31.08.04

VIDEO-CLIP ZU "EXHAUSTED"

Wir werden in den kommenden Wochen einen Video-Clip zu unserem Song „Exhausted“ drehen! Damir Skako, seines Zeichens Student an der SAE Stuttgart, benötigt dieses Musikvideo im Rahmen seines Studiums als „Praktische Abschlussproduktion“. Skako, der auf den Bereich Regie spezialisiert ist, hat sich zwischen mehreren Rockbands für uns entschieden. In seinen persönlichen Erwartungen äußert er unter anderem, er werde „versuchen der Band Coleslaw ein Image zu verpassen, welches zu ihnen passt“.

Während Skakos gesamtes Team bereits Film-Erfahrung mitbringt, betreten wir mit diesem Projekt absolutes Neuland. Folglich sind wir sehr neugierig, was uns erwartet. Neben Ausschnitten, in denen man außschließlich die Band (also uns drei) sehen wird, hat das Video auch eine konkrete Handlung. Speziell Jojo darf sich hierbei auf schauspielerische Ersterfahrung freuen, da er die Rolle des Hauptprotagonisten übernehmen wird.

Skako hat die (für Interpretationen relativ offenen) Lyrics von „Exhausted“ in eine konkrete Geschichte umgesetzt. In seiner Projektbeschreibung heißt es: „Ein Mensch wird von Schuldgefühlen und Verzweiflung geplagt. Aus dem Hintergrund heraus, dass er Fehler begangen hat, die er nicht mehr rückgängig machen kann und dabei den wertvollsten Menschen durch Wut und Hintergehen bis hin zu einem Unfall ungewollt in den Tod getrieben hat.“ Genauere Details zum Drehbuch wollen wir an dieser Stelle allerdings noch nicht verraten.

Ihr dürft jedenfalls gespannt sein! Wir sind es auch…

29.08.04

TOUR DIARY – 27.08.04 | WEINGARTEN, Alibi

Mittlerweile schrecken Jojo und Nippel vor wirklich gar nichts mehr zurück: Da hat Sédon am 27. August Geburtstag und seine beiden Kumpanen nehmen einfach einen Auftritt an. Arbeiten am Geburtstag!! Sédon war daraufhin so sehr beleidigt, dass er…

…Quatsch mit Soße! Natürlich war Sédon begeistert, dass wir an seinem Geburtstag im Alibi rocken durften, selbstverständlich hatten ihn seine Bandkollegen vorher gefragt und es erübrigt sich wohl zu sagen, dass ein Auftritt für uns keine Arbeit ist, sondern in erster Linie Spaß macht! Tja, wir sind halt doch noch aus echtem Holz geschnitzt…

Wir verabredeten uns um 16.30 Uhr am Stinnes. Sédon hatte sich extra ein paar Stunden frei genommen und schlief vor dem Stinnes in seinem Auto, als Nippel herandüste. Gerade als Nippel die Hupe betätigen wollte, wachte Sédon blöderweise auf. Wenige Augenblicke später war auch Jojo am Start. Da Sédon wie gesagt seinen 21. Geburtstag feierte, durfte er seine Karre stehen lassen. Nippel stand ihm als Chauffeur zu Diensten, während Jojo in seinem Toyota Großteile des Equipments unterbrachte. Wir fuhren also nach Weingarten.

Das Alibi ist ein nette Studentenkneipe, in der sich Jojo von Zeit zu Zeit aufhält. Eigentlich besteht die Kneipe aus zwei großen Räumen, von denen einer einem Café ähnelt und der andere Live-Club-Atmosphäre hat. Logischerweise sollten wir im zweiten Raum spielen, wo sogar eine feste Bühne installiert ist.

Als wir das Alibi betraten, waren gerade die Jungs von CABBAGE AND TUNIP mit ihrem Soundcheck beschäftigt. Der Kerl am Mischpult drehte des öfteren etwas ungestüm an seinen Reglern rum, so dass immer wieder ein massives Pfeifen aus den Boxen schoss. Und zwar ein ganz massives! Selbst Hartgesottene verzogen jedes Mal das Gesicht.

