06.05.06

WEITERE ALBUM VERKAUFSSTELLEN

Hier sind noch weitere Verkaufsstellen, wo unser Debüt-Album „The Calming Influence“ für 10 Euro erhältlich ist: In der Café Bar Forum (Bad Saulgau, Lindenstraße 7) und bei Magge Music (Pforzheim, Schwarzwaldstraße 3).

Natürlich gibt’s unser Werk auch im SHOP sowie bei unseren GIGS.

03.05.06

ALBUM VERKAUFSSTELLEN

Ihr habt unsere Album Release verpasst und wollt trotzdem ein Exemplar von unserer neuen CD „The Calming Influence“ haben? Kein Problem! Unser Debüt-Album ist ab sofort im Musikmarkt in Bad Saulgau sowie bei Werbetechnik Gessler in Marbach (jeweils in der Moosheimerstraße) für 10 Euro erhältlich. In den nächsten Tagen und Wochen werden noch andere Verkaufsstellen hinzu kommen.

Darüber hinaus besteht natürlich jederzeit die Möglichkeit, unser Album im SHOP oder bei einem unserer GIGS zu erwerben!

02.05.06

TOUR DIARY – 30.04.06 | ULM, Roxy, Emergenza Special Tour

Im Jahr 2004 haben wir bei Emergenza, Europas größtem Newcomercontest, teilgenommen. Obwohl wir nur mittelmäßigen Erfolg hatten, konnten wir damals gute Kontakte knüpfen. Seither bekommen wir immer mal wieder einen Gig als „Special Guest“ angeboten, wenn bei einer Emergenza-Runde eine Band abspringt – so auch an diesem Sonntag im Ulmer Roxy.

Wir düsten in zwei Autos nach Ulm. Blöderweise ohne Thimo. Den hätten wir eigentlich mitnehmen sollen, aber zum Zeitpunkt der Abfahrt war er unauffindbar. Jojo hatte ihn überall gesucht – vergebens! Als wir gerade die Residenz von unserem Mischer Jürgen Roos in Dürmentingen verließen, rief Thimo an: „Sorry, ich war in Fulgenstadt auf dem Bolzplatz!“ Tja, zu spät! Auf Fußballer wird nicht gewartet! So musste Thimo halt ins eigene Auto sitzen und losfahren… 🙂

Im Roxy angekommen begrüßten wir einige Emergenza-Menschen wie Magge (ITCHY POOPZKID-Manager) und Jan. Außerdem begrüßten wir unseren Album-Masterer Micha Mutschler, der am Tresen saß und auf seinem Notebook rumtippte. Da wir die Opener-Band des Abends sein sollten, hatten wir sogar die Möglichkeit zu einem Soundcheck. Im Anschluss bauten wir unseren Merch-Stand auf.

Für Gelächter sorgte der Bassist einer anderen Combo. Obwohl der Kerl (wie die meisten Menschen) nur zwei Beine hatte, schaffte er es binnen weniger Sekunden in dermaßen viele Fettnäpfchen zu treten, dass es selbst dem wortgewandten Magge die Sprache verschlug. Der Jojo musste laut loslachen. Der Magge brachte nach kurzer Besinnungszeit einen Konter über die Lippen… 😀

Wir machten einen kurzen Abstecher in eine nahegelegene Döner-Bude, wo wir gut speisten. Sehr gut sogar! Ja, richtig ausgezeichnet! Selten so einen guten Döner gegessen!

Zurück im Roxy freuten wir uns, dass schon einige Besucher da waren. Als wir gegen halb neun loslegten, dürften so ca. 300 Leute im Roxy gewesen sein. Emergenza-Jan begab sich auf die Bühne und schaffte es mit seiner Ansage, fast alle Leute in den Saal vor die Bühne zu schaffen. Die Leute kamen langsam, aber sie kamen. Nach unserem Intro legten wir los. Wow, vorzüglicher Monitor-Sound! Auch vor der Bühne hat es laut einigen Zuhörern ordentlich gekracht! Wir rockten an diesem Abend sehr spielsicher durch unser Set. Das Publikum kam trotzdem nicht so wirklich in Fahrt. Naja, immerhin hörten die Leute zu und applaudierten nach unseren Songs. Dafür, dass wir an diesem Abend lediglich die Gastband waren, die beim Contest nicht teilnahm, war’s allemal okay. Nach unserem Set bedankten wir uns und räumten die Bühne für die erste Band. Der Contest war also eröffnet!

Wir saßen noch eine ganze Weile an unserem Merch-Stand, wenngleich der Umsatz an diesem Abend recht dürftig war. Naja, der ein oder andere Artikel ging dennoch über die „Merch-Stand-Theke“. Irgendwann packten wir unsere Sachen in die Autos. Nicht etwa, um schon heim zu fahren, sondern um unseren Kollegen von [INSERT COOL NAME] noch einen Besuch abzustatten. Die Jungs um „Quoten-Phillipino“ Jan spielten nämlich direkt neben dem Roxy im „Club Schilli“. Zu unserer Überraschung kam unsere komplette Truppe in die Location rein, ohne Eintritt zu zahlen! Naja, normalerweise sind wir ja nicht so, aber wenn keiner nach einem Stempel fragt, dann läuft man halt durch, oder? Wir haben’s jedenfalls getan. Knallhart… 🙂

Im Schilli war gut was los! Die Jungs von [INSERT COOL NAME] rockten schon auf der Bühne, als wir reinkamen. Wir zwängten uns in die Menge und schauten mal wieder fasziniert zu, wie Bene Luka und seine Mannen ihre Instrumente malträtierten. Die Jungs schaffen es einfach jedes Mal, noch einen oben drauf zu setzen! Das Highlight dieses Gigs war definitiv die Zugabe. Bene holte zwei weitere Shouter auf die Bühne und erklärte: „Okay, das Ziel besteht darin, während dem kompletten Song einen Schrei zu fabrizieren!“ Tja, und dann ging’s auch schon los. „Hoooooooooooooäääääääääääääääähhhhh!“ schrie der erste Shouter und dann der zweite und dann der Bene und dann wieder der erste Shouter und so weiter… Herrlich! Das Publikum (uns eingeschlossen) hatte eine Heidenspaß! Im Moshpit wurde brachialster Pogo getanzt! 😀 Übrigens: [INSERT COOL NAME]-Drummer Dominik Schuh steigt demnächst aus. Falls also jemand Schlagzeug spielen kann und Lust hat – einfach mal bewerben: www.insertcoolname.de

Nach unserem Ausflug gingen wir noch mal ins Roxy zurück, um uns von einigen Leuten zu verabschieden. Und natürlich, um dem Magge ein paar Alben für seinen Laden mit zu geben. Im Anschluss fuhren wir nach Hause.

