23.08.05

ALTSTADT FESTIVAL WAR EIN VOLLER ERFOLG

Mit über 300 Besuchern am Samstag und über 500 Besuchern am Sonntag (plus Laufpublikum) war unser Altstadt Festival am vergangenen Wochenende trotz Regen ein voller Erfolg! Wir danken unseren Helfern, den Bands, den Sponsoren und allen Besuchern! Durch die gute Resonanz ist es durchaus möglich, dass es im nächsten Jahr zu einer Neuauflage kommt…

Näheres zum vergangenen Altstadt Festival erfahrt ihr unter der Rubrik GIG REVIEWS.

15.08.05

TOUR DIARY – 13.08.05 | BAD BUCHAU, Freibad, Beach Party

Unser 90. Konzert sollte so manche Premiere mit sich bringen: Unter anderem wurde zum ersten Mal in unserer Bandgeschichte ein Gig durch die Polizei abgebrochen, aber dazu später mehr…

Am späten Nachmittag düsten die Sédonsche sowie die Nippelsche Karosse nach Bad Buchau zum Freibad, wo eine Beach Party angesagt war. Mischer Jürgen war bereits vor Ort, da er sich um die Anlage gekümmert hatte. Sédon staunte über die Bühne: Das Dach bestand aus zwei großen Sonnenschirmen und der Drum-Riser aus vier Biertischen! 🙂 Sah alles ziemlich lustig aus – erfüllte aber seinen Zweck.

Wir bauten gemütlich auf und machten nebenher Bekanntschaft mit den witzigen Kollegen von ROCK’N’FUN – einer Coverrock-Formation aus Aulendorf. Role, Wolfgang und Dietmar waren circa doppelt so alt und circa genauso nett wie wir. Man kam jedenfalls blendend aus. 🙂

Nach einem kurzen Soundcheck düsten Nippel, Sédon und Carina nach Otterswang, um dort im TOS-Bandraum das Roosophon abzuholen, welches wir einen Abend zuvor in Bad Schussenried auf der Bühne vergessen hatten. An dieser Stelle geht nochmals ein Dankeschön an TOS-Drummer Jürgen, der das Teil für uns mitgenommen hat! Wir laberten ein Weilchen mit den TOS-Buben und fuhren dann wieder los. Auf dem Weg zurück nach Bad Buchau fielen uns am Straßenrand zig Plakate auf und die gefielen uns gar nicht: Blöderweise war dieser Samstag geradezu mit Partys vollgestopft. Neben der Beach Party in Bad Buchau gab es zwei weitere in Aulendorf und in Zwiefalten. Zudem waren auch in Otterswang sowie in Kanzach Partys angesagt. Da es zu allem Überfluss auch noch nach Regen aussah, war uns bereits vor dem Gig klar, dass die von Veranstalter Uwe angepeilten 1500 Leute niemals nach Bad Buchau kommen würden…

Kurz vor 20.00 Uhr legte DJ PUDDING los. War ein netter Kerl, der extravagant aussah, aber 0815-Mucke spielte. Eine gute Stunde später legten die Herren von ROCK’N’FUN mit alten Rockklassikern von ZZ TOP und Konsorten los. Gitarrenmann Dietmar lies seine Finger über das Griffbrett tanzen und intonierte hörenswerte Gitarrensoli. Leider waren kaum Leute da – geschweige denn vor der Bühne. Die paar, die das Tanzbein schwangen, konnte man an zwei Händen abzählen. Immerhin sah das Wetter mittlerweile wieder recht stabil aus – der erwartete Regenschauer schien auszubleiben.

Wir saßen neben dem FOH, ließen es uns mit Pommes und Cola-Weizen gut gehen und freuten uns über einige Leute, die extra wegen uns gekommen waren. Während sich Jürgen, Thimo und Co. Angeregt unterhielten, saß Nippel mit seinem Laptop auf einer Bank und schrieb den Gig Review des Vorabends. Sédon zog es vor, mit Carina die schönen Seiten des Lebens zu genießen. Irgendwann kam ein Typ und schimpfte mit den beiden, weil sie das Festgelände trotz Absperrung verlassen hatten. Arschloch! Mit Genugtuung nahm Sédon zur Kenntnis, dass im Laufe des Abends immer mal wieder Leute durch die Absperrung kamen und sich so das Eintrittsgeld sparten… 🙂

Als die Kollegen von ROCK’N’FUN ihren Gig beendet hatten, begaben wir uns auf die Bühne und machten erst mal einen ausgiebigen Line-Check. Danach ertönte unser Intro und roos ging’s! Das Publikumsinteresse hielt sich auch bei uns stark in Grenzen, doch immerhin schafften wir es ca. 25 Leute vor die Bühne zu bringen, die sichtlich Gefallen an unserem Sound fanden und sich fleißig bewegten. Wir hatten großen Spaß auf der mehrstufigen Bühne und liefen während dem Spielen fleißig durch die Gegend. Dank Funksender konnten sich Jojo und Nippel sogar ab und zu ins Publikum begeben, was sehr gut ankam und für eine persönliche Atmosphäre sorgte. Sédon drosch mal wieder kräftig auf seine Schießbude ein, Cris und Lange tanzten vor der Bühne, das Roosophon sorgte für erstaunte Blicke und eigentlich hätte alles wunderbar sein können, wenn nicht ein paar Anwohner die Polizei gerufen hätten. Diese rückte sofort aus und machte Veranstalter Uwe kräftig Feuer unterm Arsch. Uwe ging zu Jürgen ans Mischpult und meinte: „Du musst leiser machen!“ – Jürgen: „Nö, mach ich nicht!“ – „Du musst aber, weil die Polizei Stress macht!“ – „Mir doch egal!“ So ging das Spiel eine ganze Weile. Jojo, Nippel und Sédon bekamen auf der Bühne von all dem kaum was mit, bis Jürgen schließlich gezwungenermaßen die Anlage herunterfuhr. Verdutzt wurde „Just Asking“ als improvisierte Unplugged-Version beendet. Zur großen Enttäuschung einiger Gäste mussten wir unseren Gig an dieser Stelle abbrechen. Jojo: „Sorry, aber so können wir unmöglich weiterspielen!“ Wir waren sehr verärgert. Vor allem Jürgen am FOH schimpfte was das Zeug hielt! So was hatten wir noch nie erlebt!! Auch die Kollegen von ROCK’N’FUN schüttelten ungläubig die Köpfe. Naja, ob es uns passte oder nicht – wir konnten nix dran ändern. Wir entschuldigten uns bei einigen Fans, die extra wegen uns gekommen waren. Die meisten zeigten sich verständnisvoll und meinten: „Kein Problem – ihr könnt ja auch nix dafür!“…

Einige Zeit später führten Nippel und Sédon ein klärendes Gespräch mit Veranstalter Uwe, der trotz allem freundlich blieb. Im Anschluss bauten wir gemächlich ab und düsten nach Hause.

Lovin’, Hugs and Kisses gehen an: ROCK’N’FUN, DJ PUDDING, Uwe, den Leuten am Weizenstand, Cris & Lange, Thimo, Sigi, Carina, Stefan, Stefan, Michael!, Raidi, Pasl, Vroni, Jenny, Sonja und allen anderen, die vor der Bühne waren.

14.08.05

TOUR DIARY – 12.08.05 | BAD SCHUSSENRIED, Stadthalle, TOS Album Release Festival

Die Kollegen von TOS hatten ein Festival in der Schussenrieder Stadthalle auf die Beine gestellt. Anlass war die Veröffentlichung ihres Debüt-Albums „An Illusion That Blinds You From The Truth“. Wir düsten los und holten unterwegs Mischer Jürgen sowie Backliner Holger ab. In Schussenried angekommen begrüßten wir erst mal einige Kollegen. Neben uns und TOS sollten auch THINKLESS, CHAVENGER und NULLTARIF auftreten.

