24.10.06

TOUR DIARY – 22.10.06 | STUTTGART, Schocken

Unser Jojo arbeitet im Rahmen seines BA-Studiums beim Musiccircus. Das ist ein Konzertunternehmen, welches im Raum Stuttgart Shows aller Art veranstaltet. Manchmal sind richtig große Acts am Start. Wenn irgendwo mal eine Vorband fehlt (was eher bei den kleineren Acts vorkommt), ist unser Jojo natürlich sofort zur Stelle, um COLESLAW anzupreisen. Tja, und bei VOLTAIRE, die im Schocken auftreten sollten, hat es eben geklappt, uns als Support einzuschleusen. Eine tolle Sache!

Aufgrund der durchzechten Nacht in Hardt, fühlten wir uns wie gerädert, als wir an diesem Nachmittag in drei Autos nach Stuttgart fuhren. Zumindest Sédon und Nippel fühlten sich gerädert. Jürgen fühlte sich ebenfalls gerädert, wenn auch auf eine etwas andere Art und Weise. Er hatte am selben Morgen an einem Radrennen teilgenommen. Obwohl er seine Vorjahresleistung deutlich getoppt hatte, war er ungefähr 50 Plätze weiter hinten gelandet. Tja, was soll man dazu sagen? Die Konkurrenz schläft nicht… 😉

Alle gerädert. Lediglich Jojo war relativ fit. Das war erstaunlich, denn in Hardt hatte er zu den letzten Bettgängern und zu den ersten Aufstehern gezählt. Die Fahrt nach Stuttgart verlief reibungslos. Keine Lkws waren auf den Straßen. Nur ein paar Sonntagsfahrer und wir. Dank Jojos Ortskenntnis fanden wir auf Anhieb zum Schocken.

Wir betraten den Club und schüttelten einige Hände. Dann luden wir aus und parkten unsere Autos in ein nahegelegenes Parkhaus. Zurück im Schocken schauten wir VOLTAIRE beim Soundcheck zu. Die Jungs um Frontmann Roland ließen sich dabei viel Zeit. Alles wurde bis in kleinste Detail aufeinander abgestimmt. Wir haben noch nie einen so ausführlichen Soundcheck gesehen! Allerdings nahm man VOLTAIRE ihre Feinfühligkeit und Detailverliebtheit voll ab. Sympathische Jungs und zugleich ausgesprochen eigenwillig. Allein die Tatsache, dass sie Großteile ihres aktuellen Albums „Heute Ist Jeder Tag“ ohne Klick (!) eingespielt haben, spricht Bände! Die Verbannung des Klicks ermöglicht ständige Tempo-Wechsel. Dem Produzenten muss so was schätzungsweise ein Dorn im Auge sein. Zumindest bei den Produzenten, die wir kennen, wäre das der Fall! 🙂 Davon abgesehen erfordert das Recording ohne Klick hohes musikalisches Können uns davon hatten die Jungs von VOLTAIRE ohne Zweifel einiges vorzuweisen…

Wir kamen uns etwas seltsam vor, als wir im Anschluss unseren Soundcheck vollzogen. Jürgen: „Bass-Drum!“ – Bumm, bumm, bumm – „Passt. Snare!“ – Zack, Zack, Zack – „Passt. Toms!“ – Ding, Dang, Dong – „Passt. Becken!“ ZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZ!!! – „Done, das muss heute deutlich leiser gehen!!“ 🙂 Wir versuchten unseren Sound etwas softer als sonst einzustellen, um vor VOLTAIRE nicht unangenehm aufzufallen. Naja, jedenfalls waren wir nach ein paar Minuten fertig und machten einen kleinen Spaziergang. Dabei wurden Falaffeln gegessen. Die hatten’s in sich! Schon nach dem ersten Bissen hatten sie’s jedoch nicht mehr in sich. Da hatte man dann alles im Gesicht! 😉

Gegen 21.00 Uhr machten wir uns bereit und rockten los. Erfreulicherweise war eine Handvoll bekannter Gesichter im Publikum, da Jojo beim Musiccircus einige Freikarten abgestaubt hatte. Wir präsentierten unsere Album-Songs in entspannter Atmosphäre vor ungefähr 40 Leuten. Irgendwie kamen wir nicht richtig in Fahrt. Im Nachhinein betrachtet hätten wir vielleicht doch nicht mit „angezogener Handbremse“ spielen sollen. Die Nachwirkungen von Hardt taten ihr Übriges, um diesen Gig bestenfalls durchschnittlich zu machen. Naja, sei’s drum. In Ordnung war’s allemal. Und Spaß machen tut’s sowieso immer…

VOLTAIRE präsentierten im Anschluss sehr ausgefallenen Sound. Wir haben noch nie eine Band gehört, die so klingt. Am ehesten erinnern manche Songs vielleicht an die älteren Platten von RADIOHEAD – allerdings mit deutschen Texten. Viel mehr Leute als bei unserem Gig kamen leider nicht mehr in den Club Schocken. Den wenigen Anwesenden wurde jedoch ein qualitativ hochwertiges Konzert der etwas anderen Art geboten. Gitarrenmann Marian steuerte den „Deutsch-Brit-Pop-Songs“ abgefahrene Effekte bei. Drummer David sorgte mit einer Ansage über UFOS für Gelächter. Zu guter Letzt präsentierten die Jungs von VOLTAIRE ihre Single „Kaputt“. Das Publikum war begeistert! Auch uns gefiel’s, wenngleich der Sound überhaupt nicht in unsere Hörsparte passte.