Herzlichen Dank: Magge, Jan und den anderen Leuten vom Emergenza-Team, Thimo, Stefan, Moni, TOS und natürlich [INSERT COOL NAME].

„Hoooooooooooooäääääääääääääääähhhhh!“

01.05.06

TOUR DIARY – 29.04.06 | BAD SAULGAU, Stadtforum, Album Release

FEUER FREI!

Endlich war er in greifbarer Nähe, der großartige Tag, an dem unser Debüt-Album „The Calming Influence“ veröffentlicht werden sollte! Seit Wochen, seit Monaten, ja seit fast einem Jahr hatten wir uns auf diesen Tag gefreut. Und nun war es endlich so weit! Allerdings fing das Ganze alles andere als gut an, doch alles der Reihe nach…

Schauplatz unserer Album Release sollte der kleine Saal des Stadtforums Bad Saulgau sein. Jürgen und Sédon nahmen bereits am Freitag Urlaub, um mit dem Aufbau zu beginnen. Zunächst ging es daran, eine PA-Anlage vom Musikmarkt ins Stadtforum zu schaffen. Da Sédon am Freitagmorgen noch zum Friseur musste, legte Jürgen schon mal allein los und lud im Musikmarkt Teile der Anlage in den Bus. Der Laderaum war fast voll, als Jürgen feststellte, dass er das Multicore vergessen hatte. Quietschfidel hüfte er aus dem Laderaum. Dabei knallte sein Kopf mit voller Wucht gegen die Aufhängung der Bustür. Jürgen ging vor Schmerz zu Boden. Mit seiner Hand ertastete er auf seinem Kopf einen tiefen Cut, aus dem bereits nach wenigen Sekunden Unmengen von Blut strömten. Jürgen lud trotz allem den Bus voll und ließ sich im Anschluss vom gerade eingetroffenen Musikmarkt-Chef Alfons in Augenschein nehmen. Dieser schickte ihn sofort ins Krankenhaus. Jürgen ging nur widerwillig, aber er ging. Im Krankenhaus musste Jürgen erst mal ziemlich lange warten. Als er an der Reihe war, wurde ihm zunächst ein kleiner Teil seiner Haarpracht entfernt und dann die klaffende Wunde mit sechs Stichen genäht. Derweil traf Sédon im Musikmarkt ein und fühlte sich von Alfons auf den Arm genommen. Sédon: „Krankenhaus? Alles klar, verarsch mich nicht!“ – Alfons: „Doch, das ist mein Ernst!“…

Tja, wie ihr seht ist dieser Gig Review von der ersten Minute an ausgesprochen actiongeladen! Seid froh, dass es sich „nur“ um einen Gig Review handelt, denn bei „Alarm für Cobra 11“ würde an dieser Stelle jetzt Werbung kommen…

Nix mit Werbung – bei uns geht’s gleich weiter! Kaum war Jürgen aus dem Krankenhaus draußen, ging es zurück an die Arbeit. Im Stadtforum hatte Haustechniker Oli Schäfer bereits die Bühne mitsamt Traversen-System aufgebaut. Jürgen und Sédon fügten in stundenlanger Arbeit noch die PA-Anlage und die Beleuchtung hinzu und kleideten die Bühne mit schwarzen Vorhängen aus. Außerdem hängten die beiden unseren neuen COLESLAW-Banner auf. Übrigens: allen die denken, wir hätten einen Geldscheißer, sei gesagt, dass Sédon diesen Banner von Hand gemalt hat. Nix mit Druckerei und so. Alles Sédonsche Handarbeit! Naja, nicht ganz. Als nämlich gegen Ende der Woche die Zeit knapp wurde, hat Sédons Mami noch geholfen und das L, das A und das W gemalt. An dieser Stelle ein herzliches „Vergelt’s Gott“ an Frau Jäggle!

Gegen Abend erstrahlte unser Bühnenaufbau in voller Pracht! Sah richtig professionell und edel aus! Auch Nippel und Jojo, die mittlerweile eingetroffen waren, zeigten sich begeistert! In der Café Bar Forum wurde noch kurz ein Gseff getrunken und dann ging’s nach Hause.

Am nächsten Morgen trafen wir uns bereits um 8.00 Uhr in der Früh, um Backline, Merch-Stand und Fotowand aufzubauen. Im Anschluss hatten wir Zeit für einen ausgiebigen Soundcheck. Als wir grade einen Song spielten, ging plötzlich die Tür auf und der Jens Halder (Ex-CHAINDOGS) stapfte herein: „I be heit Obad it do. Ka i trotzdem scho mol a CD hau? I her se au bloß em Audo!“ Wir fühlten uns geschmeichelt und verkauften also unser erstes Album. „Brian“ ging zufrieden und mit einem breiten Grinsen im Gesicht wieder nach draußen. 🙂

Während unserem Soundcheck trafen auch Thimo und Holger ein. Thimo sollte an diesem Tag als Lichttechniker und Holger als Backliner fungieren. Die beiden sind bei COLESLAW in der letzten Zeit Mädchen für alles. Das soll jetzt keinesfalls abwertend klingen. Ganz im Gegenteil: Mädchen sind auf dieser Welt unersetzlich! 😉

Als am Abend auch unsere Vorband LAZURIGHT da war und ihren Soundcheck hinter sich brachte, wurde es langsam ernst. Unsere Nervosität stieg, so dass wir uns zum Abendessen geradezu zwingen mussten. Es gab Pizza vom Pronto, der an diesem Abend seinem Namen alle Ehre machte und drei Familienpizzen in Rekordzeit ablieferte. Wir aßen und unterhielten uns nebenher mit den Jungs von LAZURIGHT. Ausgesprochen nette Kollegen, mit denen wir mit Sicherheit nicht zum letzten Mal gespielt haben!

