderen Anlässen treten wir unter dem Namen ROCKSTRINGS zusammen mit anderen Bandmusikern sowie mit dem Streichorchester der Jugendmusikschule Bad Saulgau auf. Ziel ist die Verschmelzung von Rock und Klassik. Es werden Songs aus mehreren Jahrzehnten Rockgeschichte neu interpretiert – darunter Titel von THE BEATLES, METALLICA, BRYAN ADAMS, ALANIS MORISSETTE, COLDPLAY, EVANESCENCE und vielen anderen Bands. In Zukunft sollen überwiegend Eigenkompositionen ins Programm aufgenommen werden. Bereits diesmal waren mit „Exhausted“ von uns sowie mit „Attrappe“ von MC SANTA FLOWS zwei eigene Stücke dabei.

Das Orchester setzt sich aus über 25 Schülerinnen und Schülern der Jugendmusikschule zusammen. Die Band besteht aus: Ryan Rodriguez (Bass), Jeremias Müller (Bass), Christoph Seitz (Klavier, Gesang), Thomas Sali (Gesang), Carolin Borst (Gesang), Alexandra Huyer (Gesang), Valentin Langhammer alias MC SANTA FLOWS (Raps) sowie aus uns dreien von COLESLAW: Jojo (Gitarre, Gesang), Nippel (Gitarre, Gesang, Bass) und Sédon (Schlagzeug).

ROCKSTRINGS wurde vor einigen Jahren von Jojos und Nippels ehemaligem Gitarrenlehrer Friedbert Reuter sowie von Soloviolinist Alban Beikircher ins Leben gerufen. Während Reuter den Songs mit seinen selbst geschriebenen Partituren ein Orchestergewand verleiht und sich um die Band kümmert, fungiert Beikircher als Dirigent und Leiter des Streichorchesters. Nach einigen kleinen Auftritten gab es bereits am 19. September 2003 das erste abendfüllende ROCKSTRINGS-Konzert. Den Gig Review zu diesem Konzert gibt’s hier.

Feuer frei für ROCKSTRINGS 2005! Diesmal wurden gleich zwei Konzerttermine anberaumt: Am 8. und am 9. Juli sollten wir im Krauchenwieser Veranstaltungszentrum Mobilumauftreten. Einige Wochen vorher traf man sich zu den ersten Proben, die meistens in der Jugendmusikschule Bad Saulgau stattfanden. Zunächst probten Band und Orchester getrennt voneinander. Später gab es dann auch ein paar gemeinsame Proben. Als das Konzertwochenende näher rückte, kam es zu ähnlichen Problemen wie schon im September 2003: Bandleiter Friedbert „Fribbe“ Reuter war mit der spielerischen (bzw. gesanglichen) Leistung der Band unzufrieden und beklagte sich zudem über mangelnde Probendisziplin. Einmal mehr waren wir drei von COLESLAW diejenigen, an denen Friedbert den Großteil seines Unmuts rausließ, obwohl wir im Gegensatz zu einigen anderen (fast) immer in den Proben waren. Doch auch die beiden Bassisten Ryan und Jeremias mussten einiges einstecken. Naja, bei den eigenen Schülern ist die Reutersche Hemmschwelle logischerweise niedriger. Wir hatten bereits im Vorfeld erwartet, dass es in den Proben Stress gibt. So hielt sich unsere Verärgerung (im Gegensatz zum September 2003) in Grenzen. Meistens lies man Fribbes Vorwürfe einfach über sich ergehen und gab nur dann kontra, wenn es wirklich nötig war. Trotz allem Ärger hatte man in den Proben auch viel Spaß und kam – nicht zuletzt dank Dirigent Alban Beikircher – ordentlich voran.

Wenige Tage vor dem Konzert traf man sich zu den letzten Proben im Mobilum in Krauchenwies. Ist ziemlich schön dort! Das Mobilum ist Teil eines Autohauses und sehr modern ausgestattet. Die Bühne war toll hergerichtet und eine wahre Augenweide! Die anwesende Technik-Crew war die gleiche wie bereits im September 2003: Martin Weber und seine Mannen waren sehr freundlich und taten mit der gewohnten Detail-Verliebtheit ihre Arbeit. Vor allem Tom am Mischpult war die Ruhe in Person und half einem wo es nur ging.

Die letzten Proben wurden durch zahlreiche Probleme – meistens technischer Art – erschwert. So war beispielsweise der Flügel auf 433 Herz anstatt auf 440 Herz gestimmt. Das Orchester stimmte seine „Kratzkästen“ (Zitat Sédon) kurzerhand runter. Wenn man Streichinstrumente umstimmt, dann halten die die Stimmung relativ lange. Bei Gitarren und Bässen ist das nicht so! Zumindest bei unseren nicht. Weil wir ständig nachstimmen mussten, waren wir also auf unsere Stimmgeräte angewiesen. Natürlich war keiner von uns im Besitz eines Stimmgeräts, dass man auf 433 Herz umstellen konnte. Nur Martin Weber hatte eins. Wir brauchten aber fünf! Unsere erste Idee war, einfach den Flügel auf die üblichen 440 Herz hochzustimmen. Das ging aber nicht, weil das Instrument schon ziemlich alt war und die erhöhte Spannung wahrscheinlich nicht ausgehalten hätte. „Broken Wings“ ist zwar ein verdammt geiler Song von ALTER BRIDGE, aber wir wollten’s dann doch nicht drauf ankommen lassen… 🙂

Tja, so musste halt der Flügel aus der Jugendmusikschule mit einem Transporter aus Bad Saulgau angekarrt werden. Den durften wir dann auf die Bühne hieven. Ihr glaubt nicht, wie schwer so ein Flügel ist! Da ist jede Haustür ein Scheiß dagegen!! Nippel und Sédon scherzten: „Do schdelld ma oifach a Casio-Keyboard na und guat isch!“ 🙂