Im Anschluss war unser Soundcheck. Auf der Bühne war der Sound bedeutend besser, als davor. Zwei Monitorboxen taten einen guten Dienst, wobei Sédon leider keine hatte. Trotzdem fühlte auch er sich ganz wohl. Nach kurzer Zeit waren wir fertig und die Jungs von LASCIVIOUS übernahmen das Ruder. Wir fuhren derweil in den neu eröffneten Burger King und lachten dort über Piraten und so. Auf dem Rückweg zum Alibi drehte Jojo in seiner Karre SWR4 voll auf und lies die Fensterheber runter. Wir hatten unsere helle Freude am „Herzblatt sucht Steinbock“-Song und ernteten von einigen Passanten erstaunte Blicke. Scheinbar missverstand ein Autofahrer unsere Lebensfreunde als Gepöbel und verfolgte uns. Als wir in Richtung Alibi abbiegen wollten, überholte er, drehte die Scheibe runter und brüllte uns voll an. Jojo brüllte wild gestikulierend zurück und erntete prompt einen Mittelfinger. Naja, vielleicht mag er keine Volksmusik? Vielleicht hat ihn seine Frau verlassen?? Vielleicht haben wir uns auch einfach nur unmöglich benommen…

Zurück im Alibi begrüßten wir zig Leute: Bene, Tim, Gerhart usw. Ist ja auch egal, weil die kennt ihr eh nicht. Wobei: Die ersten beiden machen Arschmusik. Vielleicht sagt auch das ja was… 🙂

Um 20.30 legte LASCIVIOUS los. Mit denen hatten wir zuletzt im Ravensburger Jugendhaus gerockt. Mittlerweile hatten sie Zuwachs bekommen: Da Andy Pichler die zweite Gitarre spielte, gab es nun massig Gitarrensoli zu hören, was vor einem halben Jahr noch nicht der Fall gewesen war. Bereits nach wenigen Songs standen einige Leute vor der Bühne und es gab viel Applaus. Während LASCIVIOUS rockte, saßen Michi und Fabian von CABBAGE AND TUNIP an der Kasse und kassierten von jedem Gast 3 € Eintritt. Es kamen ziemlich viele Leute! Nach dem Reinfall in der Metro war’s diesmal also ziemlich geil!!

Nach LASCIVIOUS enterte CABBAGE AND TURNIP die Bühne und wir übernahmen den Job an der Kasse. Noch immer war der Ansturm ganz ordentlich. Im Laufe des Abends sollten es knapp 150 Leute werden. An der Kasse sitzend unterhielten wir uns mit allen möglichen Leuten: Zum Beispiel mit den werten Kollegen von TOS, die extra wegen uns von Aulendorf (oder Ebersbach) nach Weingarten gekommen waren (Mensch, Maier!) oder auch mit Jojos Studienkollegen Flo sowie mit Damon Hill. 🙂

Nach Abstaubern wie „Anna’s Song“ und einigen Zugaben waren die Jungs von
CABBAGE AND TURNIP am Ende ihres Sets angelangt. Wir bauten unser Zeugs auf und rockten los. Bereits nach unserem Opener „Show For Me“ und Nippels zweifelhafter Begrüßung: „Guten Abend, Ravensburg, ähm… Weingarten!!“, war die Stimmung ziemlich gut. Man bewegte sich zum Sound und teilweise enthemmte der steigende Pegel deutlich (Super, Ingo!). Erfreulicherweise versammelten sich unter anderem einige Mitglieder der anderen Bands vor der Bühne und fanden sichtlich Gefallen an unserem Spiel.

Gegen Mitte des Sets wurden die „Schlagzeugsolo!“-Rufe immer lauter. Geburtstagskind Sédon erbarmte sich schließlich und gab sein Bestes. Er erntete tosenden Beifall. Im weiteren Verlauf des Gigs fiel uns immer wieder ein älterer Herr auf (laut Jojo ein Alibi-Stammgast), der vor der Bühne tanzte und uns zwischen den Songs lobende Worte zurief. Irgendwann verschwand er für kurze Zeit. Mit einer Flasche Sekt und drei Gläsern kam er zurück und stellte uns alles auf die Bühne! Wir fanden diese spontane Aktion absolut cool und bedankten uns mehrmals. Während wir weiterrockten, schüttelte Nippels Ravensburger Kumpel Ingo die Sektflasche, öffnete sie, verleerte die Hälfte und schenkte schließlich ein. So tranken wir also auf der Bühne einen auf eisan Done!

Nach „The Thing About You“ wäre eigentlich Schluss gewesen. Doch das Publikum verlangte gleich mehrere Zugaben. Nach einem spontanen Geburtstagsständchen um Mitternacht sowie dem Simon and Garfunkel-Klassiker „The Boxer“ war endgültig Schluss. Wir drehten eine kleine Runde durchs leerer gewordene Alibi und räumten schließlich unser Zeug in die Autos. Während wir abbauten, freuten wir uns über viel Lob und Zuspruch. Überall gab’s Handshakes. Vor allem CABBAGE AND TURNIP-Gitarrenmann Stefan zeigte sich beeindruckt.