Das Stadtforum füllte sich ab 19.30 Uhr zunehmend mit Leuten. Gegen 20.45 Uhr legten die Jungs von LAZURIGHT los und präsentierten ihren eigenwilligen Alternative-Rock, der vielleicht noch am ehesten mit QUEENS OF THE STONE AGE vergleichbar ist. Gefiel uns sehr gut! Zumindest das, was wir mitbekamen, denn wir waren mit den Gedanken bereits bei unserem eigenen Gig. LAZURIGHT kam beim Publikum gut an. Wir hatten das Gefühl, mit dieser Vorband eine sehr gute Wahl getroffen zu haben. Das ist eine sympathische Combo, die nicht nur solide Songs spielt, sondern auch vom Sound her optimal zu uns passt.

Als sich der LAZURIGHT-Gig dem Ende neigte, machten wir uns für unsere Show bereit. Wir waren nervös wie noch nie, aber zugleich auch ausgesprochen heiß darauf, endlich unsere neuen Songs vor heimischer Kulisse zu präsentieren. Holger schaffte es, uns ein wenig zu beruhigen. Nach einer Zugabe verließen die Jungs von LAZURIGHT die Bühne. Wir stellten alles bereit.

Gegen 22.00 Uhr war es so weit. Jürgen lies unser Intro laufen, während wir zur Beruhigung einen Schnaps tranken. Gespannt betraten wir die Bühne und wurden vom Bad Saulgauer Publikum (ca. 300 Leute) sofort mit einem tosenden Applaus begrüßt. Wow, was für ein toller Empfang! Das gab eine richtige Gänsehaut, das können wir euch sagen! Wir winkten kurz von der Bühne und rockten wenige Sekunden später mit unserem Album-Opener „Me Again“ los. Gleich im Anschluss gab’s den brandneuen Song „Never Ending Chain“ auf die Ohren. Das Publikum kam schnell in Fahrt und unser Lampenfieber wich zunehmend ausgesprochener Spielfreude. In den ersten Reihen waren vornehmlich unsere jüngeren Fans zu Gange und tanzten fleißig Pogo. Weiter hinten ging’s etwas ruhiger zu. Dennoch waren – und das ist das Schöne – so gut wie alle Blicke zur Bühne gerichtet. Wir hatten den Eindruck, vor einem äußerst interessierten und aufmerksamen Publikum zu spielen und das bedeutet uns sehr viel! Das war nicht etwa eine Zeltfest-Party-Stimmung, sondern richtiges Rockkonzert-Feeling!

Wir rockten mit großer Hingabe durch unser Set und präsentierten sowohl neue Songs wie „Here And Now“ oder „Daydream Diary“ als auch alte Klassiker wie „Exhausted“ oder „Forward“. Wir freuten uns über Miche Hepp von der Zeitung, der direkt am Bühnenrand stand, fleißig fotografierte und mit unserem Sound mitwippte. In den ersten Reihen wurde Stagediving betrieben. [Für die Eltern, die dankenswerterweise zusammen mit ihren Kindern da waren: wurde Ihr Sohn/Ihre Tochter von den anderen Konzertbesuchern auf Händen getragen? Das nennt man im Fachjargon „Stagediving“!] Zudem gab es bei den härteren Songs immer mal wieder Pogo-Tanz. [Für die Eltern: ist Ihr Sohn/Ihre Tochter wie von Sinnen in andere Konzertbesucher reingesprungen? Das nennt man im Fachjargon „Pogo-Tanz“. Tja, so ändern sich die Zeiten. Früher war man in der Disko beim „Schwof“ und hat im Anschluss „bussiert“ und heute wird eben „gepogt“ und „stagegedivet“! Uns als Rockband ist letzteres bedeutend lieber! Wobei…] ;-D

Zurück zu der Generation, die PAUL SIMON nicht kennt, aber dafür sämtliche Bandmitglieder von SLIPKNOT allein anhand ihrer Masken mit Namen benennen kann. 🙂 Wohin wir im Publikum auch schauten – fast überall waren wir mit aufmerksamen Blicken konfrontiert, die gespannt unserer Musik lauschten. In den ersten Reihen wurde weniger aufmerksam zugehört, dafür aber umso mehr gehüpft, getanzt und geschrieen. Jojo auf der Bühne: „Bad Saulgau ist definitiv rockbar!“ Wisst ihr eigentlich, dass wir den Begriff „rockbar“ Farin Urlaub zu verdanken haben? Schätzungsweise weiß das die SLIPKNOT-Generation. Die PAUL SIMON-Generation wohl weniger… 😉

Bei einem der letzten Songs („Show For Me“) hörte auf einmal die Gitarre auf zu spielen. Nein, der Jürgen hatte am Mischpult nicht etwa leiser gedreht oder sonst was vrdriecht – der Jojo spielte tatsächlich nicht mehr! Stattdessen griff er sich mit schmerzverzerrtem Gesicht ans Bein. Nippel und Sédon schauten ihren Kollegen besorgt an. Der Song wurde noch zu Ende gespielt. Gott sei Dank entpuppte sich Jojos vermeintliche Verletzung „nur“ als Krampf und es konnte nach einer etwas längeren Ansage von Nippel weitergespielt werden. Nach „This Misery“ verlangte das Publikum nach einer Zugabe.