Trotz allem Durcheinander trieb Orchesterleiter Alban Beikircher die Proben voran. Es klappte ganz ordentlich, so dass auch Fribbe immer zuversichtlicher wurde. Trotzdem kam es plötzlich zu einer heftigen Grundsatzdiskussion zwischen ihm und Bassist Jeremias. Naja, das braucht an dieser Stelle jetzt nicht näher ausgeführt werden. Jedenfalls bekam man auch diesen Streit in den Griff…

Während den Proben wurden wir von Herrn Rupprecht vom Autohaus mit Gseff versorgt. Zudem bekamen wir von der ans Mobilum angrenzenden Pizzeria immer mal wieder was zwischen die Zähne. In den Pausen vergnügten wir uns an einem der (übrigens sehr geil laufenden) Tischkicker. Die Orchester-Menschen zogen es vor, mit der Carrera-Rennbahn zu spielen. Tja, da staunt ihr, was? Der Backstagebereich war enorm gut ausgestattet! 🙂

Am 8. Juli, dem Tag des ersten Konzerts, traf man sich nachmittags zu einer Durchlaufprobe. Im Endeffekt wurde jeder Song nur kurz angespielt. Mittlerweile war auch das Kamera-Team da, das nicht nur mitfilmte, sondern auch eine Live-Übertragung (!) an eine Leinwand projizierte. Der absolute Hammer!!

Als gegen 19.00 Uhr die ersten Gäste ins Mobilum strömten, verzogen wir uns in den Backstagebereich. So langsam stieg sowohl bei der Band als auch beim Orchester die Anspannung. Kurz nach 20.00 Uhr betraten wir die Bühne und blickten in viele gespannte Gesichter. Über 300 Leute waren gekommen. Mit „Back To You“ legten wir los. Bei „Take A Look At My Heart“ nutzte Jojo die Gelegenheit, um ein Konzert von KIERAN GOSS (17. Februar 2006 im Saulgauer Stadtforum) anzukündigen, das wir von COLESLAW zusammen mit der TBG organisieren. Bei „It’s My Life“ legte Sängerin Alex versehentlich gleich mit der zweiten Strophe los. Doch auch die meisten anderen Musiker (uns drei eingeschlossen) waren während der ersten Konzerthälfte sehr angespannt und unsicher. MC SANTA FLOWS’ „Attrappe“ war einer der wenigen souverän vorgetragenen Songs, der zudem frischen Wind ins Programm brachte. In der Pause trug uns Dirigent Alban Beikircher auf, wir sollten nicht so zurückhaltend spielen. „Das gilt sowohl für die Band als auch fürs Orchester“. Nach der (ziemlich langen) Pause versuchten wir seinen Vorschlag umzusetzen – mit Erfolg! Obwohl auch die zweite Konzerthälfte lange nicht perfekt war, so war doch eine deutliche Steigerung zur ersten auszumachen. Wir wurden auf der Bühne immer sicherer und die anfängliche Nervosität wich zu Gunsten des Spielspaßes. 🙂

Dem Publikum gefiel’s! Als wir gegen Schluss des Konzerts zunehmend härtere Töne („Feeling Good“, „Exhausted“, „Everybody’s Fool“) anstimmten, steigerte sich der Applaus. Mit zwei Songs von METALLICA („Nothing Else Matters“ & „No Leaf Clover“) beendeten wir unser Konzert. Das Publikum verlangte nach einer Zugabe. So spielten wir noch die Schnulze „When You Say Nothing At All“ und wiederholten das von Thomas Sali brilliant gesungene „Imagine“. Danach war Schluss. Das Publikum war sichtlich begeistert! Mit der zweiten Konzerthälfte waren wir einigermaßen zufrieden. Trotzdem war uns allen klar, dass wir uns am nächsten Tag unbedingt steigern mussten…

Die ansonsten an dieser Stelle obligatorischen Dankesworte gibt’s erst im nächsten Gig Review, denn die beiden ROCKSTRINGS-Konzerte gehören unweigerlich zusammen…

29.06.05

COLESLAW + STREICHORCHESTER

Im Rahmen des Projekts ROCKSTRINGS treten wir zusammen mit einigen Gastmusikern sowie mit dem Jugendstreichorchester Bad Saulgau auf. Die beiden Konzerte finden am 8. und am 9. Juli im Veranstaltungszentrum Mobilum in Krauchenwies statt. Hierbei werden Songs aus mehreren Jahrzehnten Rockgeschichte neu interpretiert – darunter Titel von THE BEATLES, METALLICA, BRYAN ADAMS, ALANIS MORISSETTE, COLDPLAY, EVANESCENCE und vielen anderen Bands. Mit „Exhausted“ präsentieren wir auch eine unserer Eigenkompositionen.

ROCKSTRINGS wurde vor einigen Jahren von Jojos und Nippels ehemaligem Gitarrenlehrer Friedbert Reuter sowie von Soloviolinist Alban Beikircher ins Leben gerufen. Während Reuter den Songs mit seinen selbst geschriebenen Partituren ein Orchestergewand verleiht und sich um die Band kümmert, fungiert Beikircher als Dirigent und Leiter des Streichorchesters Bad Saulgau.

Das Orchester setzt sich aus über 25 Schülerinnen und Schülern der Jugendmusikschule zusammen. Die Band besteht aus: Ryan Rodriguez (Bass), Jeremias Müller (Bass), Christoph Seitz (Klavier), Thomas Sali (Gesang), Carolin Borst (Gesang), Alexandra Huyer (Gesang), Vali L. alias MC SANTA FLOWS (Raps) sowie aus uns dreien von COLESLAW: Jojo (Gitarre, Gesang), Nippel (Gitarre, Gesang, Bass) und Sédon (Schlagzeug).