Zu guter Letzt drehten wir eine ausgeprägte Abschiedsrunde und sattelten schließlich unsere Pferde. Nach einem erneuten Besuch im Burger King ritten wir erhobenen Haupts gen Heimat. Jojo und Co. schauten noch im Saloon des Stadtforums vorbei, während Nippel und Sédon schlafen bzw. „schlafen“ gingen.

Wir verbeugen uns tief vor: CABBAGE AND TURNIP, LASCIVIOUS, Alibi-Chef, Mischer, Alibi-Stammgast, Jonne, Carina, Ingo, allen Zuhörern – speziell vor allen Aulendorfern, Saulgauern und Ostrachern, die extra wegen uns nach Weingarten gefahren sind.

29.08.04

SHOP ONLINE

Nun ist auch unser Shop online. Ab jetzt könnt ihr also fleißig bestellen…

23.08.04

TOUR DIARY – 21.08.04 | BAD SAULGAU, Fußgängerzone, Altstadtfest

2004 sollte das erste Coleslaw-Jahr sein, in dem wir am Altstadtfest kein Open Air auf dem Parkdeck veranstalteten. Dennoch sollten wir spielen: Die Junge Liste Bad Saulgau hatte uns für einen Gig in einer Seitenstraße der Fußgängerzone verpflichtet. Die Anlage sollte komplett vom Musikmarkt Bad Saulgau gestellt werden. Allerdings gab es hierbei ein Problem: Großteile der Musikmarkt-Anlage standen an diesem Wochenende in Scheer beim Opening Festival des Faust Studios, wo wir einen Tag zuvor auch gespielt hatten. Trotzdem hatte Musikmarkt-Chef Fone der Jungen Liste eine Anlage zugesagt. Mit Ach und Krach wurde aus den letzten Musikmarktbeständen also eine zweite Anlage gezaubert, die wir nun zur Verfügung hatten.

Wir trafen uns kurz vor 17.00 Uhr zum Soundcheck. Die Anlage war zuvor bereits von Mitgliedern der Jungen Liste aufgebaut worden. Den Job am Mischpult sollte an diesem Abend Wolfgang von Audio Concept übernehmen. Auch Wolfgang war über die notdürftig zusammengeschusterte Anlage alles andere als erfreut. Geduldig bastelte er so lange mit uns herum, bis wir ein passables Ergebnis hatten.

Nach dem Soundcheck mischten wir uns unter die zahlreichen Altstadtfestgäste und drehten eine ausgiebige Runde. Wir lauschten eine ganze Weile dem Sound von Heinz und Assis, die in der Bachstraße Schlager zum Besten gaben. Heinz hatte uns früher des öfteren abgemischt und klopfte nun hinter seinem Keyboard flotte Sprüche. Danach schauten wir noch bei den Mannen von THE GANG vorbei, die in der Fußgängerzone spielten. Jeder zweite fragte uns: „Wann fangt ihr heute an??“

Irgendwann war es dann soweit: Die Uhr sagte 22.00 Uhr und wir betraten die Bühne. Bereits als wir losrockten, war der Platz vor dem Spielwarengeschäft Reisch voll mit Leuten. Gleich nach ein paar Takten bekamen Jojo und Nippel den ersten abgebrochenen Drumstick von Sédon um die Ohren. Nach ein paar Songs rückten die Leute auf unser Drängen hin bis zur Bühne vor. Wir hatten zwar mit dem (anlagenbedingt) schwachen Monitorsound zu kämpfen – hatten aber einen Heidenspaß mal wieder vor so vielen bekannten Gesichtern zu spielen! Es wurde gesungen, gehüpft und geklatscht, dass es eine wahre Freude war…

Besonderen Applaus gab es an diesem Abend für Judith, die zum letzten mal mit uns auf der Bühne stand.

Als es irgendwann zu regnen anfing, machten wir ein kleine Pause, was zugegebenermaßen nicht sehr intelligent war: Natürlich gingen viele Leute. Als wir jedoch nach einigen Minuten weiterrockten, füllte sich der Platz relativ schnell wieder. Die ständigen Nirvana-Rufe kommentierte Jojo wie folgt: „Wenn ihr Nirvana-Songs hören wollt – dann geht doch einfach auf ein Konzert von denen…“

Gegen Ende des Gigs waren einige (z.B. Strauss) sehr besoffen und pogten was das Zeug hielt. Wir spielten auf Wunsch noch zwei Songs mit Judith und wurden danach mit lauten „Zugabe!“-Rufen erneut auf die Bühne geholt. Nach „Exhausted“ und „I Can’t Help Myself” war Schluss. Noch immer wurde nach einer Zugabe verlangt, doch wir waren schlichtweg am Ende unseres Sets angelangt. Erstaunt betrachteten Jojo und Nippel Sédons kaputte Drumsticks: Stolze acht (!!) hatte er an diesem Abend verschlissen…

Wir hatten nicht unbedingt erwartet, dass wir bei diesem Gig so eine bombastische Resonanz haben würden – vor allem weil am selben Abend Beach Party in Altshausen war. Ein großes Dankeschön an die mehreren hundert Leute, die vor der Bühne Stimmung machten und dem Wetter trotzten!!