Unser Soundcheck beschränkte sich an diesem Abend auf ein kurzes Antesten des Roosophons. Wer noch nicht weiß, was es mit dem Roosophon auf sich hat, der soll gefälligst den Gig Review von Heudorf lesen! Nachdem auch der Merch-Stand aufgebaut war, gingen wir eine Runde in die Stadt. Unterwegs schauten wir im Bandraum von SHERIFF vorbei. Die Kapelle SHERIFF hieß früher einmal DIE SPINNER und dort hatte unser Backliner (Webmaster, Producer, Berater, Freund, Großmaul…) Holger Schlagzeug gespielt. Die ehemaligen Bandkollegen von Holger waren witzig drauf. Mal wieder schwelgte man in alten Zeiten. Man redete über Harald Schmidt, über das Southside Festival, über schlechte Sänger, über Schweden und über… ach, wieso erzähl ich das eigentlich? Jedenfalls war’s sehr lustig. 🙂 Nach einer knappen halben Stunde sagten wir „Tschüss“ und spazierten weiter durch die Stadt. Bei Hasan wurden genüsslich einige Döner verspeist. Holger schmeckte es nicht.

Zurück in der Stadthalle schauten wir uns den Gig von den Newcomern THINKLESS an. Bei den Jungs geht’s vorwärts! Erstmals hatten sie ihre Demo-CD „Fragmentary“ dabei. Nippel kaufte sich eine und fand sofort Gefallen an dem gelungenen Artwork.

Im Anschluss präsentierten die Jungs von CHAVENGER rockige Songs und versuchten sich zudem an politischen Ansagen. Das können wir auch: SPD wählen! Das sagen zumindest Nippel und Jojo. Done sagt wie immer: „I woiß it, sagat ihr!“ 😉

Nach CHAVENGER waren wir an der Reihe. Unmittelbar vor unserem Gig steckte sich Mischer Jürgen einen Kleiderbügel in den Nacken und sorgte mit seinem Frankenstein-Look für Gelächter. 🙂 Backliner Holger richtete auf der Bühne alles äußerst professionell her: „Für jeden zwei Flaschen Mineralwasser. Eine offen, die andere noch zu, aber schon leicht angedreht – es könnte ja sein, dass ihr nachher feuchte Hände habt!“ 🙂 Respekt, Holger! Auf dich ist Verlass!!

Als alles hergerichtet war, ertönte unser Intro und wir enterten die Bühne. Bereits nach kurzer Zeit versammelte sich in der ersten Reihe eine Gruppe Headbanger, die kräftig ihre Haare tanzen ließen. Sah geil aus! Wir rockten durch unser Set und gaben unser Bestes, um die Stimmung für TOS anzuheizen. Zum zweiten Mal hatten wir großen Spaß mit unserem brandneuen Roosophon. Beim Instrumentenwechsel wollte Nippel (wie immer) seinen Gürtel entfernen, um Jojos Klampfe nicht zu verkratzen. Jojo wollte ihm dabei helfen und zog wie blöd an Nippels Gürtel. Scheppernd flog die Gürtelschnalle auf den Boden – der Rest vom Gürtel blieb an Nippels Hose hängen und wollte dort einfach nicht weg. Backliner Holger stürmte sofort auf die Bühne und schaffte lachend Abhilfe. 🙂 Nach „This Misery“ war unser Gig zu Ende. Jojo und Nippel standen zum Big Finish bereit – Sédon stand einfach auf und verließ die Bühne. ??? Okay, dann halt kein Big Finish. 🙁

Wir räumten unser Zeug beiseite und wünschten den Kollegen von TOS alles Gute.

Chris, Joe und Jürgen präsentierten im Anschluss die Songs von ihrem Album und zeigten sich auf der Bühne sehr kreativ: Unter anderem spielte Joe seinen Bass wie ein Cello! Mit Bogen!! Unglaublich, aber das funktionierte und klang darüber hinaus auch noch ziemlich gut! Die Stimmung war beim TOS-Gig durchgehend gut. Auf jeden Fall ein gelungenes Album-Release!

Zu guter Letzt war noch NULLTARIF dran. Das Trio präsentierte deutschen Punk und erinnerte nicht nur aufgrund des singenden Schlagzeugers an DIE ÄRZTE. War insgesamt solider Sound. Leider lichtete sich das Publikum zunehmend. Wir saßen während dem Gig an unserem Merch-Stand und freuten uns über einige verkaufte CDs. By the way: Mittlerweile haben wir über 650 Exemplare von unserer EP „Strawberry Week“ unter die Leute gebracht.

Als sich der Gig von NULLTARIF dem Ende neigte, brachten wir unser Zeug in die Autos. TOS-Frontmann Chris enterte derweil als Gastmusiker nochmals die Bühne und zeigte, dass er neben der Gitarre auch mit dem Schlagzeug umgehen kann. Eine gute halbe Stunde später verabschiedeten wir uns von TOS und Co. und düsten nach Hause. Was uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar war: Unser Roosophon stand immer noch auf der Bühne und wartete darauf, mitgenommen zu werden. Ein dickes Minus für Backliner Holger!! 🙂

Wir danken: Moni, TOS (Chris, Joe, Jürgen), den anderen Bands, Jonne, Holger, Claudi, Bine, Raidi, Bauser, 2x Stefan, Manne, Strauß, Figel, Peider, Holger, Öre und allen anderen, die wegen uns von Saulgau hergefahren sind, Lothar, den Männern von Audio Concept, den Leuten hinter der Bar und allen, die jetzt grad denken: „Und mich haben diese arroganten Wichser mal wieder vergessen!“ 😉

01.08.05

TOUR DIARY – 30.07.05 | HEUDORF AM BUSSEN, Fest ohne Grenzen

Wir trafen uns am späten Mittag mit den Kollegen von [INSERT COOL NAME] und CABBAGE AND TURNIP in Bad Saulgau beim Kaufland. Man begrüßte sich herzlich und düste in einer kleinen Kolonne gen Heudorf. Das liegt übrigens nur drei Kilometer von Dürmentingen entfernt und da residiert unser unglaublicher Mischer Jürgen Roos! Nippel und Sédon hatten sich bereist im Vorfeld einen Schlafplatz bei Genosse Roos gesichert – eine ordentliche Sause war also vorprogrammiert.

In Heudorf angekommen freuten wir uns über einen Lkw-Anhänger, der als Bühne diente, über eine geile Anlage vom MMBS sowie über ein liebevoll zusammengeschustertes FOH. Das alles befand sich auf einer Wiese, die etwas abseits von Heudorf lag. Einige Dorfmenschen waren gerade damit beschäftigt, das Gelände mit einem Bauzaun einzugrenzen. Andere Dorfmenschen vergnügten sich mit zahlreichen Spielen wie zum Beispiel Schubkarren fahren oder „Bierkästenunterdenfüßenstapelnabernichtrunterfallen“. Wir schauten ihnen dabei zu und unterhielten uns nebenher mit den Kollegen. Wie schon am Vortag in Altheim sah der Himmel auch an diesem Abend alles andere als vielversprechend aus…

Wir machten einen kurzen Soundcheck und freuten uns dabei über ein neues Gimmick auf der Bühne – das Roosophon! Das Roosophon war nichts anderes als ein alter Telefonhörer, der neben Jojos Mikro montiert wurde. Wenn man hineinsingt, dann klingt das wie durch ein Telefon – Musiker nennen das den „Telefoneffekt“. Klingt richtig geil und kommt bei Songs wie zum Beispiel „The Thing About You“ oder „Like A Rockstar“ an den entsprechenden Stellen sehr fett! Wir sind jedenfalls restlos begeistert vom Roosophon! Ein Hoch auf unseren Mischer Roos, der das Teil in mehr als sieben Stunden Arbeit zusammengebaut hat! 🙂 Ein weiteres Hoch auf den Typ, der die Siegerehrung moderiert hat! Junge, so ein Schwäbisch ist sogar für uns erstaunlich!! 🙂