Um ehrlich zu sein: das hatten wir so eingeplant. 🙂 Unser Backliner Holger brachte für Jojo und Nippel zwei Barhocker und maulte die beiden nebenher zu Recht an, weil sie für ihre Akustik-Gitarren keine Kabel bereitgelegt hatten. So dauerte die Umbaupause eben etwas länger. Im Anschluss wurde die Unplugged-Version von „All Your Fault“ präsentiert. Beim zweiten Refrain konnten wir uns das Singen sparen – das Publikum übernahm dies mit Bravour! Wir waren sehr gerührt. Es ist ein tolles Gefühl, wenn so viele Leute einen selbst geschrieben Text singen. Dankeschön! Nach „All Your Fault“ wurde mit „Away“ noch ein brandneuer Unplugged-Song von unserem Album präsentiert.

Danach schrie das Publikum: „Done, Done, Done!“ und wechselte sofort zu „Holger, Holger, Holger!“, als unser Backliner über die Bühne huschte, um die Barhocker zu entfernen. Sédon setzte sich ans Schlagzeug und legte noch mal los. Wir präsentierten „Like A Rockstar“ – zugegeben mit einigen Patzern. Sédon wollte in einem Break einen Kick machen und kickte dabei aus Versehen sein Hi-Hat um. Das war zwar witzig, aber nicht unbedingt songdienlich. 🙂 Zu guter Letzt präsentierten wir noch den Album-Song „Closer Tonight“ und verließen unter Applaus die Bühne. Vielen, vielen Dank für dieses unglaublich schöne Konzert! Das werden wir nie vergessen…

Im Anschluss begaben wir uns an den Merch-Stand. Dort unterschrieben wir viele CDs, Plakate und Flyer. Wir bedankten uns bei einzelnen Konzertbesuchern für die unglaubliche Resonanz und freuten uns über viel Lob! Als sich der Saal langsam leerte, begaben wir uns rüber in die Café Bar Forum. Dort hatten wir nämlich Forum-Stammgast Thomas Friedrich für die After-Show-Party als DJ engagiert. Der wohl größte Musikkenner Ostrachs legte einen tollen Rock-Mix mit Songs aus den letzten Jahrzehnten auf. Es gab Stücke wie beispielsweise „(Don’t Fear) The Reaper“ von BLUE ÖYSTER CULT auf die Ohren. DJ Friedrich schaffte es mit seinem Sound, den Abend gebührend ausklingen zu lassen. Am Ende seines DJ-Sets erntete er verdientermaßen einen zünftigen Applaus, den er nicht ohne Stolz entgegennahm. Definitiv ein DJ mit Style! So was ist heutzutage leider Mangelware. Zumindest in unserer Gegend. [Lieber Thomas, wenn mal wieder was ansteht, dann greifen wir gerne auf dich zurück! War sehr geil! Respekt!!]

Irgendwann in den frühen Morgenstunden endete einer der schönsten Tage unserer bisherigen Bandgeschichte. Vor allem die Tatsache, dass so viele Freunde und Bekannte da waren, hat diesen Abend zu einem ganz besonderen gemacht!

Zu guter Letzt möchten wir uns von Herzen bei einigen Leuten bedanken: Allen voran bei Jürgen, Holger und Thimo. Die drei haben sich zuletzt monatelang für uns den Arsch aufgerissen. Wir können euch gar nicht sagen, wie froh wir sind, dass es euch gibt und dass wir euch haben! Außerdem danken wir Paddi Schuler für das mehr als außergewöhnliche Album-Artwork. Dann danken wir Ingo Gessler für das Bereitstellen der Stellwände und für den tollen Aufdruck auf Sédons Bass-Drum. Dann danken wir dem Schellinger, dem Filmer und unseren Alena-Jungs fürs Kassieren. Dank geht auch an die Jungs von LAZURIGHT sowie an Stefan, Moni, Nadja und Alex fürs Merchen. Außerdem danken wir DJ Friedrich und… ach, wisst ihr was? Alle, die unser Album „The Calming Influence“ ihr Eigen nennen, können sich selbst durchlesen, wem wir alles danken! Falls jemand unser Album (noch) nicht oder auch gebrannt haben sollte (ihr Schweine!), gibt’s hier die komplette COLESLAW-Dankesliste aus unserem Album:

First of all we want to thank our incredible FOH engineer Jürgen Roos, our producer and webmaster Holger Fiesel and our producer Thimo Strobel for their excellent work, friendship and for sharing this great experience with us. Without the help of you guys we would be nothing (ein Nix)!
Also we want to say “Thank You” to the following people: Manne, Jonne, Strauss, 2x Stefan, Raidi, Bauser and Nadja for friendship and things like merchandising, taking photographs, organising the Altstadt Festival or just for being at our concerts; Miche Hepp and “SZene regional” for promoting us from our very beginning (you are a real godsend for every musician in our region!); Alfons “Fone” Müller and Musik Markt Bad Saulgau for support, low prices and a lot of laughs; the Drescher family for our wonderful rehearsal room at Stinnes; Simon, Stefan, Flo and Christian of Alena4 for choosing us; our former singer Judith for being a part of Coleslaw for about two years; our biggest fans Cris and Lange for joining us almost everywhere; Paddi Schuler for the outstanding album artwork; Sibbi Poopzkid, Frede Ferber, Philip Conley and Ahmet Kaya for advice; Flo Digel for being our mechanic No.1; Friedbert Reuter, Dr. Volker Rabe and Herbert Wachter for teaching us how to play; Nora and Damir; Dr. Modula and Christian Fiedler; Ingo Rack; Magge Mehwald; Gaisi; Alban Beikircher; Heinz Wellmann; Didi Laaser; Thomas Friedrich and TBG Bad Saulgau.

Unseren Bandfreunden (ihr wisst, wer ihr seid!) möchten wir besonders danken. Ihr habt in den letzten Monaten nur sehr wenig von uns gehabt, weil wir so lange im Studio waren. Es sei hier noch mal klargestellt, dass ihr IMMER und ÜBERALL willkommen seid. Vielen Dank für Freundschaft und Support – einfach für alles…

Schließlich möchten wir allen Besuchern unserer Album Release für die tolle Unterstützung danken! Es ist wunderschön, in der Heimatstadt so ein Feedback zu bekommen! Danke…

30.04.06

DEBÜT-ALBUM „THE CALMING INFLUENCE“ OUT NOW!