Nach dem Gig verkauften wir mal wieder ein paar CDs und bekamen überall Lob zu hören. Wir bauten ab und unterhielten uns gegen später ausgiebig mit Brian und Oli von den CHAINDOGS. Ist schon witzig: Da hatte man vor einigen Jahren die erste CHAINDOGS-CD in der Hand und war schlichtweg begeistert, dass es in unserer Gegend so eine Band gibt, und auf einmal unterhält man sich mit ihnen als „Kollegen“…

Irgendwann beschlossen Nippel, Sédon und Manne, noch nach Altshausen auf die Beach Party nach Altshausen zu fahren, während Jojo nach Hause ging. In Altshausen angekommen, wurden die drei vom Türsteher abgewiesen, da es bereits 2.30 Uhr war. Sauerei, so was!! Man stand also ne Weile vor dem Eingang und lachte über die Besoffenen, die nach draußen torkelten bzw. die vom Krankenwagen abgeholt wurden. Und hätte Manne den Strauss nicht nach Hause gebracht, wär’s ihm in Bad Saulgau wohl ähnlich ergangen…

Wir verneigen unser Haupt vor: Mischer Wolfgang (Sorry für die zusätzliche Arbeit!), den Mitgliedern der Jungen Liste, Manne, Holger und vor allen Zuhörern.

Außerdem bedanken wir uns bei Judith für die gemeinsame Zeit und wünschen ihr alles Gute für ihre (musikalische) Zukunft!!

„Desch jo obacha, des Gsöff!!“

23.08.04

TOUR DIARY – 21.08.04 | SCHEER, Faust Studio *UNPLUGGED*

Da wir seit längerem nicht mehr unplugged gespielt hatten, wurde um 8.30 Uhr in der Früh eine Probe anberaumt. Allerdings warteten Jojo und Nippel vergeblich auf Sédon, der vergessen hatte seinen Wecker zu stellen und noch seelenruhig schlief. So probten die beiden halt allein. Man spielte mit dem Gedanken, Sédon anzurufen. Doch dann beschloss man, ihn schlafen zu lassen, den unplugged geht’s notfalls auch ohne Sédon…

So fuhren Nippel und Jojo also zu zweit nach Scheer. Gerade als sie Mengen hinter sich hatten, rief Sédon an. Sein Verschlafen war ihm äußerst unangenehm. Er düste sofort los…

Wie schon am Vorabend betraten wir das wunderschöne Studio und begrüßten zunächst Fribbe, der bereits dabei war, seine Anlage für uns aufzubauen. Faust-Mitglied Hans Joachim „Joe“ Irmler war guter Dinge und schäkerte herum, bis schließlich seine Lebensgefährtin Cornelia Paul kam: „Jetzt zieh dich bitte mal um!“ Lachend, aber doch leicht beunruhigt wendete sie sich zu uns und erklärte: „Der muss nachher ne Rede halten und hat sie noch nicht mal fertig.“ Tja, so sind sie halt, die Vollblut-Musiker! Wir fanden’s jedenfalls amüsant… 🙂

Gegen 11.00 Uhr trafen die ersten Gäste im Studio ein. Teilweise waren Leute vom Vorabend dabei. In einem edlen Anzug betrat Joe Irmler pünktlich und mit vorbereiteter Rede das Studio. Die reizende Blondine Nathalie verteilte Sekt und Butterbrezeln und lachte jedes Mal, wenn wir zum Orangensaft griffen: „Gestern gesoffen, was??“ Unser klares: „Nö!“ nahm sie uns schätzungsweise nicht ab. Aber es stimmte. Ehrlich!!

Die schätzungsweise ca. ungefähr phi mal Daumen 50 Anwesenden Gäste bestaunten das wunderschöne Studio oder begutachteten die Info-Wand, wo unter anderem unser Hackfressen hingen. Irgendwann spielten wir einen Song, um Ruhe in den Saal zu bringen. Im Anschluss begann Joe seine Rede wie folgt: „Ich les einfach ab – der Bundeskanzler macht’s schließlich auch so!“ Joe bedankte sich bei allen, die am Umbau des Studios mitgewirkt hatten und erzählt die ein oder andere Anekdote. Insgesamt fasste er sich aber relativ kurz.