Nach dem Gig holten wir unsere drei Autos aus dem Parkhaus. Uns fielen schier die Augen aus, als wir die Parkgebühren von 10,50 Euro erblickten. Pro Auto, versteht sich! Tja, wir sind halt doch Landeier, die so was nicht gewohnt sind… 😉

Dank und Grüße gehen an: den Musiccircus, die Belegschaft vom Schocken, VOLTAIRE, unsere Mädels, Öre, Stefan, Cris & Lange (you’re great!), Bianca & Anhang.

23.10.06

TOUR DIARY – 21.10.06 | HARDT, Arthur-Bantle-Halle, FC-Rocknacht

Unsere 120. Show stand an. Der Fußballclub Hardt hatte für seine Rocknacht eine große Halle angemietet und mit RUNLET und BACKUP 7 zwei weitere Bands engagiert. Bereits im Vorfeld war mit vielen Leuten zu rechnen. Wir hatten große Erwartungen an diesen Gig. Nicht nur an den Gig, sondern auch an die Party danach. Der Veranstalter hatte uns und den anderen Bands nämlich Hotelzimmer gebucht. So was kommt bei uns eher selten vor und von daher muss man das auch ausnutzen, wenn ihr versteht – doch alles der Reihe nach…

Wir fuhren zu viert nach Hardt. Am Steuer saßen Jürgen und Jojo und auf den Beifahrersitzen Sédon und Nippel. Hochinteressant, nicht? Auf Umwegen fanden wir nach Hardt in die Arthur-Bantle-Halle. Die Kollegen von RUNLET waren bereits am Start. Wir begrüßten sie herzlich und unterhielten uns ausgiebig, da man sich lange nicht gesehen hatte. Einige Zeit später trafen auch die Jungs von BACKUP 7 ein, die wir noch nicht kannten. Normalerweise kucken die anderen Bands blöd, wenn wir uns beim Handshake mit unseren Spitznamen vorstellen, doch dieses Mal mussten wir lachen, da sich BACKUP 7-Frontmann Rainer mit „Bonsai“ vorstellte. 🙂

Es folgten lustige Gespräche und Soundchecks. Gott ließ Abend werden und die ersten Menschen strömten in die Halle. Wow, das waren ganz schön viele! Die meisten gingen gleich mal in die Bar und legten los. BACKUP 7 legten gegen 21.00 Uhr ebenfalls los. Allerdings legten die anders los, als die Leute in der Bar. Ihr versteht schon…

Wir saßen an unserem Merchandise-Stand und verfolgten die Show von Bonsai, Rolf und Jörg. Satter, klassischer Rock, mit viel Drive und hörenswerten Gitarrensoli. Gefiel uns gut! Obwohl sich die meisten Leute in der hinteren Hallenhälfte aufhielten, schien auch ihnen der Sound von BACKUP 7 zuzusagen. Jedenfalls gab’s nach den einzelnen Songs ordentlichen Applaus.

Im Anschluss machten wir uns bereit. Wir waren sehr heiß auf diese Show! Adrenalin schoss durch unsere Körper und dann kam endich HEEEEEJJJEEEEIIIIIIEEEEE, JJEEEEIIIIJEEEEEEIIIIIIIEEEEEEIIIIIIIEEEEEEEE. Dann kam ein Intro, das eigentlich gar keine richtige Taktart hat und deshalb bei GUITAR PRO die Zeilen rot werden lässt und dann kam ein fettes 4/4 Takt-Riff mit sattem Beat und dann kam „Fighting for some joy for my broken heart…“ und dann brach auch schon Sédons erster Drumstick. Wie immer halt! 🙂 Und es macht jedes Mal so viel Spaß, als sei es das erste Mal! Wenn man das von anderen schönen Dingen des Lebens doch auch behaupten könnte, aber wir schweifen ab… 😉

Wir bemühten uns mit aufmunternden Ansagen, die Leute vor die Bühne zu locken, und hatten dabei zumindest teilweise Erfolg. Fast alle Songs unseres aktuellen Albums „The Calming Influence“ wurden mit arschtretender Hingabe präsentiert und es machte Spaß wie schon lange nicht mehr! Insgesamt spielten wir einen unserer besten Gigs in diesem Jahr. Große Freude bereitete uns ein Kerl in der ersten Reihe, der am 30. April 2006 in Ulm unsere Scheibe gekauft hatte, und nun in Hardt sämtliche Texte lautstark mitsang. Für uns war das eine große Ehre und zugleich besser als jeder Teleprompter! 😉 Auch Cris und Lange aus Nagold strapazierten vor der Bühne ihre Stimmbänder. In der ersten Reihe standen zudem Inge und Steffi, nur dass wir während unserem Gig deren Namen noch nicht kannten. Davon abgesehen waren über 600 weitere Leute in der Arthur-Bantle-Halle. Alles in allem ein sehr schöner Gig, den wir mit zwei Zugaben gebührend zu Ende brachten.

