11.11.08

STEP 4: GUITAR RECORDING

Seit heute ist auch die Gitarre aufgenommen. Fotos gibt’s !

Auch Jojo musste sich den kritischen Ohren unserer Producer hingeben und manche Teile sehr oft spielen, bis Holger und Thimo schließlich zufrieden waren. Natürlich haben auch die Musiker ein Mitspracherecht. Manchmal entstehen im Tonstudio rege Diskussionen darüber, wie ein bestimmter Songteil zu klingen hat. Wenn man sich nicht einigen kann, wird abgestimmt. So kam es beim Guitar Recording beispielsweise vor, dass Sédon andere Vorstellungen von einem Songteil hatte, jedoch von der Mehrheit überstimmt wurde…

Fürs Guitar Recording nimmt man sich meistens ein bisschen mehr Zeit, als für die anderen Instrumente. Der Grund ist, dass die Gitarre bei Rock-Produktionen (mindestens) „gedoppelt“ wird. Hierbei ist es nicht zielführend, einen bereits aufgenommenen Teil einfach zu kopieren. Stattdessen muss der Gitarrist jedes Riff zwei Mal spielen (und kann dabei verschiedene Instrumente oder Amps verwenden)! Zur Erklärung: Kein Musiker der Welt ist perfekt und produziert auf seinem Instrument zwangsläufig kleine „Unsauberheiten“. Wenn man nun zwei von Menschenhand gespielte Gitarrenspuren übereinander legt, sorgen diese kleinen „Unsauberheiten“ (es geht wirklich nur um Nuancen) für einen ausgesprochen „fetten“ und „lebendigen“ Sound.

Nach der „Doppelung“ der Gitarrenspuren nimmt man sogenannte „Overdubs“ auf, sprich: der Gitarrist erzeugt auf seinem Instrument Quietscher, Kratzer, Gitarrensoli und ähnliche Dinge, die dann ebenfalls in den Song einfließen. Somit hört man auf jeder modernen Rock-CD zig Gitarren – auch wenn die Band, wie unserem Fall, nur einen Gitarristen hat. Unser Producer Holger erzählt in diesem Zusammenhang gerne von den britischen Classic-Rockern THE DARKNESS, die manchmal (vermutlich unter Drogeneinfluss) über 100 Gitarrenspuren aufgenommen haben… 🙂

09.11.08

STEP 3: BASS RECORDING

Ein weiterer Tag im Maraton Studio: Heute war Nippel mit dem Viersaiter an der Reihe. Als zweiter Musiker des Recordings benötigt der Bassist (fast) keinen „Klick“ mehr, sondern kann sich am Schlagzeug orientieren. Hierbei ist es natürlich extrem wichtig, dass das Zusammenspiel stimmt. Unsere Producer Thimo und Holger hören sich folglich jeden Ton ganz genau an und sagen Sätze wie: „Nippel, du hast im Chorus den hinteren Teil unsauber gespielt. Versuch’s bitte noch mal!“

Dank der heutigen Technik ist es möglich, verschiedene Songteile einzeln aufzunehmen. In der Praxis spielt man jeden Song ein paar Mal komplett durch, während sich die Producer Notizen (Plus für „gut“, Kringel für „mittelmäßig“, Minus für „schlecht“) zu den verschiedenen Songteilen machen. Am Ende fügt man die besten Teile einfach zusammen. Auch vom Bass Recording gibt’s ein paar Fotos und zwar !

08.11.08

STEP 2: DRUM RECORDING

Heute haben wir mit dem Recording begonnen. Wie muss man sich das vorstellen? Man fängt bei einer CD-Aufnahme (im Regelfall) mit dem Schlagzeug an. Sédon war also der Erste, der ran musste. Mit Kopfhörer und „Klick“ im Ohr trommelte er die Drums unserer fünf neuen Songs ein. Der „Klick“ ist ein akustisches Signal, welches dazu dient, das Songtempo einzuhalten. Das ist gar nicht so einfach, da man bei Live-Konzerten ja ausschließlich nach Gefühl spielt. Sédon hat seine Aufgabe dank fleißigem Üben jedoch relativ souverän gemeistert. Fotos vom Drum Recording gibt’s !