Karten für die beiden Konzerte sind in der Schwaaz Vere Buchhandlung Bad Saulgau oder unter der Nummer 07576/7988 (Mobilum) erhältlich. Selbstverständlich wird es auch eine Abendkasse geben.

Ihr dürft euch auf einen spannenden Mix aus Rock und Klassik freuen…

27.06.05

TOUR DIARY – 25.06.05 | HAUSEN AM ANDELSBACH, Live At Plaza

Mal wieder stand ein Festival an. Wir waren sehr neugierig, denn die Homepage von Live At Plaza sah vielversprechend aus.

Gegen 18.00 Uhr trudelten die Raumschiffe von Jojo, Nippel und Sédon in Hausen am Andelsbach ein. Neben Tontechniker Roos waren auch noch Moni und Carina mit an Bord. Nach kurzer Suche hatten wir das Festival-Gelände gefunden: War ein richtig schnuckeliges Plätzchen! Die Tanzfläche (oder auch der „Moshpit-Acker“) vor der enorm hohen Bühne war rundum von Büschen und Bäumen eingrenzt. So eine Art natürliches Kolosseum. 🙂

Wir begrüßten zahlreiche Jungs und Mädels, die das Festival (übrigens zum ersten Mal) veranstalteten. So freundlich wie an diesem Abend sind wir in der Vergangenheit selten empfangen worden! Jeder war total nett und hilfsbereit. Als wir unsere Autos vor die Bühne fuhren, waren sofort zig Leute da, die unser Zeug auf die Bühne schleppten.

Im Anschluss an die Arbeit wurden wir in eine kleine Hütte mitgenommen, die gleichzeitig der Backstagebereich war und mit einem durch Bauzäune abgegrenzten Weg direkt mit der Bühne verbunden war. In der Hütte saßen noch mehr freundliche Menschen aus Hausen, die gerade das Halbfinale des Confederation Cups (Deutschland gegen Brasilien – 2:3) anschauten. Roos und Nippel gesellten sich zu ihnen, während die Anti-Fußballfans Jojo und Sédon es mit ihren besseren Hälften vorzogen, draußen auf schlechtes Wetter zu warten. In der Hütte unterhielten sich die Hausener über den Vorabend, über zu viel Alkohol und über zu wenig Schlaf. Roos zog es vor, sich über die Regeländerungen im Fußball auszulassen: „Bald ist es so weit, dass Frauen die Abseits-Regel kapieren. Dann ist der Fußball tot!“ Dafür erntete er mal wieder Gelächter… 🙂

Mit der Zeit zogen schwarze Wolken auf. Es find an zu tröpfeln und binnen weniger Minuten prasselte ein typisches Sommergewitter auf das Festival-Gelände ein. Parallel zur Regenstärke verschlechterte sich der Empfang des Fernsehers. Gegen Ende des Fußballspiels musste man daher mit Ameisen-Fußball vorlieb nehmen. 🙂 Jojo sorgte auf der Bühne dafür, dass unser Equipment nicht nass wurde. Auch die Herren von der Tuttlinger Anlagenfirma deckten ihr Mischpult etc. mit Folien ab.

Nach einer guten halben Stunde war das Unwetter vorbei. Vor der Bühne hatte sich eine riesige PUDDLE OF MUDD gebildet. Trotzdem begaben sich die Kollegen von THE BROWNSTONES zum Soundcheck auf die Bühne. Um 21.00 Uhr kamen dann einige Besucher aufs Festival. Wenn man das schlechte Wetter bedenkt, dann waren das gar nicht mal so wenige! Gegen 21.30 legten THE BROWNSTONES mit ihrem Stoner-Rock los. Das Publikum stand zwar relativ weit von der Bühne weg, kam aber mehr und mehr in Fahrt.

Ca. eine Stunde später waren wir dran. Roos begab sich zu den Tuttlinger Kollegen hinters Mischpult und wir machten einen kurzen Line-Check. Danach startete er unser Intro und wir rockten los. Erfreulicherweise befanden sich viele Saulgauer im Publikum, wenngleich wir von der Bühne aus praktisch keinen sahen, da wir von den Scheinwerfern so sehr geblendet wurden. Der einzige, den wir (dank Blitzlicht) immer wieder erkannten, war Miche Hepp von der Zeitung. 🙂

Jürgen hatte nach eigenen Worten sehr mit dem Sound zu kämpfen. Zweimal fiel die komplette linke Seite der PA-Anlage aus – wofür er natürlich nichts konnte. Auch auf der Bühne waren die Soundverhältnisse eher schwierig. Wir rockten so gut es ging, aber Hand aufs Herz: Das war keine besonders gute Vorstellung von uns. Jojo und Nippel waren mit ihrem Spiel ziemlich unzufrieden. Lediglich Sédons Leistung war in Ordnung, obwohl sich eines seiner Tom-Mikros verabschiedete. In der zweiten Hälfte unseres Gigs konnte wir uns etwas steigern, aber das gelbe vom Ei war es trotzdem nicht. Wir bedankten uns beim Publikum (über 200 Leute) sowie bei den absolut freundlichen Organisatoren des Open Airs und räumten die Bühne für NME MINE.

Während wir unser Equipment zurück in unsere Autos brachten und über unsere Vorstellung diskutierten, fand Roos die richtigen Worte: „Jungs, es kann nicht jeder Gig optimal laufen. Vor einem halben Jahr hätten wir uns über einen solchen Auftritt gefreut!“ Damit hatte er wahrscheinlich recht.