Endlich ist es da, unser langerwartetes Debüt-Album „The Calming Influence“! Unter der Rubrik MUSIC gibt es weitere Informationen. Zudem könnt ihr dort in unser neues Werk reinhören. Wenn ihr ein Exemplar haben wollt, dann schaut einfach mal in unserem SHOP vorbei!

27.04.06

WARTUNGSARBEITEN AM SERVER

Hier meldet sich mal wieder der Webmaster: wie uns unser Provider mitteilte, wird unsere Page im Zeitraum von 27.04. bis 28.04. für ein paar Stunden wegen Wartungsarbeiten nicht erreichbar sein. Danke für Euer Verständnis!

24.04.06

TOUR DIARY – 22.04.06 | MEERSBURG, Sommertalhalle, Mesmerize Festival

Habt ihr jemals beim Copy-Shop Bad Saulgau DIN A1-Kopien machen lassen? Nein? Solltet ihr auch nicht tun. Die kosten nämlich 5,20 Euro pro Stück. Und wenn man das nicht weiß und einige davon machen lässt, dann kann das ganz schön ins Geld gehen…

Naja, wer will denn vom Geld reden, wenn ein vielversprechender Auftritt ansteht? Wir jedenfalls nicht und darum sei gesagt, dass wir uns riesig auf den Gig beim MeersburgerMesmerize Festival gefreut hatten! Das Ganze wurde von Backline Markdorf e.V. organisiert – einer Gruppierung engagierter Menschen rund um die Band SLIENT SCREAM. Voller Vorfreude dürsten wir also nach Meersburg. Hmm, „voller Vorfreude“ steht fast in jedem Gig Review. Tja, aber was soll ich machen, wenn’s einfach jedes Mal so ist? 😉

In Meersburg angekommen folgten wir der guten Ausschilderung und fanden so auf an Anhieb die Sommertalhalle. Drinnen begrüßten wir einige alte Bekannte sowie ein paar neue Gesichter. Der Soundcheck war bereits im vollen Gange und auch die Mädels und Jungs hinter der Bar werkelten fleißig rum. Hatte alles Hand und Fuß! Wir beließen es bei einem kurzen Roosophon-Check und vertrieben uns die Zeit bis zur ersten Band vorwiegend im Backstageraum. Überall spazierten lustige Leute rum, so dass unser Roos schon fast nicht mehr auffiel. Allerdings nur fast. Mit aberwitzigen Anekdoten schaffte er es trotzdem, Leute um sich zu scharen. 🙂 Lustig war auch der Bassist von THE MELLERS – ein riesengroßer, breiter Typ. Geradezu ein Baum, aber die Ruhe in Person. Im Laufe des Abends sollte er sich irgendwann aufregen, dass auf einem Tisch im Backstageraum Essenreste rumliegen: „Ich ess zwar auch gerne, aber bei mir trifft alles in den Mund, wie unschwer zu erkennen ist!“ 😀

Mit MULTIPLE NOISE legte irgendwann die erste Band los. „Früh kommen lohnt sich auf alle Fälle“ war schon im Vorfeld auf der Homepage des Mesmerize Festivals zu lesen. Das können wir im Nachhinein nur bestätigen! MULTIPLE NOISE entpuppte sich beim ersten (!) Auftritt als die Überraschung des Abends! An der Gitarre war SLIENT SCREAM-Frontmann Freddy zu Gange, am Gesang überzeugte Elen (fleißige Gig Review-Leser dürften sie bereits kennen – beispielsweise vom 27.03.04 in Nagold), am Bass war ein flinker Asiate am Werk und die Drums konnten sich ebenfalls hören lassen. Der Sound groovte wie die Sau, hatte Ohrwurm-Charakter und war technisch erste Sahne! Wirklich sehr geil! Wir standen fast während dem kompletten Gig auf der Galerie der Halle, wo man das Geschehen auf der Bühne in aller Ruhe verfolgen konnte. Jojo stürmte auf einmal wie von der Tarantel gestochen nach unten, da er seinen alten Kumpel Flo im Publikum gesichtet hatte… 🙂

Nach MULTIPLE NOISE betraten die Christen-Rocker von DIME TO DESTINY die Bühne. „Why should the devil have all the good music?“ fragen die drei Jungs auf ihrer Homepage. Folglich fielen auf der Bühne keine bösen Worte, sondern es gab Songs wie “Psalm 21” auf die Ohren – mal was ganz anderes!

Danach präsentierten sich die Festival-Organisatoren von SLIENT SCREAM in gewohnter Klasse. Frontmann Freddy ging nach der Show von die Bühne und verließ sofort die Halle. Nein, ihm war nicht etwa schlecht geworden, sondern eine gute halbe Stunde später musste er bereits bei der Cover-Combo PULL auf der nächsten Bühne stehen. Zuerst MULTIPLE NOISE, im Anschluss SLIENT SCREAM und dann PULL. Und das alles an einem Abend! Ein gefragter Mann, der Freddy. Angesichts seiner spielerischen Fähigkeiten durchaus nachvollziehbar…

Während Freddy davon eilte, machten wir uns für unsere Show bereit. An dieser Stelle ein Dankeschön an einzelne Jungs von SLIENT SCREAM und THE MELLERS, die uns Großteile der Backline zur Verfügung stellten! Als alles hergerichtet war, ließ der Roos unser Intro laufen und wir rockten los. Bei manchen Gigs muss man nur einen einzigen Ton spielen, um zu wissen, dass es geil wird. Der Gig in Meersburg war definitiv einer von der Sorte! Die Leute (es waren über 400) zeigten sich sehr tanzfreudig und gingen ordentlich ab. Jojo auf der Bühne: „Egal wo wir spielen, der Bodensee rockt einfach!“ Nippel freute sich über ein Mädel, dass ein Farin Urlaub T-Shirt trug, Sédon freute sich über guten Monitorsund und hüpfende Menschen und überhaupt und sowieso – es war großartig, auf dem Mesmerize Festival zu spielen. Dabei störte es auch nicht großartig, dass ein Mädel dem Nippel während dem Spielen den Schuhbändel aufmachte (!) und dass der Roos ab und an vergaß, dass Roosophon einzuschalten. So ist das halt, wenn man einen etwas älteren Mischer (unser Roos ist 34) an Bord hat. Er verfügt über enorm viel Live-Erfahrung, aber das Hirn macht halt nicht mehr so ganz mit. Scheiß Drogen… 😉