Im Anschluss musste unser Jürgen leider heimfahren, weil am nächsten Tag der „Engel-Cup“, anstand. Das ist ein Mountainbike-Rennen, bei dem unser Roos traditionell für das „Team Coleslaw“ an den Start geht. So also auch 2006. Ist natürlich blöd, dass Jürgen ausgerechnet an diesem Abend heimfahren musste, weil wir ja wie gesagt Hotelzimmer zur Verfügung hatten. Schade! Während Jürgen heimdüste, wurde kräftig umgebaut. RUNLET haben nämlich Keyboards und so. Wenn wir’s grad von Keyboards haben: Kennt ihr den Keyboarder-Witz?

Nein??

Also, was haben ein Kondom und ein Keyboarder gemeinsam?

Ohne ist’s besser!

HAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHA!!!! 😀

Gut, ich will jetzt gar nicht wissen, wie oft RUNLET-Keyboarder Michael den schon hören musste, aber sei’s drum. Jedenfalls bauten RUNLET um machten sich für ihre Show bereit.

Nach einer etwas längeren Pause legte der Rock-Fünfer aus Herdwangen mit „Welcome Home“ los. Wir standen meist vor der Bühne und ließen uns einmal mehr von RUNLET-Frontmann Thomas’ enorm guter Stimme verzaubern. Auch der Rest der Band überzeugte mal wieder auf ganzer Linie.

Während RUNLET durch ihr über anderthalbstündiges Programm rockten, führten unsere Wege regelmäßig in die Bar. Die Leute hinterm Tresen wussten nicht, dass wir eine der Bands waren und wollten ständig abkassieren. Nach mal mehr und mal weniger langen Diskussionen und nach Vorzeigen unseres Bandinfo-Flyers kamen wir letzten Endes aber doch umsonst an Jackie Cola (Jojo & Sédon) beziehungsweise Wodka Orange (Nippel). Der Sound von RUNLET klang immer noch geiler, was aber weniger an unseren Barausflügen als vielmehr an der Tatsache lag, dass der RUNLET-Mischer die anfänglichen Probleme mit dem PA-Limiter zunehmend in den Griff bekam. Ehrlich!

In der zweiten Hälfe des RUNLET-Gigs nahm sich Michi Schäuble den Keyboarder-Witz zu Herzen und wechselte für längere Zeit an die Gitarre. 🙂 Auch das konnte sich hören lassen! Das Publikum ging ziemlich gut mit, was Frontmann Thomas ein anerkennendes „Ihr seid har(d)t!“ entlockte. Nach mehreren Zugaben, die zum Teil unplugged präsentiert wurden, war Schluss.

Bald waren auch die RUNLET-Jungs zunehmend in der Bar anzutreffen und es wurde sehr lustig. Auch die total sympathischen Kollegen von BACKUP 7 hatten großen Durst. Die beiden Konzertbesucherinnen Steffi und Inge verwickelten uns in aberwitzige Gespräche über Gott und die Welt. RUNLET-Frontmann Thomas wollte in die Vollen langen und ließ es letzten Endes doch bleiben. Jojo rannte irgendwann mit einem kleinen Müllkübel durch den Backstage-Bereich: „Eine Spende bitte!“ Daraufhin warf jeder irgendwelche Sachen in den Müllkübel. Nippel steuerte sein Handy bei, was kollektives Gelächter zur Folge hatte. Blöderweise hatte Nippel nicht gesehen, dass kurz vorher einer der RUNLET-Jungs eine Flasche Bier in den Müllkübel geschüttet hatte. Das Handy hauchte sofort seinen Lebensgeist aus… 🙂

Kurzum: es war lustig wie selten zuvor! Die Nacht ging wie im Fluge vorbei und es würde den Rahmen dieses Gig Reviews sprengen, alle Details aufzuzählen. Mal ganz davon abgesehen, sind bei keinem von uns mehr alle Details präsent… 😉

Irgendwann in den frühen Morgenstunden wurden RUNLET und wir von einem Taxi ins Hotel, konkret: in die Pension Waldhof, gefahren. Dort ging die Party weiter. Wir machten unzählige Fotos in teuflischen Posen, schauten das Nachtprogramm von DSF, weckten mit unserem Krach wahrscheinlich die anderen Hotelgäste auf, spielten mit Porzellan-Schildkröten und so weiter und so fort. Es war eine wunderschöne Nacht, die in einen wunderschönen Morgen mündete.