Zurück auf dem Festival-Gelände freuten wir uns aber den geilen Sound von NME MINE. Zwar waren auch bei den Jungs aus Biberach die Soundverhältnisse nicht optimal, doch wussten sie dies durch ein absolut professionelle Vorstellung auszubügeln. Das Publikum kam gegen Schluss zunehmend in Fahrt. Die Pfütze vor der Bühne war mittlerweile fast komplett versickert, so dass doch noch Pogo getanzt wurde. Beeindruckende Vorstellung von NME MINE! Respekt!!

Im Anschluss an den Gig folgte eine lange Umbaupause, denn die Jungs von der EDDIE PALERMO SHOW BAND bauten auf der Bühne eine Art Küche (!) auf. Es stand ein Tisch mit Herdplatten und allerhand Lebensmitteln rum. Wir waren zwar neugierig, wie diese Utensilien in die Show eingebaut werden, doch leider auch zu müde, um noch länger zu bleiben. Wir drehten eine Abschiedrunde und düsten gen Heimat.

Herzlichen Dank an: Mike und sein Team (es war außerordentlich cool bei euch – wir wären jederzeit wieder dabei!), die Leute vom FOH, Miche Hepp, Carina, Moni, Cris, an die anderen Bands sowie an alle Zuhörer – speziell an die vielen Leute aus Saulgau: Claudi, Jonne, Pasl, 2x Stefan, Kilian, Bine, Ute usw. – ihr wisst, wer ihr seid.

„Auf’s Maul!!“

20.06.05

TOUR DIARY – 18.06.05 | MARKDORF, Lemon, Rock Explosion

COLESLAW PRESENTS

A LIVE PRODUCTION

STARRING SILVESTER SÉDON

ROMY SCHNEIDERHAN

JACK NIPPELSEN

PIERCE BROOSNAN

An diesem sonnigen Samstagnachmittag ging’s mit Roos und Sédon am Steuer in Richtung Bodensee nach Markdorf. Außer den üblichen vier Verdächtigen waren auch Thimo und Moni mit dabei. Roos glaubte mal wieder den Weg zu wissen – die göttliche Eingebung blieb an diesem Tag jedoch aus. Über ein paar Umwege kamen wir dennoch im Markdorfer Club Lemon an. War ein netter Laden. Zwar nicht sehr aufgeräumt, aber trotzdem nett. Wir begrüßten die Kollegen von SLIENT SCREAM und ein paar andere Menschen, die grad dabei standen. Nach unserem kurzen Soundcheck war es bereits nach 20.00 Uhr. Das Lemon öffnete seine Pforten.

Wir waren alle sehr hungrig und beschlossen daher in die Innenstadt zu fahren. Wegen unzureichender Ortskenntnis wartete Sédon mit seinem Auto, um Roos vorbei zu lassen. Roos wollte besonders knapp vorbei fahren. Wegen unzureichendem Augenmaß berührten sich die beiden Fahrzeuge. An der Roosschen Karosse knickte krachend der Rückspiegel ab… 🙂

Unterwegs zeigte sich mal wieder, wie klein die Welt manchmal ist: Als wir an einer Ampel standen, fuhr ein Auto neben uns auf die Abbiegespur. Jojo schaute rüber und wusste sofort, dass er den Fahrer kannte – allerdings nicht woher. Jojo drehte die Scheibe runter. Der Typ mit den langen Rastas ebenfalls. Jojo: „Hey, ich kenn dich!“ – Typ: „Ja, vom Damir!“ Da fiel es uns wie Schuppen von den Augen: Es handelte sich um David – einen netten Kerl, den wir bei den Dreharbeiten zu unserer DVD „Exhausted“ in Stuttgart kennen gelernt hatten. 🙂 Bevor die Ampel auf Grün schaltete, konnte ihm Jojo gerade noch erklären, dass ein COLESLAW-Gig im Lemon anstand.

In der Innenstadt angekommen parkten wir unerlaubterweise auf dem Gehweg (Nippel: „D’Bandkass zahlt!“) und marschierten geradewegs in eine Döner-Bude. Wie in jeder Döner-Bude gab’s auch in dieser einen Fernseher. So konnten wir nicht nur essen und trinken, sondern bekamen auch mit, wie die Argentinier das 1:0 gegen Australien erzielten. Hierbei sei angemerkt, dass sich Jojo und Sédon nicht für Fußball interessieren. Überhaupt nicht! Kein bisschen!! Die könnten nicht mal ne Eckfahne vom Torpfosten unterscheiden! Daher interessierte es die beiden auch nicht, dass der Torschütze Diego Maradona hieß…

Wir speisten vorzüglich und freuten uns über den lustigen Türken, der uns freundlich bediente. Im Anschuss an das Mahl machten wir noch einen kleinen Abstecher in eine Eisdiele. Roos bestellte vier Kugeln und hatte damit ganz schön zu kämpfen. Wir setzten uns an einen Brunnen und schlotzten unser Eis. Als wir aufbrechen wollten, rasten gerade ein paar Proleten sauschnell in ihren Autos daher. Roos tat so, als würde er auf die Straße laufen. Einer der Proleten erschrak und stieg voll in die Eisen. Roos blieb dann aber doch auf dem Gehweg stehen und lachte ihn aus. 🙂 Wütend brauste der Prolet davon. Dem Roos gefiel das so gut, dass er das Spielchen an der nächsten Kreuzung wiederholte. Diesmal saß jedoch auch er im Auto… 🙂