Vor allem Jojo nutze die Gunst der Stunde, um kräftig Werbung für unser Debüt-Album „The Calming Influence“ zu machen. Unser Gig ging mal wieder wie im Flug vorbei. Mir nix dir nix war die Zugabe gespielt und wir standen schon wieder auf der Galerie und lauschten dem Ska von THE MELLERS. Manchmal kommt einem so ein Gig wie ein Traum vor. Oder wie ein Rausch. So ne Mischung aus allem halt. Wunderschön jedenfalls… 🙂

Wir spazierten durch die Halle und ernteten viel Lob. Übrigens: wir haben noch gar nicht erwähnt, dass Cris, Lange, Simon, Schellinger, Alexandra und Moni auch da waren. Also halt irgendwo in der Halle verstreut. Während die Ska-Fans tanzten und Jojo und Nippel auf der Galerie standen, schäkerte Sédon im Backstageraum mit dem Drummer von NME.MINE. Die Jungs waren gerade von Hamburg aus angereist. Der Gig beim Mesmerize Festival sollte ihr Tourabschluss sein.

Tourabschluss hin oder her – die Jungs fuhren nach THE MELLERS die harten Geschütze auf. Heieiei, da fegte ein gewaltiger Gewittersturm von der Bühne und dazu noch extrem laut! Dass die pogenden Leute in den ersten Reihen bei dem Druck nicht weggeflogen sind, war echt alles!

Während dem Gig hatte Nippel seinen 22. Geburtstag und nahm die Glückwünsche seiner Kollegen und einigen anderen entgegen. Was gibt es schöneres, als an seinem Geburtstag auf einem coolen Festival zu sein, wo man kurz vorher einen erfolgreichen Gig gespielt hat? Nicht viel. Hmm, direkt in einen Geburtstag reinzuspielen, wäre natürlich noch besser! Das kriegen wir irgendwann auch noch hin…

Nach einer langen Abschiedsrunde setzten wir uns in unsere Karossen und fuhren los. Weit kamen wir nicht. Bereits nach wenigen Metern winkte uns die Polizei raus. Polizist: „Alkohol getrunken?“ – Nippel: „Nö, Musik gemacht. Ich hab bei einer der Bands gespielt.“ – Polizist: „Aber da trink man doch was, oder?“ – Nippel: „Nein!“ – Polizist: „Aber man wirft was ein!“ – Nippel: „Nö, ich hab nicht mal nen Sekt getrunken, obwohl ich Geburtstag hab!“ – Polizist: „Au, alles Gute, fahren sie weiter!“ Na also, man muss nur mit den Leuten reden! 🙂

Bei unserem zweiten Gefährt saß Roos am Steuer. Auch er wurde Gott sei Dank nicht lange aufgehalten und wir konnten endlich zurück in die Heimat fahren. Übrigens fuhren wir mal wieder die Strecke, die der Roos wie seine Westentasche kennt, weil er da in jedem zweiten Kaff schon mal liiert war. Jaja, unser Roos… 😉

Vielen Dank: Backline Markdorf e.V. (vor allem Martin), Freddy & Elen, Maggie, Cris & Lange, den anderen Bands, Flo, Moni, Alex, Simon und Schellinger.

So, das wär’s mal wieder! Es gibt nix mehr zu sagen, außer dass am 29.04.06 endlich unser Debüt-Album „The Calming Influence“ veröffentlicht wird! Wenn ihr Lust habt, dann kommt doch an diesem Abend ins Bad Saulgauer Stadtforum und feiert mit uns! Wir werden da nämlich ganz viele neue Songs spielen…

21.04.06

ALBUM IST DA!!!

Dies ist der beste News-Eintrag unserer bisherigen Bandgeschichte! Heute ist bei Nippel ein Lastwagen vorgefahren und hat 1000 Exemplare unseres Debüt-Albums „The Calming Influence“ abgeliefert! Wir sind total erleichtert und überglücklich, dass alles problemlos geklappt hat.

Wenn du Jürgen Roos, Holger Fiesel oder auch Thimo Strobel heißt, dann kannst du sofort eine CD haben. Wenn nicht, dann musst du dich noch bis zum 29. April gedulden. Da findet nämlich unsere Album Release im Stadtforum Bad Saulgau statt. In der Tourist Information gibt’s immer noch Vorverkaufskarten für unschlagbare 3 Euro. Auf geht’s!

16.04.06

TOUR DIARY – 14.04.06 | KONSTANZ, Kulturladen

Unglaublich, aber wahr: unser 100. Auftritt stand an!! Also zumindest für uns ist das unglaublich! Am Anfang unserer COLESLAW-Zeit hätten wir uns nicht mal träumen lassen, dass wir jemals so viele Auftritte spielen werden. Voller Vorfreude düsten wir an diesem sonnigen Karfreitag nach Konstanz. Im Kulturladen (kurz: „Kula“) begrüßten wir einige Haustechniker sowie Organisator Klaas. Und wie immer begrüßten wir auch einige Menschen von den anderen Bands, welche an diesem Tag wie folgt hießen: LIBIDO FROID, SONIC WAVES und BODENSEE UNITED. An diesem Abend stand gleichzeitig die Vorausscheidung für das diesjährige Open See Festival an. Wir waren also sozusagen Konkurrenten. Davon war allerdings absolut nichts zu spüren! Die anderen Bands waren allesamt sehr nett, was bei Wettbewerben leider nicht immer der Fall ist…

Der Kulturladen in Konstanz – eine würdige Location für unseren 100. Gig! Was soll man sagen? Ein wunderschöner, schnuckeliger Klub, wie er im Buche steht! Vor der sehr hohen Bühne gibt es eine Tanzfläche, die sich weiter hinten (beim FOH) stufenweise erhöht. Dadurch hat man auch von weiter weg optimale Sicht auf die Bühne. Zudem wird die Tanzfläche in ein paar Metern Höhe von einer Galerie umrahmt – man kann als Zuschauer praktisch von (fast) überall die Band anschauen, wenn denn eine spielt. Auch die fest installierte PA-Anlage kann sich sehen und hören lassen. Ein toller Klub! Und vor allem nicht zu groß! Da wollten wir schon immer mal spielen (vor allem Teil-Konstanzer Nippel)! Wieso gibt’s so was in Bad Saulgau nicht?