Nach dem Soundcheck ging Nippel an den Getränkeausschank und bestellte sich ein Spezi. Er gab einen der Gutscheine her, die er zuvor vom Veranstalter bekommen hatte. Der Kerl hinter der Bar meinte: „Die sind fürs Essen. Getränke bekommst du auch so!“ – Nippel: „So viel wie ich will??“ – „Du solltest halt nicht kotzen!“ – „Ich hab ja auch nur ein Spezi bestellt!“ – „Du kennst unser Spezi nicht!“ Dann gab der Typ dem Nippel eine Flasche, die dank ihrer komischen Form und ihrem seltsamen Etikett eher einem Mittel zum Wunden verätzen als einem Spezi ähnelte! 🙂 Das Ganze schmeckte wie schlechtes Schwipp Schwapp. Sédon erging es ähnlich: Er hatte sich ein Radler bestellt. Er trank einen Schluck und verzog sofort das Gesicht. Mit den Worten: „Wa isch au des für a Gilla?“ schüttete er das „Radler“ in die Wiese. Obacha, des Gseff! Holger, der mittlerweile auch in Heudorf eingetroffen und noch sichtlich vom Vortag geschädigt war, meinte lachend: „Das hätt ich dir gleich sagen können. Die Brauerei in Hailtingen ist für ihr schlechtes Bier bekannt!“ 🙂

Sédon lies sich also von unseren Nagoldern Cris und Lange mit Jackie Cola versorgen. Ja, die beiden waren (so unglaublich das klingen mag) erneut am Start! Nach Altheim hatten sie im Auto übernachtet. In Riedlingen wurde gegessen und danach ging’s nach Heudorf – und das alles wegen uns! Obwohl wir mittlerweile fast schon mit ihnen rechnen, so erstaunen uns die zwei doch immer wieder… 🙂

Irgendwann spazierte Nippel an den Rand eines Gerstefelds, um dort seine Blase zu entleeren. Jojo und Jürgen rannten urplötzlich auf ihn los und taten so, als ob sie ihn hineinschubsen wollten. Nippel flüchtete ins Feld, tappte in ein Loch und flog kopfüber in die Gerste! Roos, Jojo, Moni und die Nagolder kriegten sich vor Lachen kaum mehr ein! 🙂 Nippel klagte im Anschluss über Juckreiz, was nicht weiter verwunderlich war: Überall klebte Gerste an seinen Klamotten… 🙂

Nach 21.00 Uhr starteten die Jungs von CABBAGE AND TURNIP in ihren vorerst letzten Gig. Die Jungs um ihren scheidenden Bassisten Michi wollen sich eine Sommerpause gönnen und danach schauen wie, bzw. ob es überhaupt weiter geht. Leider hatten die Jungs einen denkbar ungünstigen Tag für ihr Abschiedkonzert erwischt: Es waren kaum Leute am Start. Die wenigen, die sich auf das Gelände verirrt hatten, standen überall – nur nicht vor der Bühne. Auch als nach CABBAGE AND TURNIP die Jungs von [INSERT COOL NAME] losrockten, zeigten die Dorfmenschen kaum Interesse. Das war sehr schade, denn Bene und seine Mannen präsentierten sich in Bestform! Wir hatten einen Heidenspaß und freuten uns über die mit viel Hingabe vorgetragenen Songs. Auch Jürgen, der die Inserts zum ersten Mal sah, war sichtlich beeindruckt. Geile Vorstellung!

Zum Schluss waren wir an der Reihe. Während unserem Intro betraten wir die Bühne und legten los. Wir hatten nicht sonderlich viel von diesem Gig erwartet – zu Unrecht, wie sich rausstellen sollte: Vermutlich dank Heimvorteil schafften wir es ca. 40 Leute vor die Bühne zu locken. Naja, immerhin. Wir spielten einen unserer besten Gigs überhaupt (vor allem Sédon!) und sorgten für gute Stimmung. Immer dann, wenn man absolut nix erwartet, wird’s irgendwie doch geil! Wir zeigten enorme Spielfreude und hatten großen Spaß mit unserem nagelneuen Roosophon. Auch den Leuten schien das seltsame Utensil zu gefallen. Keine Frage – dieses Teil wird uns auch bei zukünftigen Gigs begleiten, darauf könnt ihr Gift nehmen! 🙂

Mitten in unserem Set stimmten wir „Happy Birthday To You“ für ein Mädels namens Livi an. Alles gute zum 19ten! Livi freute sich sehr über unser Ständchen. Wir rockten weiter. Plötzlich kamen drei junge Mädels (neun, elf und zwölf Jahre alt) vor die Bühne und bangten wie verrückt! Ihr langen Haare tanzten durch die Gegend und zogen die Blicke magisch an. Irgendwann knieten die drei sogar vor der Bühne im Matsch! Bei unserer Zugabe holten wir Jenni, Jessi und Nicole zu uns auf die Bühne, wo sie ihr Haarspektakel erneut zelebrierten! Die drei hatten einen Heidenspaß! Wir übrigens auch! Wer hat nicht gerne Tänzerinnen auf der Bühne – noch dazu, wenn sie über zehn Jahre jünger sind?? 😉

Nach dieser etwas anderen Zugabe bedankten wir uns beim Publikum und verließen hochzufrieden die Bühne. Jojo und Sédon bauten sofort ab. Nippel ging erst mal an die Bar und lies sich dort von Geburtstagskind Livi einen schmackhaften Cocktail zubereiten – es sollte nicht der letzte des Abends bleiben…

Irgendwann war alles außer unserem Merch-Stand sicher in unseren Karossen verstaut. Im Falle von Sédon sogar sicherer, als ihm lieb war: Er hatte den Schlüssel im Auto vergessen und die Tür zugehauen. 🙂 Naja, das ist zwar ärgerlich, aber so was kommt halt vor. Der Merch-Stand wurde dann eben bei Holger im Auto untergebracht.

Nach und nach räumten unsere Ravensburger Kollegen das Feld. Auch Jojo fuhr mit den anderen Saulgauern relativ bald nach Hause. Schließlich kratzte auch Holger die Kurve. Sédon, Roos, Nippel und die beiden Nagolder hatten noch eine ausgesprochen spaßige Party bis zum Morgengrauen. Cris und Lange gingen im Auto schlafen, während Roos, Nippel und Sédon noch einen Fußmarsch nach Dürmentingen hinter sich bringen mussten. In der Roosschen Residenz wartete bereits dessen bessere Hälfte Nadja auf uns und empfing uns freundlich. Gegen 6.00 Uhr in der Früh gingen wir zu Bett. Am nächsten Morgen gab es ein üppiges Frühstück.

Für einen unerwartet schönen Abend bedanken wir uns bei: den Organisatoren des Fests ohne Grenzen, Stefan, Holger, Cris & Lange, Raidi, Bucki, Moni, Nadja, MMBS (unter anderem für die Ersatzendstufe), den Technikern, [INSERT COOL NAME], CABBAGE AND TURNIP, Livi, den anderen Menschen hinter der Bar sowie beim magischen Dreieck: Balakov, Bobic, El… ähm wir meinen natürlich: Jessi, Jenni, Nicole. Ihr wart bezaubernd!

Wir bedanken uns NICHT bei der Brauerei Hailtingen!

31.07.05

TOUR DIARY – 29.07.05 | ALTHEIM, Altheimer Open Air

Am Anfang dieses Gig Reviews möchten wir uns zunächst einmal bedanken und zwar bei allen Leuten, die uns am 15.04.05 beim Shoot Out im Riedlinger Bollwerk unterstützt haben. Euch allein haben wir den Auftritt beim Altheimer Open Air zu verdanken!

Das Altheimer Open Air ist das größte und bekannteste Festival in unserer Umgebung. In den letzten Jahren waren wir dort regelmäßig als Zuschauer zugange – dass wir einmal selbst dort spielen durften, war etwas Besonderes für uns. Entsprechend groß war unsere Vorfreude, denn wir sollten in Altheim unter anderem die einstigen Crossover-Pioniere H-BLOCKX supporten!

In der Woche vor dem Open Air probten wir fleißig. Bei einer Probe warteten Jojo und Nippel (wie so oft) auf Sédon, der mal wieder nicht zum vereinbarten Zeitpunkt im Bandraum erschien. Als schließlich mit halbstündiger Verspätung sein Auto auf den Stinneshof kurvte, riss Jojo leicht wütend das Fenster auf, um Sédon anzumaulen. Auch Nippel stand genervt am Fenster. Sédon stieg aus, streckte die Arme in den Himmel und rief aus voller Kehle: „Wir spielen in Altheim!!!“ Das war intelligent gemacht, denn Jojos und Nippels Verärgerung war sofort wie weggeblasen… 🙂

Am Nachmittag des 29. Juli trafen wir uns voller Vorfreude bei Nippel und düsten in drei Autos los. Unterwegs stießen wir auf einen BMW, der mit 60 über die Landstraße tuckerte. Wir warteten kurz, bis dieser BMW hinter einem Traktor feststeckte und überholten dann im Dreierpack. 🙂 In Waldhausen holten wir unseren Mischer Jürgen sowie unseren Backliner Holger ab, die sofort für gute Stimmung sorgten.