Wir fuhren zurück zum Lemon. Während andere Leute sich ärgerten, freuten wir uns über die Tatsache, dass es dort keinen freien Parkplatz mehr gab. Wir parkten also ein Stückchen weiter weg am Straßenrand. Vor dem Lemon standen ein paar Leute rum. Ein besoffenes (oder auch bekifftes) Mädchen namens Anne laberte uns an. Im ersten Moment war sie uns lästig. Als wir jedoch bemerkten, dass die uns in ihrem Zustand praktisch alles glaubte, fanden wir zunehmend Spaß daran, sie auf den Arm zu nehmen (metaphorisch gemeint versteht sich). Dass Thimo sich als „Alfons“ vorstellte, war lediglich der Anfang. Später erzähle er ihr dann, wir würden so ne Art „Hardcore-Speed-Punk-Metal-Jazz“ (sinngemäß zitiert) spielen. 🙂 Sie war zwar zunächst skeptisch – ließ sich jedoch überzeugen, als wir alle bestätigend nickten. Nippel erklärte ihr später, dass die Bundesländer Baden Württemberg und Bayern aufgrund der beständigen CDU-Dominanz zu einem großen Bundesland zusammengefasst würden. 🙂 Auch das glaubte sie. Das Spielchen ging so lange weiter, bis sie schließlich nicht mehr mit uns redete…

So paradox das klingen mag, aber die Anne hat es tatsächlich geschafft, dass wir den kompletten Auftritt der ersten Band verpassten. Erst zum Gig von BUBBLEHEAD AND THE SPACEALCOHOLICS waren wir wieder im Club. Im Anschluss folgte SLIENT SCREAM. Trotz der schwierigen Soundverhältnisse im Lemon sagte uns der Gig zu. Vor allem Frontmann Freddy sowie Gastsängerin Elen wussten zu überzeugen. Vor der Bühne bildete sich ein ordentlicher Moshpit. Schätzungsweise waren insgesamt über 200 Leute im Club und davon pogten und hüpften ziemlich viele vor der Bühne.

Als wir um 0.30 Uhr einstöpselten, hatte sich der Club bereits deutlich gelichtet. Während Jürgen sich hinters Mischpult begab, fungierte Thimo als Backliner. Ein Backliner ist ein Mensch, der den Musikern auf der Bühne hilft, alles anzuschließen. Wir rockten los und freuten uns, dass die ca. 50 noch anwesenden Gäste vor der Bühne gut abgingen. Unter ihnen befand sich auch David! Es erübrigt sich wohl zu sagen, dass auch einige Nagolder am Start waren. Mal wieder war es drückend heiß. Als vor der Bühne gerade kräftig gepogt wurde, machte ein langhaariger Typ einen Backflip. Allerdings landete er leider nicht auf den Füßen, sondern ausgerechnet auf seinem Gesicht! Sah schmerzhaft aus – war es wahrscheinlich auch. Jedenfalls rannte der Typ sofort nach draußen und ward nicht mehr gesehen. Jojo und Nippel versuchten sich von der Bühne aus nach seinem Zustand zu erkundigen. Viele Leute zuckten mit den Achseln. Keiner schien ihn zu kennen. Naja, hoffen wir mal, dass es nicht all zu schlimm war…

Kurz vor halb zwei beendeten wir unseren Gig und bedankten uns bei dem tanzfreudigen Publikum, bei Lemon-Chef Michael sowie bei SLIENT SCREAM, die uns diesen Gig ermöglicht hatten. Im Anschluss bauten wir ab. Thimo klebte währenddessen mit PU-Schaum Mauslöcher zu… 🙂

Als wir unsere paar Sachen in den Autos verstaut hatten, tranken wir noch ein Gseff und drehten dann eine Abschiedsrunde. Auf der Heimfahrt mussten wir einmal mitten auf der Landstraße anhalten, weil mehrere Leitpfosten quer auf der Fahrbahn lagen. Nippel stieg aus und räumte sie bei Seite. Im nächsten Kaff hatten wir auch schon des Übels Ursache: In einem Saal war a Baurafäschd. Hajo, so isch halt.

Mir sagat Dankschee: SLIENT SCREAM (vor allem Freddy), Thimo, Moni, Michael, David, und Anne.

„You should’ve never gone to Hollywood“
(SYSTEM OF A DOWN)

16.06.05

DREHARBEITEN ABGESCHLOSSEN

Die Dreharbeiten zu unserem DRK-Werbespot sind mittlerweile abgeschlossen. Wir hatten ein paar lustige und schöne Tage in Nagold. Unter der Rubrik PICS könnt ihr euch Bilder vom Dreh anschauen. Die Aufnahmen werden in den nächsten Wochen zusammengeschnitten und entsprechend vertont. Der fertige Werbespot wird pünktlich zum Schuljahresbeginn (also im September) auf DVD erscheinen.

Als kleines Dankeschön für unsere Mitarbeit haben sich die Herren Luippold und Fiedler vom DRK ein paar extravagante Geschenke einfallen lassen. Eines davon fanden wir so witzig, dass wir es euch nicht vorenthalten wollen: Unter der Rubrik DOWNLOADS könnt ihr euch fortan „Das Leben eines Drumsticks“ zu Gemüte führen…

13.06.05

TOUR DIARY – 11.06.05 | MOOSHEIM, Zelt, Sommerfest

Nach der Rekordbesucherzahl im vergangenen Jahr und durch die guten Connections von Sédon war es nicht verwunderlich, dass wir auch 2005 für das Moosheimer Sommerfest engagiert wurden. Wir rechneten mit vollem Haus und nahmen uns daher für unseren letzten Cover-Gig vor, alle Register zu ziehen. Unser Mischer Jürgen Roooooooos lies sich nicht lumpen und fuhr eine absolut fette Anlage auf.