Irgendwann machten sich unser Sédon und RUNLET-Frontmann Thomas Liebesgeständnisse und beschlossen dabei, die Bandkollegen in den Wind zu schießen und zusammen eine neue Band zu gründen. Diese Band muss natürlich auf Tour gehen, keine Frage! Und wie soll die Tour heißen? Ganz klar: ENTZIEHUNGS TOUR! Hahaha, lustig, findet ihr nicht? 🙂 Hmm, okay, irgendwann muss Schluss sein! Zumindest mit diesem Gig Review…

Gegen 7.00 Uhr in der Früh waren auch die Letzten im Bett. Schon um 10.00 Uhr gab’s Frühstück und es waren – man höre und staune – fast alle anwesend! Lediglich RUNLET-Keyboarder Michi sowie seine bessere Hälfte fehlten. Tja, dem Herrn Schäuble scheint der Keyboarder-Witz echt nachgegangen zu sein… 😉

Für einen tollen Gig und eine außergewöhnliche Sause bedanken wir uns herzlich bei den Leuten vom FC Hardt fürs Engagieren und die tolle Organisation (es sind keine, aber wirklich gar keine Wünsche offen geblieben!), bei Thomas, Michi, Martin, Fabio und Stefan von RUNLET sowie bei Bonsai, Rolf und Jörg von BACKUP 7 (Lasst uns so ein Festival unbedingt wiederholen – es war herrlich!), bei den Leuten von der Bar, den Technikern, Cris & Lange, Inge & Steffi, Jojos BA-Kollege Andy samt Anhang und natürlich der Pension Waldhof!

17.10.06

TOUR DIARY – 15.10.06 | BAD SAULGAU, Stadtforum *UNPLUGGED*

Anlässlich des 5. Geburtstags des Bad Saulgauer Stadtforums (wie schnell doch die Zeit vergeht) wurden wir um eine kleine Unplugged-Show gebeten. Selbstverständlich sagten wir zu! Das Stadtforum hat sich schließlich im Laufe unserer Bandgeschichte zu einer für uns wichtigen Location entwickelt, in der wir unsere bisherigen drei Tonträger veröffentlicht und auch darüber hinaus tolle Auftritte gespielt haben!

Die Proben für unsere Unplugged-Show vernachlässigten wir etwas. Am Abend vor dem Gig war’s dann allerhöchste Eisenbahn! Wir trafen uns im Stinnes. Sédon hatte sich zuvor extra ein Cajon gekauft und Nippel hatte sich beim MMBS einen Akustik-Bass ausgeliehen. Wir probten wild drauf los und waren nach wenigen Minuten Feuer und Flamme. Ohne uns selbst loben zu wollen – das klang saugeil und machte tierisch Spaß! Grundsätzlich macht jede Bandprobe Spaß (zumindest bei uns), aber diese Unplugged-Bandprobe war besonders schön! Wir arrangierten einige unserer Songs um und probten das so entstandene Set dreimal durch. Im Anschluss waren wir hochzufrieden und freuten uns sehr auf den nächsten Tag…

Wir fanden uns gegen Nachmittag im Stadtforum ein und erblickten einen gut gefüllten Saal. Auf der Bühne wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten. Beispielswiese sorgte Kabarettist ULI BOETTCHER mit seiner „One-Man-Romeo-und-Julia-Show“ für Gelächter. Die Combo WEINSTEIN (unter anderem mit MIDNIGHT SPECIAL-Drummer Christian) präsentierte fetzige A-Cappella-Nummern. Während dem dritten Akt von ULI BOETTCHER bereiteten wir uns hinter geschlossenem Vorhang auf unseren Unplugged-Gig vor, der eigentlich für 17.00 Uhr geplant war.

Da sich bereits um 16.50 Uhr der Vorhang öffnete, legten wir zehn Minuten früher los. Mit dem Song „Away“, der ja sozusagen von Haus aus eine Ballade ist, begannen wir unser Set. Es folgte „All Your Fault“. Mit Freude nahmen wir die vielen entzückten Gesichter im Publikum zur Kenntnis. Vor allem die älteren Besucher schienen positiv überrascht zu sein. Wären wir Lippenleser, so hätten wir vermutlich Sätze folgender Art vernommen: „Heit kamas jo sogar hera!“, „Hoi, dia kennad jo au andersch!“, oder auch „Jo guck dr mol dia Holzkischda a!“ 😉

Als wir mit „This Misery“ und „Here And Now“ auch zwei Stücke unserer härteren Gangart in aller Sänfte präsentierten, grinste der ein oder andere COLESLAW-Fan vor sich hin, während die Eltern-Generation noch immer zufrieden dreinblickte. Zum Schluss spielten wir noch „Closer Tonight“, bedankten uns beim Publikum sowie beim Stadtforum und verließen hochzufrieden die Bühne. Auch Jürgen am FOH war sehr zufrieden.

Kritiker könnten uns an dieser Stelle vorwerfen, dass wir nur ein Unplugged-Set gespielt haben, um neue Zielgruppen zu erschließen. Natürlich ist das für uns ein durchaus wünschenswerter Nebeneffekt, keine Frage! Dennoch wollen wir ausdrücklich betonen, dass wir derartiges nicht zu Kommerzzwecken, sondern aus Überzeugung machen! Unplugged-Shows sind was sehr geiles, wie wir finden. Wer uns das nicht glaubt, der soll nur mal einen Blick in unseren CD-Schrank werfen! 🙂 Und weil uns das so gut gefällt und weil diese kleine Unplugged-Show im Stadtforum gut angekommen ist, können wir uns durchaus vorstellen, auch mal ein abendfüllendes Unplugged-Konzert mit ausschließlich eigenen Songs zu geben. Das soll jetzt keine Vorankündigung sein! Wir spielen lediglich mit dem Gedanken. Mal sehen, ob irgendwann mal was draus wird…