In Altheim angekommen wurden wir freundlich von den Organisatoren empfangen. Überall hieß es „Hallo Coleslaw!“ Holger: „Das gibt’s ja nicht, jetzt werde sogar ich schon so begrüßt!“ – Nippel: „Na was hast du erwartet? Hallo DIE HAPPY oder was??“ 🙂 Wir bekamen unsere Backstage-Ausweise ausgehändigt und wurden von Organisator Dominik kurz übers Gelände geführt. Wie immer in Altheim war alles bestens hergerichtet. Neben dem Festivalgelände durften wir uns in diesem Jahr erstmals auch den Backstagebereich zu Gemüte führen: Hinter der Bühne stand der Nightliner (Reisebus) von den H-BLOCKX. Ein Weg führte von der Bühne bis ins Backstagezelt, wo für jede Band ein gut gefüllter Kühlschrank bereit stand. Wir fanden das total außergewöhnlich! Altrockstar Holger bremste unseren Enthusiasmus und erklärte uns, dass das ganz normal ist. Dann holte er sich gleich mal ein Bier aus dem Kühlschrank. Im Zelt machten wir Bekanntschaft mit den netten Kollegen von NEVERMIND und kamen sofort blendend aus.

Rechts vor der (für unsere Verhältnisse enorm großen) Bühne bauten wir unseren Merchandise-Stand auf. Nachdem unser Equipment ausgeladen war, stellten wir unsere Autos in einem abgetrennten Parkbereich ab. Der war eigentlich nur für die Bands gedacht und nirgends ausgeschildert. Trotzdem kamen auf einmal unsere Nagolder Hardcore-Fans Cris und Lange daher gefahren. Wir begrüßten sie freudig und nahmen sofort ihren weinroten Mercedes in Augenschein, der an den Fenstern mit Coleslaw-Fotos vollgeklebt war. Ihr seid unglaublich!!

Eigentlich war alles perfekt – abgesehen von den dunklen Wolken, die am Himmel aufzogen. Die sahen sehr nach Regen aus. Die Polizei kam extra auf dem Festivalgelände vorbei, um eine Unwetterwarnung auszusprechen! Auch H-BLOCKX-Frontmann Henning verzog das Gesicht, als er gegen 16.00 Uhr mit den Worten „Guten Morgen!“ aus dem Tourbus kam und gen Himmel blickte. Henning: „Was meint ihr? Hält das Wetter?“ – Jojo: „Sieht nicht gut aus. Grad war die Polizei da und hat ne Unwetterwarnung ausgesprochen.“ Naja, abwarten und Tee trinken…

Um 17.00 Uhr machten wir als einzige Band des Abends einen Soundcheck. Der Monitorsound war umwerfend gut – man hörte sich perfekt. Beruhigt legten wir die Instrumente nieder und vertrieben uns die Zeit im Backstagezelt. Dort unterhielt sich Holger angeregt mit den witzigen Franzosen von P.O.BOX. Wir unterschrieben derweil fleißig Plakate, die als Preise für ein Gewinnspiel gedacht waren. Natürlich unterschrieben darauf nicht nur wir, sondern auch alle anderen Bands – sonst wäre das Gewinnspiel nicht sehr reizvoll gewesen… 🙂

Um 18.00 Uhr war Einlass. Wir begaben uns nach draußen und begrüßten zahlreiche bekannte Gesichter. Jojos Bruder Stefan, Jonne und Gero nahmen am Merch-Stand platz. Wir freuten uns sehr auf unseren Gig, obwohl es immer mal wieder leicht tröpfelte. Um 19.00 Uhr machten wir uns spielbereit. Unser Backliner Holger hatte alles bestens hergerichtet: Für jeden von uns stand ein geöffnetes Mineralwasser bereit. Daneben lag ebenfalls für jeden ein Handtuch. 🙂

Jürgen begab sich zum FOH und lies unser Intro laufen. Wir betraten die Bühne und rockten los. Obwohl sich am Himmel dunkle Wolken türmten, sollte es während unseres gesamten Gigs trocken bleiben. Trotzdem waren wohl viele Leute wegen der unsicheren Wetterlage zu Hause geblieben. Gerade mal zwischen 200 und 300 Leute waren über das Gelände verstreut, als wir spielten. „Egal!“ dachten wir uns und zeigten uns von unserer besten Seite. Wir rockten was das Zeug hielt und konnten zumindest die meisten Anwesenden restlos überzeugen. Zwischen unseren Songs gab’s ordentlich Applaus. Die Nagolder schwangen wie immer kräftig das Tanzbein. Uns machte es großen Spaß auf der gigantischen Altheim-Bühne zu rocken! Wenn uns das vor ein paar Jahren einer erzählt hätte – wir hätten ihn für verrückt erklärt! Mit „This Misery“ beendeten wir unser knapp 45-minütiges Set, verließen hochzufrieden die Bühne und umarmten uns. Sédon: „Jungs, wir haben in Altheim gespielt!!“ 🙂

Im Anschluss an unseren Gig räumten wir unser Zeug (natürlich nur das, was von NEVERMIND nicht gebraucht wurde) von der Bühne und wünschten dem Trio aus Schlitz 🙂 viel Glück. Leider fing es jetzt zu regnen an und die Leute vor der Bühne waren nur schwer bei Stange zu halten. Trotzdem lauschten einige dem spaßigen Deutsch-Punk von NEVERMIND. Unter anderem wurde eine lustige Coverversion von „Emanuela“ (FETTES BROT) präsentiert.

Der Ska von P.O.BOX sagte uns weniger zu. Wir setzten uns daher an einen Tisch im Backstagezelt. Auf einmal kam H-BLOCKX-Frontmann Henning herein und gesellte sich zu uns. Nippels Kumpel Niklas staunte nicht schlecht, als er auf einmal mit einem echten Rockstar am Tisch saß und dieser gleich mal eine Zigarette schnorrte. 🙂 Da hatte man im Vorfeld alles mögliche über die H-BLOCKX gehört – sie seinen arrogant, unfreundlich und kompliziert – und auf einmal sitzt man mit ihrem Frontmann an einem Tisch und er ist ein ganz normaler Mensch wie du und ich. Von Arroganz keine Spur! Henning war sehr freundlich und plauderte locker aus dem Nähkästchen. Nach ein paar Minuten meinte er: „Ich bin übrigens der Henning!“ – Jojo: „Das haben wir uns fast schon gedacht!“ 🙂 Jojo: „Ich weiß noch ganz genau, wie ich vor zehn Jahren „Little Girl“ auf meiner ersten Gitarre nachgespielt hab und dazu vor dem Spiegel posierte.“ Henning schaute etwas verdutzt und meinte: „Dabei sind die Griffe doch so einfach!“ Jaja, damals… Gitarrero Jojo, H-BLOCKX-Fan der ersten Stunde, nutzte natürlich daraufhin die Chance und stellte alle seine Fragen, die er schon immer mal loswerden wollte und das waren einige. Henning nahm sich aber alle Zeit der Welt, machte sich zwischendurch ein Bierchen auf und prostete uns zu. Auch die Vans Warped Tour in Amerika war ein Thema – 30 Städte in 31 Tagen. Damals waren unter anderem EMINIEM, BLINK 182, und ICE-T mit am Start, was selbst dem erfahren H-Block noch einen Glanz in die Augen zauberte. ICE-T, der immer ausschweifende Backstageparties feierte und auch nicht davor zurückschreckte, bei einer Wasserschlacht, seine „richtige“ Wumme zu ziehen und im Scherz mit tödlichen Schüssen zu drohen; morgens mit den PENNYWISE-Jungs grillen und viele solche Geschichten. Wir hörten gespannt zu und saßen mit aufgerissenen Mündern da, so weit aufgerissen, dass man den Nightliner der H-BLOCKX problemlos darin hätte parken können. 🙂