Wir trafen uns also am frühen Samstagmittag im Moosamer Fäschdzäld, bauten die Backline auf, checkten Sound und testeten unser neues Intro. Klang sehr geil! Während unserem Soundcheck torkelte plötzlich ein Überlebender des Vorabends ins Zelt. Nach ein paar Rundgängen entschloss sich der gute Kerl, direkt vor der Bühne ein Nickerchen einzulegen. Roos zeigte sich einmal mehr von seiner kulanten Seite und klebte dem Typ mit Klebeband die Ohren zu. 🙂 Das war mit Sicherheit kein Fehler, denn der Betrunkene lag direkt neben der Bassbox!

Als alles erledigt war, gingen wir nochmals nach Hause. Zwischen 20.00 und 21.00 Uhr fanden wir uns wieder im Festzelt ein und warteten auf Leute. Das Zelt füllte sich (wie immer in Moosheim) recht zäh. Uns war’s egal. In einem abgegrenzten Bereich neben der Bühne vertrieben wir uns die Zeit. Immer wieder begaben wir uns nach draußen und begrüßten Bekannte, die nach und nach im Zelt eintrudelten. Einmal mehr freuten wir uns über eine ganze Bande aus Nagold-Rock-City!

Als sich das Festzelt dann doch so langsam füllte, begab sich DJ MESMER hinter sein Pult und legte auf. Er bemühte sich um eine kommerzielle Schiene – blieb aber meist bei rockigem Sound, was uns natürlich zusagte. War um Klassen besser, als DJ OSSI im letzten Jahr! Zumindest aus unserer Sicht.

Gegen 22.30 Uhr lies Roos unser neues Chor-Intro laufen. Klang sehr atmosphärisch. Done: „Mir lauft’s grad eiskalt da Buckl na!“ Danach enterten wir die Bühne und rockten mit „Me Again“ los. Von Anfang an hatten wir irrsinnig viel Spaß. Gleich an dritter Stelle präsentierten wir den Song „American Idiot“ von GREEN DAY, den wir extra noch für diesen letzten Cover-Gig eingeprobt hatten. Das Publikum war anfangs etwas verhalten, kam mit der Zeit aber immer mehr in Fahrt. Vor der Bühne wurde das Tanzbein geschwungen und mitgesungen. Von den über 1000 Leuten im Zelt hatten ziemlich viele Interesse an unserem Sound. Natürlich bei weitem nicht alle, aber für ein Zeltfest waren’s auf jeden Fall erstaunlich viele! Jojo versuchte von der Bühne aus alle anwesenden Bands zu begrüßen. Das war gar nicht mal so einfach, denn es waren wirklich viele Bandmitglieder da: Leute von TOS, FACE, SCANDALOUS, CHAVENGER, POPPYCOCK, GUNFIRE, LUNATIC TERROR – um nur ein paar zu nennen. Jojo: „Ist eigentlich jemand von KOT da??“ Gerade als er seinen Mund zumachte, stürmten auch schon die Eminenz und der Lord B. vor die Bühne! Wir freuten uns wie die Sau und die Eminenz und der Lord B. freuten sich wie der Teufel! 🙂

Nach einem spielerisch sehr guten ersten Turn verabschiedeten wir uns nach ca. einer Stunde Spielzeit in die Pause. DJ MESMER musste wieder ran. Wir drehten derweil ein paar Runden durch das mittlerweile volle Zelt und freuten uns über zig bekannte Gesichter sowie über viel Betrieb an unserem Merch-Stand.

Irgendwann wollten Jojo und Nippel weiterrocken. Von Sédon war jedoch keine Spur. Dafür war mittlerweile Alfons „Goht klar!“ Müller in Moosheim eingetroffen und hatte sich „zum deierschda Faktor in dära Band“ (Zitat Alfons über Jürgen) ans Mischpult gesellt. Als unser Schlagzeuger Zitrone endlich am Start war, beendeten wir die Pause und rockten mit „Exhausted“ weiter. Jürgen drehte kräftig am Delay-Regler und Robert („Bobbe“) am Lichtpult lies die Scheinwerfer tanzen. Sowohl Sound als auch Licht waren an diesem Abend vom Feinsten! Schade war jedoch, dass die große Nebelmaschine kaputt war. So hatten wir nur eine ganz kleine auf der Bühne, die der Sédon manuell bedienen musste. Naja, es rauchte trotzdem und war besser als gar nix…

Während unserem zweiten Turn wurde die Stimmung noch besser als im ersten. Speziell als wir für den Song „Ironic“ spontan unsere ehemalige Sängerin Judith auf die Bühne holten, gab’s massig Applaus. [Cool, dass du mitgemacht hast, Judith!] Für alle, die’s immer noch nicht wissen: Judith singt mittlerweile bei FACE. Wer Lust hat, auf eine geballte Portion Cover-Rock mit Judith am Gesangsmikro (oder auch auf einen Schlagzeuger, der so brachial spielt, dass bereits das Zusehen weh tut), der sollte sich FACE unbedingt mal (wieder) anschauen! Die aktuellen Termine gibt’s hier.