Ja, ähm, wo waren wir stehen geblieben? Nach unserer Unplugged-Performance verließen wir wie gesagt die Bühne. Nach uns kam kein Programm mehr und die Leute gingen langsam nach Hause. Jojo hatte einen Heidenspaß mit zwei kleinen Mädels, mit denen er Luftballons durch die Gegend kickte. Die Bandkollegen ließen nicht lange auf sich warten und spielten wenig später ebenfalls mit… 🙂

Von unserer Seite noch mal herzlichen Glückwunsch ans Stadtforum zum 5. Geburtstag! In diesem Zusammenhang geht ein großes Dankeschön ans TBG-Team – speziell an Oli Schäfer, Markus Barth, Vanessa Ries, Gaisi und an Reinhard Wölfle. Ihr habt COLESLAW vor allem in den letzten Jahren tatkräftig unterstützt und uns eine tolle Auftrittsplattform geboten. Auf weiterhin gute Zusammenarbeit!

[Unser Produzent und Webmaster Holger wird beim Lesen dieses Gig Reviews kopfschüttelnd vor dem Computer sitzen und möge uns verzeihen, dass wir seiner Ansicht nach keine echten Rocker sind… ;-b]

15.10.06

TOUR DIARY – 13.10.06 | OSTRACH / WANGEN, Feuerwehrhaus, Sichel Hang-Up

Ein Gig in Wangen?

Klar, wir spielen!

Hä?

Wangen bei Ostrach??

„Sichel Hang-Up“???

Zugegeben, wir waren ein wenig skeptisch, als wir dieses Auftrittsangebot bekamen. Zu unrecht, wie sich herausstellen sollte. Café Bar Forum-Stammgast Thomas Friedrich klärte uns einige Tage vor dem Gig auf: „Dieses Wangen ist ein nettes kleines Dorf bei Ostrach und hat ungefähr 300 Einwohner. Dort gibt es einen starken Zusammenhalt. Der Name ‚Sichel Hang-Up’ geht auf die Sichelhenke zurück, wo früher – wie der Name schon sagt – die Sichel an die Wand gehängt wurde, weil die Ernte eingefahren war. Die Knechte und Mägde erhielten von den Bauern ihren Lohn und so gab es ein großes Fest. Dieses Fest wurde in Wangen bis in die Gegenwart beibehalten. In diesem Jahr ist mit Rockbands wie euch erstmals auch was für die jüngere Generation geboten. Das wird ne nette Veranstaltung! Da kommen viele Kumpels von mir. Denen hab ich gesagt, ihr seid gut und ihr werdet mich nicht enttäuschen, ist das klar?!“ 🙂 Wieder was gelernt. Jedenfalls freuten wir uns nach diesen Worten von Thomas Friedrich zunehmend auf den Gig.

Als wir am Tag des Sichel Hang-Up in Wangen ankamen, wurden wir sehr freundlich vom Veranstalter, nämlich der freiwilligen Feuerwehr, empfangen. Peter und seine Kollegen umsorgten uns mühevoll. Wir bauten gemütlich auf und checkten Sound. Die Kollegen von FABULOUS ISSUE taten im Anschluss dasselbe. Die Veranstaltung fand übrigens nicht ausschließlich im Feuerwehrhaus statt. Die Bühne stand in einem Zelt, welches direkt ans Feuerwehrhaus angebaut war. In diesem Zelt gab es auch einen Imbissstand, an dem wir mit Steaks und Festwürsten versorgt wurden, als gegen Abend die ersten Gäste auf die Party kamen. Einer der aller ersten war – wie sollte es auch anders sein – Thomas Friedrich.

Irgendwann legten die Kollegen von FABULOUS ISSUE mit funkigem Sound los. Großteils wurden Eigenkompositionen präsentiert, aber auch Coversongs von den RED HOT CHILI PEPPERS oder von RAGE AGAINST THE MACHINE waren zu hören. Vor allem technisch war die Vorstellung der vier Jungs, die im Schnitt nicht mal 18 Jahre alt waren, sehr beachtlich. Hut ab!

Im Anschluss enterten wir die Bühne. Nach unserem Intro wurde wie gewohnt mit „Me Again“ losgerockt. Trotz technischer Probleme mit Jojos Gitarre rockten wir mit Hingabe durch unser Set und freuten uns sehr über die positive Publikumsresonanz. Auch wenn die Location mit gut 150 Leuten nicht gerade voll war, konnte sich die Besucherzahl für ein kleines Dorf wie Wangen allemal sehen lassen. Doch es waren nicht nur Wangener, sondern auch einige Saulgauer da. Und natürlich Ostracher wie Thomas Friedrich, der sich mit Freude zu unserem Sound bewegte, was uns natürlich einen großen Stein vom Herzen fallen ließ, da mit keiner Standpauke zu rechnen war! 😉 Besondere Freude bereiteten uns zwei langhaarige Metal-Fans, die speziell an unseren härteren Songs gefallen fanden und headbangten, als gäbe es kein Morgen. Immer mal wieder stürzte einer der beiden um und schlug dabei durchaus auch mal den Kopf an eine Bierbank. Doch derartige Missgeschicke taten ihrer Freude keinen Abbruch. Aufgestanden, weitergebangt. Respekt! 😀 Nippel erfrischte einen der beiden Metal-Fans von der Bühne aus mit einer Dusche Mineralwasser.