Im Anschluss an seine Rede untermalten wir den Empfang mit Songs aus unserem Unplugged-Repertoire. Sédon spielte mit Jürgens Schlagzeug, welches im Studio stand. Fribbe mischte uns mit viel Hall und Echo ab, was ein sehr sphärisches Klangbild erzeugte. Nebenbei verzeihen Hall und Echo kleinere Fehler, was wir natürlich nicht nötig hatten…

Am Schluss bauten wir ab, unterhielten uns ne Weile mit Fribbe, Joe und Cornelia und fuhren anschließend zurück nach Bad Saulgau.

Ist schon ein schönes und vor allem gut ausgestattetes Studio! Und dazu noch eines der größeren europaweit!! Es wär natürlich schon bombastisch, wenn wir da vielleicht irgendwie irgendwann mal…

Wir danken: Fribbe, Joe Irmler, Cornelia Paul, Nathalie und Jürgen.

22.08.04

TOUR DIARY – 20.08.04 | SCHEER, Klangbad Festival

Nach langem Umbau der ehemaligen Papierfabrik in Scheer, wurde das Faust-Studio endlich eröffnet. Der Name „Faust Studio“ rührt von der legendären Krautrockband FAUST, die in der Szene weltweit Kultstatus genießt. Um die Studioeröffnung gebührend zu feiern, sollte auf dem Gelände neben dem Studio ein dreitägiges Open Air statt finden.

Dank Mischer Jürgen waren wir ebenfalls mit von der Partie und hatten die Ehre, das Festival am Freitag zu eröffnen. „Ehre“ ist in diesem Fall wörtlich zu nehmen, denn wir waren die einzige Newcomerband aus der Umgebung. Die restlichen Interpreten hatten Rang und Namen und kamen aus ganz Europa. Allerdings kannten wir nicht eine einzige Band, da sich deren Bekanntheitsgrad meist auf eine eingefleischte Szene beschränkte. Jedenfalls waren wir im Vorfeld sehr gespannt, was uns erwartet. Der Flyer des Opening Festivals klang ebenso vielversprechend wie nichtssagend. Zum Beispiel: „OLE LUKKOYE aus St. Petersburg verschmilzt traditionelle russische Stile mit westlichen Rhythmen zu einem schamanistischen Psychedelic-Trance-Rock“. Alles klar, oder?? 🙂

So kam es also, dass ein gespannter Jojo, ein gespannter Nippel und ein gespannter Sédon an besagtem Freitag nach Scheer kurvten. Der Weg zum Studio war ausgeschildert. Das Festivalgelände lag sehr idyllisch und war äußerst liebvoll dekoriert: Im Eingansbereich hingen weiße Fetzen vom Himmel, die Biertischgarnituren wurden von Gladiolen in allen erdenklichen Farben geziert und auch sonst war alles schön hergerichtet. Ein „chilliges“ Zelt, das überall mit Teppichen ausgehängt war, ließ uns die Konsumgepflogenheiten einzelner Festivalbesucher erahnen…

Wir begrüßten zunächst Mischer Jürgen und seine bessere Hälfte. Immerhin zwei bekannte Gesichter! Allerdings sah das Gesicht von Jürgen nicht sehr zufrieden aus: Er hatte sich am Vortag beim Equipment schleppen einen Nerv eingeklemmt, was bekanntlich sehr schmerzhaft sein kann. Seine Freundin hatte ihn sogar an- und auskleiden müssen, was sie zum einen gern für ihn tat, was aber zum anderen ein unangenehmes Abhängigkeitsgefühl bei Jürgen bewirkte: „I komm mr vor wia an alda Nene!!“ Tja, da hat man’s mal wieder: Erst über die Zivis von DJ OSSI lachen und dann selber solche Dienste in Anspruch nehmen… 🙂

Nach längerem Rumgeschäker kam dann aber doch der Ernst des Lebens zurück: Jürgen schleppte sich hinters Mischpult, während wir ihn abwechselnd mit unseren Instrumenten bzw. mit unserem Gesang verzauberten. Zu guter Letzt wurden noch die Monitore eingestellt (Jürgen: „Han i des grad richtig ghert? Dr Done will echt d’Gitarre auf seim Monitor leisr???“).