Wir rockten weiter durch unser Set. „Like A Rockstar“ kam sehr gut an. Gegen Schluss brachten wir zum letzten Mal ein paar Cover-Klassiker aus den bisherigen drei Jahren COLESLAW. Nach „Schrei Nach Liebe“ verabschiedeten wir uns und verließen die Bühne. Nach anhaltenden „Zugabe!“-Rufen des Publikums betraten Jojo und Nippel zu zweit die Bühne und schnappten sich ihre Akustik-Gitarren. Zunächst wurde die Unplugged-Version von „All Your Fault“ präsentiert. Danach gab’s den Simon And Garfunkel Klassiker „The Boxer“ zu hören. Nippel und Jojo verließen die Bühne. Schlagzeuger Zitrone betrat sie allein und sorgte sofort für tosenden Beifall. Er präsentierte eines seiner berüchtigten Schlagzeug-Soli. Zu guter Letzt gab’s noch „This Misery“ auf die Ohren. Danach war Schluss. Mittlerweile war es ca. 1.30 Uhr. Ich glaub, man hat gesehen, dass das für uns ein besonderer Gig war! Wir hatten während unseres kompletten Konzerts enorm viel Spaß und ich glaub, wir haben auf der Bühne selten so viel gelacht… 🙂

Im Anschluss an unser Konzert verstauten wir zunächst mal unser Equipment. Danach gab’s noch a räade Sause im Festzelt. Man drehte seine Runden, wurde von den Jungs hinter der Bar mit Getränken versorgt und freute sich über viel Lob von verschiedensten Leuten! Jürgen sorgte in der Bar mit seinem „Papst Benedikt“-Shirt für Furore. Jojo war der erste, der gegen 2.30 Uhr das Feld räumte. Sédon marschierte um 4.00 Uhr aus dem Zelt. Als gegen 4.30 Uhr Lichtmensch Bobbe die Anlage in den Lastwagen verlud, packten Nippel und Jonne mit an. Das war heftig schwere Arbeit! Respekt an Leute, die das jedes Wochenende (oder noch öfter) machen! Im Anschluss an die Schinderei war man fast schon wieder nüchtern. Es ging zurück an die Bar, wo Sure und Co. immer noch kräftig ausschenkten. Zumindest für uns! 🙂 Um 5.30 Uhr ließen sich Nippel, Jonne, Strauß und Gilla-Mate von Fred heimfahren. Jürgen lies sich wenig später von seiner besseren Hälfte abholen. War für uns alle ein schöner Abend!

Wir bedanken uns bei Jürg… ähm, nö, dem Jürgen wird ab sofort nicht mehr gedankt! Ihr wollt wissen wieso? Na weil er dr deierschde Faktor in dära Band isch! 🙂 Okay, Spaß bei Seite! Der wahre Grund ist folgender: Anscheinend sind wir eine der wenigen Bands, die die Vorteile eines eigenen Tontechnikers zu schätzen wissen. Bei einer Live-Performance ist ein guter Mischer die halbe Miete und avanciert praktisch zum vierten Bandmitglied – so auch unser Roos! Den meisten Leuten im Publikum ist das nicht klar – drum sei es hier mal ausdrücklich gesagt! In diesem Sinne:

Jojo, Nippel, Sédon und Jürgen bedanken sich bei: den Leuten vom MV Moosheim-Tissen (speziell beim Dribl-Karle!), DJ MESMER & Bernde, Bobbe, den Menschen von der Bar (Sure, Katomb, Pudel, Michi, Tobse, Gilla-Mate, Fred, Lexe usw.), Judith, Jonne, Strauß, Manne, Gero, Gero, Gero, Moni, Carina und Holger (auch wenn er an diesem Abend wahrscheinlich an alles andere, nur nicht an uns gedacht hat…).

Natürlich sind wir froh über jeden Konzertbesucher. Ein paar verdienen trotzdem besondere Erwähnung: Dr. Modula, Christian, Cris, Lange, St. Anger, Margot, Stefan, Chris, die Eminenz, Lord B., Simon & Stefan, Jürgen (von FACE), Niklas, Matze, Linda, Tanja und alle, die vergessen wurden! Beschwerden bitte an coleslaw@web.de!!

04.06.05

TOUR DIARY – 02.06.05 | DAUGENDORF, Engel

Müsst ihr auch jedes Mal lachen, wenn ihr morgens die Zeitung aufschlagt und da stehen dann so lustige Sachen wie zum Beispiel „DAX im Minus“?

Ihr lest gar keine Zeitung? Ihr findet unsere Gig Reviews viel besser?? Ihr lest gerade zum aller ersten Mal einen Gig Review und fragt euch, was der Scheiß soll??? Wie auch immer – uns soll’s recht sein!

Nach sechs Wochen Pause waren wir heiß darauf, endlich mal wieder live zu rocken. So düsten wir fröhlich nach Daugendorf in den Engel. Dort begrüßten wir erst mal Ralf Kopp (den Chef des Hauses) sowie die Jungs von THINKLESS, die an diesem Abend ebenfalls spielen sollten. Kurze Zeit später trudelten unser Rockstar-Coach Holger Fiesel sowie unser Zivi Jürgen Roos ein. Einem lustigen Abend auf intellektuell hohem Niveau stand also nichts mehr im Wege… 🙂

Während Gott (für Roos: Luzifer) Abend werden lies, bauten wir unseren Merch-Stand auf. Jojos Bruder Mc Stefan, der nach über acht Monaten Schottland wieder ins Land der Dichter, Denker und Scheitelträger zurückgekehrt war, setzte sich sofort dahinter. Viel Umsatz erwarteten wir an diesem Abend nicht. Trotzdem sollte jeder sehen, was unser toller Hecht Sédon beim Hecht alles geschreinert hatte! Nippel prangerte an, dass unser Merch-Stand für den Engel wohl etwas übertrieben war. Er schlug als Alternative einen „Bruststand“ vor. Fiesel lies sich diese einmalige Gelegenheit natürlich nicht entgehen und korrigierte lautstark: „Nippel, des hoißt Bauchlada!“ Alle, die gerade dabei standen, lachten Tränen! Vor allem Jojo bepisste sich vor Lachen! Tja, den „Bruststand“ wird der Nippel in Zukunft wohl noch öfters zu hören bekommen. Mal wieder war der Beweis erbracht, dass selbst Leute vom Dorf de Gschdudierte von Zeit zu Zeit was vormachen können… 🙂