02.11.08

STEP 1: PREPRODUCTION

Am Anfang einer jeden CD steht die sogenannte Preproduction (zu Deutsch: Vorproduktion). Hierbei werden alle Songs, die später auf den Tonträger kommen sollen, in einer Live-Session aufgenommen. Live-Session heißt, dass alle Musiker zusammen spielen (und nicht einzeln, wie das später bei den richtigen Aufnahmen der Fall sein wird).

Eine Preproduction muss nicht perfekt klingen! Sie ist in erster Linie dazu da, dem Songwriting den „letzten Schliff“ zu verpassen. Unsere Producer Holger und Thimo versuchen Ratschläge zu geben, was man an den Songs verbessern könnte. Es wird also sehr viel diskutiert – beispielsweise über die Länge eines Riffs, das Tempo eines Songs, einzelne Drum-Fill-Ins und viele andere Dinge.

Wenn man die fertige Preproduction in Form einer CD in den Händen hält, kann man sich diese zig mal anhören oder auch Drittmeinungen von Leuten einholen, die die Songs noch nicht kennen und somit unvoreingenommen an das Material herantreten. Ganz nebenbei hat man natürlich die Möglichkeit, zu Hause zum CD-Player mitzuspielen und auf seinem Instrument fürs Recording zu üben…

Das war’s im Groben. Fotos von den Arbeiten an unserer Preproduction gibt’s !

01.11.08

COLESLAW IM STUDIO

Es ist endlich so weit: Ziemlich genau drei Jahre nach den Recording-Sessions zu unserem Debüt-Album „The Calming Influence“ sind wir wieder im Maraton Studio zu Gange, um unsere dritte CD aufzunehmen! Einmal mehr setzen wir auf das bewährte Producer-Team Thimo Strobel und Holger Fiesel. Wir haben uns vorgenommen, euch diesmal mehr Einblicke zu geben, als das bei unseren bisherigen Produktionen der Fall war, und werden euch Schritt für Schritt auf dem Laufenden halten…

06.10.08

UTTENWEILER FÄLLT AUS

Das Benefizfestival, welches am kommenden Samstag (11. Oktober) in Uttenweiler hätte stattfinden sollen, wurde von Seiten des Veranstalters kurzfristig abgesagt.

08.09.08

TOUR DIARY – 06.09.08 | OSTRACH, Rock The Village

Diesen Sommer meint es der Wettergott nicht gut mit uns: Die beiden Gigs in Renhardsweiler und in Kisslegg finden in großen Zelten statt – und die Sonne gibt alles! In Daugendorf und in Ostrach spielen wir hingegen richtige Open Air-Konzerte – und es regnet in Strömen! Tja, so kann’s gehen…

In Ostrach musste bereits die erste Band des Abends, eine lokale Covercombo namens VOLUME 7, gegen den Regen ankämpfen und versuchte mit Songs von 3 DOORS DOWN, GREEN DAY und Co. die Leute bei Stange zu halten. Erfreulich fanden wir, dass die Jungs um Frontmann Simon auch einige selten gecoverte Stücke und nicht nur „Gassenhauer“ im Programm hatten.

Da es auf der Bühne, die aus einem LKW-Anhänger bestand, sehr nass herging, hatten die Veranstalter um Liedermacher PETER SCHÄFER mittels Tape und Folie eine abenteuerliche Konstruktion an die Bühnendecke geklebt, in der sich das Wasser sammelte. Das Ganze musste zwar regelmäßig von den Stagehands „entleert“ werden, funktionierte aber unerwartet gut. Die Bühne war fortan trocken und die Gefahr eines Kurzschlusses durch plötzlichen Wassereinbruch war gebannt! 🙂

Bei den über 160 Konzerten, die wir mittlerweile spielen durften, haben wir schon allerhand witzige Backstagebereiche (angefangen vom Vorlesungssaal bis hin zur Rumpelkammer) gesehen. Ein Rathaus war bislang allerdings noch nicht dabei! Ein Hoch auf die Organisatoren! 🙂 Jojo saß eine ganze Weile im Backstagebereich und unterhielt sich mit den sympathischen Kollegen von BENZIN. Done und Nippel waren eher bei Sam am Imbiss- und Weizenstand zu Gange…

Nach VOLUME 7 legten die Jungs von BENZIN mit ihrem wortwitzigen Deutschpunk und ihrem (sofern man ansagenfreudige Bands mag) nicht weniger wortwitzigen Gelaber los. Auch unser Jojo wurde in einer Ansage über Ostracher Surfbrettfahrer (!) ins BENZIN-Programm integriert! 😉 Die Leute vor der Bühne hatten Spaß, harrten mit Regenschirmen tapfer aus und sorgten, wenn man die Wetterumstände bedenkt, für gute Stimmung.