Nach dem Soundcheck genossen wir die chillige Atmosphäre und nahmen zur Kenntnis, dass leider kaum Leute kamen. Die wenigen Anwesenden waren großteils Vertreter des alternativen Lebensstils (also mit Boscha und so). Das SUMO-Dilemma schien in die zweite Runde zu gehen: Immer dann, wann ne hammergeile Anlage dasteht und das Ambiente stimmt, kommen keine Leute. Nun gut – der Vergleich mit der SUMO ist vielleicht doch ein bisschen weit hergeholt. Immerhin sollten hier Bands mit Weltruf auftreten! Und da wir keine davon waren, war es auch nicht weiter schlimm, dass wenig Interesse an uns bestand…

Um kurz nach 19.00 Uhr legten wir mit „Show For Me“ los und siehe da: Einige der übers Festivalgelände verteilten Leute zeigten dann doch reges Interesse und begaben sich vor die Bühne. Neben Änsge und Carina waren unter anderem Holger und Fribbe am Start. Später sollten noch ein paar Vertreter der Partei GUNFIRE hinzukommen. Leider konnten wir bereits unseren ersten Song nicht ganz zu Ende spielen, da plötzlich der Strom ausfiel. Verwundert schauten wir zum Mischpult, wo ebenso verwunderte Gesichter zurückblickten. Nach kurzer Zeit war der Fehler behoben und es konnte weitergehen. Allerdings nicht lange. Der Strom sollte während unserem Gig noch mehrere Mal ausfallen. Doch trotz allem waren wir zufrieden, denn den wenigen Anwesenden schien unser Sound zu gefallen. Der Applaus nach unseren Stücken (bzw. bei jedem Stromausfall) war überaus üppig, wenn man mal bedenkt, wie wenig Hände ihn fabrizierten…

Im Anschluss an unseren Gig machten wir Bekanntschaft mit Faust-Mitglied und Studio-Chef Hans Joachim Irmler. Kurz darauf vercheckten wir ein paar CDs und erfüllten grinsend die Wünsche ein paar kleiner Mädchen: „Könnte ich vielleicht ein Autogramm von IHNEN bekommen??“ 🙂

Man drehte seine Runden unterhielt sich mit verschiedenen Leuten. Nippel wurde von einem Journalist von „Trust“ (??) angesprochen und redete ne ganze Weile mit ihm. Er wollte eine CD haben, um eine Kritik darüber zu schreiben. Wir sind gespannt…

Jojo und Sédon gesellten sich derweil mit ihren Mädels zu Holger und Jürgen an einen der Biertische. Nippel kam später hinzu. Man holte sich zu trinken und unterhielt sich über Gott und die Welt. Vor allem Holger zeigte sich an diesem Tag äußerst gesprächig – zeitweise hatte man das Gefühl, er wolle dem Teufel ein Ohr wegschwätzen („Iddaaaa!“, „Beim Jürgen wett i it drbei sei, wenn am Obad s’Liacht ausgoht!“). Im Hintergrund spielte bereits die nächste Band, wobei auch bei denen immer wieder der Saft wegblieb.

Irgendwann beschloss Jürgen, uns eine kleine Führung durch’s brandneue Faust Studio zu geben. Wir verließen also das Gelände und begutachteten das geräumige Studio, wo wir bereits am nächsten Morgen einen Sektempfang mit Musik untermalen sollten.

Nach der Führung fuhren wir nach Bad Saulgau. Freundlicherweise schloss Holger noch mitten in der Nacht den Musikmarkt auf, da Nippel neue Saiten für seine Akustik-Gitarre brauchte. Danach ging’s nach Hause.

Für einen etwas anderen Coleslaw-Abend bedanken wir uns bei: Jürgen, Hans Joachim Irmler, Cornelia Paul und den anderen Festival-Organisatoren, Holger, Fribbe, den freundlichen Mädels am Ausschank und bei allen Besuchern.

17.08.04

JUDITH STEIGT AUS

Die meisten von euch werden diesen Schritt aufgrund von verschiedenen Dingen bereits erwartet haben: Unsere Sängerin Judith verlässt zum 01.09.04 die Band. In erster Line waren es Judiths berufliche Zukunftspläne sowie musikalische Differenzen, die zu dieser Entscheidung geführt haben. Um eventuelle Gerüchte zu widerlegen, sei an dieser Stelle gesagt, dass die Entscheidung auf beidseitigem Einverständnis beruht und in gemeinsamen Gesprächen gefällt wurde.

Wir bedanken uns für die gemeinsame Zeit und wünschen Judith für ihre (musikalische) Zukunft alles Gute! Eventuell wird sie schon bald bei einer anderen Band das Gesangsmikro übernehmen…

Alle, die Judith nochmals zusammen mit uns auf der Bühne sehen wollen, haben am Samstag, den 21. August, die einmalige Gelegenheit dazu: Im Rahmen des Bad Saulgauer Altstadtfests spielen wir ab 22.00 Uhr in der Fußgängerzone (direkt vor dem Spielwarengeschäft Reisch).