Nach den Soundchecks hatten wir noch genügend Zeit, um in Nippels Konstanz-Wohnung vorbei zu schauen, dort den Hamster zu füttern und im Anschluss einen kleinen Spaziergang am Bodenseeufer zu machen. Jürgen wollte unbedingt ein Eis haben. Und wie’s halt so ist, wollten das dann plötzlich fast alle, als der Roos sein Eis in der Hand hatte. Ihr kennt das ja. Futterneid und so. Also kauften sich fast alle ein Eis. Ähm, ich hab heute noch gar nicht gesagt, wer „alle“ sind. Also: neben uns lustigen Musikanten und FOH-Mann Jürgen waren diesmal Thimo, Stefan, Moni, Alexandra und Nadja mit am Start. Hmm, ich könnte mir vorstellen, dass euch das gar nicht interessiert, wer alles mit dabei war. Tja, was soll ich machen? Entweder ich schreib’s rein und ihr langweilt euch beim Lesen oder ich schreib’s nicht rein und die Leute, die dabei waren, sind beleidigt, weil sie hier im Gig Review nicht erwähnt werden. Da wir aber wollen, dass die auch beim nächsten Auftritt wieder mitkommen, entscheide ich mich lieber für Möglichkeit Nummer zwei, okay? Ihr könnt ja darüber hinweg lesen, falls ihr zu denjenigen zählt, die nicht dabei waren. Oder ihr kommt beim nächsten Mal einfach selber mit – dann steht ihr hier auch! 😉

Zurück im Kulturladen standen wir erst mal vor verschlossenen Türen, weil die komplette Kula-Belegschaft grad beim Essen war. Wir gingen also auch essen. Wir hatten nämlich Gutscheine für das Restaurant über dem Kula bekommen. Dort wurde ausgiebig gespeist und gesündigt. Letzteres hing mit dem Karfreitag zusammen. Die vegetarischen Gerichte waren nämlich ausgegangen. Tja, und da wir sehr hungrig waren, haben wir trotzdem… ach egal. Wir dürfen das. Wir sind schließlich eine Ministranten-Combo! 😉

Um kurz nach halb zehn legten die Lokalmatadoren von BODENSEE UNITED mit Hip Hop los. Die netten Konstanzer Rapper hatten dank Heimvorteil ziemlich viele Fans mitgebracht, so dass die Stimmung von Anfang an gut war. Vor der Bühne wurde kräftig getanzt. Naja, „getanzt“ ist vielleicht nicht das richtige Wort. Die Leute haben vielmehr mit den Kniekehlen gewippt, dabei einen Arm ausgestreckt und diesen auf und ab bewegt. So macht man das bei den Hip Hoppern. „Bouncen“ heißt das im Fachjargon, so viel ich weiß. Das soll jetzt aber keinesfalls abwertend klingen! Bei Rockbands springen die Leute wild ineinander rein. Ist das vielleicht besser? 🙂 Naja, es sieht vielleicht besser aus, aber beim Bouncen kann man sich wenigstens nicht verletzen! Außerdem kriegt man das auch noch hin, wenn man besoffen ist, ohne das man sich in die Quere kommt. Beim Pogo-Tanz kann das mit der Trunkenheit schon mal gefährlich werden. Da sind wir manchmal echt froh, dass wir das Privileg haben, auf der Bühne stehen zu dürfen… 🙂 Naja, jedenfalls bouncten (wieso unterstreicht MS Word dieses Wort jedes Mal rot?) die Leute vor der Bühne wie verrückt. Wir bouncten nicht. Wir kuckten nur und hörten zu. Die Jungs von BODENSEE UNITED sagten dem Publikum immer wieder, dass wir das Jahr 2006 schreiben. Auch das ist im Hip Hop normal! Fragt ruhig den Thimo – der kennt sich damit aus! Am Ende des Gigs präsentierten die Rapper von BODENSEE UNITED sogar noch eine kleine Beatbox-Einlage! Damit kennt sich der Thimo sogar noch besser aus… 😀