Auch als wir im Anschluss die Bühne betraten, war einigen Leuten die Freude nicht vergangen und die Stimmung blieb gut. Der Regen ließ zum Glück etwas nach. Dankenswerterweise stellte sich BENZIN-Tontechniker Schlotti auch bei uns hinters Mischpult und ersetze Jürgen, der an diesem Abend für MIDNIGHT SPECIAL an den Reglern drehte.

Wir rockten durch unser Programm und präsentierten uns bis auf ein paar vereinzelte (aber derbe!) Ausnahmen recht souverän. Ostrachs Musikkenner Nummer 1 stand direkt vor der Bühne und freute sich mit einem Bier in der Hand über den „bluesigen Einschlag“ unserer neueren Songs. Auch die Jungs von VOLUME 7 fanden sichtlich Gefallen an unserem Sound. Nippel und Jojo grinsten sich von Zeit zu Zeit an, weil Sédon Probleme mit seinem wegrutschenden Schlagzeug hatte. Die Rache folgte prompt: Ob Absicht oder nicht, sei dahingestellt. Jedenfalls ließ Sédon einen Drumstick brechen und feuerte diesen geradewegs in Nippels Kreuz. 🙂 Um Mitternacht beendeten wir mit „Air To Breathe“ und „Never Ending Chain“ unser Set und sagten „Danke“. Trotz des Regenwetters war das Ostrach-Konzert im Rückblick ein Gig der Kategorie: Lieber WENIGE Leute, die VIEL Interesse mitbringen, als umgekehrt! Die gemütliche Atmosphäre tat ihr Übriges…

Nach unserem Gig düste Jojo nach Hause. Sédon und Nippel begaben sich noch zu einem Getränk ins traute Heim von Ostrachs Musikkenner Nummer 1. Wie in diesem Domizil des Öfteren üblich, legte der Hausherr diverse Tonträger auf und fragte nach deren Interpreten. Nippel erntete Anerkennung, als er bei einem IGGY POP-Song GREEN DAY als Begleitband heraushörte und diverse Stücke von PAUL SIMON benennen konnte. Bei einer anderen CD hörte Sédon, trotz eines untypischen, englischsprachigen Songs, sofort die Stimme von HERBERT GRÖNEMEYER heraus. An einem Tonträger bissen sich die beiden jedoch die Zähne aus! Nach längerem Herumraten lüftete der Hausherr das Geheimnis: Es handelte sich um eine alte Aufnahme von GENESIS. Tja, offenbar gab es Zeiten, in denen diese Band ausgesprochen innovativ war und der Gesang von Mr. COLLINS einen nicht automatisch an SWR3 denken ließ. Mit diesem Hörtipp wollen wir euch aus diesem Gig Review entlassen… 😉

Natürlich erst, nachdem wir uns bei ein paar Leuten bedankt haben: Bei Peter, Sam und allen anderen vom Veranstaltungsteam, bei Schlotti fürs Mischen, bei den anderen Bands, bei den Leuten am Verpflegungsstand und last but not least bei Ostrachs Musikkenner Nummer 1! 🙂

07.09.08

NEUES BANDLOGO & SONGWRITING

Wie ihr wisst, werden wir noch in diesem Jahr unsere dritte CD aufnehmen. Zu diesem Anlass haben wir uns von Matthias von Season Zero ein neues Bandlogo kreieren lassen. Das Ergebnis kann sich, wie wir finden, sehen lassen! Lob und Kritik könnt ihr wie immer im Gästebuch äußern!

Ansonsten sind wir derzeit mit Songwriting beschäftigt. Voraussichtlich werden fünf Songs den Weg auf die geplante EP finden. Drei davon sind bereits fertig und zwei weitere in der Mache. Selbstverständlich halten wir euch über den Entstehungsprozess unserer neuen Scheibe auf dem Laufenden…