Doch auch „normalsterbliche“ Festbesucher fanden Gefallen an unserem Sound und schwangen vereinzelt das Tanzbein. Die Saulgauer und Bätzaweilrmr hielten sich tanztechnisch eher zurück, doch allein deren Anwesenheit samt rhythmischem Kopfnicken gab uns Anlass zur Freude! Am Ende unserer Show wurde lautstark nach einer Zugabe verlangt. Diesem Wunsch kamen wir gerne nach und verließen im Anschluss zufrieden die Bühne. Man möge uns nachsehen, dass wir unseren Gig aufgrund der technischen Probleme mit der Gitarre ein wenig verkürzt haben.

Nach unserem Gig war die Party noch lang nicht aus. Eine DJ-Frau legte Konserven-Mucke auf. Jürgen griff ihr immer mal wieder unter die Arm (metaphorisch gesehen, versteht sich!), soll heißen, er legte auch den ein oder anderen Song auf. „Mr. Timbo-Man“ von [INSERT COOL NAME] sorgte für kollektive Freude im COLESLAW-Lager… 🙂

Badische Grüße und Dank gehen an Peter und sein Team, den Leuten von der freiwilligen Feuerwehr Wangen, der Imbiss- und Getränkestandbelegschaft und der DJ-Frau.

Württembergische Grüße und Dank gehen an Thimo, Holger, Manne, Jonne, Brilli, Raidi, Mugel, Bine, Holger, Peider, Öre, Figel, St. Anger & Silva, Moni, Juli, Carina und natürlich an Thomas Friedrich. Huuaah, irgendwie werd ich das blöde Gefühl nicht los, dass ich jemand wichtigen vergessen hab. Falls dies der Fall sein sollte, feel free to complain at ihrarrogantensäcke@coleslaw-music.de!

11.10.06

[INSERT COOL NAME] SUCHT SCHLAGZEUGER

Die Jungs von [INSERT COOL NAME] suchen seit vergangenem Samstag einen neuen Schlagzeuger. Der bisherige Drummer Domi hat sich nach über vier Jahren dazu entschieden, aus der Band auszusteigen.

Du kannst Schlagzeug spielen, bist kreativ, mindestens ein kleines bisschen verrückt und zudem offen für Neues? Du kennst einen Schlagzeuger, auf den diese Attribute zutreffen?? Unbedingt bei [INSERT COOL NAME] bewerben! Weitere Informationen gibt’s hier.

09.10.06

TOUR DIARY – 07.10.06 | RAVENSBURG, Jugendhaus, Album Release [Insert Cool Name]

Die werten Kollegen von [INSERT COOL NAME] hatten zu ihrer Album Release geladen. Das ließen wir uns natürlich nicht zweimal sagen, zumal es sich dabei um das Abschiedkonzert von Drummer Dominik handelte. Außer den “Inserts“ und uns sollte auch noch „TOS vo Auladorf“ auf der Bühne stehen.

Frohen Mutes düsten wir in zwei Autos nach Ravensburg. Im Jugendhaus wurden wir herzlich vom vollbärtigen Frontmann Bene, Bassist Cool-Tim, Quoten-Philippino Jan sowie dem scheidenden Schlagzeuger Domi empfangen. Die Belegschaft des „JuHa“ war sehr nett und führte uns durch ihre Gemächer.

Als auch die Jungs von TOS eingetroffen waren, ging es daran, eine Spielreihenfolge festzulegen. [INSERT COOL NAME] war als Gastgeber selbstverständlich Headliner! TOS und wir beschlossen, ein Tischkicker-Match um die zweite Spielzeit zu bestreiten. Gesagt, getan! Vor allem aufgrund der soliden Leistung von Jojo, konnten wir dieses Match für uns entscheiden. Somit stand den Kollegen von TOS der Opener-Slot zu und sie konnten zum Soundcheck übergehen. Jürgen und Nippel ließen sich derweil von Tim und Domi erneut am Tischkicker herausfordern. Heieiei, die Herren hatten einiges auf dem Kasten! Trotz tapferem Kampf von Jürgen und Nippel war die Niederlage nicht abzuwenden.

Gegen 20.00 Uhr gab’s was zwischen die Zähne. Reis mit würziger Soße und Crepes. Sehr genehm! Nippel und Jürgen hatten sich für die scharfe Variante entschieden. Jürgen aß ohne mit der Wimper zu zucken drauf los. Nippel lief bereits nach dem ersten Bissen knallrot an und schrie. Dies hatte kollektives Gelächter des Küchenpersonals zur Folge. Schweine! 😉

Kurz nach 21.00 Uhr legten die Highschool-Rocker von TOS mit ihren poppigen Ohrwürmern los und brachten das Publikum in Fahrt. Übrigens: die Jungs um Bassist Joe Iceman nehmen in den nächsten Monaten ein neues Album auf. Man darf gespannt sein…

Im Anschluss langten wir in die Saiten (Jojo und Nippel), Trommeln (Sédon) und Fader (Jürgen). Die meisten Leute im brechend vollen Jugendhaus fanden offenbar Gefallen an unserem Sound. In den ersten Reihen wurde getanzt, weiter hinten wurde kopfgenickt und noch weiter hinten fachmännisch beäugt. Kurzum: der Gig war Balsam für unser zuletzt etwas in Mitleidenschaft gezogenes Selbstbewusstsein! Endlich mal wieder ein rundum gelungener Gig mit guter Stimmung und vollem Haus! Herzlichen Dank, Ravensburg! 🙂

Nach zwei Zugaben räumten wir die Bühne für die mit Spannung erwarteten Lokalmatadoren. An dieser Stelle geht ein Dankeschön an die Jungs von TOS, die sofort zur Stelle waren, und beim Bühnenumbau mit anpackten.