Im Anschluss an BODENSEE UNITED waren wir an der Reihe. Organisator Klaas betrat die Bühne und kündigte uns als Vier-Mann-Combo an. „Drei!!“ brüllte Jojo von hinten. 🙂 Klaas korrigierte sich grinsend und räumte dann das Feld. Rauf auf die Bühne und losgerockt! Obwohl unser Knepflasdreher Jürgen vergessen hatte, die Monitoranlage anzuschalten, spielten wir von Anfang an recht sicher. Wir hatten großen Spaß und tobten uns musizierend aus. Auch den Leuten schien’s zu gefallen, auch wenn nicht ansatzweiße so viele vor der Bühne standen, wie zuvor bei BODENSEE UNITED. Trotzdem hörten uns einige der 220 Kula-Gänger zu. Wir freuten uns besonders über zwei tanzfreudige Mädels in der ersten Reihe. Und natürlich freuten wir uns über Stefan, Simon und Flo von Alena4, die ebenfalls am Start waren und zudem den Schellinger und den Zintgrafen dabei hatten. Und selbstverständlich freuten wir uns auch über alle anderen Zuhörer. Allgemein waren wir voller Freude – man darf schließlich nur einmal im Leben seinen 100. Auftritt spielen! Hmm, es sei denn, man löst seine Band auf und spielt in einer anderen wieder 100 Auftritte. Würden wir so was tun? Nö. Auch bei diesem Gig präsentierten wir wieder die beiden neuen Stücke „Cemetery’s Safety“ und „Never Ending Chain“. Kommt alle am 29. April nach Bad Saulgau zu unserer Album Release ins Stadtforum! Da gibt’s noch mehr neue Songs auf die Ohren – und die haben’s in sich! In Kula beendeten wir unser Set mit „This Misery“ und verließen unter Applaus die Bühne. Unser 100 Gig hat uns großen Spaß gemacht und war zugleich unser (bisher) bester im Jahr 2006! „Gott sei Dank, wir können es doch noch!“ meinte der Jojo lachend zu Nippel, als die beiden die Bühne verließen. Übrigens gab es bei unserem 100. Gig eine echte Sensation: Unser Trommel-Schreiner Sédon hat keinen einzigen Drumstick kaputt gehauen! Da schimmert halt doch noch der alte Blasmusikschlagzeuger durch. Wir haben nämlich mal gehört, dass Blasmusikschlagzeuger oft ein ganzes Jahr (oder noch länger) mit einem einzigen Paar Drumsticks auskommen! Vielleicht schafft das der Done ja auch mal wieder? Die erste halbe Stunde haben seine Sticks jedenfalls überstanden… 🙂

Nach uns ging’s weiter mit LIBIDO FROID. Die sind zwar aus Meersburg, fühlen sich aber musikalisch gesehen eher in Hamburg zu Hause. Deutschrock à la SPORTFREUNDE STILLER, TOCOTRONIC und Konsorten (Ja, Holger!). Frontmann Matthias und seine Kollegen spielten an diesem Abend mit Verstärkung: Es waren Bläser dabei. Und eine Bläserin. Und ein Chello. Da freut sich der Haustechniker! 🙂 An dieser Stelle sei mal gesagt, dass der nette Kerl hinterm Mischpult (leider weiß ich seinen Namen nicht) sehr gute Arbeit geleistet hat! Im Kula wären wir also bestens versorgt – sollten wir uns je mit unserem Mischer Jürgen streiten. Würden wir so was tun? Nö.

Zu guter Letzt kamen noch die Konstanzer von SONIC WAVES und gaben groovigen Rock zum besten. Gefiel uns gut! Für uns die beste Combo das Abends! Obwohl die Herren auf der Bühne schon ein paar Jahre älter waren als wir, wirkten ihre Songs frisch und unverbraucht. Zwischendurch hielten wir uns immer mal wieder im Backstageraum auf. Der ist im Kula recht sehenswert! Die Wände sind mit Edding-Zeichnungen vollgemalt und es kleben überall Aufkleber von Bands, die schon mal im Kulturladen gespielt haben. Dazu zählen unter anderem PYOGENESIS, GUANO APES und RAMMSTEIN, also durchaus große Nummern. Auf der Klo-Brille prangt ein Aufkleber von DIE HAPPY. Ebenfalls eine große Nummer – wenngleich seit geraumer Zeit um einen großartigen Menschen ärmer. Gott sei Dank, müssen wir da sagen…

Nach dem Gig von SONIC WAVES war Schluss mit Live-Mucke. Das Publikum hatte nun die Möglichkeit per Stimmzettel ihre Favoritenband für das Open See Festival zu wählen. Nach einiger Zeit wurde das Endergebnis bekannt gegeben: BODENSEE UNITED und LIBIDO FROID spielen beim Open See Festival 2006! Herzlichen Glückwunsch! Auch wir waren ganz happy. Wir hatten nämlich nicht mal 10 Leute dabei – haben aber 27 Stimmen bekommen. Falls jemand von unseren Anhängern den Heimvorteil der anderen Bands beklagen sollte: Das wissen die betreffenden Combos selber. Fairerweise solltet ihr jedoch sehen, dass auch wir in anderen Städten (ich denke da zum Beispiel an Riedlingen) schon von unserem Heimvorteil profitiert haben – diesmal waren halt wir die Auswärtigen. Uns hat’s trotzdem großen Spaß gemacht bei der Vorausscheidung im Kula mitzuspielen!

Nachdem unser Equipment wieder in den Autos war (wir hatten diesmal unsere komplette Backline dabei), sagten wir zu einige Leuten „Tschüss“ und düsten los. Nicht etwa nach Hause, sondern mit dem Thimo nach München. Dort sollten wir nämlich am nächsten Morgen in der SAE (das ist eine Schule für Tontechniker etc.) einen Song für Thimos Kollegen Andi aufnehmen. Der Andi braucht diesen Song für seine Diplomarbeit. Wir fuhren also nach München und hatten unterwegs großen Spaß. Jojo und Thimo fuhren. Nippel und Sédon versuchten die beiden mit blödem Geschwätz wach zu halten. War absolut kein Problem! 🙂 Viel eher ein Problem war, dass wir erst um 5.00 Uhr in Thimos Münchner Wohnung ankamen und um 7.30 schon der Wecker klingelte. Trotz Schlafmangel brachten wir die Produktion des Songs „Daydream Diary“ gut über die Bühne. Beim Heimfahren warf Sédon mit Keksen auf Jojos Karre und es wurde gelacht und überholt und geschrieen und gehupt und getankt und ich merke grad, dass das alles gar nicht mehr in diesen Gig Review gehört… 😉

Für eine schönen Abend im Kula bedanken wir uns und grüßen folgende Menschen herzlich: Klaas und die anderen Organisatoren, Bautz, Simon, Flo, 3x Stefan (!), Fabian, Alex, Moni, Nadja, die anderen Bands, die Haustechniker und alle, die uns zugehört und vielleicht sogar für uns gestimmt haben. Es war ein wunderschöner 100. Gig für uns! Wir hoffen dass wir auch die 200 erreichen und dass ihr da auch alle mit dabei seid! Ihr und noch viele mehr… „Bautz!“