Auf die Frage, wie viele Konzerte die H-BLOCKX mittlerweile gespielt hatten, meinte Henning: „Heute ist unser 1000stes!“ – Nippel: „Jetzt echt? Oder habt ihr das bei den letzten 20 Gigs auch schon gesagt??“ – Henning (grinsend): „Naja, so ganz genau weiß ich’s nicht, aber wenn die Stimmung scheiße ist, dann kommt so eine Ansage immer gut!“ 🙂 Irgendwann suchte Nippels Kumpel Niklas nach einem Blatt Papier, um sich Autogramme zu holen. Nippel: „Ich besorg dir was zum Schreiben!“. Nippel ging also nach draußen und traf vor der Bühne Niklas’ Kumpel Daniel. Der fragte: „Wo ist der Niklas??“ Nippel: „Der ist Backstage und unterhält sich mit dem Henning von den H-BLOCKX.“ Daniel: „Echt? Hmm, vielleicht bringt er ihn ja dazu, in die SPD einzutreten!“ Lachend ging Nippel weiter zum Merch-Stand, wo er sich ein paar Flyer schnappte. Holger: „Mein Bier ist leer. Ich geh ins Backstagezelt.“ – Nippel: „Gib dem Niklas die Flyer. Der will Autogramme holen!“ – „Goht klar!“, entgegnete Holger und stapfte gen Backstagebereich. Im Zelt angekommen gab er Niklas die Flyer und holte sich ein neues Gseff. Niklas reichte Henning einen Flyer nach dem anderen. Henning: „Was soll ich schreiben?“ – Niklas: „Für Daniel“, „Für Robert“ usw… Stefan meinte grinsend: „Für Ebay!“ – Henning: „Das hab ich auch schon mal probiert – keiner wollte es haben!“ 🙂

Im Anschluss an P.O.BOX präsentierte BOPPIN’B fetzige Sascha-Songs in bester Elvis-Manier. Es war sehr unterhaltsam, den Jungs zuzuhören. Auch dem Publikum gefiel’s. BOPPIN’B spielte sehr lange. Während dem gesamten Gig regnete es nicht. Erst als gegen halb eins die H-BLOCKX die Bühne enterten, goss es wie aus Kübeln. Das tat der guten Stimmung allerdings keinen Abbruch. Mehrere tausend Leute waren mittlerweile auf dem Festivalgelände. Die H-BLOCKX präsentierten einen Hit nach dem anderen und wurden vom Publikum trotz Regen total abgefeiert. Fetter Sound, geile Bühnenpräsenz! Henning zum Publikum: „Wenn ihr nass werdet, dann tu ich das auch!“ Dann kippte er sich eine komplette Flasche Mineralwasser über den Kopf. 🙂 Irgendwann brachte er (wie angekündigt) seine Ansage: „Altheim, wir haben uns unser 1000stes Konzert extra für euch aufgehoben!“ und erntete wie erwartet tosenden Applaus. Wir saßen während dem Gig meistens an unserem Merch-Stand. Manne baute dort mit einer Plane ein Dach auf, so dass wir ein trockenes Plätzchen hatten. Manchmal gingen wir auch hinter die Bühne, um von dort aus den H-BLOCKX zuzuschauen. Mit dem Jonny Cash-Klassiker „Ring Of Fire“ beendeten sie ihren beeindruckenden Gig. Uns hat’s sehr gefallen! Fette Show!!

Das Gelände leerte sich durch den Regen ziemlich schnell. Überall war es matschig. Man musste beim Rumlaufen aufpassen, dass man nicht auf die Fresse flog. Wir blieben noch eine ganze Weile in Altheim und hatten großen Spaß! Irgendwann saßen wir alle wieder im Backstagezelt. Die Kollegen von NEVERMIND liefen dort stockbesoffen durch die Gegend und sorgten für gute Stimmung. Auch Holger war gut dabei. Er hat an diesem Abend auf beeindruckende Weise gezeigt, dass man auch mit über 30 noch das volle Programm eines 15-jährigen abspulen kann. Respekt!! 😉

Nach und nach fuhren dann auch die letzten nach Hause. Was für ein geiler Abend! So könnte es doch immer sein…

Jojo, Nippel, Sédon und Jürgen bedanken sich herzlich bei: Holger, Stefan, Jonne, Gero, Manne, Zimmi, dem Altheimer Open Air Team (Liese, Jürgen, Dominik, Max und vielen anderen…), dem Team von Audio Concept, NEVERMIND, P.O.BOX, H-BLOCKX (vor allem Henning), Spoiler-Hanne, Claudi, Raidi, Bauser, Cris & Lange, Harry & Anhang, Dr. Modula, Pasl, Vroni, St. Anger, Silva, Marco, Maxi, Niklas, Robert, Daniel, Carina, Moni und Alex.

25.07.05

ALTHEIMER OPEN AIR, ROCKSTRINGS AUF DVD, ALBUM

Hier ein paar Informationen zu derzeit häufig gestellten Fragen:

Beim Altheimer Open Air, wo wir am kommenden Freitag auftreten, sind wir Opener. Wer uns sehen will, sollte spätestens um 19.00 Uhr auf dem Festivalgelände sein. Der Kartenvorverkauf wurde mittlerweile eingestellt – es wird jedoch noch Karten an der Abendkasse geben.

Unsere beiden Rockstrings-Konzerte (8. & 9. Juli in Krauchenwies) wurden von einem Kamera-Team mitgeschnitten. In einiger Zeit werden die besten Songs dieses Events auf DVD erscheinen. Momentan werden die Aufnahmen noch bearbeitet.

Unser geplantes Album erscheint definitiv erst 2006. Wir wollen uns für diese CD ausgiebig Zeit nehmen und uns nicht unter Druck setzen. Die nächsten Wochen und Monate werden wir nutzen, um neue Songs zu schreiben. Bereits jetzt haben wir neues Material, das wir jedoch noch nicht live präsentieren wollen. Unser Studio-Aufenthalt ist für Ende 2005 geplant. Bis es so weit ist, sind wir noch einige Male live unterwegs. Aktuelle Konzertdaten erfahrt ihr wie immer unter NEXT GIGS.

18.07.05

TOUR DIARY – 16.07.05 | AULENDORF, Rock im Schulhof

Die Kollegen von THINKLESS hatten zusammen mit der SMV ein Open Air im Aulendorfer Schulzentrum auf die Beine gestellt. Neben THINKLESS, TOS und LASCIVIOUS sollten wir die vierte Combo im Bunde sein. So gegen 15.00 Uhr düsten wir nach Aulendorf und begrüßten erst mal sämtliche Bandmitglieder und einige Organisatoren. War ein nettes Plätzchen: Auf einem abgelegenen Schulhof hatten die Jungs einen LKW-Anhänger als Bühne aufgestellt. Licht- und Tonanlage waren mit PKWs (!) vom Musikmarkt Bad Saulgau hergekarrt worden, wie uns THINKLESS-Drummer Flori lachend erzählte. Respekt! 🙂

Nach einigem Smalltalk brachten wir unser Zeugs auf die Bühne und es wurde soundgecheckt. Gerade als Sédon seine Toms stimmte, wollte ein Lehrer der Schule eine kleine Rede vor den Bands halten. Das ging aber nicht, weil der Done wie blöd auf den Toms rumklopfte. 🙂 Seine Kollegen wiesen Sédon zurecht und so konnte der Pädagoge dann doch seines Amtes walten. Sein Hauptanliegen war, dass die Bands auf der Bühne keinen Alkohol trinken. Na wenn’s weiter nix ist! Wir fragen uns immer wieder, wo Rockbands eigentlich ihren schlechten Ruf her haben? Auf der Bühne keinen Alkohol trinken?? Das tun wir sowieso nicht! Das tun auch die meisten anderen Bands nicht – und wir kennen viele Bands! Naja, die Welt ist eben voller Vorurteile: Punkrock-Bands spielen nur drei Akkorde. Ausländer sind kriminell. Lehrer arbeiten nix. 🙂

Am frühen Abend – es war kurz nach 18.00 Uhr – betraten wir die Bühne. Viele haben uns gefragt, warum wir an diesem Abend unbedingt Opener sein wollten. Hand aufs Herz: Ja, es war wegen dem Bächtlefest! Wir mussten in den letzten Jahren so oft Abstriche machen, was das Bächtlefest angeht. Das ist für einen Bad Saulgauer echt hart! „Diesmal nicht!“, dachten wir uns und bestanden darauf, das Open Air eröffnen zu dürfen. Das hat doch sicher keinen gestört, oder?