Zu unserer Überraschung gesellten sich plötzlich Steffen und Christian aus Nagold zu uns! Das sind die Chefs des DRK-Werbespot-Projekts. Die ohnehin schon lustige Runde wurde also erneut bereichert. Man unterhielt sich und lies sich nebenher von Engel-Chef Ralf (oder auch von seiner reizenden Bedienung) mit Getränken versorgen. Wir von der Band bekamen die Getränke umsonst. Holger musste zahlen und meinte zu Ralf: „Bei deine günschdige Preise zahl i doch gern!“ Ralf spazierte breit grinsend zurück zu Theke. Holger: „Des hot er jetzt hoffentlich richtig verschdanda!“ – Stefan: „Wieso? Isch’s Bier hier deier??“ – Holger: „Für a Dorfboiz scho!“ 🙂

Der Engel füllte sich an diesem Abend recht zäh. Trotzdem kam immer mal wieder jemand rein. Unter anderem waren TOS-Basser Joe sowie CHAVENGER-Frontmann Achim am Start.

Als erste Combo des Abends eröffnete die ENGEL-HOUSE-BAND mit einigen Coversongs. Am Bass und am Gesang war wie immer Engel-Chef Ralf persönlich am Werk. Als ersten Song präsentierte das Trio den BILLY IDOL Klassiker „Rebell Yell“. Nippel sang mit. Holger: „Hä? Welche Band hot des covert, dass du des kennsch?? – Nippel: „HIM!“ – Holger: „Wenn da no zwoi Johr jünger wärsch, dann dädsch wahrscheinlich moina, des sei an Song von da ENGEL-HOUSE-BAND!“ 🙂

Im Anschluss enterten die Newcomer von THINKLESS die Bühne und präsentierten ihre punkigen Eigenkompositionen. Das konnte sich hören lassen! Auf jeden Fall eine der besseren Nachwuchsband hier in der Gegend! Kleines Manko: Keiner der Jungs war im Besitz eines Stimmgeräts. 🙂 Zudem hatte Drummer Flori keine Sticks dabei. Sédon half ihm natürlich bereitwillig mit seinem „Brasilianer-Glomp“ (Zitat Firma Inbeat) aus. Von wegen „Glomp“! Es sollte im Laufe des Abends kein einziger Drumstick brechen…

Als letzte Band des Abends legten schließlich wir los. Sédon hatte (wie immer) seine eigene Snare dabei, was bei den Leuten direkt vor der Bühne für schmerzverzerrte Gesichter sorgte. Egal. „Dia muss räad bälla!“ (Zitat Sédon). Es machte uns großen Spaß, in der lockeren Atmosphäre des Engel vor ca. 50 Gästen zu rocken. Wir spielten relativ sicher, wenngleich sowohl Jojo als auch Nippel jeden Verspieler des jeweils anderen mit so deutlichem Blick kommentierten, dass es der halbe Engel mitbekam. 🙂 Naja, das sind halt die schönen Seiten von Kneipen-Gigs! Wenn wir bald in Altheim spielen (*räusper*), dann stehen Jojo und Nippel so weit auseinander, dass sie sich kaum sehen! Okay, das war übertrieben. Wir wollen die Kirche mal schön in Betzenweiler lassen… 🙂

Unser Set war an diesem Abend mit ausschweifenden Ansagen gespickt, woran hauptsächlich Sédon Schuld hatte! Er sagte zwar nix – es gab aber massig viel über ihn zu sagen. 🙂 Nach ca. 50 Minuten Programm brachten wir mit „Exhausted“ unser Set zu Ende, bedankten uns und verließen die Bühne. War ein schöner Gig!

Im Anschluss saß man wieder gemütlich beisammen und lies sich abermals mit Getränken versorgen. Obwohl immer mal wieder der Satz: „Das Niveau sinkt!“ zu vernehmen war, blieben all zu krasse Ausflüge in die Botanik an diesem Abend die Ausnahme! Ich will nicht sagen, dass alles über der Gürtellinie war, aber zumindest kann ich guten Gewissens behaupten, dass das meiste nicht über den Schamhaaransatz hinausging. Angesichts der Personenkonstellation dieses Abends kann das mit Sicherheit eine kleine Sensation bezeichnet werden! 🙂

Für einen lockeren Abend im Engel bedanken wir uns bei: Ralf & Belegschaft, Fiesel, Roos, Stefan, Ocarina, Dr. mOdula, Christian & Anhang, Liese, Tobse, den Jungs von THINKLESS sowie der ENGEL-HOUSE-BAND.

„Kooot?“

03.06.05

ALTSTADT FESTIVAL AM 20. & 21. AUGUST 2005

Ein Team mit und um COLESLAW veranstaltet beim diesjährigen Altstadtfest in Bad Saulgau an zwei Abenden das Altstadt Festival. Nach 2002 und 2003 gehen wir nach einem Jahr Pause bereits in die dritte Runde. Früher noch auf dem Parkdeck hinter dem Gasthaus „Dreikönig“, findet das ganze dieses Jahr in einer neuen, wetterfesten Location statt: dem Parkhaus in der Lindenstraße. Wir konnten wieder ein tolles Line-Up für beide Abende mit Bands aus verschiedenen Musikrichtungen zusammenstellen.

[INSERT COOL NAME] (Ravensburg), RUNLET (Pfullendorf), 5 BUGS (Berlin), THINKLESS, POPPYCOCK, SOULSICK (Riedlingen), COLESLAW und ITCHY POOPZKID (Eislingen an der Fils) werden diese zwei Tage zu einem unvergesslichen Musikerlebnis machen! Bei freiem Eintritt und fairen Getränkepreisen gibt es keine Ausreden mehr…

Alle Infos unter www.altstadt-festival.de! Wir sehen uns!!