Einige Minuten später ertönte ein gespenstisch anmutender UFO-Sound und die Jungs von [INSERT COOL NAME] betraten in abgefahrenen Raumanzügen die Bühne. Zack, bumm, losgerockt! Bene und seine Mannen hämmerten mit großer Hingabe in ihre Instrumente und hatten das Publikum binnen Sekunden auf ihrer Seite. Vor der Bühne ging’s mächtig zur Sache! Folgender Eintrag stand bei den „Inserts“ nach diesem denkwürdigen Gig im Gästebuch: „Aber nächstes Mal könntet ihr vor eurem Auftritt mal nen kleinen Pogolehrgang veranstalten in dem man lernt, dass Pogo ein Tanz ist und keine Schlägerei.“ 🙂

Das Publikum war also restlos begeistert und gab alles! Die Band legte sich nicht minder ins Zeug! Bene bedankte sich mehrmals für den tollen Abend. Am Ende erhob sich ein sichtlich gerührter Domi von seinem Drum-Hocker und genoss mit schwermütigem Blick seinen Abschiedsapplaus. Ein sehr emotionaler Moment dieses mehr als würdigen Abschiedskonzerts!

Nach mehreren Zugaben stellten die Jungs von [INSERT COOL NAME] ihre Instrumente ins Eck. Das Publikum begab sich derweil in Richtung Merch-Stand, um sich das neue Album zuzulegen. Das gute (!) Stück hat ein aberwitziges Cover und hört auf den Namen: „Mr. Timbo-Man And His Weired Commando In The Adventures Of Mr. Timbo-Man And His Weired Commando“. Solltet ihr euch kaufen!

Als auch der letzte Gast das Jugendhaus verlassen hatte, ging’s noch auf eine kleine Aftershow-Party in die “Metro”. Dort hatten wir vor ziemlich genau drei Jahren zum ersten Mal mit [INSERT COOL NAME] die Bretter, die die Welt bedeuten, geteilt. Wie schnell doch die Zeit vergeht…

Wir verbeugen uns tief vor: Domi, Bene, Tim und Jan, der Belegschaft des Jugendhauses, den Kollegen von TOS, unseren Mädels, Cris und Lange (wer kennt sie nicht?), Alena-Stefan und seinem reizenden Anhang, dem Publikum und besonders allen angereisten Saulgauern.

Here comes Mr. Timbo-Man…

18.09.06

TOUR DIARY – 16.09.06 | RADOLFZELL, Herzenbad, Rock im Herzen

Nach einem mehrwöchigen Sommerloch stand endlich wieder ein Gig im Tourkalender. Dementsprechend groß war unsere Vorfreude, als wir an einem sonnigen Samstagmittag in drei Autos losfuhren. Die Hinfahrt bereitete uns einige Problemchen. Jojo (mit Moni im Auto) meinte, dass der normale Weg über Ostrach gesperrt sei, faselte irgendwas von Messkirch und düste los. Nippel (mit Jürgen im Auto) und Sédon (mit Carina im Auto) wollten hinterher fahren. Blöderweise machte bereits die erste Kreuzung nach dem Stinnes dieses Vorhaben zunichte. Als Jojo weg war, beschloss Nippel, trotz Sperre über Ostrach zu fahren. Sédon folgte ihm. In Ostrach stellte sich heraus, dass die Sperre aufgehoben war und man somit den ganz normalen Weg fahren konnte. Das ging eine ganze Weile lang gut. Irgendwann regte sich Nippel über einen samstäglichen Sonntagsfahrer auf und überholte. Im Anschluss hing Sédon hinter dem Sonntagsfahrer fest, während Nippel unüberlegt davon düste. Irgendwann meinte Nippel zu seinem Beifahrer Jürgen: „Ähm, scheiße, vielleicht sollten wir auf den Done warten. War seit unserem Überholmanöver irgendwo eine Abzweigung, wo der Done vielleicht falsch gefahren ist?“ – Jürgen: „Nö, da war keine!“ Also wurde gewartet und gewartet und gewartet. Einige Autos fuhren vorbei. Irgendwann kam sogar der zuvor überholte Sonntagsfahrer. Von Sédon war jedoch keine Spur. Von wegen keine Abzweigung! Sédon war bereits in Richtung Überlingen unterwegs, während Nippel und Jürgen achselzuckend weiter nach Stockach düsten. Hatten sich zu Beginn der fahrt Nippel und Jürgen über Jojo geärgert, so ärgerte sich jetzt Sédon über Nippel und Jürgen. Ein heilloses Durcheinander also. Zu allem Überfluss wurde Jojo auch noch geblitzt. Wir müssen unbedingt an unserer Kommunikation arbeiten! 🙂