Mit „Me Again“ rockten wir vor ca. 70 Zuschauern los. Im Publikum befanden sich eher jüngere Generationen, was uns sehr freute! Die hatten es in der Vergangenheit oftmals schwer gehabt, uns zu sehen. Diesmal dank der frühen Stunde nicht! Wir rockten durch unser Programm und freuten uns speziell über einige Besucher aus dem Ausland (Joe, Florian, Gerrit, Jan etc.), die wir noch aus Schottland kannten und die bei Jojos Bruder Stefan auf Besuch waren. Obligatorische Grüße gehen an Cris und Lange aus Nagold, die an diesem Wochenende mal wieder über 200 Kilometer in Kauf nahmen, um uns zu sehen!

Obwohl das Publikum sehr verhalten war und lieber in der Sonne saß, anstatt sich zu bewegen, hatten wir den Eindruck, dass unser Sound gefiel. Nach den Songs gab’s jedenfalls viel Applaus. Jürgens Delay kam an diesem Tag besonders gut. Ein Hoch auf unseren Mischer! Jojos und Nippels Ansagen kamen weniger gut. Ein Hoch auf unseren Schlagzeuger, der mal wieder nix geredet hat! 🙂

Als Jojo und Nippel die Instrumente wechselten, stieß Nippel versehentlich mit Jojos Klampfe an die Decke der Bühne und es gab eine kleine Macke in den schönen, schwarzen Gibson-Lack. Nippel sollte sich später auf dem Bächtlefest mit einem Maß Bier für sein Missgeschick revanchieren. Nach „This Misery“ bedankten wir uns beim Publikum und verließen zufrieden die Bühne. Hierbei geht ein Dankeschön an Bene, der sofort zur Stelle war und uns half, das Equipment in den Backstagebereich zu tragen.

Nach uns legten die Ravensburger Kollegen von LASCIVIOUS mit einem großteils neuen Programm und mit einem Mann weniger als sonst los: Paul hatte die Band verlassen, wie Gitarrist Andy uns vor dem Gig erklärt hatte. Dafür spielte Frontmann Schwede mittlerweile selbst Gitarre und machte seine Sache ganz gut. Es gab Off-Beat-lastigen Punkrock auf die Ohren. Wir hatten LASCIVIOUS seit längerem nicht mehr spielen hören. Klare Sache: bei den Jungs geht’s vorwärts!

Wir unterhielten uns noch mit einigen Leuten (zum Beispiel mit den netten Mädels von der Newcomerband THE RECKLESS GNOMES oder mit Bene und Jan von [INSERT COOL NAME]), aßen leckere Amerikaner im Backstagebereich und kratzen kurz vor dem Gig von THINKLESS die Kurve in Richtung Bad Saulgau – man möge uns verzeihen!

Wir bedanken uns für einen netten (Vor-)Abend in Aulendorf bei: THINKLESS, der SMV & den Organisatoren, dem vorbildlichen Lehrer, TOS, LASCIVIOUS, einigen Leuten aus Saulgau (Michael!, Jonne, Claudi, Bine und Co. – ihr wisst selber, wer ihr seid!), Stefan und seiner Gang from Scotland, Jan & Bene, Cris & Lange, Alex & Markus, Ocarina und allen anderen Zuhörern.

Auf dem Bächtlefest gab’s schließlich eine ordentliche Sause, deren Ausmaß den Umfang dieses Gig Reviews sprengen würde. Unter anderem sorgte die Eminenz mit ihrem Schwert für Angst und Schrecken… 🙂

11.07.05

TOUR DIARY – 09.07.05 | KRAUCHENWIES, Mobilum, Rockstrings

Fest entschlossen, den Vortag deutlich in den Schatten zu stellen, traf man sich am frühen Abend den 9. Juli erneut im Mobilum. Die Atmosphäre war im Vergleich zum Vortag sichtlich aufgelockert. Jeder freute sich auf das bevorstehende Konzert. Band- und Orchestermitglieder kannten sich mittlerweile recht gut und man kam immer mehr ins Gespräch. Einige Songs wurden vor dem Konzert noch kurz angespielt, um ein Gefühl dafür zu bekommen – richtig geprobt wurde aber nicht mehr.

Als es 19.00 Uhr war wurden die Eingangstüren geöffnet und es strömten die ersten Leute ins Mobilum. Band und Orchester vertrieben sich die Zeit im Backstageraum. Man lachte und scherzte – von Nervosität war kaum etwas zu spüren. Nippel schaute fasziniert zu, wie Cellistin Sabine APOCALYPTICA-Songs intonierte. Irgendwann fragte er: „Darf ich auch mal Cello spielen“? – Sabine: „Klar!“ – Nippel: „Kann ich da irgendwas kaputt machen??“ – Sabine: „Nö.“ Nippel legte also los. Die meisten lachten zwar, weil Nippel Cello und Stab ziemlich unkonventionell hielt – er lies sich jedoch nicht aus dem Konzept bringen. Bereits nach wenigen Minuten hatte er den Dreh zumindest ansatzweise raus und versuchte METALLICA-Songs zu spielen. Als Bassist Ryan vorbei lief und fragte: „Enter Sandman?“ freute sich Nippel wie ein Schneekönig! 🙂 Ryan schnappte sich sofort eine Geige und versuchte ebenfalls sein Glück. Die Zeit bis zum Auftritt verging also wie im Fluge…

Als wir kurz nach 20.00 Uhr die Bühne enterten, nahm dann aber doch jeder das Instrument zur Hand, das er erlernt hatte. Mit „Back To You“ legten wir los. Die Video-Menschen hatten an diesem Abend sogar noch eine zweite Leinwand aufgebaut, auf der das Konzert live übertragen wurde. Diese Leinwand konnte man von der Bühne aus sehr gut sehen. Das war schon ein komisches Gefühl, wenn man so vor sich hin spielte und plötzlich die eigene, überdimensionale Visage vor sich hatte!“ 🙂

Nach dem Opener folgte „In My Place“ von COLDPLAY, wo Violinist Thomas zum Gesangsmikro wechselte. Bei „Take A Look At My Heart“ kündigten wir wieder das KIERAN GOSS-Konzert in Saulgau an. Weiter ging’s mit „Drive“ von Incubus, wo Nippel den Leadgesang übernahm. Sängerin Alex machte bei „It’s My Life“ ihren Schnitzer vom Vortag wieder wett und sang den Song exzellent. Beim anschließenden „Politik“ brillierte mal wieder Thomas Sali mit seiner beindruckenden Kopfstimme. „Attrappe“ von MC SANTA FLOWS klappte ähnlich gut wie am Vortag. Nach „Yesterday“, „Hero“ und „A Whiter Shade Of Pale“ (wo leider der Bass von Jeremias versagte) war erst mal Pause angesagt.