16.08.04

TOUR DIARY – 14.08.04 | AULENDORF, Bachstraße, Schlossfest

Scheinbar hat den Aulendorfern unser letztjähriger Gig in der Bachstraße gefallen. Jedenfalls wurden wir für 2004 erneut gebucht. Nachdem wir am Nachmittag noch ein bisschen geprobt hatten, kurvten gegen Abend unsere drei Edelkarossen gen Aulendorf. Nach längerem hin und her fanden wir irgendwann alle einen Parkplatz. Ein alter Kriegsveteran hatte zwar Bedenken, „ob der oine Bus do nochher no rauskommt“, aber als Sédon ihm das beteuerte, war er zufrieden und ging wieder in sein Haus. Ein Bus ist schließlich kein Panzer. 🙂

Auf der Bühne in der Bachstraße waren gerade die Lokalmatadoren von TOS (www.worldoftos.com) am Sound checken. Drei nette Jungs, die sich dem amerikanischen High-School-Punk verschrieben hatten. Da man sich teilweise bereits kannte, begrüßte man sich per Handschlag und wechselte ein paar Worte.

Kurz vor 19.00 Uhr legten die Jungs von TOS los. Ihr Programm bestand aus kurzweiligen Eigenkompositionen über „Weiber ond Surfa“ (Zitat von Frontmann Chris), die sofort im Ohr blieben. Leider war die Band (speziell der Gesang) sehr leise abgemischt, so dass man Probleme hatte, den Ansagen zu folgen.

Gegen 20.00 Uhr enterten wir die Open Air Bühne. Obwohl es immer wieder tröpfelte, sollte es während unseres gesamten Auftritts trocken bleiben. Thimo kam extra kurz vorbei, um unseren Sound einzustellen, bevor er nach Bierstetten zu den Itchys weiterzog. Mischer Hansi von Audio Concept zauberte uns exzellenten Monitorsound. Nach dem Line-Check rockten wir los. Sofort blieben einige der Passanten stehen und lauschten unserem Sound. Nach einiger Zeit waren mehrere hundert Leute vor der Bühne. Auf jeden Fall deutlich mehr als im letzten Jahr – und da war’s auch nicht schlecht gewesen. Dank der tollen Atmosphäre und dem großen Interesse machte es unglaublichen Spaß, am Fuße das Aulendorfer Schlosses zu rocken! Vor allem einige Mädels tanzten und pogten vor der Bühne. Eine hübsche Blondine im Hippie-Outfit (gelber Mantel, rosa Hose, Hut usw…) blieb uns durch ihre Tanzeinlagen und ihr nettes Lächeln besonders im Gedächtnis. Nach unserem Gig war sie allerdings wie vom Erdboden verschluckt. Jedenfalls danke für so viel Zuspruch!!

Nach einem Drum-Solo von Sédon und unfreiwillig mehrdeutigen Ansagen von Nippel und Jojo („Das beste Pop(p)-Duo der Welt“) war Schluss. Wir räumten die Bühne für die Jungs von BIG BANG, verabschiedeten uns von einigen Leuten und düsten dann mit ein paar Bekannten sofort zum SUMO Festival. Dort verdoppelten wir (traurig aber wahr) die Besucherzahl nahezu. Wie schon am Vortag war das Festival ziemlich geil. Bleibt nur zu hoffen, dass sich im nächsten Jahr wieder einige Idealisten finden, die das Festival erneut aufziehen. Angesichts des finanziellen Schadens erscheint uns das allerdings mehr als fragwürdig…

Nun gut, wir kommen vom Thema ab. Es geht um Aulendorf und nicht um die SUMO.

Wir bedanken uns bei folgenden Leuten: Thimo und Hansi am Mischpult, Heidi Haller für’s Engagieren, TOS für das (nicht genutzte) Angebot an Schlafplätzen, St. Anger und Co., den Mädels (und dem Mädel) in der ersten Reihe sowie bei allen anderen Zuhörern.