Nach und nach trafen wir (nach mehr oder weniger langwieriger Suche) in Radolfzell im Herzenbad ein. Man diskutierte kurz über die katastrophale Hinfahrt. Dank der schönen Location war die Stimmung bereits nach wenigen Minuten wieder vorzüglich! 🙂 Das Festivalgelände war sehr groß und lag direkt am Bodensee. SOULS EVATION machte gerade Soundcheck. Wir setzten uns an den Bodenseestrand und genossen die Sonne. Die Kollegen von ITCHY POOPZKID spielten Frisbee. Auch die Jungs von POCKET ROCKET genossen sie Sonne. Jojo lies Steine auf dem See flippen und sorgte für beeindruckte Gesichter. Zehn oder noch mehr Aufsprünge schaffte er ohne Mühe! Jürgen und Nippel taten sich bedeutend schwerer. Jojo suchte den Strand nach perfekten Flipp-Steinen ab und meinte ernüchtert: „Verdammt, hier wurde bestimmt schon die letzten 50 Jahre nach Flipp-Steinen gesucht. Kein Wunder, dass es jetzt keine mehr gibt!“ – Jürgen: „Man sollte den Strand absperren und mal 60 Jahre Wellen hineinföhnen lassen!“ 🙂

Alles war wunderbar. Lediglich die Besucherzahl ließ ein wenig zu wünschen übrig. Naja, ca. 300 bis 400 Leute sind eigentlich nicht wenig, aber auf einem Gelände, das locker für 3000 bis 4000 Leute Platz böte, sieht das halt nach gar nix aus.

Gegen Abend legten die Lokalmatadoren von SOULS EVATION mit heftigem Sound los. Im Anschluss präsentierten die vier Jungs von POCKET ROCKET rotzigen Punk-Rock’n’Roll. Sogar mit Kontrabass! Ging so grob in die Richtung von MANDO DIAO und Co. Sehr eingängige Melodien! Der Frontmann von POCKET ROCKET sorgte für Gelächter, als er den FOH-Mann während der Show darum bat, das mit dem Rauch doch bitte zu unterlassen… 🙂

Im Anschluss enterten wir die Bühne. Es ist immer etwas seltsam, wenn man nach längerer Live-Pause wieder auf der Bühne steht. Wir spielten trotzdem recht solide und waren eigentlich ganz zufrieden mit uns. Auch Jürgen am Mischpult war mit dem Sound an sich sehr zufrieden. Das Publikum kam trotzdem nicht wirklich in Fahrt und schien bis auf wenige begeisterte Gesichter in der ersten Reihe gelangweilt zu sein. Tja, wenn man scheiße spielt und das Publikum kommt nicht in Fahrt, dann hat man wenigstens ne einleuchtende Erklärung. An diesem Abend waren wir jedoch ratlos! Wir bedankten und bei den Zuhörern und verließen die Bühne. Keine Zugabe.

ITCHY POOZKID zeigten im Anschluss, wie man’s macht und segelten über die Bühne wia nemme ganz bacha. Viele Leute kamen vor die Bühne und tanzten Pogo. Okay, es waren viele Poopzkid-Fans da, aber die gute Stimmung allein damit erklären zu wollen, wäre mit Sicherheit verwegen! Sibbi, Dani und Tobi boten eine Show der Superlative. Wir standen beeindruckt vor der Bühne. Es ist uns ein Rätsel, wie man (wie im Fall von Sibbi) schreiend über die Bühne sausen, die Gitarre um sich kreisen lassen und dabei gleichzeitig noch dem Thimo signalisieren kann, dass man den Monitorsound gerne lauter hätte. Das muss man erst mal hinkriegen! Respekt!! 😀

Herzlichen Dank: Den Veranstaltern vom JGR Radolfzell, Magge & den Itchys samt Thimo, den anderen Bands, Carina und Moni.

18.08.06

COLESLAW PRÄSENTIERT SLUSH FESTIVAL

HERE WE GO AGAIN!

Nachdem das Altstadt Festival in diesem Jahr leider ins Wasser fallen musste, präsentieren wir am 29. Dezember 2006 das Slush Festival im Stadtforum Bad Saulgau. Ein bombastisches Line-Up wird an diesem Abend jedes Rockerherz höher schlagen lassen und den Schnee zum schmelzen bringen…

Eröffnen tun wir von COLESLAW als organisierende Band das Slush Festival selber. Im Anschluss rocken die Jungs von LAZURIGHT, die schon bei unserer Album Release auf der Bühne standen und sich spätestens mit ihrem gefeierten Gig beim diesjährigen Southside Festival einen Namen gemacht haben. Des weiteren konnten wir 5 BUGS aus Berlin verpflichten, die zuletzt bei Rock am Ring auf der Bühne standen und im November ihr neues Album „Tomorrow I’ll Play God“ veröffentlichen. Headliner sind zu guter Letzt unsere Kollegen von ITCHY POOPZKID, die derzeit ebenfalls an ihrem zweiten Longplayer arbeiten.

Weitere Informationen rund um das Slush Festival gibt’s auf der offiziellen Homepage oder auch bei MySpace.

ROCK’N’ROLL!!!