Dirigent Alban Beikircher lobte uns sehr. In der Tat spielten wir um Klassen besser als am Vortag! Nach der Pause ging’s mit „Toss The Feathers“ von THE CORRS weiter – einem rein instrumentalen Stück, bei dem vor allem Jeremias am Bass überzeugte. Auch die Jungs und Mädels vom Orchester hatten bei diesem Song schwere Passagen zu meistern, was sie (im Vergleich zu manchen Proben) sehr souverän taten. „I Still Remember“ (BLACKMORE’S NIGHT) wurde von Alexandra gesungen, während Caro dem atmosphärischen „Uninvited“ (ALANIS MORISETTE) ihre Stimme beisteuerte. Nach „Feeling Good“ (MUSE), „Exhausted“ und „Imagine“ (JOHN LENNON) folgte mit „Everbody’s Fool“ von EVANESCENCE einer der Konzerthöhepunkte. Während wir von COLESLAW die Instrumentalarbeit erledigten, übernahm Caro den Leadgesang und auch Pianist Christoph wechselte zum Gesangsmikro. Die beiden überzeugten durch ihren zweistimmigen Gesang mit Sicherheit nicht nur uns! Das war mehr als beeindruckend, wenn man mal bedenkt, dass Christoph seinen Gesangspart erst in einer der letzten Proben zugewiesen bekommen hatte! Bei den beiden METALLICA-Songs „Nothing Else Matters“ und „No Leaf Clover“ übernahmen Jojo und Nippel den Leadgesang. Der geständige METALLICA-Fan Ryan hatte am Bass sichtlich Spaß daran, Songs seiner Vorbilder zu intonieren. Allgemein lieferten die Bassisten an diesem Wochenende recht solide Arbeit, was kein leichtes Unterfangen war. Sie hatten schließlich keinen geringeren als Corny Reinhardt zu ersetzen, der in der Vergangenheit bei ROCKSTRINGS-Projekten den Bass gespielt hatte.

Nach „No Leaf Clover“ war das Publikum total begeistert! Die Stimmung war zwar bereits am Vortag gut gewesen – diesmal gab’s noch mehr Applaus! Ungefähr 700 Hände klatschten, klatschen und klatschten und holten uns mehrmals zurück auf die Bühne! Unsere treuen COLESLAW-Fans Cris und Lange saßen mit Tränen im Gesicht in der ersten Reihe!! Es gab sogar Standingovations!!! Nach drei Zugaben war endgültig Schluss. Wir bedankten uns beim Publikum, holten wie schon am Vortag unseren Fribbe auf die Bühne und verabschiedeten uns. Das war wirklich ein sehr gelungenes Konzert!

Im Backstagebereich war die Freude groß. Man beglückwünschte sich gegenseitig. Auch Dirgent Alban Beikircher und Arrangeur Fribbe Reuter waren total ausgelassen. Herr Beikircher: „Wer hat mir ne Zigarette??“ Sédon gab ihm eine uns meinte grinsend: „Jetzt zündet der sich schon wieder ne Flinte an!“ – ein Satz, der in den Tagen vor dem Konzert mehrmals von Herr Beikircher zu hören gewesen war. 🙂 Beide lachten ausgelassen und fachsimpelten im Anschluss über Schlagzeuge, Geigen und andere Instrumente…

Man begab sich unters Publikum und erntete überall Lob und Anerkennung. Ein total begeisterter Familienvater kaufte seinen beiden kleinen Töchtern am Merch-Stand zwei ROCKSTRINGS-T-Shirts. Während sich die Mädels sofort auf Autogrammjagd begaben, unterhielten wir uns mit dem sehr netten Papa. Er bot uns für zukünftige Auftritte seine Dienste als Busfahrer an. Auf dieses Angebot kommen wir bestimmt mal zurück…

Bei unseren anschließenden Rundgängen durch das immer leerer werdende Mobilum hatten wir viel Spaß und freuten uns über zig bekannte Gesichter. Jetzt bleibt zu hoffen, dass das nicht das letzte Konzert von ROCKSTRINGS war und dass wir in Zukunft mehr eigene Songs ins Programm integrieren können. Lieber Fribbe – wir zählen auf dich!! 🙂

Die ROCKSTRINGS bedanken sich bei: Friedbert „Fribbe“ Reuter für seine Arrangements sowie bei Alban Beikircher für die Leitung (ohne euch wäre das nie im Leben möglich gewesen!), Martin Weber, Tom Nickel, allen anderen Technikern, Herrn Ruprecht und seinen Mitarbeitern, dem Kamera-Team, der Pizzeria, der Belegschaft vom Mobilum sowie bei allen Besuchern.

Natürlich freuen wir uns über jeden Einzelnen, der im Mobilum war! Wir von COLESLAW möchten trotzdem einige Gäste beim Namen nennen: Jürgen, Holger, Manne, 2x Stefan, Dr. Modula, Cris, Lange, Franzi, Melle, Niklas, St. Anger, Gaisi, Moni, Carina und alle, die wir bei dieser spontanen Aufzählung vergessen haben. Danke fürs Kommen!!

Spezieller Dank geht an Miche Hepp. Auf dich kann man einfach immer zählen!

10.07.05

TOUR DIARY – 08.07.05 | KRAUCHENWIES, Mobilum, Rockstrings

Für alle, die nicht wissen, um was es bei ROCKSTRINGS geht, sei es hier nochmals kurz erklärt (alle anderen können gleich bei Abschnitt vier weiterlesen): Zu besonderen Anlässen treten wir unter dem Namen ROCKSTRINGS zusammen mit anderen Bandmusikern sowie mit dem Streichorchester der Jugendmusikschule Bad Saulgau auf. Ziel ist die Verschmelzung von Rock und Klassik. Es werden Songs aus mehreren Jahrzehnten Rockgeschichte neu interpretiert – darunter Titel von THE BEATLES, METALLICA, BRYAN ADAMS, ALANIS MORISSETTE, COLDPLAY, EVANESCENCE und vielen anderen Bands. In Zukunft sollen überwiegend Eigenkompositionen ins Programm aufgenommen werden. Bereits diesmal waren mit „Exhausted“ von uns sowie mit „Attrappe“ von MC SANTA FLOWS zwei eigene Stücke dabei.

Das Orchester setzt sich aus über 25 Schülerinnen und Schülern der Jugendmusikschule zusammen. Die Band besteht aus: Ryan Rodriguez (Bass), Jeremias Müller (Bass), Christoph Seitz (Klavier, Gesang), Thomas Sali (Gesang), Carolin Borst (Gesang), Alexandra Huyer (Gesang), Valentin Langhammer alias MC SANTA FLOWS (Raps) sowie aus uns dreien von COLESLAW: Jojo (Gitarre, Gesang), Nippel (Gitarre, Gesang, Bass) und Sédon (Schlagzeug).

ROCKSTRINGS wurde vor einigen Jahren von Jojos und Nippels ehemaligem Gitarrenlehrer Friedbert Reuter sowie von Soloviolinist Alban Beikircher ins Leben gerufen. Während Reuter den Songs mit seinen selbst geschriebenen Partituren ein Orchestergewand verleiht und sich um die Band kümmert, fungiert Beikircher als Dirigent und Leiter des Streichorchesters. Nach einigen kleinen Auftritten gab es bereits am 19. September 2003 das erste abendfüllende ROCKSTRINGS-Konzert. Den Gig Review zu diesem Konzert gibt’s hier.

Feuer frei für ROCKSTRINGS 2005! Diesmal wurden gleich zwei Konzerttermine anberaumt: Am 8. und am 9. Juli sollten wir im Krauchenwieser Veranstaltungszentrum Mobilumauftreten. Einige Wochen vorher traf man sich zu den ersten Proben, die meistens in der Jugendmusikschule Bad Saulgau stattfanden. Zunächst probten Band und Orchester getrennt voneinander. Später gab es dann auch ein paar gemeinsame Proben. Als das Konzertwochenende näher rückte, kam es zu ähnlichen Problemen wie schon im September 2003: Bandleiter Friedbert „Fribbe“ Reuter war mit der spielerischen (bzw. gesanglichen) Leistung der Band unzufrieden und beklagte sich zudem über mangelnde Probendisziplin. Einmal mehr waren wir drei von COLESLAW diejenigen, an denen Friedbert den Großteil seines Unmuts rausließ, obwohl wir im Gegensatz zu einigen anderen (fast) immer in den Proben waren. Doch auch die beiden Bassisten Ryan und Jeremias mussten einiges einstecken. Naja, bei den eigenen Schülern ist die Reutersche Hemmschwelle logischerweise niedriger. Wir hatten bereits im Vorfeld erwartet, dass es in den Proben Stress gibt. So hielt sich unsere Verärgerung (im Gegensatz zum September 2003) in Grenzen. Meistens lies man Fribbes Vorwürfe einfach über sich ergehen und gab nur dann kontra, wenn es wirklich nötig war. Trotz allem Ärger hatte man in den Proben auch viel Spaß und kam – nicht zuletzt dank Dirigent Alban Beikircher – ordentlich voran.