15.08.04

TOUR DIARY – 13.08.04 | BIERSTETTEN, SUMO Festival

Neben ABC SOUNDSYSTEM und EXTRA LARGE waren wir der dritte lokale Act, der für das 5. SUMO Festival verpflichtet wurde. Erstmals sollte das Ganze in einem Zelt stattfinden, um ein ähnliches Wetterdesaster wie in den letzten Jahren zu verhindern. „Gott sei Dank!“, muss man sagen, denn die SUMO ist seit Jahren ein Garant für schlechtes Wetter. Egal zu welchem Zeitpunkt das Festival stattfindet – der Wettergott scheint es auf Franz Deni und Co. abgesehen zu haben

So brauste bereits bei der Opening Party am Donnerstag ein Orkan über das Gelände bei Bierstetten hinweg – sogar die Dixi-Klos stürzten um. Dank des Zeltes hielt sich der Schaden (im Gegensatz zum letzten Jahr) erfreulicherweise in Grenzen. Allerdings waren nur ca. 20 Leute am Start…

Wir sollten am Freitag das Festival eröffnen. Beim Soundcheck erklärte uns SUMO-Chef Franz Deni, dass er ein Problem habe. Die Jungs von SEPCYS, die eigentlich erst am Samstag hätten spielen sollen, waren auf einmal doch schon am Freitag dran. Beim Ausfüllen der Verträge war irgendwo ein Fehler unterlaufen. So fragte uns Franz, ob wir was dagegen hätten, erst einen Tag später aufzutreten, denn „heute fünf Bands und morgen nur drei – das geht nicht!“ Wir waren über diese Frage sehr erstaunt – verstanden aber das Problem. Wir konnten allerdings nicht helfen, denn am Samstag hatten wir bereits für einen Auftritt in Aulendorf zugesagt. Es fand sich dann aber doch noch eine Lösung: ITCHY POOPZKID-Gitarrenmann Sibbi war ebenfalls auf der SUMO, um an unserem Merchandise-Stand CDs und Buttons zu verkaufen. Da die Itchys Zeit hatten, machten die Jungs von der SUMO mit Sibbi auf die Schnelle einen Gig für den nächsten Tag klar.

Anschließend war Soundcheck. So schnell wie an diesem Tag ging’s selten zuvor: Mischer Markus zauberte binnen weniger Minuten einen enorm guten Sound. Danach übernahm Thimo die Hauptarbeit am Mischpult. Gegen halb neun legten wir los. Einen Besucheransturm hatten wir aus naheliegenden Gründen nicht erwartet, aber ein paar Leute mehr hätten es schon sein können. Vor nur ca. 50 Besuchern rockten wir was das Zeug hielt. Anlage und Bühne waren hammergeil und auch wir zeigten uns spielerisch von unserer besten Seite. Leider vor einem fast leeren Zelt. Den wenigen Anwesenden schien’s zu gefallen. Im Anschluss an unseren Gig ernteten wir jedenfalls reichlich Lob…

Gründe für die mangelnde Besucherzahl gab es mit Sicherheit mehrere: Wahrscheinlich sind viele einfach zu Hause geblieben, weil sie (wie in den vergangenen Jahren) ein Open Air erwartet hatten. Auf den Flyern und Plakten der SUMO war von einem Zelt keine Rede. Vielleicht ist es auch so, dass das SUMO Festival mittlerweile einen schlechten Ruf hat, denn richtig viele Besucher gab es auch in den vergangenen Jahren nie. Wie auch immer. Jedenfalls ist es schade, dass ein derartiges Festival so wenig Beachtung findet. Anlage und Bühne waren wie gesagt ziemlich geil, sämtliche Preise waren human und auch das Line-Up stimmte. Es fehlte halt eine Band mit einem richtigen Namen…

Nach unserem Gig gingen die meisten von uns (Jojo, Thimo, Sibbi, Manne usw…) relativ bald wieder. Lediglich Sédon und Nippel schauten sich alle Bands an und waren vor allem von FACE INVADERS sehr angetan.

Wir danken: Franz Deni, Andy Gebart, Tod und dem Rest des SUMO-Teams, Thimo und Markus für die gute Arbeit am Mischpult, dem Lichttechniker, Sibbi Poopzkid fürs Merchen sowie den wenigen Besuchern, die lieber auf ein cooles Festival, als auf ein abgefucktes Bauernfest gehen…

07.08.04

NEUE WEBSITE ONLINE!!!

Nun ist sie endlich online, unsere neue Website! Wie euch sicher bereits aufgefallen sein dürfte, erstrahlt die Page nicht nur in komplett neuem Design – sie wurde auch um einige Rubriken aufgestockt: So könnt ihr fortan unter PICS Bilder von uns anschauen, unter MUSIC unsere Songs anhören, unter SHOP fleißig einkaufen oder unter PRESS diverse Zeitungsartikel über uns lesen. Ganz treue Fans freuen sich außerdem über die Erweiterung von ABOUT US und über regelmäßige Gewinnspiele unter ACTION. Da sich die Page derzeit noch in der Aufbauphase befindet, kann es sein, dass einzelne Rubriken noch nicht aufrufbar sind. Viel Spaß beim Surfen…