Wenige Tage vor dem Konzert traf man sich zu den letzten Proben im Mobilum in Krauchenwies. Ist ziemlich schön dort! Das Mobilum ist Teil eines Autohauses und sehr modern ausgestattet. Die Bühne war toll hergerichtet und eine wahre Augenweide! Die anwesende Technik-Crew war die gleiche wie bereits im September 2003: Martin Weber und seine Mannen waren sehr freundlich und taten mit der gewohnten Detail-Verliebtheit ihre Arbeit. Vor allem Tom am Mischpult war die Ruhe in Person und half einem wo es nur ging.

Die letzten Proben wurden durch zahlreiche Probleme – meistens technischer Art – erschwert. So war beispielsweise der Flügel auf 433 Herz anstatt auf 440 Herz gestimmt. Das Orchester stimmte seine „Kratzkästen“ (Zitat Sédon) kurzerhand runter. Wenn man Streichinstrumente umstimmt, dann halten die die Stimmung relativ lange. Bei Gitarren und Bässen ist das nicht so! Zumindest bei unseren nicht. Weil wir ständig nachstimmen mussten, waren wir also auf unsere Stimmgeräte angewiesen. Natürlich war keiner von uns im Besitz eines Stimmgeräts, dass man auf 433 Herz umstellen konnte. Nur Martin Weber hatte eins. Wir brauchten aber fünf! Unsere erste Idee war, einfach den Flügel auf die üblichen 440 Herz hochzustimmen. Das ging aber nicht, weil das Instrument schon ziemlich alt war und die erhöhte Spannung wahrscheinlich nicht ausgehalten hätte. „Broken Wings“ ist zwar ein verdammt geiler Song von ALTER BRIDGE, aber wir wollten’s dann doch nicht drauf ankommen lassen… 🙂

Tja, so musste halt der Flügel aus der Jugendmusikschule mit einem Transporter aus Bad Saulgau angekarrt werden. Den durften wir dann auf die Bühne hieven. Ihr glaubt nicht, wie schwer so ein Flügel ist! Da ist jede Haustür ein Scheiß dagegen!! Nippel und Sédon scherzten: „Do schdelld ma oifach a Casio-Keyboard na und guat isch!“ 🙂

Trotz allem Durcheinander trieb Orchesterleiter Alban Beikircher die Proben voran. Es klappte ganz ordentlich, so dass auch Fribbe immer zuversichtlicher wurde. Trotzdem kam es plötzlich zu einer heftigen Grundsatzdiskussion zwischen ihm und Bassist Jeremias. Naja, das braucht an dieser Stelle jetzt nicht näher ausgeführt werden. Jedenfalls bekam man auch diesen Streit in den Griff…

Während den Proben wurden wir von Herrn Rupprecht vom Autohaus mit Gseff versorgt. Zudem bekamen wir von der ans Mobilum angrenzenden Pizzeria immer mal wieder was zwischen die Zähne. In den Pausen vergnügten wir uns an einem der (übrigens sehr geil laufenden) Tischkicker. Die Orchester-Menschen zogen es vor, mit der Carrera-Rennbahn zu spielen. Tja, da staunt ihr, was? Der Backstagebereich war enorm gut ausgestattet! 🙂

Am 8. Juli, dem Tag des ersten Konzerts, traf man sich nachmittags zu einer Durchlaufprobe. Im Endeffekt wurde jeder Song nur kurz angespielt. Mittlerweile war auch das Kamera-Team da, das nicht nur mitfilmte, sondern auch eine Live-Übertragung (!) an eine Leinwand projizierte. Der absolute Hammer!!

Als gegen 19.00 Uhr die ersten Gäste ins Mobilum strömten, verzogen wir uns in den Backstagebereich. So langsam stieg sowohl bei der Band als auch beim Orchester die Anspannung. Kurz nach 20.00 Uhr betraten wir die Bühne und blickten in viele gespannte Gesichter. Über 300 Leute waren gekommen. Mit „Back To You“ legten wir los. Bei „Take A Look At My Heart“ nutzte Jojo die Gelegenheit, um ein Konzert von KIERAN GOSS (17. Februar 2006 im Saulgauer Stadtforum) anzukündigen, das wir von COLESLAW zusammen mit der TBG organisieren. Bei „It’s My Life“ legte Sängerin Alex versehentlich gleich mit der zweiten Strophe los. Doch auch die meisten anderen Musiker (uns drei eingeschlossen) waren während der ersten Konzerthälfte sehr angespannt und unsicher. MC SANTA FLOWS’ „Attrappe“ war einer der wenigen souverän vorgetragenen Songs, der zudem frischen Wind ins Programm brachte. In der Pause trug uns Dirigent Alban Beikircher auf, wir sollten nicht so zurückhaltend spielen. „Das gilt sowohl für die Band als auch fürs Orchester“. Nach der (ziemlich langen) Pause versuchten wir seinen Vorschlag umzusetzen – mit Erfolg! Obwohl auch die zweite Konzerthälfte lange nicht perfekt war, so war doch eine deutliche Steigerung zur ersten auszumachen. Wir wurden auf der Bühne immer sicherer und die anfängliche Nervosität wich zu Gunsten des Spielspaßes. 🙂

Dem Publikum gefiel’s! Als wir gegen Schluss des Konzerts zunehmend härtere Töne („Feeling Good“, „Exhausted“, „Everybody’s Fool“) anstimmten, steigerte sich der Applaus. Mit zwei Songs von METALLICA („Nothing Else Matters“ & „No Leaf Clover“) beendeten wir unser Konzert. Das Publikum verlangte nach einer Zugabe. So spielten wir noch die Schnulze „When You Say Nothing At All“ und wiederholten das von Thomas Sali brilliant gesungene „Imagine“. Danach war Schluss. Das Publikum war sichtlich begeistert! Mit der zweiten Konzerthälfte waren wir einigermaßen zufrieden. Trotzdem war uns allen klar, dass wir uns am nächsten Tag unbedingt steigern mussten…

Die ansonsten an dieser Stelle obligatorischen Dankesworte gibt’s erst im nächsten Gig Review, denn die beiden ROCKSTRINGS-Konzerte gehören unweigerlich zusammen…

29.06.05

COLESLAW + STREICHORCHESTER

Im Rahmen des Projekts ROCKSTRINGS treten wir zusammen mit einigen Gastmusikern sowie mit dem Jugendstreichorchester Bad Saulgau auf. Die beiden Konzerte finden am 8. und am 9. Juli im Veranstaltungszentrum Mobilum in Krauchenwies statt. Hierbei werden Songs aus mehreren Jahrzehnten Rockgeschichte neu interpretiert – darunter Titel von THE BEATLES, METALLICA, BRYAN ADAMS, ALANIS MORISSETTE, COLDPLAY, EVANESCENCE und vielen anderen Bands. Mit „Exhausted“ präsentieren wir auch eine unserer Eigenkompositionen.

ROCKSTRINGS wurde vor einigen Jahren von Jojos und Nippels ehemaligem Gitarrenlehrer Friedbert Reuter sowie von Soloviolinist Alban Beikircher ins Leben gerufen. Während Reuter den Songs mit seinen selbst geschriebenen Partituren ein Orchestergewand verleiht und sich um die Band kümmert, fungiert Beikircher als Dirigent und Leiter des Streichorchesters Bad Saulgau.

Das Orchester setzt sich aus über 25 Schülerinnen und Schülern der Jugendmusikschule zusammen. Die Band besteht aus: Ryan Rodriguez (Bass), Jeremias Müller (Bass), Christoph Seitz (Klavier), Thomas Sali (Gesang), Carolin Borst (Gesang), Alexandra Huyer (Gesang), Vali L. alias MC SANTA FLOWS (Raps) sowie aus uns dreien von COLESLAW: Jojo (Gitarre, Gesang), Nippel (Gitarre, Gesang, Bass) und Sédon (Schlagzeug).

Karten für die beiden Konzerte sind in der Schwaaz Vere Buchhandlung Bad Saulgau oder unter der Nummer 07576/7988 (Mobilum) erhältlich. Selbstverständlich wird es auch eine Abendkasse geben.

Ihr dürft euch auf einen spannenden Mix aus Rock und Klassik freuen…